Braucht die AfD eine innerparteiliche Revolution?

Wo steht die Alternative für Deutschland im politischen Spektrum? Auf diese Frage antwortete die AfD Sprecherin Frauke Petry mit Schubladen, in die sich die AfD nicht rein pressen lassen wolle. „Wir haben es gar nicht nötig, am rechten oder linken Rand zu fischen“.

Die Antwort ist falsch. Die richtige Antwort sollte lauten:

Wir wollen nicht weniger als eine europäische Revolution auslösen, also dürfen wir kein Teil des politischen Systems werden, sondern müssen das System von aussen bekämpfen.

Die Gretchenfrage heißt also, will die AfD das politische System revolutionieren, will sie eine bürgerliche Revolution lostreten oder will sie sich lieber in das politische System eingliedern und dieses dadurch stärken? Ich habe den Eindruck, das Letztere ist der Fall.

Schauen wir uns zunächst die Vita des AfD Führers Bernd Lucke an. Er wurde vom Deutschen akademischen Austauschdienst gefördert, einer Kaderschmiede für systemtreue Eliten, er war Berater für die Weltbank, einer Organisation der Finanz- Elite, er ist Wissenschaftler, er ist ein christlicher Familienvater, er ist ein treuer Staatsbeamter, er ist Gründer eines Plenums der Ökonomen und er war über 3 Jahrzehnte Mitglied der CDU.

Er ist in jedem Fall ein Teil des Establishments aber ein Revolutionär, wie einst im Vormärz, ist er auf keinen Fall.

Er liebäugelte mit den Freien Wählern und pflegt Kontakte zu Oliver Janich, dem Gründer der PDV, einer libertären Partei.

Aber libertär ist die AfD nicht, denn sie will beispielsweise das EEG über eine neue Steuer finanzieren. Das Plenum für Ökonomen will eine Stärkung des Europäischen Handelssystems für CO2-Zertifikate (http://www.wiso.uni-hamburg.de/lucke/) Das ist ein Planwirtschaft, aber keine freie Markwirtschaft.

Eine Antwort auf die Frage: wo steht die AfD findet, wer sich die führenden Köpfe, die Kritiker und die Unterstützer anschaut.

Reichlich Kritik kommt aus der linken und der grünen Ecke: z.B. von http://bubgegenextremerechte.blogsport.de/ oder

http://andreaskemper.wordpress.com/2013/07/20/afd-nazi-diktatur-war-nicht-rechts-linken-antifaschismus-gab-es-nicht/ oder

http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/83127/gruene-rufen-zur-sabotage-des-wahlkampfes-der-alternative-fuer-deutschland-auf/

Mit der Frage ob die AfD links oder grün ist braucht man sich nicht länger zu beschäftigen, dies zeigt auch die Ablehnung der Homo Ehe durch die rechtskonservative AfD Bundestagskandidatin von Storch. Sie bemängelte in einem Schreiben, der Katholik Zollitsch kritisiere weder die Grünen noch die Piraten, obwohl diese für die Homo-Ehe einstünden. Die AfD hingegen stehe für christliche Werte.

Jede Menge Zustimmung bekommt die AfD von dem Internetportal „Politically Incorrect“, einem im rechten Kreisen beliebten Netzwerk von Islamfeinden

PI-News .Zitat:

„Gut, dass es bereits jetzt – am 22.9. – eine Alternative gibt!“

Quelle: http://www.pi-news.net/category/alternative-fur-deutschland-afd/

Diese Islamhasser stehen so weit rechts, dass es schon schwer fällt bei solchen Freunden nicht in den Verdacht zu kommen, man stehe in der Mitte der Gesellschaft.

