Die Scheinheiligen aus der AfD Bayern: Michael Göschel – der Landesschriftfehler

Würden Sie eine zentrale Managementposition Ihres Unternehmens, die Geschick und Fingerspitzengefühl im Umgang mit Ihren Mitarbeitern sowie Kunden und mit der Deutschen Sprache in Wort und Schrift erfordert, mit einem Soldaten oder Schuhverkäufer besetzen. Wenn Sie diese Frage mit Ja beantworten können, dann bitten wir Sie inständig: Stellen Sie Michael Göschel ein. Bieten Sie ihm ein anständiges Einkommen und eine langfristige Perspektive.

Für alle, die diese Frage verneinen: Warum leistet sich der Landesverband Bayern im Landesvorstand einen Schriftführer, der in manchen Schriftstücken mehr Fehler hinterlässt, als Worte darin zu finden sind? Wenn das Schriftstück denn überhaupt erstellt wird. Die Mitglieder im Landesverband Bayern warten viele Monate vergeblich auf Protokolle und andere Dokumente. Michael Göschel soll Legastheniker gewesen sein. Seine Ergänzungen der Geschäftsordnung fielen derart katastrophal aus, dass sie komplett überarbeitet wurden.

Michael Göschel Landesschriftfehler der AfD Bayern Listenplatz 5 - bei 5% wäre er Bundestagsabgeordneter geworden

Michael Göschel
Landesschriftfehler der AfD Bayern
Listenplatz 5 – bei 5% wäre er Bundestagsabgeordneter geworden

Haben wir in der AfD Bayern denn keine fähigen Mitglieder, die der Deutschen Sprache und ihrer Rechtschreibung mächtig sind? Doch, mit Sicherheit gibt es in Bayern viele versierte Mitglieder, die diese Position mit Bravour ausfüllen könnten, und so dem Wohl und Fortkommen der AfD Bayern dienlich wären. Der Unterschied liegt darin, dass diese Leute nicht der Ostersonntagsbande angehören, die bereit ist, mit allen Mitteln Macht und Pfründe zu sichern.

Und da nähern wir uns Göschels wahren Talenten.

Schon vor der Gründung der AfD Bayern herrschte der Landesschriftfehler Parteifreunde im Kasernenton an und versuchte sie mundtot zu machen: „Nur sind hier Kritiker am Werke, welche aber für sich selbst Fubktionen beanspruchen, und da hauts mir dann doch den Hut hoch. Wie kann man es wagen Kritik zu äussern […weiter in diesem Stil]“ (am 26.03.13 auf Facebook). Viele Mitglieder erlaubten sich doch tatsächlich, ihren Irritationen über die Terminfestsetzung (Ostersonntag im katholischen Bayern) und über die Einladung (5 Tage vorher) zum Gründungsparteitag der AfD Bayern Ausdruck zu verleihen und baten um eine Verschiebung der wichtigen Veranstaltung, um die Teilnahme möglichst vieler Parteikollegen zu gewährleisten. Göschel war Teil der Seilschaft um Schünemann und ausgewählt für den Posten als Landesschriftführer. Am Ostersonntag stieg er auf ins Regiment der Glücksritter – unter Ausschluss der Öffentlichkeit und der Mitgliedermehrheit.

v.l.n.r. Michael Göschel, Dettleff W. Schilde, Wolf-Joachim Schünemann am Ostersonntag Göschel versucht, zu protokollieren

v.l.n.r. Michael Göschel, Dettleff W. Schilde, Wolf-Joachim Schünemann
am Ostersonntag
Göschel versucht zu protokollieren

Als Soldat lernte er das Handwerk der Kriegsführung von der Pike auf. Und genau das übt er nun in der AfD Bayern aus. Der frühere Berufssoldat führt Krieg gegen die eigenen Mitglieder. Wenn es darum geht, Mitglieder zu bespitzeln oder mit Repressalien zu belegen, dann ist Göschel der richtige Mann. Der 38 Jährige weiß aus seiner Zeit bei der Bundeswehr, wie man Wehrkraft zersetzt, in diesem Fall missliebige Mitglieder.

Haben wir in Bayern denn keine fähigen Mitglieder, die ihre Parteifreunde zusammenführen, einen und motivieren? Doch, mit Sicherheit. Aber Sie ahnen es. Diese Leute gehören nicht der Ostersonntagsbande und ihrem Umkreis an.

Das Vorstandsressort Organisation übt der Landesschriftfehler eisern nach dem Organisationsverständnis der Armee aus. Ihm obliegt die Führung der bayerischen Programmkommission, der Fachausschüsse, deren Arbeit mehr oder weniger unter Ausschluss der meisten bayerischen Mitglieder stattfindet. Nicht etwa die Parteimitglieder wirken u.a. bei der Programmfindung mit und entscheiden über die jeweiligen Leiter der Fachausschüsse. Göschel stellte sich eine treu ergebene Funktionärs-Korpstruppe um seinen Programmoberst Stephan Schmidt zusammen, die sich hermetisch von der Mitgliedermehrheit abriegelt.

Haben wir in Bayern denn keine fähigen Mitglieder, die den Landesverband und seine Fachausschüsse demokratisch und transparent organisieren und eine partizipative Willensbildung von unten nach oben begleiten? Doch. Aber diese Menschen gehören nicht der Ostersonntagsbande und ihren Günstlingen an.

Von seinen beruflichen Ausflügen in den USA brachte er regelmäßig Schuhe mit, die er gewinnbringend in Deutschland verhökerte. Er arbeitete bei seiner damaligen Freundin im Sportgeschäft, bis dieses aufgegeben wurde. Nach seinem ersten Erfolgen in der AfD und der Aussicht auf einen lukratives Bundestagsmandat verließ er seine Lebensgefährtin und das gemeinsame Kind.

In seinem heimatlichen Umfeld wird er als „Hochstapler mit großer Klappe“ bezeichnet, einer der schon immer viel mehr darstellen wollte, als er tatsächlich war. Seinen Höhenflug in der Politik nahm man dort mit großem Befremden wahr. „Was ist denn das für eine Partei, dass so einer wie der Michael dort so hoch kommen kann?“ fragten viele ungläubig.

Und auch im Landesverband Bayern reiben sich viele ungläubig die Augen.

Göschel wurde sogar in die bundesweite Prozess-Arbeitsgemeinschaft zum Programm und Europawahlprogramm der AfD berufen (wie üblich in der AfD: nicht gewählt), die ihre Ergebnisse vor den geheimen, nicht demokratisch legitimierten Konventen unter Ausschluss der Mitglieder vorträgt (siehe AN-Bericht vom 09.10.13: Geheimkonvent der AfD in Kassel am 05.10.2013 – Ergebnisprotokoll). Daneben wurde er zum Mitglied des Bundesfachausschusses Sicherheits- und Verteidigungspolitik ernannt, in der sich einige bayerische Ex-Militärs tummeln, wie zum Beispiel der Programmoberst Stephan Schmidt. Dort wird der Landesschriftfehler dem deutschen Militär der Vergangenheit und Gegenwart zu neuem Heldenruhm verhelfen. Vor einiger Zeit kommentierte er jammernd und tief verletzt in der Jungen Freiheit: „Nur [,] das [dass] es uns in Deutschland verboten ist [,] unser Schlachtfeld Helden [unsere Schlachtfeldhelden] zu bewundern. Das macht nur der Rest der Welt!“ Wir meinen: Selbstverständlich kann jeder unseren Soldaten für ihren politisch gewollten, letztlich sinnlosen Einsatz am Hindukusch Respekt und Bewunderung zollen.

Haben wir in Bayern denn keine fähigen Mitglieder, die zu sich und mit beiden Beinen im Leben stehen und daneben auch noch das Gemeinwohl im Blick haben? Doch. Aber diese Menschen gehören nicht der Ostersonntagsbande und ihren Günstlingen an.

