Die Scheinheiligen aus der AfD Bayern: André Wächter – ein kleiner Sachbearbeiter will um jeden Preis nach oben

Ein gelangweilter Durchschnittsbanker, der Blut geleckt hat, nimmt alles mit, was er kriegen kann: egal was, egal wie.

Nach der demütigenden Abwahl Schünemanns und dem manipulierten Wahlabbruch am 11.05.2013 in Ingolstadt wurde es eng um die Glücksritter der Ostersonntagsbande. Ein „weißer Ritter“ musste her, um den Karren aus dem tiefen Morast zu ziehen und die verkrachten Existenzen um Schünemann an der Macht zu halten, „die im normalen Leben nicht den Fuß über meine Türschwelle setzen dürften“ (so ein Ex-Mitglied in seinem Austrittsschreiben). Unter den Arbeitslosen, Bankrotteuren und Glücksrittern war die Auswahl verschwindend gering. André Wächter, der bisherige Landesschatzmeister, war wohl der Einzige, der einen zwar sehr durchschnittlichen, aber auf den ersten Blick erst einmal sauberen Lebenslauf aufzuweisen hatte. Da störte es nicht, dass er darüber hinaus über keinerlei herausragende Eigenschaften und Fähigkeiten verfügte. Er war die letzte Rettung für die Despoten um den gestrandeten Schünemann.

André Wächter  Landesvorsitzender der AfD Bayern versucht es mit einer Rede im Augustiner Keller in München

André Wächter
Landesvorsitzender der AfD Bayern
versucht es mit einer Rede im Augustiner Keller in München

Die Glücksritter hievten Wächter in das Amt des Landesvorsitzenden der AfD Bayern in einer komplett inszenierten und bis ins kleinste Detail geplanten Aktion auf dem Landesparteitag in Nürnberg, dem Wohnzimmer der frankenlastigen Bande, an Pfingsten dieses Jahres. Die Landesvorstandsmitglieder und ihre Günstlinge machten dort sogar den Volkswirtschaftsprofessor Michael Wüst nieder, während die Claqueure Fritz Schladitz‘ Prahlerei der wiederholten Steuerhinterziehung ausgelassen feierten. Die Macht der Ostersonntagsgauner war erst einmal gesichert.

Die Ostersonntagsbande versorgte ihren einstigen Capo Schünemann mit einem hoch dotierten Geschäftsführervertrag und einem aussichtsreichen Listenplatz für die Bundestagswahl. Erst als dummerweise die hohen, heimlichen Geldflüsse an ihn im Landesverband publik wurden, ließen die Kanaillen den lukrativen Vertrag verschwinden und degradierten ihn zum immer noch gut bezahlten Geschäftsstellenleiter der AfD Bayern in seinem Versicherungsbüro bis zur Bundestagswahl. Schünemann versucht jetzt, nach der ärgerlichen Rücknahme des überaus einträglichen Vertrages, mit dem sog. „Netzwerk Mühle“ die Macht wieder an sich zu reißen, um seinen Nachfolger und verhassten Rivalen André Wächter zu stürzen (siehe AN-Bericht vom 03.11.2013: Machtkampf in der Ostersonntagsbande – wird das „Netzwerk Mühle“ die AfD Bayern zermahlen?). Umgeben von Pleitiers wie Michael Meister gibt er doch tatsächlich vor, für Transparenz und Demokratie zu kämpfen. Ausgerechnet er, der genau darüber stürzte: Schünemann stand für übelste Repressalien und Politik nach Gutsherrenart. Er prägte den Begriff des Schünemannismus als Synonym für innerparteiliche Diktatur. Gerade er hatte die Grundwerte der AfD mit Füßen getreten und widerwärtig beschmutzt.

André Wächter setzt diese traurige Tradition heute übergangslos fort. Die AfD in Bayern ähnelt nach wie vor einem totalitären Überwachungsverein. Die StaSi wäre blaß vor Neid. Nicht nur Kritiker werden ausspioniert. Die Diktatur um Wächter schnüffelt nachweislich in den Email-Accounts aller Funktionäre in Bayern. Aktive werden überwacht und jede Art von Kritik wird sofort an die oberste Heeresleitung gemeldet. Aufkeimende Kritik wie Kritiker werden sofort im Keim erstickt. Der Schuhverkäufer und ehemalige Soldat Michael Göschel steht Wächter mit Rat und Tat zur Seite und glänzt mit altbewährten Bundeswehrmethoden. Selbständig denkende Mitglieder, die sich der totalen Unterwerfung verweigern, werden systematisch „ausgemerzt“.

