AfD Sachsen eine lupenreine CDU-Gründung – Sachsensumpf der AfD Teil 5

Große Aufbruchstimmung herrschte am 28.04.2013 auf dem Gründungsparteitag der AfD in Leipzig. Endlich eine „Alternative für Deutschland“ mit direkter Demokratie und basisorientierter Parteiarbeit. Die rund 150 Mitglieder waren begeistert und zuversichtlich. Die politische Landschaft in Deutschland, auch in Sachsen, werde sich verändern.

Doch jetzt kehrt Ernüchterung ein: Die AfD Sachsen ist ein lupenreines CDU-Kind, von oben diktatorisch durchgesetzt, basisdemokratische Rhetorik wird nur zur Vernebelung der Mitglieder/Wähler benutzt, Kreisverbände werden erst nach den Bundestagswahlen regulär gegründet werden.

Horst Metz, geboren am 06.07.1945 in Groß Laasch, war früher einmal CDU- Staatssekretär (1990-1991), CDU-Landtagsabgeordneter in Dresden (1990-2009) und sächsischer Staatsminister der Finanzen (2002-2007) im Kabinett des Ministerpräsidenten Georg Milbrandt. 2009 schied Horst Metz aus dem Landtag aus. Auch in der DDR-Zeit hatte er bereits eine beachtliche Karriere hingelegt. Im Jahre 2007 musste er wegen der Pleite der SachsenLB im Zusammenhang mit der beginnenden US-Subprime-Krise zurücktreten. Horst Metz ist verheiratet und hat einen Sohn mit Namen Georg Metz. Einer der Abteilungsleiter im sächsischen Finanzministerium, damit Papas Untergebener, war Dr. Michael Muster.

Ministerialdirigent Muster trat 31.08.2001 nur in Begleitung eines Strafverteidigers und ohne Aussagegenehmigung vor dem Paunsdorf-Unersuchungsausschuss auf (es ging um CDU-Amigo-Seilschaften beim Bau des Leipziger Paunsdorf-Centers, bei dem Dr. Muster eine sehr dubiose Rolle gespielt haben soll).

Dr. Georg Metz, der Sohn des o.g. Ex-CDU-Finanzministers, begann im Frühjahr 2013 im Auftrag seines Vaters den AfD-Aufbau in Sachsen. Sekundiert wurde er dabei von Dr. Michael Muster, dem o.g. Ex-Ministerialdirigenten seines Vaters im CDU-geführten Finanzministerium. Frauke Petry sollte die Doppel-Quote spielen (Frau/Osten).

Während ein anderes Mitglied („Petrys ungewollte Schwangerschaft“, wird zurzeit abgetrieben) den Gründungsparteitag leitete und für positive Stimmung sorgte, leitete dann anschließend Dr. Michael Muster, Papa Metzes Untergebener, den entscheidenden Wahlparteitag der AfD am 28.04.2013 zur Aufstellung der Bundestags-Landesliste. Frauke Petry, das Hascherl von CDU-Gnaden, wurde auf Platz 1 bestimmt und Sohnemann Georg Metz auf Platz 2 postiert. Auf Platz 3 gelangte der Lucke-Vertraute und designierte Bundeswahlkampfleiter Peter Christ (mittlerweile zurückgetreten). Dies ist bemerkenswert, weil das Überspringen der 5%-Hürde lediglich die Plätze 1 und 2 absichert zum Einzug in den Bundestag. Der Frauke-Wahlverein im Auftrag der CDU scheint lediglich einen Zweck zu erfüllen: Die AfD soll den konservativen Flügel der CDU abfangen und am rechten Rand fischen. Jene sollen gebunden werden, die sich von der „linken“ Angela Merkel abgestoßen fühlen. Im Falle des Einzugs in den Bundestag soll die AfD die abgestorbene, zumindest deutlich geschwächte FDP ersetzen oder ergänzen. Die Union zielt auf eine CDU–AfD–Koalition, ggf. mit einer ermatteten/handzahmen FDP. Merkel vertritt den liberalen, gelegentlich sozialdemokartischen Flügel, die AfD tummelt am konservativen bis rechten Rand der Wählerschaft. Spätestens wenn die Fleischtöpfe in Berlin (Minister/Staatssekretäre u.v.m.) winken, wird die Aussage „keine Koalition mit der CDU“ gestrichen. Dabei dürfte jeder wissen was mit Parteien geschieht, die mit Angela Merkel eine Koalition eingehen.