Die begründete Sorge, die AfD könnte von rechts unterwandert werden, kam auch auf, als der stellvertretende NRW Landesvorsitzende Martin Renner die Düsseldorfer Freien Wähler in die AfD einschleussen wollte. Der Versuch, mit dem Düsseldorfer Appell sowohl Mitglieder der Düsseldorfer Freien Wähler als auch Ex-Republikaner aus der AfD fernzuhalten funktionierte nicht. Trotz dieses Appells wurde der EX- Republikaner und Düsseldorfer Freie Wähler Dr. Wlecke zum Schatzmeister des Kreisverbandes gewählt.

Die Ausgrenzung ehemaliger Mitglieder der islamkritischen Partei „Die Freiheit“, des Berliners René Stadtkewitz wurde erst gar nicht versucht.

Jens Eckleben, ehemaliger Hamburger Landesvorsitzende der kulturrassistischen Partei „Die Freiheit“ wurde sogar Landesbeauftragter für Hamburg der „Wahlalternative 2013“ und ist nach eigenen Angaben Gründer des AfD Landesverbandes Hamburg.: http://www.meetup.com/Die_Alternative_in_Hamburg/members/86892882/

Er ist nicht der einzige der aus islamfeindlichen Grüppchen zur neuen AfD gestoßen ist. Er tendiert dazu die Zielgruppe über 50Jahre anzusprechen, weil sozial und finanziell bessergestellt und damit interessanter sei als Jüngere unter 30 Jahre
Jens Eckleben bevorzugt also die konservativen , bürgerlichen, traditionellen Milieus . Für ihn muss „Der Köder muß dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.“, deshalb unterstützt er auch keine jüngeren Kandidaten für den Bundestag.
Gestern Die Freiheit, heute AfD! Unter seinen „gefällt mir“ Angaben bei Facebook findet sich eine rechtspopulistische Freie Wähler Fraktion im Frankfurter Römer. Auch er dürfte nicht zu den Unterstützern des Düsseldorfer Appels, sondern eher in eine rechte Schublade gehören.

Nehmen wir als weiteres Beispiel die Facebook Seite der AfD.. Dort schrieb ein Moderator am 13.5.13 u.a. folgendes zu der Verteidigung eines rechtskräftig verurteilten Volksverhetzers durch den stv. Landesvorsitzenden Martin Renner :

Alternative für Nordrhein-Westfalen Herr Lemmer ist nicht das Problem, Sie haben Herrn Renner angegriffen. Wir dulden hier keine diffamieren an unserer Parteiführung! Facebook ist kein internernes Diskussionsforum, Facebook ist öffentlich! Nehmen Sie ihren persönlichen Angriff zurück. Sie verhalten sich gegen unsere Netiquette. Wie schon gesagt, sollten Sie ein persönliches Problem mit einem unserer Vorstandskollegen haben, klären Sie das bitte persönlich. Wir haben extrem viel Geduld bewiesen, diese ist jetzt am Ende. Wir erwarten eine Entschuldigung.“ ( Zitat Ende)

Der im Düsseldorfer Appel formulierten Bitte an den NRW Landesvorstand, dass die AfD sich deutlich von Gruppierungen abgrenzen soll, die „Ideologien, die dem demokratischen Leitbild und Selbstverständnis der AfD nicht entsprechen“ vertreten wird vom stv. Landesvorsitzenden und Bundestagskandidaten Martin Renner nicht entsprochen.

Wo die AfD genau steht, weiss sie selber nicht so genau, aber auf jeden Fall rechts von der Mitte und mehrheitlich innerhalb des Systems. Führungskräfte wie Lucke oder Dilger sind treue Diener des Staates und keine Revolutionäre. Sie sind Lehrer, und keine Macher. Sie sind Beamte und scheuen große unternehmerische Risiken.

Sie und viele andere AfD Mitglieder stehen in erster Linie hinter ihren eigenen Zielen. Karrieristen ist das politische Programm nicht so wichtig wie ihr Fortkommen. Sie werden im Falle eines Wahlsieges kein Problem haben, sich einer Kanzlerin Merkel als Steigbügelhalter anzudienen. Deng Verdacht habe ich bei zahlreichen ehemaligen CDU und FDP Mitgliedern unter den AfD-Führungskräften.