Durch seine täglichen Erlebnisse in seiner Tätigkeit als „Personalvertreter“ bei der Bundeswehr und „seinen häufigen Umgang mit Spitzenpolitikern“ sei ihm bewusst geworden, wie machtlos die Bevölkerung teilweise der Willkür der Politik ausgesetzt sei.

Durch unsere Erlebnisse der letzten 8 Monate mit Göschels Tätigkeit als Landesschriftfehler wurde uns schmerzhaft bewusst, wie machtlos die bayerischen AfD-Mitglieder der brutalen Willkür dieses Soldaten ausgesetzt sind.

Zahlreiche kompetente und engagierte Parteifreunde resignierten und flüchteten aus der Partei. Wollen wir weiterhin den Exodus guter Leute zulassen? Werden wir Mitglieder nochmals motiviert in einen Wahlkampf für selbsternannte Spitzenkandidaten ziehen, die nur ihre eigenen Interessen verfolgen und sich gierig auf die erhofften Futtertröge stürzen?

Der Landesverband Bayern braucht kein Terrorregime, das Angst und Schrecken mit Methoden à la Göschel verbreitet. Die Alternative für Deutschland braucht keine Kriegstreiber.

Wir traten an, um Demokratie und Rechtsstaatlichkeit durchzusetzen.

Lesen Sie Teil 1,2 und 3 unserer Serie “Die Scheinheiligen aus der AfD Bayern”:
Tobias Zeiler – Wächters williger Erfüllungsgehilfe
André Wächter – ein kleiner Sachbearbeiter will um jeden Preis nach oben
Dr. Brigitte Stöhr – die unsichtbare 1. Stv. Landesvorsitzende

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29 Gedanken zu „Die Scheinheiligen aus der AfD Bayern: Michael Göschel – der Landesschriftfehler

  1. Der AN fängt ja wirklich an richtige fundierte Aufarbeitungen zu machen.
    Die linksfaschistoide Schreiberei in den anderen Artikeln ist da eher
    unerträglich.

  2. @Svenja: Die Feindaufklärung meldet:
    – Haben wir in Bayern denn keine fähigen Mitglieder? NEIN!
    – Gleich und gleich gesellt sich gern!
    IM Lars am Ort der Niederkunft im Jahre des Herren 2013

  3. @Günther: Fundierte Aufarbeitung ist verdammt gut. Nur wird man Ende des Tages sehen, was wirklich in der Flasche drin, auf der AfD drauf stand. Für mich stellt sich die AfD mehr und mehr so dar:
    – Abertausende sahen im Frühjahr in der AfD eine Möglichkeit echte Politik zu machen.
    – Luckes Seilschaft nutzten dies schamlos aus und stülpten den vielen tausenden einen autoritären Parteiapparat über.
    – Dieses Überstülpen erklärt die bekannten Auseinandersetzungen in Bayern, Berlin, Brandenburg und Hessen.
    – Es kam immer dann zu Auseiandersetzungen, wenn ehrliche Leute auf die AfD Clique trafen.
    – Das Überstülpen konnte nur deshalb funktionieren, weil die vielen ehrlichen Tausend von Recht und Gesetz ausgingen.
    – Wenn ich aber als Parteiführer Lucke von vornherein mit Mitteln der Akklamation und Kooption arbeite, kann keine demokratische Parteigründung erfolgen.
    Demzufolge steht meiner Meinung nach die Rechtsstaatlichkeit der AfD in Frage. Wer so wie die AfD permanent Recht und Gesetz bricht, der in einer freiheitlich demokratischen Grundordnung nichts zu suchen.

    • Ich denke, Sie haben weitgehend recht, Brandenburger. Es gab anfangs nach meinem Empfinden mehr Überzeugungstäter als Pöstchenjäger. Viele Überzeugungstäter sind dann aber, je näher sie den zum Greifen nahen Trögen kamen, zu Pöstchenjägern mutiert. Der neu erstandende Dünkel bei und gerade durch das Erreichen von im vorigen Leben völlig ungeahnten und unerhoffbaren Positionen und Titeln hat dann endgültig das Schlechteste aus den Leuten rausgeholt und sie sind zu üblen Tricksern und Kleinkriminellen geworden. Eine Bande von Kriminellen, durchmischt mit ahnungslosen und im Grunde an Demokratie völlig desinteressierten Besserwissern und Wutbürgern, die sich gerne ihren Ruhestand mit etwas Zoff und Rechthaberei „versüssen“ wollen. Frau Petry, die hier meinem Eindruck nach über Gebühr durch den Kakao gezogen wird, war, da habe ich keinen Zweifel, anfangs Überzeugungstäterin. Doch was würden Sie machen, wenn Sie erleben, daß der Führer nicht so sehr Menschenfreund und Demokrat ist, wie er landauf, landab den rechthaberischen Anschein erweckt? Und alle Konkurrenten, die man gestern noch für echte Parteifreunde und Demokratiebewegte hielt, nur möglichst schnell und daher gerne auch über Leichen an die in Sichtweite lockenden Tröge hetzen? Würden Sie nicht auch mitgerissen werden in der Hoffnung, unterwegs oder nach Erreichen der Schalthebel der Macht wieder auf den Pfad der Tugend zurückzukehren? Die ganze Sache hatte sehr schnell eine Autodynamik erreicht, die niemanden mehr umkehren ließ, es sei denn, er war zum innerparteilichen Machtverzicht bereit. Das entschuldigt nichts. Aber Petry und ganz sicher Adam sehe ich daher weniger kritisch. Adam halte ich für einen Ehrenmann, Lucke jedoch halte ich für den Erzschurken schlechthin, einen Egomanen von Weltformat, vor dem der Herrgott uns behüten möge. Ich sehe es weitgehend wie Sie und fürchte sehr: er will alle und alles gleichschalten und auf sich einschwören. Am Liebsten vermutlich bei Fackelschein und mit grossem Vorbeimarsch. Möge es ihm verwehrt bleiben. Da, wo sie nicht bereits völlig lächerlich geworden ist, macht die AfD mir nur noch Angst.

  4. Der Dachauer Parteitag wird wieder als eine desastöse Erscheinung in die AfD Geschichte eingehen. Kritiker werden mausetot gemacht. Jegliche destruktive Auseinandersetzung mit DIESEM LV ist zwecklos. Es knirscht im Getriebe, der Druck von der Basis nimmt zu. Letzlich muss wohl das Recht über ein Gericht eingeklagt werden. Herr Schladitz sollte nur der Anfang sein.

  5. @Talleyrand: Ihre Argumentation ist sehr gut nachvollziehbar, danke! Es stimmt schon, Frauke Petry wird recht häufig durch den Kakao gezogen und vielleicht ist das manch anderem AfD SED Altkader gar nicht so unrecht. Selbst erlebt habe ich sie nie, so dass ich mich zu ihrer Person nicht äußern kann.

    Sehr wohl kann ich einiges aus Brandenburg berichten und da ist sehr offensichtlich, dass die Herren Scheel und van Raemdonck, beide mit sehr zweifelhafter Biografie die Fäden zogen und ziehen. Mit altbekannten Stasi- und SED Methoden trieben sie einen Keil in die Überzeugungstäter, dass die Schwarte nur so krachte. Im April sah sich ein Roland Scheel ganz sicher im Deutschen Bundestag. Im Juni strafte ein van Raemdonck jeden Lügen, der nur wagte den leisesten Zweifel am überspringen der 5% Hürde anzumelden. Manch damals Gemobbter und Gemobbte wird sich vielleicht gesagt haben, dass zehn Peitschenhiebe zu Friedrichs Zeiten dagegen noch sehr human waren. Die sind nämlich recht schnell vorbei.

