AfD Ostdeutschland – DIE FREIHEIT hat die „Neuen Länder“ vollständig okkupiert

Aufstand der AfD-Ost-Zwerge: rückwärtsgewandt, rechtspopulistisch

61,9 Millionen Bürger deutscher Staatsbürgerschaft waren am 22.09.2013 aufgerufen, ihre Abgeordneten zu wählen. Mit satten 4,7% der abgegeben Wählerstimmen verpasste die AfD gerade mal um 130.000 Stimmen den Einzug in den Bundestag. Beinahe wäre den Alternativen für Deutschland die Sensation geglückt, als erste Neugründung seit 1949 auf Anhieb das Bundesparlament zu erobern (siehe Bundeswahhleiter vom 22.09.2013)

 Vorläufiges Ergebnis der Bundestagswahl 2013 (Quelle: Bundeswahlleiter)

Gegenstand der Nachweisung Erststimmen Zweitstimmen
Anzahl % Diff. zu 2009 in %-Pkt. Anzahl % Diff. zu 2009 in %-Pkt.
Wahlberechtigte 61.903.903

61.903.903

Wähler 44.289.652 71,5

0,8

44.289.652

71,5

0,8

Ungültige 688.428 1,6

-0,2

587.178

1,3

-0,1

Gültige 43.601.224 98,4

0,2

43.702.474

98,7

0,1

CDU 16.225.769 37,2

5,2

14.913.921

34,1

6,9

SPD 12.835.933 29,4

1,5

11.247.283

25,7

2,7

FDP 1.028.322 2,4

-7,1

2.082.305

4,8

-9,8

DIE LINKE 3.583.050 8,2

-2,9

3.752.577

8,6

-3,3

GRÜNE 3.177.269 7,3

-1,9

3.690.314

8,4

-2,3

CSU 3.543.733 8,1

0,7

3.243.335

7,4

0,9

PIRATEN 962.946 2,2

2,1

958.507

2,2

0,2

NPD 634.842 1,5

-0,3

560.660

1,3

-0,2

AfD 809.817 1,9

1,9

2.052.372

4,7

4,7

Die Resultate für die AfD aufgeschlüsselt nach Bundesländern fallen indes sehr unterschiedlich aus (chronologisch nach Prozentpunktenanteil):

Sachsen 6,8%
Thüringen 6,2%
Brandenburg 6,0%
Meck-Pom 5,6%
Baden-Württemberg 5,2%
Saarland 5,2%
Berlin 4,9%
Rheinland-Pfalz 4,8%
Hessen 4,8%
Schleswig-Holstein 4,6%
Bayern 4,3%
Sachsen-Anhalt 4,2%
Hamburg 4,1%
NRW 3,9%
Niedersachsen 3,7%
Bremen 3,7%

Bundesdurchschnitt: 4,7%

In den eher ländlich strukturierten Bundesländern Sachsen, Thüringen, Brandenburg und Saarland schaffte es die AfD, die 5%-Hürde zu knacken. In keinem industrialisierten Bundesland – Ausnahme: Baden-Württemberg – übersprangen die Alternativen die magische Grenze. Besonders auffällig: in keinem der „Big Points“ (also Mega-Bundesländer mit sehr großer Wählerzahl) konnte die AfD – auch hier gilt die Ausnahme: Baden-Württemberg – mehr als 5% erreichen. Konkret bedeutet dies, der Einzug in den Bundestag wurde verpasst in NRW, Niedersachsen, Bayern und Hessen. mehr als 50% aller Wähler wohnen in diesen Bundesländern. Zählt man Ba-Wü hinzu, umfassen die „Big Points“ fast 54 Mio Bürger (ca. 67% der Gesamtbevölkerung).

Analytisch bedeutet dies: Die AfD konnte in den modernen, hochindustrialisierten und dicht besiedelten Bundesländern zwar beachtliche Stimmenanteile erzielen, jedoch – ausser in Baden-Württemberg – nicht vollständig mit dem Rechtspopulismus überzeugen. Hingegen imponieren die Resultate der 4 ostdeutschen, eher ländlich geprägten Kleinstaaten: Sachsen (6,8%), Thüringen (6,2%) und Brandenburg (6,0%) und MeckPom (5,6%). Diese 4 Bundesländer sprechen etwa 13% (!) der Gesamtbevölkerung an (von insgesamt 80 Mio Einwohner in der Bundesrepublik).

Offenbar in Verkennung des eigenen Zwergenstatus‘ rufen die AfD-Bundesländer Sachsen, Thüringen und Brandenburg bereits dazu auf, die AfD stramm auf rechts zu bürsten. In den NBL (Neue Bundesländer) sei besonders häufig und besonders gern mit anti-ausländischen und islamfeindlichen Zweideutigkeiten gepunktet worden. Dies habe man den zahlreichen Mitgliedern der fundamentalchristlichen Partei DIE FREIHEIT zu verdanken (in Sachsen wird die AfD nominell und strukturell von der FREIHEIT vollständig dominiert, in Thüringen und Brandenburg sitzen FREIHEITLICHE bzw. Fundamentalchristen in Schlüsselpositionen, siehe Sachsensumpfberichte).

DIE FREIHEIT ist eine klerikale, rechtsextreme, fundamentalchristliche Partei, die vor allem Hass auf den Islam und Glorifizierung des Christentums propagiert. Sie wird vom Bayerischen Verfassungsschutz beobachtet (Süddeutsche Zeitung 09.09.2013). Und die AfD ist laut Handelsblatt vom 26.06.2013 der „Fluchtort für Ex-Funktionäre der FREIHEIT“.

