Bloss kein Schrecken ohne Ende/Schluss mit AfD

Liebe ,

soeben habe ich an die „Mitgliederbetreuung“ der AfD folgende Mail geschickt, ich zitiere:
#hierdurch erkläre ich meinen Austritt der der AfD. Die intransparenten Vorgänge im Bayerischen Landesverband lassen für mich diese Partei nicht mehr als Alternative zur herkömmlichen, intriganten Politik erscheinen. Wenn es sich eine so junge Partei glaubt leisten zu können, gegen „abweichende“ Meinungen mit Parteiausschlüssen und Diffamierungskampagnen agieren zu dürfen, als wäre man im wilden Osten der Stalinzeit – nein, dann ist das keine demokratische Alternative.
Duckmäusertum haben wir bereits genug. Die Politik der Alternativlosigkeit resultiert daraus.#

Mit dem Austritt verbunden ist selbstverständlich auch mein Rücktritt als Vize-Vorsitzende im Münchner Westen.

Das ist das eine, das andere ist, dass ich in sehr kurzer Zeit unglaublich interessante Leute kennengelernt und aus der Zusammenarbeit mit Ihnen intellektuell und menschlich sehr viel profitiert habe. Ich danke Ihnen sehr dafür und für alle gehabten Inspirationen!

Ich als Coach arbeite ja mit Zielen. Damit fängt alles an, dann klären sich die Wege. Und auf meiner Zielebene stehen nicht Parteienklamauk und Machtspielchen, sondern WIRKSAMKEIT, SICHERHEIT, FREIHEIT. Der Parteieintritt war meinerseits ein Versuch. Nun glaube ich nicht mehr, dass die AfD für mich das richtige Forum ist und ich glaube auch nicht an ihren Erfolg und ich halte es mit dem Oliver Storck, der im Handelsblatt schrieb, wenn man sich die Leute anschaue, könne man es mit der Angst kriegen bei der Vorstellung, dass die tatsächlich in den Bundestag einziehen könnten. Wohl wahr, solche sitzen dort ja bereits – in Erwartung ihrer Altersversorgung.

Ich habe ja bekanntlich den Schünemann gefragt, ob er so oder ob er Hitler heiße und das war keine Freudsche Fehlleistung, sondern eine Assoziation.
Ich bin auch hinsichtlich Luckes auf Distanz. Er ist furchtbar eitel, er ist ein Redner, aber kein Führer und kalt wie ein Fisch. Das macht ihn korrumpierbar.

Also heißt die Frage: Was machen wir jetzt, wo das eine nicht geklappt hat?

Ich wünsche mir einen starken, freundlichen, ehrlichen, kooperativen, begeisterten Brain-Pool von gleichgetakteten Leuten, um eine ebensolche Politik zu machen. Mir ist Freiheit wichtig, ich finde Deutschland ist ein wunderschönes Land mit einer tollen Kultur. Das bedarf einer Neudefinition, um damit auch kulturelle Identität zu definieren. Ohne Identität gibt es keine starken Persönlichkeiten. Auch ein Land ist eine Persönlichkeit, frei und stark in einem freundlichen Staatenbund, das wäre ideal. Vision, lieber Herr Schülke!

Da darf man (im Bereich der Sozialverträglichkeit) ohne Denkblockaden klartextlich aussprechen, was man meint, ob es um die Einwanderer mit Kanakensprache geht oder von mir aus um den Rommel (wobei der mir nach der langen Zeit vollkommen egal ist) oder um den Versailler Vertrag, welcher auch lange her ist, aber doch gewisse Ähnlichkeiten mit der Maastricht-Sache aufweist und also nicht nur angesprochen werden können darf, sondern muss. Die Kampagne gegen Sichert übrigens war es, die in mir den Ekel hat aufsteigen lassen. Mit so viel Gemeinheit will ich nichts zu tun haben.
Ich schicke herzliche Grüße vom Hohenstein
Dr. B

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