Marie von Kienlin tritt aus der AfD aus und legt Ihre Ämter und ihre Kandidatur nieder

Ein Paukenschlag erschüttert die AfD Bayern. Marie von Kienlin, die seit dem Nürnberger Parteitag dem Landesvorstand des Landesverbandes Bayern der Alternative für Deutschland angehört, tritt aus der Partei aus. An ihrer Austrittsbegründung lässt sich klar erkennen, dass sie die unehrliche und brutale Hinterzimmer- und Ausgrenzungspolitik der Ostersonntagsbande um Schünemann, Wächter, Dr. Stöhr, Schladitz, Göschel, Seeghitz & Co. nicht mehr mitragen und mit ihrem Gewissen vereinbaren kann. Wir haben Respekt vor ihrem konsequenten und mutigen Schritt.

Hier Ihre Austrittsbegründung:  

„Ich habe mich entschlossen aus der AfD auszutreten und alle meine Ämter und meine Kandidatur niederzulegen.

Der Schritt ist mir nicht leichtgefallen. Aber er war nicht zu umgehen.

Die Partei Alternative für Deutschland wird nach den Wahlen 2013 in den Bundestag einziehen. Das steht inzwischen fest. Ein zu großer Anteil der Bevölkerung hat das grandios formulierte Parteiprogramm bereits gelesen und gut geheißen. Selbst die konservativsten Prognosen knicken langsam aber sicher diesbezüglich ein.

Auch der Regierung ist das nicht entgangen.

Die Plätze für die AfD im Bundestag sind bereits besetzt, möglicherweise sind Absprachen schon getroffen, Koalitionen beschlossen.
Innerhalb der AfD sind die Plätze auch schon besetzt. Zielsicher haben sich viele Landesvorstände ganz weit oben auf den Landeslisten platziert. Nach Absprache natürlich. Wir sind ja leider in der Politik.

Nun sehen sich die Damen und Herren auf den Listen bereist in Berlin. Das einzige, was noch zwischen den vordersten Plätzen der Landeslisten und dem Bundestag liegt sind die Direktkandidaten. Nur ein direkt gewählter Volksvertreter der AfD würde noch vor dem ersten Listenplatz in den Bundestag einmarschieren.

Aber dieses Problem wurde nun finanziell gelöst. Für die Direktkandidaten gibt es kein Geld. Kein Geld, kein Wahlkampf.

So weit, so schlecht.

Dazu kommt aber auch noch, dass unglücklicherweise mein Wahlkampfteam an der Basis der Partei aus lauter selbsternannten Wahlkampfexperten besteht.
Von einem Teamleiter, der auch im Kreisvorstand sitzt, ein 27 jähriger Bursche wurde mir nun sogar schriftlich mitgeteilt, dass „das Team entscheidet“ für was ich als Direktkandidatin zu stehen hätte. Ich soll den Wahlkampf finanzieren, meinen guten Namen und mein Gesicht dafür geben und mir wird dann vorbestimmt, was auf meinen Flyern und Plakaten zu stehen hätte und für was ich zu stehen habe.

Würde ich mich auf diesen Deal einlassen gäbe es die reelle Möglichkeit in den Bundestag zu kommen. Durch das Einstellen eines erfahrenen Wahlkampfberaters hätte ich den Wahlkampf durch Kontakte und Spenden sicher finanzieren können.

Aber was für einen Abgeordneten im Bundestag würde ich abgeben, wenn ich bereits vor der Wahl nicht für meine Ansichten und potentielle Wähler gerade stehe, sondern mir bereits jetzt Vorschriften machen lasse und meinen Namen verwenden lasse wie es jedem passt nur nicht mir?

Ich wäre ja genau so, wie die Leute, gegen die ich mich wehren möchte.

Und so bleibt mir nur ein ehrenhafter Schritt: der Rückzug.

Diesen habe ich dann auch beschritten. Schweren Herzens, aber reinen Gewissens.

Ich werde selbstverständlich nach wie vor am 22.September die Afd wählen, denn das, für was die Partei steht ist nach wie vor richtig. Und für Europa und Deutschland unglaublich wichtig.
Auch wenn ich nicht Teil haben werde.

Und auch, wenn mich die Erkenntnis schmerzt, dass nach wie vor Ehrenhaftigkeit und Geradlinigkeit keine Chance in der Politik haben werden.

Marie von Kienlin“

Im Original zu lesen auf Ihrem Facebook-Blog.

