Prof. Dr. Ludwig Cromme an die Mitglieder der AfD Brandenburg – Scheel und seine Getreuen wollen eine Kaderpartei nach SED-Vorbild aufbauen

An die Mitglieder und Förderer der Alternative für Deutschland Brandenburg

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Parteifreunde, liebe Förderer und Freunde der Alternative für Deutschland,

mit einem unglaublichen Einsatz haben wir bei der Bundestagswahl zwar nicht das erhoffte, aber doch ein ganz hervorragendes Ergebnis erzielt. Noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik hat eine Partei so schnell so viele Wähler gewonnen. Aber der Erfolg steht noch auf wackeligen Füßen. Schon viele Parteigründungen sind in den letzten Jahren hoffnungsvoll gestartet und dann genau so schnell wieder in der Bedeutungslosigkeit verschwunden.

Unsere ausschließliche Konzentration auf den Wahlkampf hat viele andere Probleme in den Hintergrund gerückt. Wenn wir diese aber nun nicht bald energisch angehen und lösen, werden sich unsere Erfolge als Strohfeuer erweisen.

Schon beim Landesparteitag am 28.4. 2013 wurden die Rechte der Mitglieder grob missachtet: Von den (angeblich) 280 Mitgliedern am 28.4. wurden 148 Mitglieder und Förderer nach einer manipulierten Mitgliederliste eingeladen und schließlich nur 44 stimmberechtigt von Herrn Roland Scheel zu gelassen. Während also auf der einen Seite dem Großteil der Mitglieder die Teilnahme verwehrt wurde, gibt es andererseits Hinweise darauf, dass selbst nicht Geladene zugelassen wurden, wenn Herr Scheel das für opportun hielt.

Dieses war nach Einschätzung kompetenter Juristen bereits so rechtswidrig, dass der gesamte Landesparteitag damit irrelevant ist. Einigen Mitgliedern gelang es, teilweise unter Androhung rechtlicher Schritte, sich trotzdem Zugang zu verschaffen. Selbst vor diesem von ihm fast handverlesenen Publikum und obwohl es nicht einmal einen Gegenkandidaten gab, bekam Roland Scheel nur 28 Stimmen. Rund 90% der Mitglieder durften also gar nicht erst wählen oder haben gegen ihn gestimmt.

Unklar bleibt, ob nicht selbst dieses Stimmergebnis noch geschönt war. Warum wohl hat Herr Scheel sich einen gar nicht gut beleumundeten und in diverse dubiose Machenschaften verwickelten Herrn Dettleff Schilde aus Bayern geholt, um ihn als Wahlleiter einzusetzen??? Siehe: https://alternativernewsletter.wordpress.com/dettleff-schilde-dvd-special/

Warum war selbst die Feststellung der Zahl der stimmberechtigten Teilnehmer für Herrn Schilde so schwierig? Was wurde da noch alles gemauschelt?

Der Landeswahlleiter Brandenburg hätte in Kenntnis dieser Umstände den Wahlantritt der Alternative in Brandenburg stoppen müssen, wie mir ebenfalls von Juristen bestätigt wurde. Das war auch der Grund, warum ich diese Umstände vor der Wahl nur vorsichtig in der Öffentlichkeit angesprochen habe. Bei der Wahl zwischen Skylla und Charybdis, zwischen unserem Ausschluss von der Bundestagswahl und einer Verschiebung dieser Diskussion auf die Zeit nach der Wahl, habe ich mich für letzteres entschieden. Dass Scheel und seine Clique trotzdem die ganze Zeit versuchen, mich und andere innerhalb und außerhalb der Partei zu diskreditieren, zeigt, wes Geistes Kind sie sind.

Dass Herr Scheel das Protokoll des LPT in Nauen nicht einmal den Teilnehmern zugeschickt hat und auch nicht zu schicken will, kann da wohl niemanden mehr überraschen.

Oder, wie ich es von Mitgliedern schon mehrfach zu hören bekam: „Scheel und seine Getreuen wollen eine Kaderpartei nach SED-Vorbild aufbauen“.

Der Landesvorstand ist dank Scheel und Co heillos zerstritten, es geht ihm nur noch um den Kampf gegen vermeintliche Feinde. Mehrere Mitglieder des Vorstandes haben ihren Rücktritt erklärt, andere haben sich, nachdem sie von Scheel, van Raemdonck und Co gemobbt wurden, innerlich zurück gezogen.