    Insofern wäre das Thema Brandenburg aber auch Sachsen Anhalt mit einem Henndorf an der Spitze eine echte Recherche wert. Henndorf, wie Scheel und van Raemdonck, aber auch Küssner, Holm und Wandschneider dürfte die Fokussierung auf Petry nur recht kommen. Gut möglich, dass solche Leute gar gezielt Petry vor das Loch schieben um selber nicht geschlachtet zu werden.

    Ob die AfD eine Farce bleibt oder ob Lucke uns was anderes beschert, liegt letztlich an uns und nicht an Lucke.

  6. @ Tellyrand @ Brandenburger: Ihre Zurückhaltung wg. GRÖBAZ (Frauke Petry) kann nur aus Unwissenheit rekrutieren. Diese Frau hat noch nie (!!!) in ihrem Leben eigenes Geld verdient. Stipedien von Stiftungen (in denen auch Lucke wirkt), Geld der Familie, der Banken und anderer Investoren, Preise für angebliche Innovationen (die in Wahrheit seit den 1920er Jahren existieren) u.s.w. dann PLEITE, eigentlich seit 2010, aber irgendwie hat sie es geschafft, wieder anderer Moneten zu erhaschen. Jetzt ist sie endgültig PLEITE – und das erst n a c h der Bundestagswahl, weil ein AfD-Funktionär aus der Bundesgeschäftsstelle ihr kräftig bei der Vertuschung half. Noch heute verkauft sie sich gerne als „erfolgreiche Unternehmerin“. Über Ihren WauWau Dr. Thomas Hartung und Bulldogge Uwe Wurlitzer lässt sie gegen die Ahmadiyya-Gemeinde (eine Körperschaft des öffentlichen Rechts – eine staatlich anerkannte Kirche!!!!) in Leipzig hetzen (siehe deren Pressemitteilungen, habe diese höchst vorsorglich gescreenshot bzw. pdf gespeichert). Ausgerechnet die Ahmadiyya-Gemeinde, eine völlig harmlose, unpolitische und friedliche Glaubensgemeinschaft. Wer Fraukre Petry die Hand gibt, sollte anschließend seine Finger ztählen. Und ihre Spenden aus dem Schein-Adel direkt auf ihr Konto? Lassen wir das! Lucke ist der gefährlichste Rechtspopulist seit 1933 – da stimme ich zu. Und Frauke Petry ist GRÖBAZ – die Größte Blenderin aller Zeiten. Erfahrungsgemäß ändern sich die meisten Menschen im Kern nicht. Wer verlogen und durchtrieben ist, der bleibt es i.d.R. sein Leben lang. Der Vorgeschmack dieser Frau bei der AfD läßt erahnen, welche diabolischen Destruktionskräfte freigesetzt würden, wenn sie jemals staatliche Exekutivgewalt ausüben könnte. Dann rette sich wer kann. Sie ist kein Menschenfreund. Sie ein Menschenhasser. Ich gestehe aber, dass diese kleine, zierliche Person vor allem ältere Männer von der guten alten Blüte träumen lässt. Frauke Petry hat keine Frauen um sich, nur alte Säcke – schon mal aufgefallen?

    • Herr Hofer, schon mal aufgefallen, dass das in fast allen Landesvorständen so ist? Den meisten LVs gehört genau eine Frau an, Ausnahmen gibt es, aber in beide Richtungen (z.B. ist Bremen lt. Internetauftritt ein reiner „Männerverein“). Bei 14% Frauenanteil unter den Mitgliedern (oder ist der inzwischen signifikant gestiegen?) entspricht eine Frau neben fünf Männern im Vorstand also genau dem statistisch Erwartbaren. Aber vielleicht träumen ja eher Sie selbst als die „älteren Männer“. Zu Leipzig: Ich nehme an, Sie beziehen sich auf zwei Pressemeldungen des KV Leipzig. Ein Kreisverband veröffentlicht seine Pressemeldungen in eigener Verantwortung. Oder sind Sie der Meinung, ein Landesverband bzw. ein Landesvorstand habe die Pflicht, die nachgeordneten Gliederungen hier zu bevormunden, also genau die Kontrolle auszuüben, die dieses Forum zu kritisieren vorgibt? Wenn Sie eine Kontrollpflicht des Landesvorstands sehen, hätte der (als Gremium) ggf. einschreiten sollen. Dann hätten wir es mit einer Art Unterlassung zu tun. Falls Sie meinen, Kreisverbände sollen eigenverantvortlich handeln dürfen: Wie belegen Sie die Behauptung, die Herren Wurlitzer (und Hartung?) hätten hier als Marionetten gehandelt? Zum Spendengeld: Haben Sie Einblick in Frau Petrys private Kontoauszüge? Und dann noch zum „eigenen Geld“. Stipendien, die Ihnen offenbar suspekt sind, sind ein ganz gewöhnliches Mittel zur Finanzierung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Was also unterscheidet Ihrer Meinung nach in dieser Hinsicht einen angestellten Doktoranden oder Habilitanden/PostDoc von einem Wissenschaftler mit Stipendium? Das Geld kommt vielfach aus denselben (weil letztlich öffentlichen) Töpfen. Verdient ihrer Ansicht nach im Wissenschaftsbetrieb überhaupt irgendjemand „eigenes Geld“?

      • @ Querdenker: Tut es eigentlich weh, wenn man über etwas schreibt, wovon man keine Ahnung hat? Dr. Thomas Hartung hat am 07.11.2013 eine Pressemitteilung für Uwe Wurlitzer (Leipzig) verfasst gegen die Ahmadiyya-Gemeinde in Leipzig. Diese Pressemitteilung hat Dr. Thomas Hartung am 07.11.2013 an alle Kreisverbände per E-Mail verschickt mit der Aufforderung, die Diktion zu übernehmen. Dr. Thomas Hartung schreibt wörtlich, die Hatz gegen die Ahmadiyya-Gemeinde in Leipzig sei erst der Auftakt („so sollten die Kreise jetzt beginnen“). Damit ist eindeutig belegt, dass der Landesvorstand in Gestalt des stv. Landesvorsitzenden Hartung (= Landespressesprecher Frauke Petrys) islamfeindliche Hetzdschriften verfasst – und das audgerechnet gegen die Ahmadiyya-Gemeinde. Es ist unfassbar, wie dumm, wie uniformiert, wie einfältig und wie gefühlsverwirrt die meisten AfD-Jünger sind. Ich will dies gar nicht weiter kommentieren, denn der fanatische AfD-Jünger ist für sachliche Argumente gar nicht zugänglich. Meine Hoffnung ist der Wähler, dass er diese fremdenfeindliche, faschistoide Partei abstraft. Die AfD hat die Chance zu einer liberalen, weltoffenen, zugleich heimatverbundenen, ja auch den christlichen Werten verpflictete (Nächstenliebe), tolerante Partei fulminant verpasst. Lucke, Petry, Adam, Gauland und deren Speichellecker (z.B. Wurlitzer, Hartung) sind der braunen Schleimspur der FREIHEIT erlegen. In Sachsen ist die AfD ganz klar eine fremdenfeindliche, intolerante, faschistoide Partei geworden. Petry Heil. Petry Dank.

    • Eins muß man Frau Petry doch lassen . Trotz Pleite hat Sie ne neue Geldquelle gefunden . Denk ja das Sie über Spesen Aufwandsentschädigung erhalten tut . Vor allem gelingt Ihr es neue Mitglieder zu organsieren unabhängig welcher Richtung .
      Eins muß klar gesagt sein , die Gegenstimmen sind nicht fähig oder nur bedingt Fähig sich zu Organsieren , geschweige den sinnvoll was dagegnen auszurichten . Drum stell ich einfach mal in den Raum , daß die Basis die das zugelassen hat , doch auch an dem Erfolg derer beteiligt ist , die sich immer besser verstehen . Was willst da machen . Geht nur Austreten und seine Zeit und sein Geld anderweitig sinnvoll
      verwenden . Die Partei hat laut meinen Erfahrung mit Respekt vor dem gesprochenem Wort wenig zu tun .