Der Landesvorstand der AfD Bayern schreckt vor nichts zurück. Wobei sich die Lumpen in der Regel nicht gerne selbst die Finger beschmutzen, sondern die Drecksarbeit an willfährige Helfer delegieren. Gerade das Trio um Wächter, Göschel und Seeghitz ist in dieser Hinsicht sehr einfallsreich und umtriebig. Nur Tobias Zeiler, der übereifrige Grünschnabel der Bande, macht sich auch selbst die Finger schmutzig (siehe AN-Bericht vom 13.11.2013: Tobias Zeiler – Wächters williger Erfüllungsgehilfe). Zahlreiche freiwillige und begeisterte Helfer lassen sich sehr erfolgreich einspannen und zu Henkern heranzüchten. Rufmord ist eines der beliebtesten Mittel. Gefolgt von Drohungen und Erpressungen jeder Art. Selbst vor Androhungen körperlicher Gewalt schreckt das Ostersonntagsregime nicht zurück. Anschwärzungen bei Arbeitgebern und öffentlichen Behörden gehören noch zu den harmlosen Formen des ausgeübten Terrors. Und das System funktioniert! Zahlreiche erfolgreiche Eliminierungen denkender Mitglieder sprechen für sich (siehe auch die Austrittsschreiben einiger bayerischer Mitglieder). Jetzt vor dem bevorstehenden Landesparteitag am 07.12.13 in Dachau sind die Unterdrücker und ihre Helfer bayernweit wieder äußerst aktiv. Die Macht der Bande muss um jeden Preis erhalten bleiben.

André Wächter, 2. v.l., Mut zur Wahrheit? Oberbürgermeisterkandidat für München und wieder einmal Listenplatz 1 Stolz im Kreis der ersten 10 Stadtratskandidaten Der Coburger setzt sich u.a. für die Abschaffung der Zweitwohnsitzsteuer ein

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Während die Henker beinahe unbemerkt im Hintergrund agieren, schob sich André Wächter wieder einmal auf einen aussichtsreichen Spitzenplatz. Für den unverheirateten Coburger spielt es keine Rolle, an welchem Honignapf er sich in Zukunft laben wird. Hauptsache, der Honig wird in Form von Macht, Geld und hilfreichen Kontakten fließen. Welche Rolle spielt es da, ob er in den Bundestag einziehen wird, ins Europaparlament oder in den Münchner Stadtrat? Keine. Hauptsache raus aus dem langweiligen Sachbearbeiterjob bei der Bundesbank. Niemanden mehr fragen müssen, ob er ein Telefonat führen darf. Während sich seine Freundin um das gemeinsame Kind in Coburg kümmert, genießt der 40 Jährige sichtlich sein zweites Leben in München. Er gilt nicht als Mann von Traurigkeit und wird immer wieder in der Münchner Nachtszene gesichtet. Gleichzeit arbeitet seine Freundin in einer öffentlichen Behörde, um das gemeinsame Häuschen zu finanzieren. Diese Frau soll sogar ihren Arbeitsplatz beim Arbeitsamt dazu genutzt haben, um wertvolle Informationen über Rivalen und Gegner, nicht nur aus dem Landesvorstand, zu besorgen.

André Wächter ist der Inbegriff der Mittelmäßigkeit. Er besticht weder durch Intelligenz noch durch seine Rhetorik, wie man es vom Vorsitzenden eines Landesverbandes erwarten dürfte. Seine Schriftstücke sind allesamt peinlich und nicht vorzeigbar. Jetzt hilft ihm Katharina Klein auf die Sprünge, um zu verbergen, was nicht sein darf. Auch im Bundestagswahlkampf glänzte Wächter mit Abwesenheit. Aus Angst als Hochstapler entlarvt zu werden, drückte er sich vor Fernsehauftritten und Interviews, wo immer es ging. Seine wenigen Auftritte waren alles andere als Glanzstücke. Baden-Württemberger Parteifreunde urteilten über sein Auftreten auf dem kürzlichen Parteitag der AfD im Ländle: „Er wurde mehrmals vom Publikum aufgefordert, sich mit Meinungsbeiträgen zurückzuhalten und sich auf die Versammlungsleitung zu beschränken. Wirkte nicht immer souverän“ und „seit ich den Herrn Wächter heute erlebt habe, weiß ich unseren Vorstand mehr zu schätzen.“ Wächter fehlt es grundlegend an Substanz.

André Wächter ist eine dünne Luftnummer, der Landesverband Bayern eine reine Zensurbehörde. Nur in einer einzigen Hinsicht wird Wächter permanent unterschätzt: in seiner Bereitschaft zum Intrigieren. Dem Ehrgeizling ist seine Durchtriebenheit schlichtweg nicht anzusehen. Und genau das macht ihn gefährlich. Zum Machterhalt ist er – wie schon sein Vorgänger – zu allem bereit. Er schreckt vor nichts zurück, macht sich aber selten die Hände selbst schmutzig. So viel hat er gelernt in seiner kurzen politischen Laufbahn. Niemals hätte er gedacht, dass er jemals Politiker werden könnte. Und jetzt steht er mittendrin. Und durch Zufall sogar ganz vorne. Das lässt er sich nicht mehr entgehen.