Sofort nach der Bundestagswahl verkündete DIE FREIHEIT, deren Mitglieder würden jetzt massenhaft der AfD beitreten (in Sachsen geschah dies bereits im März/April 2013 auf Einladung von Pfarrersfrau Petry, siehe Bericht vom 07.09.2013), um die AfD beim Kampf gegen Liberale, Linke, Ausländer und Nicht-Christen zu unterstützen (siehe AsentaNews 01.10.20013 und DER SPIEGEL 01.10.2013 und N24 01.10.2013). Erschrocken vom Rechtsruck erteilte AfD-Chef Bernd Lucke sofort einen Aufnahmestopp. Diese dürften i.d.R. nicht Mitglied der AfD werden (DIE ZEIT 01.10.2013), denn die AfD habe „keinen Platz für Fremdenfeindlichkeit“ (t-online am 01.10.2013).

Frauke Petry, Pfarrersfrau, eine der 3 AfD-Sprecherinnen und Landesvorsitzende in Sachsen, widersprach sofort öffentlich. Lucke habe „kein Mandat“, die Rechtsextremen zu verhindern (DIE WELT 06.10.2013). AfD-Sternchen Frauke Petry muss diese Position einnehmen, denn ihre Machtbasis im Kleinstaat Sachsen beruht fast ausschließlich auf ehemalige FREIHEITLICHE, die sie selbst aktiv im Vorfeld der AfD-Gründung eingeladen hatte (siehe Bericht vom 07.09.2013, Bericht vom 25.09.2013 und Bericht vom 04.10.2013). Frauke Petrys Landesverband Sachsen i s t DIE FREIHEIT. Die christlich Entrückte baute zudem ein luckeloses Spitzel- und Vernichtungssystem nach dem Vorbild der StaSi auf (siehe Bericht vom 07.09.2013).

Fundamentalchristin Frauke Petry; AfD-Führerin in Sachsen; faktische Fusion der AfD mit den Verfassungsfeinden DIE FREIHEIT

Fundamentalchristin Frauke Petry;
AfD-Führerin in Sachsen;
faktische Fusion der AfD mit den Verfassungsfeinden DIE FREIHEIT

Matthias Wohlfahrt, AfD-Landesvorsitzender in Thüringen, einem weiteren mitteldeutschen Kleinstaat, sprang der religiösen Kollegin aus Sachsen bei. Wie Pfarrersfrau Petry ist auch Wohlfahrt ein entrückter Fundamentalchrist. Gegenüber der Presse war Wohlfahrt begeistert über DIE FREIHEIT, denn „das Programm der FREIHEIT“ stimme „in vielen Punkten mit dem der AfD überein“ (DER STERN am 06.10.2013). Auch der Kampf gegen den Islam vereine ihn mit den Rechtsextremen.

Fundamentalchrist Matthias Wohlfahrt AfD-Führer in Thüringen, religiös entrückt

Fundamentalchrist Matthias Wohlfahrt
AfD-Führer in Thüringen, religiös entrückt

Matthias Wohlfahrt ist „ein völkisch-christlicher Missionar … Wohlfahrt betreibt nahe der Leuchtenburg im Saaletal ein ‚Haus Bethlehem‘. In der preiswerten Übernachtungsstätte werden Seminare und Werkstätten mit dem Ziel einer Rechristianisierung des Abendlandes angeboten. Auf der Website des Hauses wirbt Wohlfahrt offen für die AfD und polemisiert gegen ‚Lügen‘ und ‚Gleichschaltung‘ durch die Herrschenden. ‚Damit es nicht bei der Alternativlosigkeit unserer politischen Klasse bleibt, haben sich in Deutschland doch noch die biblischen 7.000 gefunden und bieten uns eine Wahlalternative 2013‘, ist dort zu lesen.“ (Quelle: Personal der AfD Thüringen: Anti-Euro-Partei mit alten Rechten, taz am 07.05.2013).

„Thüringens Sprecher Mathias Wohlfahrt, seines Zeichens Kirchenentrückter und Unternehmer, hält sich in harten Wintermonaten nach eigener Aussage nur durch das Kindergeld seiner vier Zöglinge über Wasser“ (Bericht vom 17.09.2013). Wie in Sachsen, wo Konkurrenten zu Frauke Petry (Spitzname GRÖBAZ, größte Blenderin aller Zeiten) bespitzelt, öffentlich diskreditiert, mit Unwahrheiten und Falschaussagen befrachtet werden, hat auch der Landesverband Thüringen eine interne Säuberungsaktion durchgeführt, die an die stalinistischen Schauprozesse der 1930er Jahre erinnern (siehe Thüringischer Allgemeine 26.08.2013). Wie in Sachsen traf es Konkurrenten zum Fundamentalchristen Wohlfarth, Liberale und gemäßigte AfD-Mitglieder.

Das rechte Triumvirat der Ost-Kleinstaaten wird komplettiert von Alexander Gauland.

Alexander Gauland, 72, ehemaliger CDU-Staatssekretär in Hessen und Publizist, fällt immer wieder durch harten Konservativismus auf, dessen Grenzen zum Rechtsextremismus fließend sind. So plädiert er offen für den Einsatz der Bundeswehr zu Sicherung eigener Interessen: „Die Deutschen haben ein gestörtes Verhältnis zur militärischen Gewalt. Sie betrachten sie nicht als die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln im Sinne von Clausewitz ….“. Militärische Gewalt sei an sich nicht schlecht (Der Tagesspiegel am 23.07.2012). Gauland fällt in die Blut- und Bodenpolitik der Bismarck-Ära zurück, was er unumwunden einräumt (Der Tagesspiegel, ebenda).