Scheel und Co sabotieren Beschlüsse des Bundesvorstandes und diskreditieren dadurch die gesamte Partei. Nur ein aktuelles Beispiel: Obwohl der Bundesvorstand die Aufnahme von Mitgliedern der DVU ausdrücklich verboten hat, hat Herr Scheel zur Stärkung seiner Machtbasis ein solches gerade nicht nur aufgenommen, sondern auch gleich mit der verantwortlichen und hervorragenden Position eines Kreisbeauftragten betraut; siehe dazu den entsprechenden Artikel in der Märkischen Allgemeinen: http://www.maz-online.de/Lokales/Brandenburg-Havel/Brandenburger-Polit-Irrlicht-jetzt-bei-der-AfD

Mehrere Mitglieder des Landesvorstandes haben Erfahrung darin, eine Partei in die Bedeutungslosigkeit zu führen. Wenn wir ihnen nicht bald Einhalt gebieten, werden sie dieses auch mit der Alternative praktizieren.

Dies alles ist nur eine kleine Auswahl der Vorkommnisse, über die ich ein ganzes Buch verfassen könnte. Selbst wenn man sich nur auf Scheels eigene Aussagen bezieht, gibt es schon allein beim Landesparteitag in Nauen am 28.4. zahlreiche weitere schwer wiegende Verletzungen grundlegender Rechte der Mitglieder. Wer diese Gruppe aus der Nähe erlebt hat, wird eigene Kapitel dazu steuern können. Ich selbst bin unglaublichem Druck und übelster Diffamierung ausgesetzt, bekomme aber auch immer öfter Schreiben von Mitgliedern, die dieses nicht länger tolerieren wollen und sich von diesem Treiben distanzieren.

Daraus ergeben sich für mich folgende Forderungen an den Bundesvorstand:

1.) Der Bundesvorstand hat sich nunmehr endlich kurzfristig zu den erhobenen Vorwürfen zu positionieren.
2.) Dem Landesvorstand ist wegen fehlender demokratischer Legitimation vom Bundesvorstand die Ausübung seines Amtes zu untersagen.
3.) Es ist ein neuer Gründungsparteitag einzuberufen
4.) Über das sonstige weitere Vorgehen ist im Einvernehmen mit in die geschilderten Machenschaften nicht verwickelten Mitgliedern des Landesverbandes Brandenburg kurzfristig Einvernehmen her zu stellen.

Alle in diesem Schreiben aufgestellten Behauptungen kann ich selbstverständlich belegen und werde dies auch öffentlich tun, wenn sie von Scheel bestritten werden sollten.

Was können Sie tun?

1.) Scheel versucht, den Informationsaustausch zwischen den Mitgliedern zu verhindern. Deshalb kann ich dieses Schreiben nur an die mir vorliegenden Emailadressen leiten. Bitte leiten Sie dieses Schreiben an Ihnen bekannte Mitglieder weiter; diskutieren Sie darüber mit Parteifreunden z. B. auch bei Treffen auf Kreisebene. Sollten Sie dieses Schreiben deshalb mehrfach erhalten, bitte ich angesichts der Umstände um ihr Verständnis.

2.) Geben Sie mir eine Rückmeldung. Schreiben Sie mir, ob Sie sich meinen Forderungen anschließen. Das stärkt unsere Position auch gegenüber dem Bundesvorstand. Wenn wir uns noch nicht persönlich kennen, geben Sie mir dabei bitte Ihre vollständigen Kontaktdaten einschließlich Anschrift, Kreisverband und teilen Sie mir bitte auch mit, ob Sie Mitglied oder Förderer der Alternative für Deutschland sind.

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr Ludwig Cromme

————————————————-

Prof. Dr. Ludwig Cromme
Alternative für Deutschland
Mitglied des Bundesvorstandes bis 14.4.2013
Landesbeauftragter der WA2013 2012/2013
AlternativeBrandenburg@gmail.com
Tel.: 0355 473 100
Fax: 0355 473 101

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61 Gedanken zu „Prof. Dr. Ludwig Cromme an die Mitglieder der AfD Brandenburg – Scheel und seine Getreuen wollen eine Kaderpartei nach SED-Vorbild aufbauen

  1. Gut möglich, dass Scheel nur ne scheele Ablenkung war Kevin. Dem Rammbock wäre es zuzutrauen, dass er den Bauern opferte um selbst davon zu profitieren. Nun hilft nur noch eines: Rücktritt des Landesvorstandes samt Annullierung des widerrechtlichen Gründungsparteitages von Groß Behnitz. Ein kompletter Neuanfang also.