Leider schweigt die AfD zu wichtigen Themen rund um die Freiheit und die Souveränität der Deutschen. Jedes exponentielle, ungedeckte Geldsystem führt aus rein mathematischen Gründen irgendwann zu einem Crash. Niemand weiss, wann und wegen welchem Ereignis unsers weltweites, mit Papiergeld aufgepumptes Finanzkartenhaus zusammenbricht, aber es wird crashen und es wird verheerend werden. Vielleicht im Herbst vielleicht in 2014, vielleicht auch später. Darauf bereitet die AfD die Menschen aber nicht vor, sondern sie versucht mit Strategien, wie dem Austritt Griechenlands nur Zeit zu gewinnen und die Schadenshöhe zu maximieren. Damit dienst sie dem politischem System, aber nicht den Menschen.

Die Zeit für eine neue, glaubwürdige Partei, die sich nicht korrumpieren ließ, wird kommen. Dieser Partei wird die Aufgabe zufallen, unsere Interessen in Europa neu zu verhandeln, uns von der Schuldknechtschaft, in die uns die Hochfinanz geführt hat und von Politikern, die nicht unsere, sondern z.B. die Interessen. der Pharmaindustrie vertreten, zu befreien.

Vielleicht schafft es die AfD ja noch sich zu einer wirklichen, revolutionären Alternativen zu entwickeln und das korrupte politische System aus den Angeln zu heben.

Dazu bräuchte es aber zunächst eine innerparteilichen Revolution. Dazu müssten viele führende Köpfe ausgetauscht werden. Denen, die in der AfD bleiben und dies versuchen wollen, wünsche ich dabei viel Glück und Erfolg.

Aber auch Oppositionen und Revolutionen müssen organisiert werden. Wer soll diese Aufgabe übernehmen? Beamte wie Lucke oder Dilger? Dazu braucht es ein Netzwerk aus unabhängigen Machern, welches nicht von den Vorstanden der AfD kontrolliert, ausgebremst oder gemobbt werden können Vielleicht könnte der Alternative Newsletter diese Aufgabe übernehmen? Ein Versuch wäre es wert.

Deutschland braucht eine neue, konservative Partei, die fest auf dem Boden des Grundgesetzes steht und auch das dort verankerte Recht zum Widerstand gegen jeden ausübt, der unsere freiheitliche Grundordnung beseitigen will.

Deutschland braucht eine glaubwürdige Alternative, die diesen Namen wirklich verdient und keine Alternative, die ein antritt, um ein Teil derzeitigen politischen Systems zu werden..

Gerhard Nadolny im August 2013

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6 Gedanken zu „Braucht die AfD eine innerparteiliche Revolution?

  1. @Gerhard Nadolny,
    als ehemaliges Mitglied der Schill-Partei bin ich gewiß nicht links, oben und unten in der Politik gibt es nicht und zu dieser ominösen Mitte, in der sich alles von Linkspartei bis CSU drängelt, will ich nicht gehören. Was Sie pauschal über Mitglieder der Freiheit, FW und Republikaner äußern ist in meinen Augen geradezu infam. Ich kenne viele grundanständige Menschen aus den genannten Parteien, die nicht nur für ihre poliischen Überzeugungen hart arbeiten und bestimmt kein Viertes Reich errichten wollen.
    Auch was Sie über PI als in „rechten Kreisen beliebtes Netzwerk von Islamfeinden“ schreiben ist mehr als grotesk. Es gibt nun mal Menschen, die im politischen Islam eine Bedrohung sehen. Ob zu Recht oder zu Unrecht sei einfach mal dahingestellt. Die Zugriffzahlen auf PI sprechen jedenfalls eine deutliche Sprache und auch die Kommentarspalten linker Zeitungen wie z. B. der taz lassen gelegentlich an Deutlichkeit zu diesem Thema nichts zu wünschen übrig. Ich werde im September auf jeden die AfD wählen und möglicherweise auch eine Mitgliedschaft beantragen.
    Zum Schluß noch etwas „gar Schröckliches“: ein Vorstandsmitglied der ehemaigen Schill-Parte ist Beisitzer in einem KV der AfD.