Fundamentalchrist und Kriegsbefürworter Alexander Guland AfD-Führung Brandenburg

Fundamentalchrist und Kriegsbefürworter Alexander Gauland
AfD-Führung Brandenburg

Diese beschränkte Sichtweise des vor-vorherigen Jahrhunderts kritisierte der Bundesverwaltungsrichter Dr. Dieter Deiseroth mit den Worten, Gauland negiere „damit insbesondere das nach den Verbrechen des 2. Weltkrieges als historische Errungenschaft der Menschheit in der UN-Charta verankerte Verbot jeder Anwendung militärischer Gewalt.“ Gauland habe weder das Grundgesetz, noch das nach den Weltkriegen entwickelte Völkerrecht verstanden (Magazin HINTERGRUND am 06.12.2012).

Die wohl gefährlichste Variante des Islamhasses bedient Gauland, indem er die „islamische Religion und Kultur“ zum Vorbild für das Christentum erhebt. Der Islam stehe „uns nach der Säkularisierung des Westens … die letzte große geschlossene geistige Kraft gegenüber, die wir in ihrem Eigenwert respektieren und der wir ein Recht auf autonome Gestaltung ihres Andersseins zugestehen müssen“. Mit der Bewunderung für den Islam, der seinen Eigensinn gegenüber der identitätslosen westlichen „Spaßgesellschaft“ zu bewahren wisse, verbinden Konservative den Wunsch, Europa möge sich seinerseits wieder auf die Werte des „christlichen Abendlandes“ besinnen. Mit anderen Worten: Gauland strebt eine Re-Christianisierung Europas an, die sich deutlich vom Islam abgrenzt (DIE ZEIT am 31.12.2003). Gauland gibt vor, den Islam zu achten, gar als Vorbild zu nehmen, um damit die fundamentale Re-Christianisierung des Abendlandes zu begründen.

Kein Mitglied des funamentalchristlichen Triumvirats kommt auf die Idee, die Religion im Allgemeinen als Privatsache zu erklären, ganz so wie des Friedrich der Große postulierte: „Jeder soll nach seiner Façon selig werden“ (nachdem er zig-tausend Hugenotten in Preußen willkommen geheißen hatte).

Bereits im Mai 2013, also kurz nach der AfD-Gründung entwickelte sich in Brandenburg die erste öffentliche Schlammschlacht zwischen dem Bundesvorstand und der neu gewählten Landesführung, weil diese von Islamfeinden, also Ex-Mitglieder der Stadtkewitz-Partei DIE FREIHEIT unterwandert sei. Die Märkische Allgemeine berichtet:

POTSDAM – Im Brandenburger Landesverband der euroskeptischen Alternative für Deutschland (AfD) geben Ex-Mitglieder der islamfeindlichen Partei „Die Freiheit“ den Ton an. Nach MAZ-Informationen sitzen im Vorstand des Landesverbandes die hochrangigen Ex-Freiheitler Rainer van Raemdonck und Thomas Jung. Beide standen bis Ende 2011 an der Spitze des Brandenburger Landesverbandes. Beide wollten sich zu ihrer politischen Vergangenheit auf Anfrage nicht äußern.

Verärgert ist man in der Bundeszentrale der Partei über den Brandenburger Weg. Anders als von AfD-Chef Bernd Lucke gewünscht, hat der märkische Landesverband nach seinem Gründungsparteitag bislang kaum die Öffentlichkeit gesucht.

Parteichef Lucke verwies gegenüber der MAZ auf einen Bundesvorstandsbeschuss der AfD, der für Ex-Mitglieder der Partei „Die Freiheit“ vor einer Aufnahme eine besondere Überprüfung vorsieht. Die AfD führe vor der Aufnahme von Neumitgliedern grundsätzlich „ergebisoffene“ Einzelgespräche. „Ich kann nicht pauschal sagen, wie dann entschieden wird, aber wenn das zum Beispiel jemand ist, der islamfeindlich ist, dann lehnen wir den natürlich ab“, so Lücke.

Brandenburgs Landeschef Scheel zeigt indes in Richtung Bundespartei. Die Aufnahme der Brandenburger Ex-Freiheitler sei auf Bundesebene geprüft worden. Ex-AfD-Bundesvorstandsmitglied Ludwig Cromme, der als Mathematik-Professor an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus arbeitet, warnt vor Vorurteilen. „Die Freiheit“ habe unterschiedliche Phasen erlebt und sei auch von bürgerlichen Mitgliedern getragen worden. Wenn jemand in der Phase der Radikalisierung ausgetreten sei, könne das ein Hinweis sein, dass er sich von solchen Tendenzen abhebe. In Mecklenburg-Vorpommern wurde mit Andreas Kuessner ein Ex-Freiheit-Mitglied sogar zum Parteichef gewählt.

Derweil zankt man sich auch intern im Brandenburger Landesverband der AfD. Grund ist der Parteitag am 28. April in Groß Behnitz bei Nauen (Havelland). Dort hatten die Mitglieder unter Ausschluss der Öffentlichkeit Roland Scheel als Landeschef sowie den Vorstand und die Kandidaten für die Bundestagswahl bestimmt. Am Parteitag hatten nur 44 Mitglieder teilgenommen, obgleich die AfD nach offiziellen Angaben an diesem Tag in Brandenburg bereits 280 Mitglieder zählte.