  7. Es gibt in der zweiten und dritten Reihe der AfD sehr viele ruhige und erfahrene Personen
    die sich nicht sofort in die 1.Reihe gestellt haben bzw. rechtzeitig aus der zurückgetreten sind
    um erneut anzutreten. Ich denke die Wichtigkeit von Lucke und Petry wird sich durch die Zeit
    stark minimieren.
    Die angesprochene Gemeinde gehört zum Islam und kann daher nicht unpolitisch und
    friedlich sein da der Glaube einen Alleinstellungsanspruch als Glaube stellt. Wenn diese Abspaltung
    des Islam über Jahrzehnte nachweist , dass man dort ein- und austreten kann ohne Gefahr für Leib und
    Leben, dann wären sie wirklich nicht zu beanstanden.

    • @ Günther: Ich sehe, Sie sind dem Brainwash, der seit Jahren auf die Hirne des Otto Normalverbrauchers medial einhämmert, auch erlegen. Sie schlussfolgern beleg- und gednakenlos, ein unpolitischer Islam existiere nicht sowie man könne dort nicht ein- und austreten. Hätten Sie sich vorher informiert, anstatt der seit Jahren auf Islamhass gepoolten Mainstream-Medien zu folgen (die komischerweise einerseits hetzen, andererseits die Nase über Islamhasse rümpfen), dann wüssten Sie, dass die Ahmadiyya-Gemeine die unpolitischste, unproblematischste und ungefährlichste Islam-Variante überhaupt ist. Sie wird sogar in den orthodoxen Moslemstaaten verfolgt.Ich unterstelle Ihnen guten Willen. Stellen Sie sich vor, sie würden permanent ausgegrenzt, permanent diffamiert, permant als BÖSE dargestellt – ohne Grund ! – wie würden S I E regeagieren? Die Ahmadiyya-Gemeinde existiert seit 1924 in Berlin. Sie ist noch nie durch extreme Weltanschauungen aufgefallen, im Gegenzteil, weil sie anfänglich auch Christen und Juden in ihre Reihen aufnahm (ohne dass diese konvertieren mussten), wurde dies deren Verhängnis im NS-Staat (Ausschaltung der „Kurfürstendamm-Juden“). Ersat 1948 gelang die Reorganisation. Ahmadiyya wurde vom Staat als KIRCHE anerkannt und firmiert als Körperschaft des öffentlichen Rechts, als einzige islamische REligionsgemeinschaft. Schlaue Deutsche holen diese Islam-Variante in die Mitte der Gesellschaft und stellen sie neben allen anderen friedlichen Religionen. Auch das Christentum kennt radikale Hetzer (z.B. die Holocaustleugner der sog. PIUSBRÜDER). Dumm-Deutsche lassen sich vom jahrelang Brainwash der Mainstream-Medien (jeden Tag wird eine islamische Sauch durch’s Dorf gejagt) beeinflussen. Ihr Kommentar, verehrter Günther, lässt den Verdacht aufkommen, dass auch Sie nicht mehr selbständig denken, sondern den Msainstream-Medien hinerherhecheln. Die pauschale Hetze von Frauke Petry, Uwe Wurlitzer und Thomas Hartung gegen die Ahmadiyya-Gemeinde in Leipzig ist dumm, verlogen, falsch und rassistisch. Sie entbehrt jeglicher sachlichen Grundlage und dient ausschließlich des Schürens von Hass, von fremdenfeindlichen Ressentiments. Subsummiert nennt man das FASCHISMUS. Und weil Mohammedaner – wie auch Juden – zu den Semiten zählen, handen Petry & Co. in der AfD SAchsen eindeutig antisemitisch. Das ist erstaunlich für eine Pfarrersfrau und belegt, wie abgedreht diese Protagonistin des Hasses ist. Die AfD Sachsen befindet sich auf einem gefährlichen antisemitischen Pfad!

  8. @Jochen Schroeder,
    verschämt gestehe ich, dass auch ich dem „medialen Brainwash“ lange Zeit erlegen war. Anscheinend lebe ich aber in einer Parallelwelt. Ich lese immer nur davon, dass es k e i n e n politischen Islam gibt und wenn Sie dann noch von der „unpolitischsten, unproblematischsten und ungefährlichsten Islam-Variante“, der Ahmadiyya-Gemeinde, schreiben, warum beschleicht mich trotzdem das Gefühl, dass es doch noch etwas gefährlichere Varianten geben könnte.
    Aber ich bin auch ein schlechter Mensch: Ich wußte von Christenverfolgungen und bestialischen Körperstrafen in islamischen Ländern und habe nichts dagegen getan. Ich habe mir in etwa gesagt: „Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott“ und meinen Urlaub habe ich noch nie dort verbracht.
    Wachgerüttelt hat mich erst ein Vorfall um das WTC in New York. Nicht das allseits bekannte 9/11, sondern ein Vorfall, der sich bereits im Februar 1993 ereignete. Für einen Bombenanschlag auf das WTC wurde damals ein islamischer Geistlicher (!) zu lebenslanger Haft verurteilt. 9/11 war nur noch das Sahnehäubchen: Ich erinnere mich noch daran, wie es nicht nur in islamischen Ländern offentliche Freudentänze gab.
    Über die „pauschale Hetze von Frauke Petry, Uwe Wurlitzer und Thomas Hartung gegen die Ahmadiyya-Gemeinde in Leipzig“ kann ich nichts sagen. Ich kenne die Verhältnisse dort nicht. Da Sie aber offensichtlich in ihren politischen und religiösen Ansichten gefestigt und somit kein unsicherer Kantonist sind, könnten Sie sich doch auch einmal mit den Argumenten der Islamkritiker/-hasser auseinander setzen. Sicher sieht es der Moderator nicht gerne, wenn ich mal wieder auf PI und insbesondere die Beiträge von Michael Stürzenberger hinweise, aber es ist nun mal „der“ islamkritische Blog in Deutschland. Aber auch diese Online-Zeitung hier eignet sich zum Einstieg:

    http://www.pakistanchristianpost.com/

  9. @ Andreas Hofer: Die Frage gebe ich gerne zurück. Wenn Sie die Berichterstattung über Leipzig verfolgt hätten, wüssten Sie, dass das Spektrum derjenigen, die dem Moscheebau kritisch gegenüberstehen sehr breit ist und politisch bis in die Leipziger CDU reicht. Alle „Islamhasser“? Die Demonstrationen vor Ort teilten sich regelmäßig in drei Gruppen: a) NPDler und Sympathisanten. Die sind bekanntlich gegen alles, was sie nicht für deutsch halten, bisweilen einschließlich des Christentums. Die wollen nicht nur nirgends und nie einen Moscheebau, sondern Muslime gleich ganz ausweisen. Das fordert, wenn Sie die PM genau lesen, nicht einmal Herr Wurlitzer. b) Die Moscheebefürworter, die hinsichtlich ihrer Motivation und politischen Herkunft keineswegs einen geschlossenen Block bilden. c) Dazwischen die Besorgten. Ein anderer Begriff fällt mir nicht ein, denn auch diese Gruppe ist bunt, die allermeisten wissen aber sehr genau, dass sie mit der NPD nicht in einen Topf geworfen werden wollen. Da sind, den O-Tönen nach, sicher Menschen dabei, die Angst vor einer Moschee haben, weil ihnen der Islam fremd ist. Und andere, denen Religion ziemlich wurscht ist, die aber befürchten, dass eine Moschee in der Nachbarschaft Demonstrationen anzieht, nicht ins Stadtbild passt, und, und, und… Das Bauordnungsrrecht sieht m.W. vor, dass sich Nachbarn zu Bauvorhaben äußern dürfen. Sie kriegen entsprechende Post vom Amt, wenn Ihr Nachbar nur die Fassade seines Hauses verändern will. Wenn Sie hier die Fahne der Bürgerbeteiligung hochhalten wollen, dann können Sie doch nicht jeden, der anfragt, ob denn der geplante Standort geeignet ist, gleich in den großen Nazi-Sack stecken.
    Ich habe weder Angst vor dem Islam noch vor einer Moschee in Leipzig. Ich erlebe aber, dass es Menschen gibt, die Angst haben, in der Regel, weil sie nur unzureichend informiert sind. Diese Angst nehmen Sie niemandem durch „Nazis raus!“-Rufe, sondern nur durch offenen Dialog. Da müssen dann Ängste und Vorbehalte aber auch genannt werden dürfen, wenn sie ausgeräumt werden sollen. Wie wollen Sie einen solchen Dialog fördern oder gar führen, wenn Sie jeden, der darin nicht Ihre Meinung vertritt, pauschal zum „Islamhasser“ erklären? Meine Fragen haben Sie übrigens nicht beantwortet – auch eine Aussage.