    • @Rolf,
      Ich habe das Buch „Das Dschihadsystem“ von Kleine-Hartlage gelesen und sehe auch im politischem Islam eine Bedrohung und in Parralelgesellschaften unserer FDGO. Aber deshalb muss man zu keinem Moslemfeind werden.
      Auch ich kenne „grundanständige Menschen “ aus Der Freiheit oden den Freien Wählern, aber ich differenziere: Stürzenberger ist für mich ein radikaler Islamhasser, der die Gesellschaft spalten will, und dem rechtskräftig vorbestraften Volksverhetzter und Düsseldorfer FW Geschäftsführer Lemmer nehmen viele . die ihn kennen, seine Resozialisierung nicht ab.
      Ich habe nicht „pauschaliert“ sondern wollte dargestellen, dass etliche AfD Bundestagskandidaten sich rechts von der sogenannten politischen Mitte befinden (z.B.Frau von Storch, Herr Dr.Adam, Herr Dr.Wlecke oder Herr Renner) und gar nichts mit den Grünen oder Roten am Hut haben, aber zu Kompromissen mit Merkel bereit sind.
      Bis vor wenigen Wochen wollte ich auch die AfD wählen, aber inzwischen habe ich den Glauben an dLucke und Co. verloren. Kenne aber in den AfD viel „grundanständige Menschen“ die noch an die AfD glauben. Warten wir also einfach den 22.9. ab, dann sind wir schlauer.

      • Lemmer hat eine Araberin(Berberin) geheiratet und ist zum Islam konvertiert.Meiner Meinung nach ging es ihm aber hauptsächlich immer ums Geld,unterstützung bei seinem Aufbau des Musikgeschäfts bekam er von einem V-Man des VFS.Der Staat hat also eines der grössten N-Musik Verlages gefördert.

        Den Jihad haben sie aber anscheinedn immer noch nicht verstanden.Wenn sich Türken vor ihren Landsleuten verstecken müssen wenn sie ne Currywurst essen wollen sollte das einem zu denken geben.Mich hat noch kein Christ schief angesehen weil ich Freitags Fisch esse und auch die Veganer bestellen mit mir eine Pizza beim HALAL Döner Mann.