Mut zur Wahrheit – Thomas Eisinger, Direkt- und Listenkandidat, AfD Bayern

Thomas Eisinger

Der nicht-gewählte, kooptierte Landesvorstand für Kommunikation/ Online Thomas Eisinger ärgert sich über die Persiflage seiner Selbstdarstellung ( http://www.afdbayern.de/afd-in-bayern/direktkandidaten-fur-den-deutschen-bundestag/thomas-eisinger/ ):

Nachdem nun klar ist, wer hinter diesem Machwerk steckt werde ich dies nicht länger hinnehmen.

Ich gebe Ihnen die Gelegenheit, den Artikel vollständig zu löschen, um einer Anzeige wegen übler Nachrede und Verleumdung vorzubeugen. Dazu gebe ich Ihnen Zeit bis Mittwoch, 30.10., 18.00. Wenn der Artikel danach noch immer verfügbar ist werde ich unmittelbar Anzeige erstatten.

Da verschiedene Aussagen und emails aus dem Geiger / Lesser-Umfeld (auch vor Zeugen) als Beweise zur Verfügung stehen wird auch ein Verstecken hinter amerikanschen email- und Webadressen keinen Schutz mehr bieten.“

Wir kommen seinem Wunch nach, wenn auch nicht wegen seiner lächerlichen Drohungen.

Jeder kann uns Emails schicken. Ein Geiger / Lesser – Umfeld gibt es nicht. Das spukt nur in den Köpfen des Landesvorstandes und einiger Mitläufer. Herr Lesser trat übrigens wie viele andere Mitglieder bereits vor Monaten wegen der offensichtlichen Demokratiedefizite des Landesverbandes Bayern aus der Partei aus.

Nichtsdestotrotz existieren in der AfD Bayern immer noch Mitglieder, die sich einen demokratischen und transparenten Landesverband Bayern wünschen, in dem jedes Mitglied seine Meinung frei äußern und zur politischen Meinungsbildung beitragen kann.

Herr Eisinger, ohne innerparteiliche Demokratie, Transparenz und Meinungsfreiheit wird die AfD Bayern keine Zukunft haben.

Debatte: Der Wähler, das unbekannte Wesen

Kennen wir eigentlich unseren Wähler, das unbekannte Wesen, die Black-Box im Wahlkampf?

Der Wähler entscheidet sich bei der Wahl für eine Partei nach dem Herzen einerseits und nach seiner Brieftasche andererseits. Bezogen auf die „Alternative für Deutschland“ wird eine gravierende Strategielücke sichtbar, die es zu schließen gilt:

Nehmen wir zuerst das Herz des Wählers. Er wird sich folgende Fragen stellen: Welche Vision von Deutschland hat die AfD? Wohin will sie mich mitnehmen? Ist diese Vision für mich attraktiv und vorstellbar? Ist diese Vision mit meiner Lebensvision (sofern ich eine habe) kompatibel und habe ich dort meinen Platz? Passen die von der AfD vorgeschlagenen Strategien in die AfD-Vision (raus aus dem Euro ist keine Vision, sondern eine Strategie)?

Obwohl ich in der AfD für meine Forderung nach einer schlüssigen, tragfähigen Vision viel Spott und Hohn eingefahren habe („wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen“), bleibe ich bei meiner Forderung und hoffe, dass sie quasi als Krönung des Parteiprogramms so schnell wie möglich formuliert wird.

Kleine Anmerkung dazu: in meinem letzten Vortrag als Bundestags-Direktkandidat München-West/Mitte (inzwischen wurde ich ja von meinen OV-Vorstandskollegen abgeschossen und durch einen politischen Laien ersetzt, der drei Tage später die Brocken hingeworfen hat) habe ich die Zuhörer gebeten, die Augen zu schließen und sich auf ihr inneres Auge zu konzentrieren. Ich habe daraufhin eine Vision für ein Land XY vorgelesen. Auf die anschließende Frage, welches Land denn die Zuhörer beim Hören dieser Vision vor ihrem inneren Auge hatten, kam zu fast 90% die Antwort „Schweiz“. Es folgten Neuseeland, Schweden, Kanada. Deutschland kam dabei, wen wundert es wirklich, nicht vor.

Ich behaupte und bin mir sicher, dass die „Alternative für Deutschland“ wegen des Fehlens einer Vision alles andere erreicht, nur nicht das Herz des Wählers. Mit Strategien kann man keine Herzen erreichen! Ob es ausreicht, lediglich die Wut der Bürger zu fördern und/oder Ängste zu erzeugen, wage ich zu bezweifeln, zumindest kann diese Vorgehensweise nicht nachhaltig sein. Denn wir sollten dringend auch über den September 2013 hinausschauen!