    @ Jochen Schroeder: Wenn Sie vom Thema Ahnung hätten wüssten Sie, dass es „Muslime“ heißt, nicht „Mohammedaner“. Mohammed ist für Muslime Gottes Gesandter aber in seiner Stellung nicht mit Christus im Christentum vergleichbar. Die Muslime, die ich kenne, würden die Bezeichnung „Mohammedaner“ als unpassend bis beleidigend empfinden. Zu behaupten „Mohammedaner“ (um diesen pejorativen Begriff als Zitat letztmalig zu gebrauchen) seien „Semiten“ ist ein Blödsinn, den nur glauben kann, wer in den Kategorien der Rasseideologie der Nazis denkt, sei es, weil er (Neo-)Nazi ist oder weil er hinter jeder Ecke „die Rassisten“ vermutet. „Semiten“ sind, wenn man den Begriff so verwenden will, eine Gruppe von Völkern, die verwandte Sprachen sprechen, nämlich eine semitische Sprache. Im Wesentlichen sind das heute Arabisch, (Neu-)Hebräisch/Ivrit und Aramäisch. Muslime sind also in der Regel – wenn die Kategorie überhaupt verwendet werden soll, weil „semitisch“ nicht Völker, sondern Sprachen beschreibt – nur dann Semiten, wenn, wenn ihre Muttersprache Arabisch ist. Das gilt also weder für türkische Musilime, noch für Iraner, Pakistani, Bangladeshi, Indonesier, Bosnier, Albaner, Usbeken oder wo sonst auch immer Muslime leben. Es sei denn, Sie zielen darauf ab, dass einem gläubigen Muslim angeraten ist, Arabisch zu lernen, um den Koran im Original lesen zu können. Dann wäre aber auch der hier so gern als „Islamhasser“ titulierte Herr Tillschneider ein echter Semit, da er als Islamwissenschaftler des Arabischen mächtig sein dürfte.

    Und auch an Sie, Jochen Schroeder, wie an Andreas Hofer: Faschistisch ist auch, Meinungsäußerungen pauschal zu kriminalisieren, weil sie nicht in die eigene Ideologie passen. In dieser Hinsicht nehmen sich die Totalitarismen der Menschheitsgeschichte, ob braun, rot oder sonstwie eingefärbt, überhaupt nichts. Wenn Sie wirklich für Toleranz eintreten wollen, müssen Sie Ängste „der Anderen“, so irrational sie Ihnen selbst erscheinen mögen, als tatsächlich vorhanden ernstnehmen und im Gespräch für Toleranz und Verständnis werben. Und das geht nicht mit der Nazi-Keule, sondern nur mit Argumenten. Und ein gesitteter Umgang hinsichtlich der Wortwahl schadet auch nicht.

    • @Querdenker,
      [Zitat]
      …wüssten Sie, dass es “Muslime” heißt, nicht “Mohammedaner”.
      [/Zitat]

      und

      [Zitat]
      Die Muslime, die ich kenne, würden die Bezeichnung “Mohammedaner” als unpassend bis beleidigend empfinden.
      [/Zitat]

      Der Duden kennt sowohl den Ausdruck Moslem wie Muslim, wobei ich letzteren eher für einen Anglizismus halte. Selbiger Duden bezeichnet den Ausdruck Mohammedaner als veraltet und/oder scherzhaft.
      Hier verkneife ich mir mal einen Kommentar darüber, was ich über das Beleidigtsein nicht nur der Mohammedaner denke, die mir vorschreiben wollen, welche Wörter meiner Muttersprache ich verwenden darf und welche nicht.

      • @ Rolf: Ob Sie von Moslems, Muslimen oder Mohammedanern sprechen, ist mir ziemlich Schnuppe. Und ich bin der Letzte, der nun fordern würde etwa die deutsche Literatur von diesem oder andern Begriffen zu „bereinigen“. Sprache ist immer auch zeitbedingt (siehe: „veraltet“). Darum könnte es allerdings, falls Sie jemals mit Moslems über den Islam sprechen und dazu gar bei Moslems zu Gast sein sollten, hilfreich sein zu wissen, wie ein Begriff verstanden werden kann. Nicht muss. Wenn meine englischsprachigen Bekannten nach dem zweiten Bier zum Thema Fußball von unserer Mannschaft als den „bloody Krauts“ sprechen, die bekanntlich beim Fußball immer gewinnen, nehme ich das mit Humor und trinke noch einen drauf. Wenn ein englischer Politiker diesen Begriff im Plenum des EU-Parlaments in den Mund nähme, sähe die Sache vielleicht anders aus, obwohl der Begriff als solcher in jedem einschlägigen Wörterbuch zu finden, also ein Wort der englischen Sprache geworden ist. Aber das ist Nebensache. Mein Punkt ist lediglich, dass Jochen Schroeder, der Anderen vorschreiben möchte, was man sagen/kritisieren darf und was nicht, in Sachen Islam offenbar fachlich nicht auf der Höhe der Zeit ist. Da sollte er sich erst noch einmal zum Thema belesen.

  10. @Andreas Hofer und Querdenker: Zunächst dank für die Erläuterungen Andreas Hofer. Sie waren mir vorher nicht bekannt. Betrachtet man aus rein unternehmerischer Sicht die Lage der PurInnvet GmbH wird klar, warum sie pleite ging. Purinvent bot ein Produkt an, was niemand wirklich braucht zumal es hinreichend vergleichbare Lösungen am Markt gibt.

    Was die Finanzierung von Stipendiaten angeht ist zu sagen, dass der ureigene Sinne dieser Finanzieurung darin liegt, dass der Stipendiat von Vater Staat also von uns allen bekommt Geld bekommt, um seine Forschungen zu finanzieren. Vater Staat stellt demzufolge den berechtigten Anspruch, dass sich die Refinanzierung darüber löst, dass der Stipendiat eine vermarktbare Lösung erarbeitet oder in der Grundlagenforschung den Nachweis erbringt, dass eine auf Grundlagenforschung basierende Produktentwicklung vermarktbar ist. Dahinter steht der Gedanke, dass ja Vater Staat wiederum Steuereinnahmen braucht um weitere F&E Projekte zu finanzieren. Dieser Grundsatz ist in jedem Förderprogramm nachzulesen und in der gesamten westlichen Welt üblich. Das schon allein deshalb weil es einfach nicht anders geht. Nordkoreanische Verhältnisse wird ja wohl ernsthaft niemand wollen. Da ist das natürlich anders. Wer sich nun als Stipendiat von einem Stipendium zum nächsten hangelt, der liegt einfach Vater Staat auf der Tasche. Egal ob man dann Frauke Meier oder Madeleine Musterfrau heißt.