Nur langsam dämmert es einigen fleißigen Mitgliedern an der Basis: Sind sie im wahrsten Sinne des Wortes nichts – außer CDU-Wahlkampfhelfer ?

Mehr zum Sachsensumpf der AfD:
StaSi-Pool AfD – Sachsensumpf der AfD Teil 4
Ist die sächsische AfD-Chefin Frauke Petry pleite? – Sachsensumpf der AfD Teil 3

Die Sächsische Parteibasis fordert den Rücktritt von Peter Christ – Sachsensumpf der AfD Teil 2
Der Sachsensumpf der AfD – der Wahlverein für Dr. Frauke Petry

Mehr zur Ostersonntags-Connection der AfD Bayern, die durch dubiose Gestalten und Pleitiers geprägt wird:
Die AfD Bayern in den Klauen Schildes & Co

Bewertung der offiziellen AfD 5-Stufen-Strategie zur Bewältigung der Euro-Krise

Was ist zu halten von der offiziellen AfD 5-Stufen-Strategie zur Bewältigung der Euro-Krise?

Forderung Nr. 1:
Der Euro sollte geordnet aufgelöst werden, ehe die Spannungen im System so groß werden, dass ein ungeordneter plötzlicher Zusammenbruch erfolgt.

Bewertung:
Motherhood = Binsenweisheit. Dieser grandiosen Forderung würden sogar die Blockparteien zustimmen, wenn die rechtlichen und finanzpolitischen Möglichkeiten zur Verfügung stünden und das Bankensystem diesen Schritt aushalten würde.

Forderung Nr. 2:
Die Auflösung des Euro sollte mit dem Ausscheiden der südeuropäischen Staaten beginnen. Um einen gleitenden Übergang zu ermöglichen, sollte für einige Jahre der Euro und eine neue nationale Währung parallel genutzt werden können.

Bewertung:
Die südeuropäischen Staaten werden den Teufel tun, aus dem Euro auszusteigen, solange sie noch Gelder bekommen und die nordeuropäischen Staaten erpressen können. Und diese Gelder bekommen sie von der EZB (Deutschland hat dort nur eine Stimme) und dem ESM (der von Deutschland nicht gekündigt werden kann). Insofern ist diese Forderung unrealistisch.

Es besteht die Hoffnung, dass das eine oder andere südeuropäische Land tatsächlich freiwillig aus der Euro-Zone aussteigen und zu seiner eigenen Währung zurückkehren wird. Das wäre allerdings verbunden mit einem Hair-Cut. Eine Parallel-Währung ist dafür allerdings nicht zwingend notwendig.

Forderung Nr. 3:
Jeder Staat der Eurozone soll das Recht bekommen, aus dem Euro auszuscheiden. Dafür muss man die Europäischen Verträge ändern. Die Bundesrepublik Deutschland kann diese Vertragsänderung durchsetzen, indem sie eine Finanzierung von neuen ESM-Programmen verweigert.

Bewertung:
Das kann Deutschland eben nicht, da eine Finanzierungsverweigerung durch den ESM nach Artikel 9 des ESM-Vertrages ausgeschlossen und der ESM laut Vertrag unkündbar ist. Da hilft auch die Wiener Vertragsrechtskonvention nichts.