Cromme wirft dem neu gewählten Landeschef Scheel deshalb mangelnde Transparenz und fehlende innerparteiliche Demokratie vor. „Wir fordern in unserem Programm mehr Demokratie.“ Für Cromme ist es daher selbstverständlich, dass dies auch in der eigenen Partei umgesetzt werde.

Cromme und Scheel haben den Aufbau der AfD in Brandenburg organisiert. Für den Parteitag war Scheel zuständig. Er sorgte dafür, dass nur teilnehmen dürfe, wer bereits am 6. April AfD-Mitglied war. Dadurch wurden nur rund 150 Mitglieder eingeladen. Sie mussten ihre Teilnahme bis zum 15. April schriftlich bestätigt haben. Gegenüber der MAZ verteidigte Scheel sein Vorgehen. Vor dem Parteitag habe überprüft werden müssen, ob alle Teilnehmer ordnungsgemäß Mitglied der AfD sind.“ Quelle: http://www.freiheitlich.me/?p=10074 vom 07.05.2013

 siehe auch MÄRKISCHE ALLGEMEINE ZEITUNG vom 06.05.2013: Brandenburger Partei von Islamfeinden geführt

Brandenburg scheint ohnehin einen fruchtbaren Boden für rechtsextrem Gescheiterte zu bieten. So ätzte die Märkische Allgemeine über die Aufnahme des ehemaligen DVU-Mitglieds Manfred Friedrich: „Brandenburger Polit-Irrlicht jetzt bei der AfD“ (MAZ am 13.09.2013).

rechtsaußen: Manfred Friedrich Ex-DVU, jetzt AfD-Größe in Brandenburg

rechtsaußen: Manfred Friedrich
Ex-DVU, jetzt AfD-Größe in Brandenburg

Nach der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) gründete sich am 28.04.13 in Brandenburg ein „Landesverband der euroskeptischen Partei Alternative für Deutschland (AfD). Zum Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl im September wählten die 44 Versammelten Alexander Gauland, den früheren Herausgeber der Märkischen Allgemeinen Zeitung“. Anders als die FAZ, die über die Partei ihres ehemaligen Redakteurs Konrad Adam praktisch keine Kritik bringt, prangert die Märkische Allgemeine den Durchmarsch der Rechtspopulisten in Brandenburg offen an:

„Im Brandenburger Landesverband der euroskeptischen Alternative für Deutschland (AfD) geben Ex-Mitglieder der islamfeindlichen Partei DIE FREIHEIT den Ton an. Nach MAZ-Informationen sitzen im Vorstand des Landesverbandes die hochrangigen Ex-Freiheitler Rainer van Raemdonck und Thomas Jung. Beide standen bis Ende 2011 an der Spitze des Brandenburger Landesverbandes. Beide wollten sich zu ihrer politischen Vergangenheit auf Anfrage nicht äußern“.

EX-Landesvorsitzender DIE FREIHEIT Brandenburg jetzt Beisitzer im AfD-Landesvorstand Brandenburg

EX-Landesvorsitzender DIE FREIHEIT Brandenburg
jetzt Beisitzer im AfD-Landesvorstand Brandenburg

Thomas Jung war Landesvorsitzender der rechtspopulistischen Kleinstpartei „Die Freiheit“ in Brandenburg, Dr. Rainer von Raemdonck stellvertretender Vorsitzenden (siehe Internetportal DIE FREIHEIT 20.06.2011, schnell Hardcopy erstellen, denn DIE FREIHEIT löscht ganz schnell alle Seiten, nachdem diese im Alternativen Newsletter publiziert werden).

EX stv. Landesvorsitzender DIE FREIHEIT Brandenburg jetzt stv. Landesvorsitzender AfD Brandenburg

EX stv. Landesvorsitzender DIE FREIHEIT Brandenburg
jetzt stv. Landesvorsitzender AfD Brandenburg

Nicht viel besser sieht es in Mecklenburg-Vorpommern (MeckPom) aus.

Andreas Kuessner, wurde vor noch nicht einmal 1½ Jahren, am 10.12.2011, auf dem Parteitag der islamfeindlichen Kleinstpartei „Die Freiheit“ in Frankfurt mit den meisten Stimmen (86) in das Bundesschiedsgericht dieser Partei gewählt (siehe homepage FREIHEIT Niedersachsen). Und in seinem Aufruf vom 15.11.2011 offenbart er seine triefend rechte Gesinnung. Am 10. Mai 2011 forderte er auf dem 3. Treffen der FREIHEIT Mecklenburg-Vorpommern: Wer sich unserer Gesellschaft nicht anpassen will, gehört hier nicht her. Ob er damit die Sachsen meint, die einfach kein Hochdeutsch lernen wollen?

Andreas Kuessner Ex-Bundesschiedsrichter DIE FREIHEIT jetzt Landesvorsitzender AfD MeckPom

Andreas Kuessner
Ex-Bundesschiedsrichter DIE FREIHEIT
jetzt Landesvorsitzender AfD MeckPom

In der Öffentlichkeit spielt der rechte Hardliner Küssner seine Rolle bei der FREIHEIT gerne herunter (z.B. Handelsblatt am 28.06.2013). Dass er der Sohn vom ehemaligen SPD-Landesministers Hinrich Kuessner ist, wissen nur Insider.