    Was die Diskussion um Islam und Islamismus angeht, habe ich mich hier schon mehrfach geäußert. Ein sehr hohes Gut unseres Grundgesetzes ist die Religionsfreiheit. Wenn eine beliebige Religionsgemeinschaft X ihre Religion mit friedlichen Mitteln ausübt, dann hat sie verdammt noch mal vor allem mit Hinblick auf zwei aufeinanderfolgende Diktaturen das Recht dazu. Wenn aber jemand im Zuge der Religionsausübung Gewalt ausübt, ist das strafbar und dabei vollkommen Bockwurst, ob ein Christ eine Hexe verbrennt oder ein Islamist als lebende Bombe durch die Welt rennt. Beides ist gleich schändlich und gefährdet den Landfrieden um das mal juristisch zu fassen. Landfriedensbruch ist nicht ohne Grund seit ewigen Zeiten strafbar.

    Was das leidige Thema alte Männer angeht, kann ich aus eigener Erfahrung berichten, ein betroffener zu sein. Wer bei der AfD unter 40 und männlich ist, hat keine reale Chance. Wo man hinschaut regieren die alten Männer garniert mit ein paar jüngeren Damen. Ein Schelm wer böses dabei denkt. Ist ja menschlich auch normal, nur sollte man das eine nicht mit dem anderen verwechseln. Wenn übertrieben sie im Alter von 18 Jahren Spaß daran hat mit einem Mann Ende 70 zu verkehren, dann ist das deren Privatvergnügen solange es keinerlei öffentliche Belange berührt. Wenn aber zu offensichtlich der permanent triefende Zahn auf dem Podium zu sehen ist, wenn unser Sternchen den Saal betritt, dann wurde eine Grenze überschritten.

    Was den AfD Chef Lucke angeht komme ich mehr und mehr zu der Ansicht, der weiß ganz genau, was er will. Was der will, ist genau das Gegenteil von dem, was in unserem Grundgesetz steht. Leider!

  11. @Brandenburger: In Deutschland ist die Freiheit der Forschung im Grundgesetz verankert. Vater Staat finanziert Forschung darum nicht allein im Hinblick auf vermarktbare Produkte. Er finanziert ja auch nicht nur Forschung in den sogenannten MINT-Fächern, sondern bezahlt auch allerlei Geisteswissenschaftler, bei denen eine unmittelbare Refinanzierung nicht zu erwarten ist. Aber darauf darf es Vater Staat nach dem von Ihnen (und mir auch) geschätzten GG nicht ankommen. Was sich zu erforschen lohnt, entscheidet der Markt nur dort, wo die Wirtschaft die sog. Drittmittel zur Verfügung stellt – und da wird immer wieder mal hinterfragt, ob die Freiheit der Forschung noch gewährleistet ist, wenn der Auftraggeber wirtschaftliche Interessen verfolgt.
    Meine Frage an Andreas Hofer speist sich eher aus Interesse an einer grundsätzlichen Frage, die Sie vielleicht gleich mitbeantwortet haben. Ob Stipendium oder Assistentenstelle und genau genommen auch Professur: Das Geld kommt letztlich immer von Vater Staat, ob nun ein sozialversicherungspflichtiger Vertrag nach TVL abgeschlossen wird, ein Beamtenverhältnis nach Besoldungsordnung W begründet wird oder ein Stipendium ausgereicht wird, mit dessen Annahme sich der Stipendiat verpflichtet, seine volle Arbeitskraft in das jeweilige Forschungsprojekt zu stecken. Die Forschungsarbeit, die gemacht wird, ist am Ende sehr vergleichbar. Sollte Frau Petry irgendwann einmal an der Uni angestellt gewesen sein, hätte sie dann „eigenes Geld“ verdient? Wenn ja, wäre das „(nie!!!)“ dann doch zu hinterfragen.
    Darum noch einmal: Verdienen Wissenschaftler im staatlich geförderten Lehr- und Forschungsbetrieb überhaupt eigenes Geld? Oder Staatsdiener im Allgemeinen? Und wenn das Ihrer Meinung nach nicht der Fall sein sollte: Inwiefern wäre das für politische Betätigung erheblich? Wären Staatsdiener (also auch Verwaltungsangestellte, Lehrer, Polizisten, etc.) damit für politische Betätigung und Ämter ungeeignet? Bismarck war bei Reichsgründung 1871 übrigens genau dieser Meinung. Wie er auch dagegen war, dass Abgeordnete für ihr Mandat Geld erhalten (damals vor allem gegen die SPD gerichtet). Mit beidem hat er sich nicht durchgesetzt. Finden Sie das bedauerlich?

  12. @Querdenker: Wir schweifen hier vom Thema ab und wie ich das was Bismarck tat finde, ist die vollkommem nebensächlich. Die Frage ist doch eine ganz andere: Wenn ich als Frauke Petry antrete, die erfolgreiche mit Bundesverdienskreuz geehrte Unternehmerin gebe und dann eine so satte Pleite hinlege, dann ist doch was faul.

    Wie will ich denn nur einen Wähler eine Wählerin hinter dem Ofen hervor locken, wenn ich so mit eigener Unfähigkeit glänze? Jeder der sich etwas mit dem Kerngeschäft der Purinvent beschäftigte, dem war klar, dass das eine Luftnummer ist. Das Produkt braucht einfach niemand und wenn ich das als Geschäftsführer nicht erkenne, dann bin ich da einfach fehl am Platze. Das ist das Problem und nicht was ein Bismarck wann und wo warum auch immer entschied. Das ist ehrlich gesagt wirklich Schnee von vorgestern. Sie können doch nicht ernsthaft die Verhältnisse des ausgehenden 19.Jahrhunderts mit den heutigen vergleichen wollen. Sie machen doch bestimmt auch nicht jeden Abend einen Kienspan an, weil es damals noch kein elektrisch Licht gab, gehen drei Treppen tiefer im Treppenhaus auf die Toilette und fahren mit der Postkutsche in den Urlaub.

    Wenn ich mich im Angesicht einer heran nahenden Pleite hinstelle und mit einem Male in der Politik einen Strohhalm suche und das mir anvertraute Personal Personal sein lasse, dann ist das allein schon aus ethisch moralischer Sicht verwerflich. Als Unternehmer, den ja Frau Petry gern gab, hat sie eine soziale Verantwortung für die ihr anvertrauten Menschen. Die fallen nämlich sehr oft bei einer Insolvenz dieser Klasse in ein riesengroßes Loch.

    Wen würden Sie einstellen, wenn Sie folgende Auswahl haben? Bewerber eins bewirbt sich bei ihnen aus familiären Gründen, da er vorher bei einem bekannten Chemiekonzern bei Köln tätig war und die Familie jetzt nach Leipzig zog. Bewerber zwei war als Chemiker in der Entwicklung der Purinvent tätig und ist jetzt arbeitslos. Niemand wird Ihnen verdenken, wenn Sie Bewerber eins den Vorzug geben. Das arme Schwein Bewerber zwei kann aber nichts für seine momentane Situation. Er hat ja nur das entwickelt, was ihm aufgetragen wurde. Jetzt leidet er aber unter der Petryschen Insolvenz und findet schwerer einen Job als Bewerber eins. Oder ist Ihnen ein Fall bekannt, wo Petry für ihre ehemaligen Angestellten neue Jobs suchte?