Forderung Nr. 4:
Die Resteurozone muss nach dem Ausscheiden der südeuropäischen Staaten zu kleinen, stabilen Währungsverbünden oder zu nationalen Währungen zurückentwickelt werden. Entscheidend dabei ist, dass es strikt verboten wird, für die Schulden fremder Staaten zu haften. In diesem Fall kann eine kleinere Währungsunion durchaus sinnvoll sein und jedes der verbleibenden Länder soll entscheiden können, ob es an einer solchen Währungsunion teilnehmen will.

Bewertung:
Man will doch nach den schlimmen Erfahrungen mit einer Währungsunion wohl keine „Kleine Währungsunion“ schaffen! Dann liefe man doch Gefahr, mit der kleineren Währungsunion unter Verwendung der alten und unvollständigen Konvergenz-Kriterien erneut in eine Krise zu geraten, weil auch das nicht funktionieren kann. Und wer weiß heute, wie sich die Länder der „Kleinen Währungsunion“ in den nächsten 10 Jahren entwickeln? Und was ist mit Frankreich und Belgien? Außerhalb oder innerhalb der „Kleinen Währungsunion?

Eine Währungsunion (ob groß oder kleine) ohne eine politische Union (wollen wir das?) war falsch, ist falsch und wird immer falsch sein. Wenn, dann wäre nur eine Rückkehr zum alten EWS-System einigermaßen sinnvoll, aber extrem schwierig zu realisieren.

Forderung Nr. 5:
Wenn aber die Partnerstaaten darauf bestehen, dass es bei der Vergemeinschaftung von Schulden bleibt, sollte der Euro vollständig aufgelöst und in Deutschland die DM wieder eingeführt werden. Eine Haftung für die Schulden Frankreichs und Belgiens dürfen wir nicht riskieren. Sie wäre finanziell noch gewaltiger als die für die Schulden Griechenlands oder Portugals.

Bewertung:
Das ist wieder eine Binsenweisheit, der alle Blockparteien zustimmen würden, wenn die rechtlichen und finanzpolitischen Möglichkeiten zur Verfügung stünden und das Bankensystem diesen Schritt aushalten würde.

Wie schon erwähnt: Deutschland kann aus dem ESM nicht aussteigen und muss zahlen, bis kein Geld mehr da ist. Wenn andere Staaten aus dem ESM nicht mehr zahlungsfähig sind, müssen die Verpflichtungen dieser Staaten laut ESM-Vertrag von den Staaten übernommen werden, die noch zahlungsfähig sind. Der letzte Zahlungspflichtige könnte dann Deutschland sein!

Bei einer Rückkehr zur DM wären die von Deutschland gegebenen Kredite und Sicherheiten sowie die Zahlungsbilanzguthaben verloren. Deutschland müsste zudem um 20-30% aufwerten, andere Länder um bis zu 30% abwerten. Das hat gravierende Auswirkungen auf die Exportfähigkeit Deutschlands, weit über die ehemalige Euro-Zone hinausgehend.

Interessant wäre zu wissen, zu welchem Kurs in Deutschland der alte Euro dann in die neue DM gewechselt wird (Super-Gelegenheit zur Entschuldung des Staates auf Kosten seiner Bürger). Mahlzeit!

Fazit:
  • Die AfD-Strategie zur Bewältigung der Euro-Krise ist eine Mischung aus Binsenweisheiten, unrealistischen Forderungen und auch Widersprüchen, auch wenn die Generalrichtung immer noch stimmt (Ausstieg aus der Währungsunion)
  • Es fehlt an einer seriösen qualitativen und quantitativen Bewertung der AfD-Strategie, insbesondere der Risiken im Hinblick auf
    – Kredite, Bürgschaften, Zahlungsbilanzüberschüsse
    – Entwicklungen in Deutschland bezüglich BIP, Wirtschaft, Exportfähigkeit, Arbeitsplätze, Verschuldung, Sozialpolitik etc.
    – Außenpolitik

Es ist davon auszugehen, dass die AfD-Strategie schlicht unbezahlbar ist, und zwar sowohl quantitativ als auch qualitativ im Hinblick auf die politischen Kollateralschäden.