  2. Dank Kommentarspalte der Jungen Freiheit http://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2013/hessische-afd-kommt-nicht-zur-ruhe/ wissen wir ja nun wenigstens, warum Roland Scheel die Segel strich: „in Brandenburg trat allein Herr Scheel zurück, unter Vorwand mehrerer Gründe zurück und dann aus der AfD aus, weil er gemaßregelt wurde, wegen der BZÖ.“

    Wäre halt schön gewesen, wenn man das nicht über diesen Weg erfährt. Bin ich doch recht wahrscheinlich nicht der einzige, der der AfD zur BTW seine Stimme schenkte. Da fragt man sich schon, warum denn Brandenburgs Spitzenkandidat Alexander Gauland diesbezüglich so mundfaul ist oder warum es Prof. Lucke nicht fertig bringt, einfach mal der geneigten Wählerschaft reinen Wein einzuschenken? Schließlich erwartet er ja von genau dieser, dass diese seine Partei zur bevorstehenden Europa- wie Landtags- und Kommunalwahl in Brandenburg wählt.

    Allerdings stehen dazu momentan die Chancen recht schlecht. Warum soll man eigentlich als Brandenburger AfD wählen? Hat sie ein die Belange Brandenburgs betreffendes Programm? Nein! Kann sie garantieren, dass wenigstens nach der Wahl noch die Gesichter von vor der Wahl da sind, oder malt sie gleich weiße Flecken auf ihre Wahlplakate wo dann jeder sein eigenes Gesicht einkleben kann? Wen wählt man also dann eigentlich? Ein Phantom, bei welchem dann im Bäumchen wechsele dich Spiel der den Ton angibt, der gerade die größte Klappe hat? Das wollen wir Brandenburger nicht! Das hatten wir schon mal mit bekanntem Ergebnis bis 1990. Da gaben sehr oft Maulhelden vom Schlage eines Roland Scheel den Ton an und was dabei heraus kam ist ja bekannt. Der eröffnete übrigens den Gründungsparteitag mit den Worten: „Lassen Sie uns ein Stück Geschichte schreiben!“ Gut gebrüllt Löwe kann man da nur sagen, die AfD Brandenburg startete als Tiger und landete als Bettvorleger von SPD und CDU. Die kommen derzeit aus dem Schnenkel klopfen ob der Freude über Inkompetenz ihres politischen Gegners nicht mehr raus. Fast könnte man denken, Roland Scheel war ein geschickter Ungeschickter. Nun ist die Groko nach der Landtagswahl in Brandenburg mehr als wahrscheinlich. FDP und Grüne haben in Brandenburg keine echte Stimme. Die einzige Chance war die AfD und die hat es gerade gründlich vergeigt.

    Mag gut sein, dass offiziell Scheels Besuch beim BZÖ herhalten muss, die Wahrheit wird woanders liegen und konnte von Vox Populi in Form der Formulierung “ unter Vorwand mehrerer Gründe“ nicht klarer formuliert werden. Danke dafür! Prof. Chromme hat also doch Recht! Ist da vielleicht einfach jemanden der Boden unter den Füßen zu heiß geworden? Wäre es aber gerade jetzt nicht ehrlicher dem Wahlvolk endlich mal reinen Wein einzuschenken? Nicht ohne Grund heißt es in der Schrift: „Du sollst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen.“

    Wer nämlich glaubt, dass Lucke, Gauland & Co. nichts von der BZÖ Reise wussten, der glaubt auch daran, dass der Klapperstorch die Kinder bringt. Mir kann doch niemand erzählen, dass dies ein Alleingang Scheels war und Lucke ganz überrascht war, als das Scheel wie Kai aus der Kiste im Salzburger Land beim BZÖ auftauchte. Gerade Roland Scheel ist ja nun ein Mann, der schon zu DDR Zeiten hinreichend bewies, dass er ein guter Befehlsempfänger aber keinesfalls ein Macher ist, der auch mal einen Alleingang wagt, geschweige denn sich selbst mit Programmatik profiliert. Sonst hätte es schon lange wenigstens ein paar Thesen gegeben, wie ein Roland Scheel die AfD Brandenburg zu einem schlagkräftigen Landesverband entwickeln will. In den nie geschriebenen Thesen wäre zum Ausdruk gekommen, was die Europolitik konkret für Brandenburg bedeutet und wie man dem auf Landes-und Kommunalebene entgegen wirken kann. Das erwartet das Wahlvolk einfach von jemanden, der vorgibt, die Alternative für Deutschland zu sein und nicht so eine Schmierenkomödie, deren letzter Akt gerade aufgeführt wird.

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