Auch die sächsische Fundamentalchristin Frauke Petry hat ihren Landesverband mit den Verfassungsfeinden der FREIHEIT quasi fusioniert (siehe Bericht vom 07.09.2013). Und auch Thüringen nutzte die Gelegenheit, mit religiös Entrückten nicht etwa Politik für das ganze Volk zu gestalten, sondern gläubige Absonderheiten zu fundamentalisieren.

Wenn das rechte Triumvirat der ostdeutschen Kleinstaaten nunmehr glaubt, der AfD die Richtung der politischen Zukunft vorschreiben zu können, dann muss dies als Warnung, gar als Bedrohung verstanden werden. Die AfD entwickelte sich zu einer extremistischen Ost-Partei, ähnlich wie die NPD in Sachsen oder die NPD in MeckPom (in beiden Landtagen vertreten). Ganz sicher entwickelte sich die AfD nicht zu einer gesamtdeutschen Partei mit bundesweitem Erfolgspotenzial.

Autor: Jochen Schroeder, Metzingen

siehe auch:
alle Artikel zum AfD SachsenSumpf

Die undemokratische Gründung der AfD Brandenburg

Die Alternative für Deutschland fordert in ihrem Parteiprogramm mehr Demokratie auch in den Parteien und tritt für mehr direkte Demokratie und Plebiszite ein. Nur für die eigene Partei scheint das überhaupt nicht zu gelten. In der AfD wird weniger Demokratie praktiziert. Viele Landesverbände gleichen Diktaturen. Organisierte Gruppen bestehend aus Glücksrittern, verkrachten Existenzen, Pleitiers, Karrieristen, Antidemokraten und politisch vorbelasteten Gestalten erbeuteten sich in den meisten Bundesländern Macht und Pfründe, Vorstandsämter und die aussichtsreichsten Listenplätze und nahmen die Partei in Geiselhaft. Lesen Sie folgend den Beitrag eines brandenburgischen Parteimitglieds.

Zum Gründungsparteitag des Landes Brandenburges lagen nach Ausagen des jetzigen Landesvorsitzenden weit mehr als 200 Anmeldungen vor. Obwohl verschiedene AfD Mitglieder wie Interessenten darum baten, dass alle Anmeldungen berücksichtigt werden, durften am Gründungsparteitag nicht einmal ein Viertel der registrierten AfD Mitglieder teilnehmen. Demzufolge blieben weit mehr als Dreiviertel der Mitglieder außen vor.

Der gesamte Gründungsparteitag wurde auf Video aufgenommen. Sich dagegen zu wehren war zwecklos, was unmittelbar nach dem Parteitag zu Austritten führte. Wozu dieses Video angefertigt wurde und wo es sich heute befindet, kann niemand sagen. Anfragen an die AfD mit Bezug auf den Datenschutz blieben unbeantwortet. Stattdessen wurde Druck auf Ausgetretene ausgeübt, der stellenweise sehr unschön war.

Interessant dabei ist auch die Besetzung des Landesvorstandes Brandenburg. Der Vorsitzende Roland Scheel ist ein SED-Altkader, welcher sich seine „Meriten“ im ehemaligen DDR Bezirk Potsdam verdiente. Der Schatzmeister Hans-Stefan Edler kandidierte noch vor kurzem für die CDU. Da nachweislich niemand mögliche Doppelmitgliedschaften prüfte, besteht die Möglichkeit, dass dieser zum Zeitpunkt der Kandidatur noch CDU Mitglied war.

Der Vertreter eines FDP Kreisverbandes aus Ostbrandenburg tönte gar lauthals, dass er ja nur die „Vorhut“ sei. Wenn es dann mit der BTW klappe, werde sein gesamter Kreisverband übertreten.

Es war klar, wie die Vorstandswahlen ausgingen und die Zeit danach zeigte, dass die AfD Brandenburg die Mitglieder nur als billiges Stimmvieh brauchte. Das ist auch die Erklärung dafür, warum rund 75% der Mitglieder auf dem Gründungsparteitag ausgeladen wurden. Sonst hätte dieser einen anderen Verlauf genommen und sehr wahrscheinlich würde auch heute die Landesspitze anders aussehen.

Auch zeigt sich das undemokratische Verhalten an der Art und Weise, wie das Landesparteiprogramm durchgewunken wurde. Eine Diskussion war nicht gewünscht und wurde schon im Keim vom Versammlungsleiter abgewürgt. Dieser war der DDR exVopo Michael Heendorf aus Sachsen Anhalt. Wer dessen offizielle Biografie glaubt, die derzeit im Web kursiert, der glaubt auch an den Weihnachtsmann. So schnell wurde in der DDR wahrlich niemand aus der VoPo entlassen. Dazu bestand ein viel zu großer Personalmangel. Wer aber Mist baute, dem konnte durchaus eine Karriere als Tellerwäscher blühen. Nur kann das eben heute niemand mehr prüfen.

Fakt ist, dass der Gründungsparteitag der AfD Brandenburg die reinste Farce war. Dies erklärt sich auch aus der Anzahl der dann realen Teilnehmer.

Zu Versammlungsbeginn vermeldete der Versammlungsleiter 39 Anwesende. Als die Wahl des Vorstandes begann, waren es plötzlich mehr Anwesende. Ein Hammelsprung ergab dann 44 Teilnehmer. Diese Zahl ist auch die in den Medien zu findende. Da aber wiederum Teilnehmer diesen Gründungsparteitag während der Wahl verließen, kann der Landesvorstand nie und nimmer von 44 Mitgliedern gewählt worden sein.

