Die sächsische AfD-Chefin Frauke Petry ist pleite

Der ALTERNATIVE NEWSLETTER berichtete im Juli über die finanzielle Schieflage der AfD-Sprecherin und sächsischen Landesvorsitzenden Dr. Frauke Petry: Ist die sächsische AfD-Chefin Frauke Petry pleite? Nachdem die AfD nicht in den Bundestag einzog und sich somit das AfD-Sternchen Frauke Petry kein persönliches EURO-Rettungspaket in Form eines lukrativen Bundestagsmandats sichern konnte, ist ihre Firma nun insolvent. In einer Email an die sächsischen Parteimitglieder teilt das AfD-Sternchen Petry heute mit: „Sechseinhalb Jahre nach Gründung meines Unternehmens PURinvent GmbH in Leipzig habe ich mich schweren Herzens entschließen müssen Insolvenz anzumelden.“ Schuld sind aus Petrys Sicht natürlich die anderen: „Da es mir als Inhaberin und Geschäftsführerin im Gegensatz zu Großbanken nicht möglich Verluste zu sozialisieren […], blieb mir in der aktuellen Situation keine andere Wahl.“

pureinvestPetrys Unternehmen PURinvent GmbH steckt seit der Gründung in einer finanziellen Schieflage. Die im Bundesanzeiger veröffentlichten Geschäftsberichte für die Jahre 2007 bis 2011 zeigen einen stetigen Abbau des Anlagevermögens und eine kontinuierliche Zunahme der Verbindlichkeiten bei fallender Liquidität. Im Jahr 2009 konnte die Insolvenz durch die Beteiligung eines stillen Gesellschafters mit € 200.000,– noch abgewendet werden (was ihrer Aussage widerspricht, es sei ihr nicht möglich ihre Verluste zu sozialisieren). Im Jahr darauf folgte eine kleinere Kapitalerhöhung. Da jedoch die GmbH niemals in die Gewinnzone geriet, konnte die Trendwende nicht erreicht werden. Frau Petry hat buchstäblich seit 2007 nur Geld verbrannt.

In ihrer Email wirbt Petry um das Vertrauen der sächsischen Mitglieder und kündigt an: „Ich möchte meine Arbeit für die Alternative für Deutschland trotz des beruflichen Einschnitts unvermindert fortsetzen“. Wird Pleite-Frauke nun weiterhin über Schuldenkrisen anderer Staaten schwadronieren und für das Recht einer geordneten Zuwanderung nach kanadischem Vorbild eintreten?

Mit der Insolvenz ihres Unternehmens reiht sie sich in die lange Liste der AfD-Pleitiers ein, die ihre gescheiterte Existenz mit einem Abgeordnetenmandat abrunden woll(t)en. Die AfD möchte die Finanzkrise lösen. Kann sich die Partei weiterhin Führungspersonal und Spitzenkandidaten leisten, die von den Kernkompetenzen der Partei, Wirtschaft und Finanzen, scheinbar überhaupt keine Ahnung haben?

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14 Gedanken zu „Die sächsische AfD-Chefin Frauke Petry ist pleite

  1. Pingback: AfD: Retterin muss gerettet werden | Preußischer Anzeiger

  2. Das Problem ist einfach, dass Purinvent ein Produkt herstellt, was niemand braucht. Da sind nur wieder sinnlos irgendwelche Gelder verbrannt worden, mehr nicht. Ein Blick auf die Homepage der Purinvent reicht um das erkennen zu können. Wer bitte schön würde für seinen Rasenmäher oder Schubkarre ein Reifendichtmittel kaufen? Das war alles nur Show. Genauso könnte man ein Startup gründen, was Biergläser mit zwei Henkeln vermarkten soll. Das ist genau so Ziel führend. Wenn das aber die Alternative für Deutschland ist, dann bleibe ich lieber bei der Nichtalternative für Deutschland.

    • Bei einer Schubkarre ist der gefühlte Preis für ein Ersatzrad genauso hoch wie der Preis für die ganze Karre. Da lohnt sich ein Reifendichtmittel. Gewöhnliche Rasenmäher haben keine Pneus, Aufsitzrasenmäher schon. Selbst bei Autos ist ein Reparaturset Standard, Reserveräder gibt’s nur gegen Aufpreis.

