AfD NRW – Rücktrittsschreiben des Bezirksvorsitzenden Dieter Ber

Der ehemalige Sprecher des AfD Bezirksverbandes Köln, Herr Dieter Ber, outete sich bereits als überzeugter und überzeugender Kritiker des NRW Lanndesvorstandes. Wir veröffentlichen hier drei Erklärungen zu seinem Rücktritt als Sprecher des Bezirksvorstandes Köln.

1. Rücktrittsschreiben vom 31.5.13

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

Anläßlich der Vorstandssitzung des LV-NRW(AfD) gemeinsam mit den Sprechern der Bezirksverbände am 29.05.2013 in Düsseldorf, möchte ich Sie über folgenden Vorgang informieren: Im Anschluß an das offizielle Ende der Sitzung wurde ich vom Vorstand gebeten noch zu einem Gespräch zur Verfügung zu stehen.

Teilnehmer: Dilger, Behrendt, Landgrebe, Renner, Burger und Esser

Man teilte mir mit, dass man eine Direktkandidatur durch mich im Rhein-Siegkreis verhindern werde.

Begründung:
Ich habe Texte und Artikel, wohl insbesondere in meinem Buch „Der teuflische Staat“ veröffentlicht, die dazu führen könnten, dass selbige durch die Medien aufgegriffen und damit der Partei Schaden zugefügt werden könne.

Was dieser Vorstand augenscheinlich von Meinungsfreiheit und „Zensur“ hält, mögen Sie bitte selber beurteilen.

Ich sehe hierin aber keine Basis für eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Vorstand des Landesverbandes.

Aus diesem Grunde stelle ich mein Amt als Sprecher des BV-Köln mit sofortiger Wirkung zur Verfügung. Meine Mitgliedschaft in der AfD ist davon unberührt.

Ich danke allen Mitstreiterinnen und Mitstreitern, die mich in das Amt gewählt haben und mit denen ich vertrauensvoll zusammenarbeiten durfte, für ihr Engagement in einem für unsere Demokratie so wichtigen Neuanfang, bitte sie aber für meine Entscheidung um ihr Verständnis. Ich wünsche ihnen persönlich alles Gute und hoffentlich den politischen Erfolg für eine gute Sache.

Ihr Dieter Ber

z.Kts. http://www.der-teuflische-staat.de

2. Erklärung zum Rücktritt vom 19.6.13

Liebe MitstreiterInnen!

Mit meiner e-mail vom 31. Mai 2013 habe ich meinen Rücktritt als Sprecher des Bezirks-verbandes Köln erklärt. Die Gründe habe ich dort aufgezeigt.

Da man mir aber keine Erklärung gab, was man denn an meinem Buch auszusetzen hatte, hatte ich mir erlaubt an Herrn Konrad Adam, Sprecher des Bundesvorstandes der AfD, ein Buch zu senden, mit der Bitte um seine Meinung. Bis heute habe ich dazu nichts gehört.

Ich habe nun weiter recherchiert und komme zu folgendem Ergebnis:

Als Sie und unsere Mitstreiter mich in Titz zum Sprecher des Bezirksverbandes Köln gewählt hatten, habe ich abschließend zu unserer Tagung eine kleine Rede gehalten. In selbiger hatte ich deutlich gemacht, dass ich mich seit Jahren mit der Energiepolitik beschäftige. Dabei habe ich aufgezeigt, dass CO2 keinen signifikanten Einfluß auf das Wettergeschehen resp. auf das Klima haben kann und das alles, was mit der Begründung von CO2 als Maßnahmen beschlossen wurde, umgehend einzustellen ist. Dazu gehört insbesondere die Abschaffung des EEG.

Ich hatte dabei den Eindruck, dass unsere Mitstreiter sehr erfreut waren, solche klaren Worte zur Unsinnigkeit des CO2-Hype zu hören. Bei Dilger konnte ich eine gewisse Freude darüber nicht erkennen, eher ein angesäuertes Verhalten.

Einige Tage später hat Dilger gegenüber jemandem geäußert, dass Ber eine Fehlbesetzung sei. (mit welcher Anmaßung setzt man sich hier über demokratisch getroffene Entscheidungen hinweg?) Augenscheinlich paßten meine Gedanken nicht zum Energiekonzept von Lucke, Dilger, Bundesvorstand und Landesvorstand NRW. Sie sehen in meinem beigefügten Artikel, welcher Gruppe diese Leute zuzuordnen sind.