  2. Der letzte macht das Licht aus 🙂 Schon wieder ein Parteiaustritt in Rhld.-Pfalz !!
    1. Kreisvorsitzender von Alzey Josef Ceglecki erklärt seinen Austritt aus der AfD.
    Es geht Schlag auf Schlag auch im Landesverband Rheinland-Pfalz der AfD. Gerade hat eine weitere Führungspersönlichkeit der AfD das Handtuch geworfen und ist aus der AfD ausgetreten.
    Es ist eine schier endlose Reihe von Mitgliedern (gn), die sich meist weit überdurchschnittlich engagiert und Verantwortung übernommen hatte und die dann „wie aus heiterem Himmel“ die Brocken hinschmeisst. Darunter sogar ein Mitglied des Landesvorstandes, Dr. Stefan Vogel und z.B. auch eine weitere Kreisvorsitzende aus dem Westerwald, Frau v.d. Mühlen.
    Josef Ceglecki hat als 1. Kreisvorsitzender Alzey sein Amt niedergelegt und seinen Austritt aus der Partei erklärt. Leider hält auch er sich über die Beweggründe bedeckt. Herr Ceglecki war ein erstklassiger Mitstreiter mit sehr viel Engagement. Er hinterlässt eine sehr große Lücke im Raum Alzey. Es sollte jetzt alles versucht werden, um die Gründe herauszufinden, denn es kann nicht sein, dass die aktivsten Mitstreiter das Handtuch werfen.
    In einem „Nachruf“ wird jetzt erneut versucht, die virulenten Probleme in der AfD von Rheinland-Pfalz unter den Teppich zu kehren. Es wird im AfD-FORUM behauptet:
    „Es wäre besser gewesen, hätte er mit uns geredet, denn es gibt nichts das alternativlos wäre außer dem Tod.“
    Tatsächlich ist die Stimmung im Landesverband Rhld.-Pfalz der AfD auf einem erneuten Tiefpunkt angekommen. Eine kleine und zu allem entschlossene Gruppe von (frühen) AfD-Mitgliedern (gn) hatte sich bei der Gründungsversammlung in Mainz den Landesverband und alle zukunftsgerichteten Vorstandspositionen plus „sichere“ Listenplätze für den Bundestag an einem Dienstag-Mittag „handstreichartig unter den Nagel gerissen“. Darunter der Landesvorsitzende und Spitzenkandidat Klaus Müller, die Nr. 2 der Landesliste Herr Kallrath und die Nr. 3 der Landesliste und 1. stv. Landesvorsitzende Heidrun Jakobs. Besonders von Heidrun Jakobs gingen in der Folge zahlreiche krasse Aktionen gegen Parteimitglieder und Förderer aus.
    Was den Eindruck verstärkte, dass es der „5er Bande“ in Rhld.-Pfalz im Grunde nur darum ging, bis zum 22.09.2013 Ruhe „an der Front“ zu haben. Um auf einer Woge der Euro-Kritik quasi im Schlafwagenabteil in den Deutschen Bundestag einzuziehen. Die AfD spielt bei dieser Planung überhaupt keine Rolle, die AfD hat für Müller, Kallrath, Jakobs und Konsorten längst ihre Schuldigkeit getan. Im Gegenteil, insbesondere Heidrun Jakobs tat alles, um das Entstehen von AfD-Kreisstrukturen zu verhindern und wenn es notwendig wurde, schreckten Jakobs und ihre „willigen Günstlinge“ auch nicht davor zurück, Menschen zu verunglimpfen, zu beleidigen und aus der Partei zu drängen. Zusagen, sich bei Menschen, die sie zuvor öffentlich beleidigt hatte, zu entschuldigen, hielt Jakobs nicht ein. Der Landesvorsitzende Klaus Müller war Zeuge solcher Versprechungen und tat in der Folge nichts, um Jakobs zur Einhaltung ihrer öffentlichen Zusicherungen zu bewegen. Auch andere Vorstandsmitglieder unternahmen nichts, um den Landesverband endlich zu befrieden. Mein Eindruck: Heidrun Jakobs hat die AfD Rhld.-Pfalz „im Sack“.
    Solch eine Atmosphäre herrscht im Landesverband Rheinland-Pfalz und das beleuchtet, warum immer mehr AfD-Funktionäre und Mitglieder (gn) das Handtuch werfen.
    So klingt der „Nachruf“ von Heidrun Jakobs auf Josef Ceglecki auch wie Hohn:
    „Wir bedauern das auch sehr! Wir verlieren einen unserer besten Leute.
    Sowohl Klaus Müller und auch ich haben versucht, Herrn Ceglecki zum Bleiben zu bewegen. Leider vergeblich!
    Wir hoffen, er kommt dennoch zur Wahlparty“.
    Der AfD-Landesvorstand, Heidrun Jakobs und Konsorten kommen angeblich gar nicht auf den Gedanken, dass sie es sind, die für den „Aderlass“ und für die miese Stimmung in der AfD verantwortlich sind.
    So kann man sich wirklich nur wünschen, dass „der Wähler“ (gn) sich die AfD- Führungsfiguren in Rhld.-Pfalz erstmal ganz genau anschaut, bevor er seine Zweitstimme an die AfD vergibt :-))
    Damit die Wahlparty am 22.09.2013, 18.00 h, nicht allzu lustig wird.