  • Eine „begleitende“ AfD-Strategie für das wahrscheinlichste Handling der Euro-Krise durch die Blockparteien (Zeit kaufen, weitere Verlagerung von Souveränitätsrechten und Kompetenzen nach Brüssel, weiterer Demokratieverlust, extreme Forcierung der politischen Union) ist nicht vorhanden. Somit fehlen sowohl die Roten Linien als auch ein Plan B.

Jörg Schülke
Vorstandsmitglied AfD München West/Mitte

Die aktuelle „Angst“-Strategie der AfD wird sich als Bumerang erweisen

Beim Stöbern bin ich auf einen Beitrag von Frau Anja Roth vom 31. Juli 2013 gestoßen. Zitat: „Die AfD versucht bei den aufgegriffenen Themen immer den Eindruck zu erwecken, dass noch nie jemand zuvor das Problem erkannt hätte. Und die FB AfD-ler nutzen jedes Thema um gegen jeden und alles zu hetzen. Es ist aber so, dass es außer den Luckes auf dieser Welt auch noch andere intelligente Menschen gibt, die sich schon lange vor Lucke mit den Themen auseinandergesetzt haben. Und das wiederum überfordert die FB AfD-ler, da sie nur ihrem Guru Lucke lauschen und ansonsten alles um sie herum dumm ist, und dieses Meinungsbild wiederum fördert Lucke nur zu gerne.“

So genau stellt sich die AfD dar: omnipotent, allwissend, aggressiv, anmaßend. Dabei haben wir in unserem Land keinen Erkenntnisnotstand über Ursachen, Zustand und Auswirkungen der Eurokrise, sondern ein Defizit an praktikablen, politisch umsetzbaren und nachhaltigen Problemlösungskonzepten.

Nehmen wir die fünf von Lucke konzipierten Strategien zur Bewältigung der Euro-Krise, die sich teilweise widersprechen und über reines Wunschdenken nicht hinausgehen. Und sie haben einen entscheidenden Schwachpunkt: sie sind bezüglich der gesamtwirtschaftlichen, finanzpolitischen und sozial-politischen Auswirkungen und im Hinblick auf die gewaltigen vor allen Dingen außenpolitischen Kollateralschäden auch nicht nur ansatzweise beschrieben oder berechnet und damit nicht vom Ende her bedacht.

Die Grundlagen für die Euro-Krise liegen in den Verträgen von Maastricht und Lissabon und bei der Schaffung der Währungsunion, die wider besseres Wissen und ökonomischen Sachverstand als Hebel- statt als Krönungsstrategie implementiert worden ist. Und das, obwohl jeder Student im 1. Semester Volkswirtschaftlehre lernt, dass ein gemeinsamer Währungsraum ohne eine einheitliche Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik nicht funktionieren KANN. Dies gilt konsequenterweise auch für die von Lucke geforderte sogenannte kleine Währungsunion der Nordstaaten.

Mit der Hebel-Strategie bei der Einführung des Euro wollte man die europäischen Staaten dazu zwingen, diese Vereinheitlichung vorzunehmen, statt die schrittweise Schaffung eines vereinheitlichen Europa irgendwann einmal mit dem Euro quasi zu krönen.

Ich kann mich sehr gut daran erinnern, dass Persönlichkeiten wie Starbatty, Schachtschneider und Hankel immer wieder vor den Folgen von Maastricht und der Euroeinführung gewarnt haben. Ich selbst habe als Gründungsmitglied des Bund freier Bürger und aktiver Mitstreiter dieser drei genannten Herren in über 300 Vorträgen vor den Gefahren von Maastricht und Euro gewarnt, obgleich ich mir damals einfach nicht vorstellen konnte, dass es einmal so schlimm für uns kommen könnte.