Alles in allem eine sehr unschöne Situation, die der Demokratie eher weniger dienlich ist und vor allem weder dem Land Brandenburg noch Deutschland etwas brachte. Viel mehr erhärtet sich der Eindruck, dass es bei diesem Gründungsparteitag nur darum ging, dass sich Karrieristen Ämter und Listenplätze sicherten.

Wie in allen ostdeutschen Bundesländern verhinderte der Landesvorstand die Gründung von regulären Kreisverbänden, um den Landesverband unter absoluter Kontrolle zu haben und sicherzugehen, dass die Mitglieder keine Mitbestimmungsrechte und -möglichkeiten haben.

AfD Sachsen: Petrys Reich der Byzantiner – Konstantinopel an der Elbe

“Kabinett der Barone“ (fälschlich Landesvorstand genannt)

Der Gebildete kennt die Bedeutung des Byzantinismus, die „würdelose Kriecherei gegenüber Höherstehenden“. Wer sich byzantinisch verhält ist „kriecherisch“ und zur eigenen Meinung nicht fähig. Der Byzantiner fällt laut WIKIPEDIA durch „Unterwerfung und Ergebenheit“ auf. Nach diesen Maßstäben liegt das Zentrum von Frauke Petrys AfD-Reich in Konstantinopel an der Elbe (früher als „Dresden“ bekannt) – beim Landesvorstand der Speichellecker.

Petrys Byzanz: Yenidze in Konstantinopel a. d. Elbe  (ehem. Tabakfabrik Yenidze in Dresden)

Petrys Byzanz: Yenidze in Konstantinopel a. d. Elbe
(ehem. Tabakfabrik Yenidze in Dresden)

Petrys Hofstaat der Byzantiner, in der AfD-Satzung irrtümlich als „Landesvorstand“ bezeichnet, besteht fast ohne Ausnahme aus ehemaligen Adeligen und Akademikern (siehe Bericht vom 04.10.2013 „Kabinett der Barone“). Jeder genießt das gleiche Stimmrecht. Doch die Speichellecker des Landesvorstandes üben sich in Dauer-Huldigung gegenüber dem AfD-Sternchen. Wer sind die Katastrophen-Vorständler in Sachsen?

Dr. Frauke Petry, Bj 1975, Chemikerin

Formal ist Dr. Frauke Petry (Leipzig) die sächsische Landesvorsitzende und Bundessprecherin der AfD, Fundamentalchristin, seit 6 Jahren verlustschreibende Unternehmerin in Leipzig mit Pleitepotential (siehe Bericht vom 17.07.2013), mutterkreuzverdächtige 4 Kinder, Pfarrersfrau und politische Seelenverwandte der vom bayerischen Verfassungsschutz beobachteten Partei DIE FREIHEIT. Sie wird gelegentlich GRÖBAZ genannt (größte Blenderin aller Zeiten), weil sie es schaffte, als mutmaßlicher Pleitier verschiedene Ehrungen und Anerkennungen („erfolgreiche Unternehmerin“) zu erhaschen, ohne tatsächliche Grundlage; mancher munkelt, „Connections“ zur sächsischen Staatsregierung hätten geholfen (dazu in einem späteren Bericht mehr). Obgleich nur mit 1 Stimme im Vorstand ausgestattet, dominiert sie die devote Herren-Runde. Petry ist die Herrscherin über alle sächsischen AfD-Byzantiner und aufgrund ihrer gemeinen Herkunft krankhaft ehrgeizig.

Frauke Petry GRÖBAZ in Sachsen

Frauke Petry
GRÖBAZ in Sachsen

Dr. Thomas Hartung, Bj 1962, Germanist

Formal ist Dr. Thomas Hartung (Dresden) stellvertretender Landesvorsitzender, in Wahrheit jedoch persönlicher Lakai Petrys. Er stellt seinen Namen für E-Mails und Schriftstücke zur Verfügung, die Frauke Petry zwar instruiert, aber nicht selbst unterzeichnet. Hartung ist unverheiratet und hat keine Kinder. Das ehemalige SED-Mitglied versuchte noch zu DDR-Zeiten eine universitäre Karriere, scheiterte jedoch nach der Wende 1989 wg. „Vorbelastung“. Auch seine Karriere beim Rundfunk endete in der Sackgasse. Es heißt dort, eine frühere IM-Tätigkeit soll bekannt geworden sein. Hartung fällt ansonsten durch gar nichts auf außer durch einen chronisch gebeugten Gang gegenüber Petry – ein „Muster-Byzantiner“ und Weich-Ei.