Kommen wir zu zweiten Dimension der Wahlentscheidung, zur Brieftasche. Der Wähler stellt die berechtigte Frage: „Was bedeutet das AfD-Programm für meine Brieftasche, gewinne ich oder muss ich abgeben?“

Auch diese Frage kann die AfD nicht beantworten. Stattdessen beantworten die Blockparteien stellvertretend die Frage einträchtig und Arm in Arm, indem sie finanzielle Horror-Szenarien für den Fall beschreiben, dass die AfD-Forderungen tatsächlich realisiert würden.

Merken Sie was? Die beiden wichtigsten Kriterien für die Wahlentscheidung sind bei der AfD unbesetzt. Ich halte das für einen weiteren schweren strategischen Fehler, und kann nur hoffen, dass hier seitens der Parteiführung schnell gehandelt wird.

Bleiben wir noch ein bisschen beim Wähler. Ich bin mir sicher, und ich merke es auch in meiner Praxis, dass die Mehrzahl der Bürger Angst haben vor den Folgen der Euro-Krise, die sie meistens noch nicht einmal ansatzweise überschauen können. Aber die Angst ist da. Menschen mit Angst suchen in der Regel nach Stabilität und einem Anker. Und diesen Anker bieten, so paradox es klingt, Merkel und die Blockparteien. Ich vermute sogar, dass die CDU in absehbarer Zeit mit Blick auf die AfD eine Angstkampagne starten wird, um sich dieses Verhaltensmuster zu Nutze machen zu können.

Es ist in der jetzigen Aufstellung schlicht unrealistisch, dass die AfD diese Anker- und Stabilitätsfunktion glaubhaft übernehmen kann. Dazu ist sie einfach zu schwach.

Ich glaube, dass im Moment nur eine Position der AfD dem Bürger glaubhaft vermittelt werden kann, nämlich die Funktion eines Anwalts, der dafür sorgt, dass die unvermeidlichen Lasten aus der Euro-Krise von denjenigen zu tragen sind, die dafür verantwortlich sind und/oder an der klotzig verdient haben, und nicht – wie bisher – einseitig der Bürger und der Mittelstand.

Herzliche Grüße

Jörg Schülke
Beisitzer im OV München-West/Mitte

P.S.: Nur so ganz nebenbei: dieser Beitrag führte zu meiner immer noch fortdauernden Sperrung bei der offiziellen Facebook-Site des Landesverbandes Bayern.

Parteiaustritt Dr. W. – in der AfD läuft zu viel falsch und zu viel gar nicht

Anmerkung der Redaktion: Und wieder verlässt ein Demokrat das sinkende Schiff des Landesverbandes Bayern der Alternative für Deutschland, der sich zum Heilsverein für die Glücksritter, Pleitiers und verkrachten Existenzen der Ostersonntagsbande und ihrer Mitläufer und Günstlinge entwickelte. Wann werden die Mitglieder aufwachen?

Heute ist das Maß voll. Ich werde austreten.

Morgen früh unterschreibe ich meinen Austritt aus der Partei im Büro des Kreisvorsitzenden, nachdem mich dieser gebeten hat, als Kreisvorsitzender zu kandidieren, weil er mehr Zeit für den Bezirk und seine Direktkandidatur braucht.

Diese Partei ist meine Zeit und meine Stimme nicht wert.

Es wurde viel hastig und vor allem falsch gemacht. Falsche Informationen, political correctness hat sich auch schon eingebürgert. Die Kandidaten der AfD sind teils schon jetzt Politiker und haben keine Chance mehr, Volksvertreter zu werden.

In vielen wichtigen Positionen sitzen Leute, die vor allem an sich denken.

99 Seiten „Anleitung“ für den Wahlkampf kommen plötzlich aus dem nichts, unterschrieben von Lucke.

Vorstandsmitglieder werden kooptiert wie es gerade passt und nötig erscheint, während man auf Kreisebene nicht einmal eine aktuelle Mitgliederliste bekommt ?

Ich habe lange durchgehalten, aber nachdem die inhaltliche Arbeit offensichtlich nicht den Zweck hat, die Position der Mitglieder sondern nur von „handverlesenen“ Mitgliedern zu bestimmen, habe ich mich entschieden auszutreten.

Es ist zu viel falsch gelaufen, als dass dieses hoffnungsvoll gestartete Projekt noch gerettet werden könnte.

Lucke hat beim Thema Klima eine Position vor der Presse im Namen der Partei vertreten, die weder von den Mitgliedern vertreten wird, noch für das Programm verabschiedet wurde, während der Experte genau das Gegenteil vorher sagte…

Hier läuft zu viel falsch und zu viel gar nicht… auf allen Ebenen.

Alles, was die Partei mir im Moment bietet, bekomme ich bei den Altparteien auch, teils läuft es dort sogar demokratischer.

Die AfD ist jetzt nur noch ein Abklatsch von CDU,CSU und FDP… reloaded und vor allem nicht besser…

Dr. W.