    Das ist das Problem. Frau Petry hat mit ihrem verantwortungslosem Handeln Unbeteiligte in den Sog gezogen, wie es eben bei jeder Insolvenz so ist, siehe Schlecker. Und so was will Politik für Deutschland machen. Nein, ehrlich Danke! So etwas wollen wir nicht haben!

  13. @Brandenburger: Kennen Sie denn einen Chemiker, der für Frau Petry gearbeitet hat und aufgrund der Insolvenz jetzt arbeitslos ist? Natürlich leben wir nicht zu Bismarcks Zeiten. Vielleicht habe ich die Ironie nicht deutlich genug gemacht, ich bin nämlich durchaus beim Thema: Pauschalisierung.

    a) Wenn „dem Staat auf der Tasche liegen“ für die Politik disqualifiziert, und so wurde es hier sinngemäß behauptet, dann sind davon mehr Menschen betroffen, als uns allen lieb sein kann, nämlich je nach Definition alle bei Vater Staat Beschäftigten sowie alle Empfänger staatlicher Sozialleistungen. Wer das „eigene Geld“ zum Maßstab macht, sollte wissen, wohin so ein Denkansatz führen kann. Aus Ihrer Antwort schließe ich, dass Sie das auch wissen und die Frage des „eigenen Geldes“ folglich nicht ausschlaggebend sein kann.

    b) Wenn ich Ihren letzten Absatz richtig verstehe, dann lautet Ihre Gleichung Insolvenz = Schaden für Unbeteiligte = verantwortungsloses Handeln des Unternehmers = Nichteignung für die Politik. Wenn das für jede Insolvenz und jeden Unternehmer (auch für angestellte Geschäftsführer?) pauschal zutrifft, war Ludwig Erhard ein Unfall der deutschen Politikgeschichte. Und wenn Sie da korrekterweise einwenden, es sei doch sehr weit hergeholt, Frau Petry und den Vater des Wirtschaftswunders zu vergleichen, bestätigen Sie damit lediglich, dass auch jeder Insolvenzfall nicht pauschal zu beurteilen, sondern einzeln zu betrachten ist. Also werden Sie bitte konkret: Welche bzw. wie viele ehemalige Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter der Firma der Frau Petry sind heute aufgrund der Insolvenz arbeitslos und ohne Aussicht auf einen neuen Job? Und wer von diesen, wenn er/sie arbeitslos ist, hätte heute vermutlich Arbeit, wenn Frau Petry ihn/sie nicht angestellt hätte?

    c) Wenn am Zeitpunkt einer Pleite etwas faul ist, dann geht es weniger um Fragen moralischer Verantwortung, sondern strafrechtlicher Relevanz. Da helfen dann aber keine Mutmaßungen, sondern nur konkrete und beweisbare Gesetzesverstöße.

    d) Die Art und Weise persönlicher Selbstdarstellung kann man immer kritisieren. Ich kenne aber kein Interview, in dem Frau Petry sich selbst als „erfolgreich“ bezeichnet hat. Ich kenne Berichte, in denen Jounalisten das geschrieben haben. Wenn ein Journalist das tut, wie wollen Sie sich als Unternehmer wehren? Eine Gegendarstellung verlangen und den „Erfolg“ öffentlich abstreiten? Eine angebotene Auszeichnung ablehnen? Dann bekommen Sie als Unternehmer Ärger mit Ihren Geldgebern, denn eine solche Äußerung kann Zweifel an der Zahlungsfähigkeit des Unternehmens aufkommen lassen. Solange noch irgend eine Aussicht besteht, ein Unternehmen vor der Insolvenz zu retten – und sei es durch Verkauf – kann der Unternehmer nicht anders, als in der Öffentlichkeit zu lächeln. Bliebe die Frage, warum Frau Petry ausgerechnet in dieser Situation beginnt, sich öffentlich zu engagieren. Die Behauptung vom „Strohhalm Politik“ ist erst einmal eine Behauptung. Da hätte es einfachere Wege gegeben. Und bislang steht ein zählbarer Ertrag ja auch aus.

    e) Ist alles das in der Tat nebensächlich. Denn trotz Insolvenz, trotz der hier breit gestreuten Behauptungen, trotz der nun doch bekannten Situation und trotz sicher auch berechtigter Kritik (wer ist ohne Fehler?) hat ein Landesparteitag Frau Petry mit 80% wiederwählt. Bislang sind die Kritiker dieser Entscheidung den Nachweis schuldig geblieben, dass an jenem Parteitag manipuliert wurde. Zwar wird von den „üblichen Verdächtigen“ Psychoterror behauptet, aber wenn ich mir die diversen Äußerungen hier oder bei facebook anschaue, scheint von den betreffenden Personen niemand persönlich anwesend gewesen zu sein. Warum nicht? Es war ein Mitgliederparteitag, d.h. jedes sächsische Mitglied hätte kommen können. Das ist – denke ich, bitte argumentieren Sie dagegen – viel schwieriger zu manipulieren als ein Deligiertenparteitag. Die Presse war anwesend, der MDR ebenfalls. Das wäre doch die Gelegenheit gewesen, in einer Bewerbungsrede darzulegen, warum Frau Petry als Sprecherin ungeeignet ist. Aber man hätte natürlich scheitern können. Und so hat sich niemand aus der Deckung getraut. Dann sollte auch hinterher niemand meckern.

  14. @Querdenker,

    [Zitat]
    Wenn meine englischsprachigen Bekannten nach dem zweiten Bier zum Thema Fußball von unserer Mannschaft als den “bloody Krauts” sprechen, die bekanntlich beim Fußball immer gewinnen, nehme ich das mit Humor und trinke noch einen drauf.
    [/Zitat]

    Zustimmung. Unter gleichen Umständen keile ich aber gerne zurück und der Begriff „fuckin‘ limeys“ ist dabei noch einer der moderatesten.

    • @Brandenburger: Ich kenne die Verhältnisse in Brandenburg nicht. Wenn es denn so stimmt, was und wie Herr Prof. Cromme es schreibt, also Mitglieder in großem Stil ausgeladen wurden, dann schreit es zum Himmel. Das vermag ich aber nicht zu sagen. Zu den offenbar in ganz vielen Landesverbänden bestehenden Problemen mit Mitgliederlisten im Frühjahr nur ein Gedanke: Die Partei ist ja nicht erst zum sog. Gründungsparteitag am 14.04. gegründet worden, sondern Anfang Februar. Trotz der im März einsetztenden Antragsflut, wäre es wohl ratsam gewesen, spätestens ab Ende März als Bund keine Mitglieder mehr aufzunehmen, sondern zu warten, bis die jeweiligen Landesverbände gegründet waren und das denen dann zu überlassen. Dann hätten sich die Listen vor den anstehenden Parteitagen nicht mehr täglich verändern können. Ein klarer Stichtag für ein Aufnahmemoratorium hätte Manipulationen erschwert und Transparenz erleichtert. Allerdings hätte so manch Begeisterter dann ganz rechtmäßig vor der Tür gestanden oder allenfalls als nicht stimmberechtigter Gast im Saal gesessen. Das wäre sicher auch als Außenvorhalten einer kritischen Basis kritisiert worden.