  3. Eines stimmt:

    Die autoritäre Parteikultur, in der die einfachen Mitglieder an der Willensbildung und der Erarbeitung der Programmatik nicht beteiligt werden, sondern Entscheidungen von der Parteiführung im Alleingang getroffen werden, hat Prof. Lucke von der CDU mitgebacht. Wie eine Partei auch demokratisch funktionieren kann, hat Prof. Lucke in über 30 Jahren CDU-Mitgliedschaft wohl nie kennengelernt. Letztlich, auch wenn Herr Prof. Lucke subjektiv das nicht so sehen oder wahrhaben mag, wird es unter seiner „Sprecherschaft“ dazu kommen, dass die AfD nur die Rolle eines Mehrheitsbeschaffers bzw. Steigbügelhalters der CDU spielen wird, deren Funktion sich objektiv darauf reduziert, die Stimmen enttäuschter Konservativer. Liberaler und Nichtwähler „einzusammeln“, um sie für eine Fortführung der bisherigen Merkel-Schäuble-Politik nutzbar zu machen. Die AfD als klassische weitere „Blockpartei“, die den Wählern lediglich eine inhaltliche „Alternative“ vorgaukelt…

    Ich habe schon wiederholt angeregt, dass die Oppositionellen und „Demokraten“ in der AfD sich vernetzen und vielleint einmal treffen sollten, um auszuloten, ob man sich auf eine gemeinsame inhaltlichen Plattform verständigen kann – wobei dem AN eine fedrführende Funktion zufallen könnte. Leider ist auf meine Vorschläge bisher keine Resonanz erfolgt.

    Ich weiß nicht, ob es in westlichen Landesverbänden genauso ist: Der LV Sachsen wird dominiert von älteren Herrschaften, die zu DDR-Zeiten sozialisert wurden und so etwas wie Diskussionen nie „gelernt“ haben. Wenn jemand auf einer Parteiversammlung eine abweichende Meinung äußert, passiert es schnell, dass er aggressiv und beleidigend niedergeschrieen wird. Es ist klar, dass sich in einer solchen Atmosphäre niemand gern als Oppositioneller gegenüber der Parteiführung outen möchte. Es verwundert nicht, dass die meisten Berichte über den „Sachsensumpf“ im AN von anonymen Zuträgern kamen. Dabei wäre es gerade wichtig, dass die Oppositionellen nicht als Einzelkämpfer oder aus der inneren Emigration heraus agieren, sondern innerparteilich als Gruppe auftreten. Der AN könnte und sollte hier als Katalysator dienen.