      Biergläser mit zwei Henkeln hat’s als Gag schon gegeben. Hoffnung hat man in die Solarindustrie gesetzt. Die ist genauso am Ende, wie die Hersteller von Radios, Fernseher, Uhren, Textilien … oder großen Schiffe.

      Das alternativlose Deutschland ist auf dem Weg in die Pleite.

  3. Da bin ich anderer Meinung: Mit Rasenmäher sind sicherlich luftbereifte Aufsitzmäher gemeint, und wer schon mal einen Platten an seiner Schiebkarre oder an seinem Auto hatte, weiß dieses Produkt sicherlich zu schätzen…Hier liegen offensichtlich schwere Managementfehler vor. Der erste Fehler dürfte sicherlich gewesen sein, eine Firma ohne ausreichendem finanziellen Background an den Markt zu bringen. Des Weitere haben offensichtlich entsprechende Kontakte zur Autoindustrie gefehlt (hätte Merkel oder Schröder um Hilfe bitten sollen… ;-), die bestimmte Modelle mit Reifen-Reparatur-Kits ausliefert, oder zu Autogasumbauern, die ihre Tanks in der Ersatzradmulde platzieren und die Ersatzräder durch ensprechende Reparaturkits ersetzen. Der Markt ist zweifellos da.

    • Wenn ein Markt da ist Silberlocke dannn ist die Frage, warum sich noch niemand gefunden hat, der ihn bedient? Interessant auch die Frage, warum eine Firma über viele Jahre mit minus fährt und sich das Finanzamt das gefallen läßt? Jeden Kleingewerbetreibenden hat das FA am Allerwertesten, wenn nicht nach spätestens drei Jahren die Gewinnerzielungsabsicht in Form eines Gewinnes in der Bilanz ersichtlich ist.
      Last not least die Frage: Wie will jemand eine Alternative für Deutschland sein, wenn er nicht einmal den eigenen Laden auf die Reihe bringt?

  4. Das Produkt, welches von Fr. Dr. Petry auch zum Patent angemeldet wurde, ist nicht für die herkömmliche Automobilindustrie geeignet. Es dient nur dem Pannenschutz von z. Bsp. Baumaschinen. Und wer weiß, wie teuer Ausfallstunden bei Stillstand einer solchen Maschine sind, der weiß auch, wie wertvoll dieser Pannenschutz ist. Aber es ist halt nur eine Marktnische die hier bedient wird. Und solange Deutschland nicht die Verwendung von giftigen Pannenschutzmitteln verbietet, kann die ökologische aber sicher teurere Variante nicht punkten. Das sollte man mit Merkel & Co. besprechen ….

  5. AfD ist noch eine junge und kleine Partei. Da hat ein Funktionär oft noch viele Funktionen gleichzeitig. Dass dies von Nachteil ist, kann man hier auf dieser Seite sehr gut lernen. Zum Beispiel die Frage: „Wie will jemand eine Alternative für Deutschland sein, wenn er nicht einmal den eigenen Laden auf die Reihe bringt?“ muss man sich nur gefallen lassen, solange die Lobbyarbeit und die Politik noch in Personalunion betrieben wird. Die Grünen haben es zB. schon sehr gut verstanden, die von ihnen protegierte alternative Energieindustrie aus dem Parteileben outzusourcen. Von den großen Parteien und deren Liason mit den Banken ganz zu schweigen.
    Last not least 2 Fragen:
    1. Wem nützt eigentlich die enge (sozialistische) Verflechtung von Staats(Gewalt)- und Industriemonopol?
    2. Was ist von der sozialistischen „Wirtschaftsförderung“, zB. durch Innovationspreise zu halten?