      Was den DDR-Vergleich betrifft, vergleichen Sie Äpfel mit Birnen. Um die AfD ist keine Mauer gebaut. Wer nicht mitmachen will, kann gehen. Das ist kein NAZI-Argument, sondern an sich kein unüblicher Vorgang: Wenn ich feststelle, dass eine Partei meinen politischen Vorstellungen nicht entspricht, trete ich aus – oder (bei den Altparteien) gar nicht erst ein. Hier verfängt auch nicht der Hinweis auf einen Minderheitenschutz. In jeder Partei können Sie laut sagen, was Ihnen nicht passt, solange Sie damit nicht die Partei offensichtlich absichtlich schädigen. Aber wenn die Mehrheit in Einzelfragen anders entscheidet, dann müssen Sie eben mitziehen oder gehen. Dann ziehen Sie etwa als CDU-Mitglied für die Kanzlerin des Mindestlohns in den nächsten Wahlkampf, auch wenn sie den immer für falsch gehalten haben. Aus einem Parteiaustritt oder -ausschluss folgen keinerlei persönliche Nachteile, die in irgendeiner Weise mit Minenfeldern und Schützen an der Mauer, mit Bautzen oder Hoheneck vergleichbar wären. Es wird Sie auch niemand zwingen, das Land zu verlassen und Ihr Haus, wenn Sie eines haben, unter Wert zu verkaufen. Auch wird niemand das Abitur Ihrer Kinder verhindern, weil Sie die AfD kritisiert haben. Das Schlimmste, was Ihnen passieren kann, ist der Parteiausschluss. Aber wenn der Verzicht auf offene Opposition zu Entscheidungen führt, deretwegen Sie dann sowieso austreten: Was riskieren Sie dann eigentlich?

      Was den sächsischen LPT angeht sind die aufrechten Demokraten den Beweis schuldig geblieben, dass Ihnen die Teilnahme verwehrt wurde. Selbst Carsten Neumann hätte offenbar hingehen können, hat er bei facebook doch gepostet, eine Kandidatur hätte eh keinen Sinn gehabt, weil er selbst im Erfolgsfall nur ein demokratisches Feigenblatt geworden wäre. Woher weiß er das, ohne es versucht zu haben? Es wäre DAS Forum gewesen, um einen letzten Versuch zu wagen. Wer kämpft kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat verloren. Und selbst wenn die Stimmung im Saal so gewesen sein sollte, dass die Aufrechten eingeschüchtert waren, ist die Abstimmung ohne Gegenkandidaten nicht mit DDR Zeiten vergleichbar, denn, soweit ich weiß, wurde geheim abgestimmt. All die Unterdrückten im Saal, wenn Sie denn da gewesen wären, hätten vollkommen gefahrlos ihr Kreuz bei NEIN machen können.

      • @Querdenker: Geheim abgestimmt wurde in der DDR auch. Das ist auch gar nicht das Problem. Zu besagten Parteitag in Sachsen kann ich nichts sagen, da ich ja kein Sachse bin. Was Chrommes Brief angeht, kann ich sagen, dass Chromme leider absolut recht hat, der Brandenburger Landersvorstand unter Ägide von Roland Scheel weiter macht, als sei nichts geschehen. Dies mit Unterstützung von Prof. Lucke. Welchen Sinn bzw. eher Unsinn das hat, erschließt sich nicht nur mir nicht. Durch diesen Unsinn hat die AfD Brandenburg Mitglieder verloren und bekommt nun nicht einmal in allen Kreisen Kandidaten zu den Kommunalwahlen im Mai auf die Beine. Das hätte sie aber bei dem Zulauf, den die AfD in Brandenburg im Frühjahr hatte locker geschafft. Prof. Chromme hatte allein im Süden Brandenburgs eine funktionierende Struktur aufgebaut, die auf Grund bekannter Querelen schon im Sommer erste Federn ließ. Chromme ist eben kein Alt SED Kader. Das wurde ihm in Brandenburg zum Verhängnis weil dort knallharte alte SED Seilschaften zuschlugen.

  15. @Lars: Die Feindaufklärung meldet:
    – Querdenker für AfD Heringsorden nominiert.
    – Begründung: Absolute Stromlinienförmigkeit im Sinne bester Orwellscher 1984 Wortverdrehungen bewiesen.
    – Querdenker zeigt wahre Meisterschaft der Form schwarz ist weiß und gut ist böse.
    – Fregatte „Frauke Petry“ nach mißglückten Stapellauf weiter in rotbraunem Schlick auf Grund.
    IM Svenja am Ort der Niederkunft im Jahre des Herren 2013

    • Aktenvermerk:
      – IM Svenja und IM Lars Belobigung aussprechen
      – beide für künftig hauptamtliche Verwendung vorschlagen, da ideologisch vollkommen gefestigt
      – Schwarz-Weiß-Denken felsenfest verankert, Hirn blendet bereits die Möglichkeit von Graustufen bzw. komplexen Wahrheiten konsequent aus und reagiert mit spontanen Abwehrreflexen
      – Gefahr von Selbstkritik daher praktisch ausgeschlossen

      Und nun mal Scherz beiseite: Zur offenen Diskussion gehört, dass die vorgebrachten Argumente aller Seiten bezweifelt werden können, ja müssen, wenn die Diskussion irgendwohin führen soll. Das ist hier aber offensichtlich nicht gewollt. Die Welt ist schwarz oder weiß, Grautöne sind nicht vorgesehen. Schwarz sind alle, die Posten haben oder Posten wollen. Und wenn die mal ausgewechselt werden, werden ihre Nachfolger schwarz sein, denn mal ehrlich: Jede Struktur hat mit Macht zu tun, denn sie verschafft einem Teil der Partei Informationsvorsprünge und gefährdet schon so die Basisdemokratie. Die führt sich aber selbst ad absurdum, wenn sie sich auf anonyme Kritik beschränkt und rein destruktiv bleibt. Also stürmt die vielen noch anstehenden Parteitage und Mitgliederversammlungen und formuliert dort Eure Kritik. Dann müsste man sich allerdings der Diskussion stellen und das erfordert gedankliche Beweglichkeit (nicht mit Prinzipienlosigkeit zu verwechseln) und ab und an den Perspektivwechsel, um die andere Seite zu verstehen. Aber einfach mal in Erwägung ziehen, dass nicht nur „die anderen“ sondern auch man selbst auf dem Holzweg sein könnte? Bloß nicht. Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Kompromisse? Unmöglich. Welch grauenhafte Vorstellung, nach einer erfolgreichen Wahl mit einem evtl. wiedergewählten Teil eines alten Vorstands an einem Tisch sitzen zu müssen! Sorry, aber mit einer solchen Einstellung kann man in keiner Partei Politik machen. Lucke soll weg? Dann muss eben jemand seinen Hut in den Ring werfen. Kritiker im Bundesvorstand gibt es ja offenbar genug und werden hier als Quellen genannt – freilich ohne Namen. Wieso eigentlich? Wenn denen an der Partei liegt, dann wäre ja jetzt Zeit zu handeln. Traut sich aber niemand – oder darf nicht, weil er/sie in fremdem Auftrag handelt. U-Boote sind getaucht viel gefährlicher.

      Eine Frage noch: Welches Wunder haben wir denn zu erwarten. Zu Weihnachten feiern Christen die Ankunft des Herrn, d.h. die Niederkunft Marias. Kriegt der Herr jetzt selbst ein Kind? Das wäre ja eine Sensation. Damit wäre auch die Genderdebatte auf ein ganz neues Fundament gestellt. Also wo findet das statt? Oder ist es bereits geschehen? Der „Ort der Niederkunft des Herren“ sollte nicht anonym bleiben. So ein Geschehen hat geistliches, gesellschaftliches und auch wirtschaftliches Potenzial, siehe Lourdes.

      Gruß
      Querdenker

  16. @Svenja: Die Feindaufklärung meldet:
    – Stimmung bei AfD gereizt.
    – Grund: Mitgliederschwund u. neue Formierung außerhalb AfD.
    – Ursache: Zu viel rotbrauner Sand im Getriebe.
    IM Lars am Ort der Niederkunft im Jahre des Herren 2013

  17. Göschel ist der Totengräber der AfD in Ostbayern, falsch, hinterhältig, fühlt sich nur wohl, wenn er Mitglieder von hinten das Messer rein rennen kann. Es liegen schon sehr viele Parteifreunde tot auf seinem Weg. Aber stoppen will ihn keiner !!!°!

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