Hat es mit dem Bundestag nicht geklappt, ärgerlich, da probiert er es jetzt mit einer Klage. Zusammen mit dem bisherigen Erzfeind, dem Münchner Rechtsanwalt Dr. Franz Wagner, ständig übergangenes Mitglied des Bundesschiedsgerichtes, zog er vor Gericht und focht die Bundestagswahl an. Die beiden ungleichen Männer verbindet der unbedingte Wille zur Macht. Der als seltsam verschroben geltende Partner einer Münchner Rechtsanwaltskanzlei hatte noch in diesem Sommer lautstark den Rücktritt des unfähigen André Wächter gefordert. Der wiederum hatte die Direktkandidatur des ehrgeizigen 48-jährigen Juristen auf hinterlistige Weise zu verhindern verstanden. In der Politik sind viele käuflich, leider nicht nur in den etablierten Parteien. Ein in Aussicht gestellter Posten kann Wunder wirken und so manche Feindschaft in eine eine wundersame, politische Zweckbeziehung verwandeln.

Die AfD war angetreten, um anders zu sein als die etablierten Parteien. Jetzt ist sie dank solcher Führungskräfte wie Wächter genauso, und damit schlimmer, weil sie ihren eigenen Anspruch innerhalb kürzester Zeit verriet. Wächter ist sogar noch stolz darauf. Ging es ihm jemals um alternative Politik? Wohl kaum. Ihm und seinen Mitstreitern aus dem Landesvorstand geht es sehr offensichtlich nur um persönliche Vorteile, um Macht und Einkommenssicherung. Die Ziele der AfD geben sie allesamt preis.

Jetzt ist Wächter Oberbürgermeisterkandidat für die Kommunalwahl in München und möchte als Stadtrat an die lukrativen Fleischtröge und an die parlamentarische Macht. So wie er es bisher, abgesehen von seinen politischen Versprechen (O-Ton in Nürnberg: „Ich werde nicht für die ersten Listenplätze der Bundestagswahl kandidieren“) und vom Wahlprogramm der AfD, immer hielt, wird er weitermachen: Er lässt andere die Arbeit machen. Er zieht sich zurück, wo und wie er nur kann. Frei nach dem Motto: wer nichts tut, macht schon mal keinen Fehler. Das ist seine Paraderolle.

Im Landesverband Bayern herrscht absoluter Stillstand. Wächter und Konsorten verfolgen nur ihre eigenen Interessen.

Ganz im Stil der Politik Merkels: Nichts tun. Nichts entscheiden. Aussitzen. Macht sichern.

Genau das wollten wir doch verändern! Dazu haben wir die Alternative für Deutschland gegründet. Und jetzt sitzen wir gefangen in derselben Warteschleife.

Am kommenden Samstag wird in Dachau der nächste Landesparteitag stattfinden.

Ein Funken Hoffnung keimt auf. Es regt sich Widerstand hinter den Kulissen. Einige Mitglieder stellten den Antrag auf die Abwahl des zweiten stellvertretenden Vorsitzenden Fritz Schladitz, dem unfähigen Oberpleitegeier und Dampfplauderer des LV. Wächter wollte diesen Antrag mit aller Macht verhindern. Er weiß zu genau, dass der Vorstandskollege Schladitz nicht gehen wird, ohne seine Kollegen mitzureißen. Denn das Einzige, was diese Bande im Landesvorstand noch miteinander verbindet, ist das gemeinsame Wissen um Unregelmäßigkeiten und Gaunereien. Damit erpressen sie sich gegenseitig.

Liebe Parteifreunde der AfD Bayern, die Ihr noch immer an unsere Werte glaubt:

Setzt diesem unwürdigen Treiben im Landesvorstand ein Ende. Ihr habt es in der Hand.

Wollt Ihr wirklich einen totalitären Überwachungsverband und einen Wahlverein für Wächter, Göschel, Stöhr & Co? Oder wollt Ihr noch immer Transparenz, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Ihr habt es in der Hand!

Lesen Sie Teil 1 unserer Serie „Die Scheinheiligen aus der AfD Bayern“: Tobias Zeiler – Wächters williger Erfüllungsgehilfe

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3 Gedanken zu „Die Scheinheiligen aus der AfD Bayern: André Wächter – ein kleiner Sachbearbeiter will um jeden Preis nach oben

  1. Also ehrlich gesagt, ich kann nichts Negatives über den A.Wächter sagen.
    Auch nichts Positives. Ich war auf einer AfD-Sitzung, wo er dran teilnahm. Da ich ihn nicht kannte, fragte ich, wer er denn sei. Also das hat er mir spontan übel genommen, dass jemand nicht weiß, dass er der Landesvorsitzende Bayern ist.
    Später hat er Redebeiträge bringen wollen, die mir allesamt nicht haften geblieben sind weil a.) schlecht vorgetragen und b.) substanzlos.
    Ich finde ihn auch nicht irgendwie auffällig. Er schien mir so als unauffälliger Beamtentyp, den Mammi mal zur Ortskirchenratssitzung geschickt hat.
    Kann natürlich sein, dass an seinen persönlichen Intentionen im Hinterzimmer bastelt. Jedenfalls insgesamt blass und unscheinbar.

  2. @Marcel B: Blass und unscheinbar ist die Lucke Gefolgschaft in allen Landesverbänden. Das hat Methode. Nur blasse und unscheinbare huldigen Lucke und schreien Petry Heil!

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