  4. Tatsächlich ist es für solche Überlegungen wie „innerparteiliche Revolution“ bereits viel zu spät. Weil alle wesentlichen Entscheidungen hinsichtlich des 22.09.2013 längst nicht nur gefallen sondern auch festgeklopft sind. Egal was jetzt geschieht, alle Personen, die auf einer AfD-Landesliste zur BT-Wahl in aussichtsreicher Position angekommen sind, bleiben dort. Komme, was wolle. Selbst ein Parteiaustritt würde die Übertragung eines BT-Mandats „auf Kosten der AfD“ nicht mehr verhindern. Nur dann, wenn ein Listenkandidat (gn) freiweillig auf seinen Listenplatz verzichtet oder, wenn Gesundheitsgründe ihn hindern, das Mandat anzunehmen, kann sich personell noch was ändern. So gesehen, man nehme mir das nicht übel, sind die meisten Birnen geschält, zumindest im Hinblick auf den 22.03.2013. Diskussionen über theoretische Erwägungen, vor der BT-Wahl noch einen „Aufstand“ zu machen, halte ich daher so lange für reizvoll, wie sich alle Beteiligten darüber im klaren sind, dass die Würfel gefallen sind. Niemand, der die Dinge realistisch einschätzt, kann an einem solchen zwanghaften Verlauf noch zweifeln. Wenn der Wähler (gn) am 22.09.2013 in seiner unvergleichbaren Weisheit beschliesst, der AfD auf Bundesebene über die 5 % Hürde zu verhelfen, werden wir alle uns verwundert die Augen reiben, wer so alles plötzlich und unerwartet mit einem attraktiven Bundestagsmandat in Händen aufwacht 🙂
    Und, was viele nicht wissen, jeder Bundestagsabgeordnete kann zwischen 3 und 4 „Günstlinge“ mit nach Berlin nehmen und dort im und um den Bundestag herum hoch dotiert unterbringen. Das darf nicht unterschätzt werden. Der Abgeordnete als Wohltäter und als „guter Mensch“.
    Mit anderen Worten, jede Revolution, bei der keine Köpfe rollen, können wir uns getrost ersparen 🙂 Nachdem Anfang Februar 2013 die erste Gründungssatzung der AfD beschlossen worden war, kam es auf Länderebene zu ersten Verabredungen kleinerer Gruppierungen, unbedingt noch vor Gründung des Bundesverbandes der AfD Nägel mit Köpfen zu machen , Landesverbände zu gründen und gleichzeitig die Wahl der Landeslisten für die BT-Wahl konsequent durchzuziehen. Das ist bundesweit so praktiziert worden. Bevor der Ansturm auf die „Parteibücher“ der AfD einsetzte, hatten in allen Ländern ein paar „Schlaumeier“ vollendete Tatsachen geschaffen und den Kuchen unter sich aufgeteilt. Das führte dann in Bayern und andernorts zu Tumulten und zu Neuwahlen.Mit überraschenden Ergebnissen, Die „alten“ Listen wurden weitgehend erneut bestätigt.
    Was lernen wir daraus: Wer von Revolution träumt, darf nicht pingelig sein 🙂
    Die hier im alternativen FORUM durchgespielten Varianten, wie man dem Übel der macht- und damit geldgierigen frühen Schlaumeier begegnen kann, halte ich für wenig aussichtsreich. Vernetzung hin, Vernetzung her, wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
    Allerdings sind doch noch nicht alle Messen gelesen. Warten wir doch in aller Ruhe, wir haben eh keine andere Wahl, den Abend des 22.09.2013 ab. Gesetzt den Fall, der Wähler (gn) hat beschlossen, den teils unwählbaren, teils unansehnlichen, teils unsäglichen AfD-Kandidaten seine Stimme zu versagen und die AfD an der 5 % Hürde scheitern zu lassen, dann besteht doch plötzlich wieder Hoffnung. Dann muss wie aus heiterem Himmel ein revolitionäres reinigendes Gewitter die Wahlverlierer davon spülen und für die AfD gibt es eine zweite Chance. Sowohl für die nächsten Landtags- als auch für die nächsten Kommunalwahlen.Needless to say, dass die Wahlverlierer bei diesem Neuanfang keine Chance mehr hätten, weiterhin ihr Unwesen zu treiben. Neu ist getreu, das muss dann die Devise sein.
    So gesehen rate ich also aktuell dazu, die Nerven nicht zu verlieren und nicht von Chancen zu träumen, die man gar nicht hat. Sondern, sich auf den Abend des 22.09.2013 zu freuen. Dann kann es, so oder so, doch noch zu einer sehr lustigen Wahlparty kommen. Wenn man die dummen Gesichter der BT-Kandidaten geniessen kann, denen gerade die gebratenen Hühnchen, von denen sie schon geträumt haben, unerreichbar vor der Nase vorbei geflogen sind.
    Es gibt eine Freude, deren Ursache nur Menschen empfinden können, die ihre Fähigkeiten zu einer realistischen Betrachtung noch nicht eingebüsst haben.
    In diesem Sinne: horrido und auf einen schönen 22.09.2013 !!!!!!!!!!!!!!!!

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