Ich stelle mir rückschauend immer wieder dieselbe Frage: wo waren damals, vor 10 oder 15 Jahren, als die Weichen gestellt wurden und sich die die Katastrophe für viele sichtbar bereits klar abgezeichnet hatte, die Herren Lucke, Adam, Wächter, Schünemann (um nur ein paar Namen zu nennen)? Ich habe sie alle nicht gesehen oder gehört. Jetzt tauchen sie plötzlich alle auf und meinen die richtigen Rezepte anbieten zu können. Dabei sollten sie doch wissen, dass es keine Rezepte gibt, sondern nur noch die Wahl zwischen Pest und Cholera, die Wahl zwischen einem Ende mit Schrecken oder einem Schrecken ohne Ende.

Wir beklagen mit Recht, dass die Bundesregierungen die Wahrheit über weitere gravierende sogenannte Rettungsmaßnahmen auf den Zeitpunkt bis nach der Bundestagswahl verschiebt. Möglicherweise müssen wir uns als AfD den Vorwurf machen lassen, den Wählern praktisch und politisch unrealisierbare Lösungskonzepte anzubieten, um in den Bundestag zu kommen und dort bestenfalls den politischen Wirkungsgrad der Linken erreichen.

Die AfD-Strategie, den Bürgern Angst zu machen ohne gleichzeitig auch seriöse und politisch umsetzbare Lösungskonzepte vorzulegen, wird sich als ein übler Bumerang erweisen: Ängste suchen nach einem Stabilitätsanker, und den bietet, auch wenn nur scheinbar, die CDU und Merkel, keinesfalls aber die AfD. Dieser Theorie folgend, machen wir de facto Wahlkampf für die Blockparteien.

Jörg Schülke
Vorstandsmitglied AfD München West/Mitte

Dazu Anja Roth:

Die Erklärung für die Schuldenkrise ist mathematisch einfach zu erläutern. Die Wirtschaftsleistung wächst linear, die Schulden wachsen durch Zins und Zinseszins exponential. Die Schulden werden nach einem bestimmten Zeitraum so hoch, dass sie nicht mehr bedient werden können. Die Nullzinspolitik versucht die exponentiell steigende Schuldenkurve zu verflachen. Da jedem Euro Schulden auch ein Euro Guthaben gegenübersteht, ist es unausweichlich, dass Guthaben durch Preissteigerungen an Kaufkraft verlieren, wenn die Guthabenzinsen niedriger als die Preissteigerungen sind. Die AfD nimmt sich diesem Thema an, dass durch die Europolitik jährlich Milliarden an Sparvermögen vernichtet werden. Die Schuldenkrise hat aber wie Lucke auch schon einmal festgestellt hat, nichts mit dem Euro zu tun, sondern ist eine einfache mathematische Begebenheit. Wenn die Zinsen wieder steigen, ist das Finanzsystem innerhalb kurzer Zeit erledigt, weil dann die Schuldenkurve wieder ihren exponentiellen Verlauf aufnimmt. Ob das zuerst in den USA oder in Europa der Fall sein wird, ist reine Spekulation. Es sei denn, die AfD würde tatsächlich in Regierungsverantwortung kommen, dann ist die Frage beantwortet, dass Europa den Finanzcrash auslösen wird.

Und alles, was Lucke mit seinen Statistiken zu beweisen versucht, ist eine Irreführung, weil er nicht die eigentlichen Ursachen nennt und beschreibt.

Marie von Kienlin tritt aus der AfD aus und legt Ihre Ämter und ihre Kandidatur nieder

Ein Paukenschlag erschüttert die AfD Bayern. Marie von Kienlin, die seit dem Nürnberger Parteitag dem Landesvorstand des Landesverbandes Bayern der Alternative für Deutschland angehört, tritt aus der Partei aus. An ihrer Austrittsbegründung lässt sich klar erkennen, dass sie die unehrliche und brutale Hinterzimmer- und Ausgrenzungspolitik der Ostersonntagsbande um Schünemann, Wächter, Dr. Stöhr, Schladitz, Göschel, Seeghitz & Co. nicht mehr mitragen und mit ihrem Gewissen vereinbaren kann. Wir haben Respekt vor ihrem konsequenten und mutigen Schritt.