Dr. Thomas Hartung GRÖBAZ-Lakai in Sachsen

Dr. Thomas Hartung
GRÖBAZ-Lakai in Sachsen

Dr. Hubertus Lutze Karl-Friedrich von Below, Bj 1959, Augenarzt

Formal ist von Below (Grimma) einer der Beisitzer im sächsischen Landesvorstand. Er fällt durch „vornehme Zurückhaltung“ auf (tatsächlich eine besondere Form des früheren Adels zur Unterwerfung). Laut eigenen Angaben entwickelte sich der 54jährige Edelmann und 4-fache Vater seit 1993 zum Großgrundbesitzer in Grimma/Sachsen. Er ist seit 2012 Träger der St.-Heinrichs-Nadel des St.-Heinrich-Ordens des vormals regierenden Markgrafen von Meißen. Der St.-Heinrich-Orden ist strickt dem „christlich/abendländischen Handeln und Leben“ verpflichtet und trauert der untergegangenen Monarchie nach. Below befindet sich damit in geistiger Nähe zur AfD-Vordenkerin Beatrix von Storch, die sich für die Restauration monarchischer Strukturen einsetzt (z.B. Rückgabe früherer Adelsgüter, siehe http://www.derrechtsstaat.de/?page_id=3). Schon vor der AfD-Gründung war von Storch, geborene Herzogin von Oldenburg und Enkelin des NS-Finanzministers Johann Ludwig (Lutz) Graf Schwerin von Krosigk, als „Adelslobbyistin“ bekannt, die mit ihrem Verein „Zivile Koalition für Deutschland e.V.“ heftig dafür streitet, „Ostdeutschlands Schlösser den Junkern rückzuübereignen“ (DER SPIEGEL vom 01.10.2011). Erstaunlich, dass die AfD zwar Lobbyismus in Brüssel anprangert, aber Lobbyisten für monarchisch-anachronistisches Gedankengut in den eigenen Reihen duldet. Hubertus von Below dürfte als „Edel-Byzantiner“ gelten, ein treuer Untertan ohne eigene Meinung, der Petry insgeheim verachtet weil Teil des gemeinen Volkes.

s.k.h.

v.l.n.r. „S.K.H.“ Alexander Markgraf von Meißen u. Herzog zu Sachsen
Dorothea und Hubertus von Below
Verleihung der St.-Heinrichs-Nadel, 28.09.2012, Garnisonskasino Maria Theresia Kaserne, Wien

Kai-Gilg Volmar Georg von Kuenheim, Bj 1982, Volks- u. Betriebswirt

Formal ist Kai von Kuenheim (Dresden) einer der Beisitzer im sächsischen Landesvorstand. Auch er fällt durch „vornehme Zurückhaltung“ auf, tatsächlich jedoch eine besondere Form des vormaligen Adels zur Unterwürfigkeit. Die Familie derer von Kuenheim stellte von 1970 bis 1993 den Vorstandsvorsitzenden der BMW AG (Eberhard von Kuenheim). Hendrik von Kuenheim (Sohn von Eberhard) war von 2008 bis 2012 Chef der BMW-Motorrad-Sparte (siehe Magazin MOTORRAD vom 15.05.2012). Haug von Kuenheim (Vetter von Eberhard) war ZEIT-Redakteur (siehe DIE WELT 02.03.2003). Die Familie von Kuenheim, eigentlich elsässischen Uradels (Kienheim b. Straßburg), wanderte ca. 1430 nach Ostpreußen aus (Quelle: stemmata genealogica praecipuarum in Prussia familiarum nobilium). Sie feierte vor einigen Tagen, am 02.10.2013, den 85. Geburtstag des langjährigen BMW-Chefs (siehe TUM-Ehrung vom 01.10.2013). Kai von Kuenheim, geb. 1982 in Nienburg an der Weser, studierte BWL und VWL in Kiel. In 2009 wechselte er nach DD und schloss sein Studium dort erfolgreich ab. Von 2010 bis 2013 arbeitete er für den ÖL-Multi TOTAL in Berlin. Als er im April 2013 mit Frau und Kind nach Dresden zog (Beschäftigung z.Z. unklar), trat er sogleich in die AfD ein, wurde Bundestagskandidat und Landesvorstand (Landesparteitag 28.04.2013). In Petrys „Kabinett der Barone“ fällt Kai von Kuenheim vor allem durch chronisches Kopfnicken und infantile Begeisterung auf, wenn GRÖBAZ spricht. Insgeheim dürfte er Petry verachten, weil sie „gewöhnlich“ ist (siehe Leipziger Volkszeitung 13.04.2012) und keine Umgangsformen besitzt. Außer vermeintlichem Stammbaum weist der Adels-Spross (wie häufig in diesen Kreisen) nichts auf, immerhin ein Byzantiner-Nachwuchs zur Freude Petrys weil handzahm und ohne Rückgrat.

Kai von Kuenheim Beisitzer im „Vorstand der Barone“

Kai von Kuenheim
Beisitzer im „Vorstand der Barone“

Jens Simmank, Bj 1973, Kaufmann u. vereidigter Buchhalter

Formal ist Jens Simmnak (Zittau) als Schatzmeister die Nr. 3 im Vorstand. Die Stellung als „Herr des Geldes“ verleiht ihm zudem eine exponierte Funktion mit Veto-Recht, ähnlich wie sie der Finanzminister innehält. Als einziger Nicht-Adliger und Nicht-Akademiker wird er jedoch von den übrigen Mitgliedern im Petrys „Vorstand der Barone“ mit Verachtung bedacht und ignoriert, nicht erst seit AfD-Gott Bernd Lucke die Normalos attackiert (Süddeutsche Zeitung 13.09.2013: „AfD-Chef warnt vor ’sozialem Bodensatz‚“). Jens Simmank gilt innerhalb des Vorstandes als der untalentierteste Byzantiner und dürfte bald – so will es GRÖBAZ Frauke Petry – nur noch eine Fußnote der AfD in Sachsen sein. Eine andere Bezeichnung für „Bodensatz der Gesellschaft“ lautet übrigens „Lumpenproletariat“ (siehe Synonyme gem. Openthesaurus). Als „Lumpenproletarier“ wird Simmank – obgleich als einziger erfolgreich im Landesvorstand – von den Adeligen und Akademikern im Vorstand mit Herablassung gewürdigt.