In meinem Buch „Der teuflische Staat“ gibt es zwei Artikel zu diesem Thema von zwei Wissenschaftlern. „CO2 und Klima“ von Dr. Rainer Six (Agrar-und Biochemiker) und „Der einsame Ausstieg“ von Dr.-Ing. Günter Keil (er hat übrigens ein neues Buch geschrieben „Die Energiewende ist schon gescheitert“). In meinem beigefügten Artikel: „Wer und was ist die „Alternative für Deutschland (AfD)“ wirklich?“ habe ich aufgezeigt wie die Energiepolitik der AfD zu verstehen ist.

Das EEG wird beibehalten, soll aber statt über den Strompreis über Steuern finanziert werden. (Das von Altmeier bereits apostrophierte Billionengrab ist damit nicht mehr abzuwenden)

Hier kann ich nur sagen, wer das grundsätzlich Falsche optimiert, macht das Falsche nicht besser, sondern nur noch falscher. Damit wird die AfD sich einreihen in die Phalanx der Einheitsparteien des Bundestages als ökosozialistische Planwirtschaftspartei.

Der wettbewerblichen Marktwirtschaft wird keine Zukunft gegeben. Da hilft auch nicht, dass man sich etwas schmückt mit der „österreichischen Schule der Nationalökonomie.“

Folglich ist die AfD unter diesen Prämissen, genauso wie alle anderen Parteien im Bundestag, nicht wählbar.

Zu hinterfragen wäre nur, wer steht hinter dieser Partei und was sind deren Absichten?

Dieter Ber

3.Wer und was ist die „Alternative für Deutschland (AfD)“ wirklich?

Liebe MitstreiterInnen!

Von verschiedenen Gesprächspartnern höre ich unter anderem, dass der AfD ein „gutes energiepolitisches Programm“ bescheinigt wird.

Ich versuchte heraus zu finden, welche Aussagen oder Dokumente liegen diesen Meinungen zugrunde?

Dazu versuche ich mir selbst Klarheit zu verschaffen, wer und was die AfD eigentlich ist und was sie will – das wird für mich leider immer unklarer.

Mein vorläufiger Eindruck (unter Vorbehalt):

Die AfD erkennt NICHT die Gefahr eines aufziehenden ökologistischen Obrigkeitsstaates oder einer „grünen Diktatur“,

Die AfD ignoriert den Märchencharakter der CO2-Hysterie und geht nicht gegen die, die Gewerbefreiheit aufgebenden und industriezerstörenden CO2-Gesetze an, insbesondere das TEHG (Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz) ,

Die AfD greift das EEG an, aber nicht den Unsinn der Wind- und Solarstromproduk-tion an sich. Folglich will sie die Profiteure weiterbezahlen – aus dem Steuertopf: so steht es im Programm.

Die AfD drückt sich um eine Aussage zur Kernenergie.

Nun fand ich folgende Quelle: http://www.wiso.uni-hamburg.de/lucke/?p=947#comments Danach sind Lucke und Dilger Teil eines Kreises von Volkswirten, die voll auf dem Klimatrip sind und sich als Optimierer von „Klimapolitik“ zu profilieren versuchen. (Klima ist das statistische Mittel des Wetters von 30 Jahren in unterschiedlichsten Zonen auf dieser Erde. Das Wetter können wir nicht beeinflussen und erst recht können wir ein statistisches Mittel nicht schützen).

Die Position der AfD „zum EURO“ erscheint mir bisher ebenfalls unzureichend durchdacht – deren Aussagen gehen m.E. am Kern der Dinge vorbei; insbesondere: wie soll die Umstellung vom EURO in ein und welches Nachfolgesystem bewirkt werden? Es geht nicht um die Währung EURO – das war ja nur eine leider erfolgreiche Propagandastrategie der AgitProp-Expertin Merkel.

Die „Rettungsschirme“ EFSF und ESM sind Instrumente für einen Vermögens- und Wertschöpfungstransfer zu Lasten Deutschlands, sie hätten auf Basis der D-Mark genauso installiert werden können. Das tieferliegende Problem ist, daß sich in Deutschland eine politische Kaste etabliert hat, die es für schick oder moralisch geboten hält, Regelungen und Vereinbarungen zu Lasten des eigenen Landes zu treffen: durch Aufgabe von Souveränität, durch Weggabe von Vermögen und Wertschöpfung, durch Strangulation der eigenen Wirtschaft. Dass der EURO über die unterschiedlichsten Volkswirtschaften übergestülpt wurde, hat das Problem natürlich sehr verschärft.

Mögen diese Gedanken dazu beitragen, dass wir beim Nachdenken , das Mitdenken und Vordenken noch mehr pflegen und uns dem ganzheitlicheren Denken wieder mehr zuwenden.

Es grüßt Sie sehr herzlich

Ihr Dieter Ber

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