  6. Nun Sachse2, man sieht, dass Sie die Problematik nur einseitig betrachten. Das Produkt von Frauke Petry ist nun mal innovativ (weil in seiner Zusammensetzung einzigartig), auch wenn die Vermarktung schwierig ist (war). Die Preisvergabe ist also völlig unabhängig vom Unternehmenserfolg zu betrachten. Auch wird sich Frauke Petry mit der Insolvenz ihrer Firma in guten Kreisen bewegen. Es gibt einige Spitzenpolitiker, die auch in früheren Jahren wirtschaftliche Rückschläge einstecken mussten. Ich finde es gut, dass Frauke Petry so offensiv damit umgeht. Und wer sagt denn den geneigten Lesern dieser Kommentare, dass hinter Sachse2 nicht auch ein gestrandeter Unternehmer steckt oder noch viel schlimmeres?

    • Liebe Annika,

      da ich den Satz „…man sieht, dass Sie die Problematik nur einseitig betrachten.“ ein wenig als Beleidigung auffassen muss, gestatten Sie mir bitte mit etwas Satire zu antworten.

      Ich war heute zum Abendbrot auch sehr innovativ. Ich habe Paprika, Joghurt, Pfeffer, Salz, Kaffeebohnen, Brathering, Marmelade und Zitrone zu einem „in seiner Zusammensetzung einzigartigen“ Gemisch vereint. Nur die Vermarktung am Abendbrottisch war etwas schwierig.

      Nichts für ungut. Man kann ja nur voneinander lernen.

  7. Liebe Annika,
    auch ich habe den Ratschlägen Sachse 2 folgend mich in der Herstellung innovativer Produkte versucht und stellte mit dem Schneebesen einen auf Eiern basierenden Eischaum her, den man in die Reifen meines Rasenmähers pumpen kann. Nur hat dieser leider gar keine Luftbereifung sondern Plasterräder und denen ist herzlich aber egal, ob man da außen Eischaum herum schmiert oder nicht. So gesehen war dieser Eischaum wahrlich innovativ und einzigartig, nur er nützte genauso wenig wie die schmackhafte Speise von Sachse2.

    Auch sollten wir die mysteriöse angeblich so innovative Mischung ruhig einmal beim Namen nennen. Sie ist nichts anders Polyurethan, auch unter dem Namen PUR bekannt. Die ersten Polyurethane synthetisierte Otto Bayer schon vor ca. 80 Jahren.

    Natürlich kann man auch heute an den Mischungen etwas ändern. Nur ist das in etwa so, wie wenn man neben den vielen blauen und roten Farbtönungen die jedes Grafikprogramm mitbringt eben noch eine neue Farbtönung entwickelt. So wie das dann einfach rot oder blau bleibt, bleibt PUR PUR.

    Last not least: Der Markt entscheidet letztlich ob ein Produkt wirklich innovativ ist und nicht irgendwelche gesetztlichen Regelungen. Wenn ich natürlich wie auch immer ein Gesetz verabschiede, dass jeder Haushalt mindestens einen Liter PUR Schaum bevorraten muss, falls der Rasenmäher kaputt geht und die Haushalte, die keinen Rasenmäher haben, eine adäquate Abgabe als Gewinnausfall zahlen müssen, dann kann ich natürlich auch den PUR Schaum erfolgreich vermarkten. Da habe ich per anno 80 Mio. Liter verkauft, wenn ich das Verfallsdatum mit einem Jahr angebe und wahrlich eine Gelddruckmaschine entwickelt.

    Nur heißt das dann nicht freie und soziale Marktwirtschaft auf der Grundlage der freiheitlich demokratischen Grundordnung sondern schlicht und ergreifend Diktatur und Sozialismus, also genau das Gegenteil von der FDGO die in unserem Grundgesetzt definiert ist.

      • Ja, genau, sie lebt seit dem 1.11. vom Geld der Partei- auch von meinem, der ich als Hartz4-Empfänger (noch) meinen Beitrag zahle und in die „Geldbombe“ eingezahlt habe sowie viel Geld in Sachmittel für den Wahlkampf investiert habe…Und warum habe ich das getan?? Weil ich fest davon überzeugt war, dass ich es mit der AfD mit einer Partei zu tun habe (hatte) deren Parteispitze nur so vor Idealismus strotzt- genau so, wie ich es tat. Heute sage ich: „Pfui Deibel!!“

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