Hier Ihre Austrittsbegründung:  

„Ich habe mich entschlossen aus der AfD auszutreten und alle meine Ämter und meine Kandidatur niederzulegen.

Der Schritt ist mir nicht leichtgefallen. Aber er war nicht zu umgehen.

Die Partei Alternative für Deutschland wird nach den Wahlen 2013 in den Bundestag einziehen. Das steht inzwischen fest. Ein zu großer Anteil der Bevölkerung hat das grandios formulierte Parteiprogramm bereits gelesen und gut geheißen. Selbst die konservativsten Prognosen knicken langsam aber sicher diesbezüglich ein.

Auch der Regierung ist das nicht entgangen.

Die Plätze für die AfD im Bundestag sind bereits besetzt, möglicherweise sind Absprachen schon getroffen, Koalitionen beschlossen.
Innerhalb der AfD sind die Plätze auch schon besetzt. Zielsicher haben sich viele Landesvorstände ganz weit oben auf den Landeslisten platziert. Nach Absprache natürlich. Wir sind ja leider in der Politik.

Nun sehen sich die Damen und Herren auf den Listen bereist in Berlin. Das einzige, was noch zwischen den vordersten Plätzen der Landeslisten und dem Bundestag liegt sind die Direktkandidaten. Nur ein direkt gewählter Volksvertreter der AfD würde noch vor dem ersten Listenplatz in den Bundestag einmarschieren.

Aber dieses Problem wurde nun finanziell gelöst. Für die Direktkandidaten gibt es kein Geld. Kein Geld, kein Wahlkampf.

So weit, so schlecht.

Dazu kommt aber auch noch, dass unglücklicherweise mein Wahlkampfteam an der Basis der Partei aus lauter selbsternannten Wahlkampfexperten besteht.
Von einem Teamleiter, der auch im Kreisvorstand sitzt, ein 27 jähriger Bursche wurde mir nun sogar schriftlich mitgeteilt, dass „das Team entscheidet“ für was ich als Direktkandidatin zu stehen hätte. Ich soll den Wahlkampf finanzieren, meinen guten Namen und mein Gesicht dafür geben und mir wird dann vorbestimmt, was auf meinen Flyern und Plakaten zu stehen hätte und für was ich zu stehen habe.

Würde ich mich auf diesen Deal einlassen gäbe es die reelle Möglichkeit in den Bundestag zu kommen. Durch das Einstellen eines erfahrenen Wahlkampfberaters hätte ich den Wahlkampf durch Kontakte und Spenden sicher finanzieren können.

Aber was für einen Abgeordneten im Bundestag würde ich abgeben, wenn ich bereits vor der Wahl nicht für meine Ansichten und potentielle Wähler gerade stehe, sondern mir bereits jetzt Vorschriften machen lasse und meinen Namen verwenden lasse wie es jedem passt nur nicht mir?

Ich wäre ja genau so, wie die Leute, gegen die ich mich wehren möchte.

Und so bleibt mir nur ein ehrenhafter Schritt: der Rückzug.

Diesen habe ich dann auch beschritten. Schweren Herzens, aber reinen Gewissens.

Ich werde selbstverständlich nach wie vor am 22.September die Afd wählen, denn das, für was die Partei steht ist nach wie vor richtig. Und für Europa und Deutschland unglaublich wichtig.
Auch wenn ich nicht Teil haben werde.

Und auch, wenn mich die Erkenntnis schmerzt, dass nach wie vor Ehrenhaftigkeit und Geradlinigkeit keine Chance in der Politik haben werden.

Marie von Kienlin“

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