Jens Simmank, ohne Tritt AfD-Landesschatzmeister „von und zu“ Sachsen

Jens Simmank, ohne Tritt
AfD-Landesschatzmeister „von und zu“ Sachsen

Dr. Ralf Georges trat bereits wenige Wochen nach seiner Wahl (28.04.2013) entnervt vom Amt des stv. Landesvorsitzenden zurück. Vor allem GRÖBAZ Petry hatte ihm zugesetzt, obgleich er Akademiker war. Formal ist der Landesvorstand Sachsen seit 05/2013 nicht mehr satzungsgemäß besetzt. Aber das interessiert niemanden, weder in Sachsen, noch im Bundesverband. Der Landesvorstand Sachsen, vermutlich eine kriminelle Vereinigung aus Adeligen und Akademikern, herrscht absolutistisch. Die Staatsanwaltschaften in C und in DD haben inzwischen Ermittlungen aufgenommen (Aktenzeichen und Dokumente liegen dem Alternativen Newsletter vor).

Lady Gaga unterwirft sich Queen Elisabeth II. Blackpool am 07.12.2009 dieser Gestus soll zum Standard in Sachsen werden für alle Mitglieder gegenüber Frauke Petry

Lady Gaga unterwirft sich Queen Elisabeth II.
Blackpool am 07.12.2009
dieser Gestus soll zum Standard in Sachsen werden für alle Mitglieder gegenüber Frauke Petry

Das Reich der Byzantiner blüht, wächst und gedeiht prächtig – auf braunem Boden! Und was macht Lucke, der treuherzige Bernhardiner auf Petrys Schoß? Er verhängt, nachdem der sächsische Landesverband von der Pfarrersfrau komplett an die Fundamentalchristen DIE FREIHEIT übergeben wurde, eine „Aufnahmesperre“ (Süddeutsche Zeitung 01.10.2013). Gut gewinselt, Berni!.

Der treuherzige Bernhardiner kriecht Frauke Petry buchstäblich zu Kreuze

Der treuherzige Bernhardiner kriecht Frauke Petry buchstäblich zu Kreuze

Längst wird in der Öffentlichkeit erkannt, dass Sachsens AfD durchsetzt ist von Rechtsextremen. So schreibt der TAGESSPIEGEL am 22.09.2013 zutreffen:

Insbesondere die Landesverbände in Baden-Württemberg, Hamburg und Berlin gelten in dieser Hinsicht als liberal – während zum Beispiel der Landesverband Sachsen rund um Luckes Ko-Sprecherin Petry gesellschaftspolitisch wesentlich konservativer auftritt. In Sachsen scheint auch der Anteil ehemaliger Mitglieder der rechtspopulistischen Partei „Die Freiheit“ am höchsten zu sein.“

T o l l B e r n i ! Weiter so! Aufnahmesperre für DIE FREIHEIT !

Blöd, dass alle bereits die Mitgliedschaft in Sachsen erworben haben!

Hier eine kleine Handlungsanweisung für den Bundes-Bernhardiner:

1. Amtsenthebung des sächsischen Landesvorstandes.
2. Aussetzung der Mitgliedsrechte aller ehemaligen Mitglieder der Parteien DIE FREIHEIT, DVU, DSU, REP, NPD, Sächsische Volkspartei und Nachholen der Einzefallprüfung (der Regelfall wird die Ablehnung der Mitgliedschaft sein).
3. Generelle Unvereinbarkeitsklausel in der Satzung mit Ex-SED, Ex-StaSi und Scientology.
4. Auflösung und Neugründung des Landesverbandes Sachsen ohne Ex-SED, Ex-StaSi und Rechtspopulisten/Rechtsextreme sowie Scientologen.

Geschieht dies nicht, wird die AfD zwar weiterhin im Osten für relativen „Erfolg“ sorgen (mit abnehmender Tendenz), jedoch – wie bereits bei der Bundestagswahl 2013 – im Westen komplett bedeutungslos bleiben und die AfD restlos diskreditieren. Bundeswahlen werden gewonnen in den Bundesländern mit den BIG POINTS: NRW (18 Mio Einwohner), Bayern (12,5 Mio Einwohner), Baden-Württemberg (10,5 Mio Einwohner), Niedersachsen (7,7 Mio Einwohner) und Hessen (6 Mio Einwohner) – nicht aber in Meck-Pom (1,5 Mio Einwohner), Thüringen (2,1 Mio Einwohner) oder Brandenburg (2,4 Mio Einwohner). Hätte die AfD in NRW statt magere 3,9% satte 6% geholt, ebenso im Lucke-Land Niedersachsen statt 3,7% vielleicht 5,0% – die Sensation wäre perfekt gewesen. Das Gegröle am rechten Rand wird die AfD im Westen dauerhaft unter 5% drücken – und damit dauerhaft aus dem Bundestag heraushalten.

Wir hier in Baden-Württemberg haben als liberaler Landesverband auf Anhieb die 5%-Hürde bei der Bundestagswahl geknackt (5,2%) – ganz ohne Petrys, Storchs, DIE FREIHEIT, rechtes Gejohle und Islamfeinde. Ostdeutschland ist kein Vorbild. Im Gegenteil! Der relative Erfolg in Sachsen sollte der AfD eine Warnung sein. Diese merkwürdige Volksgruppe wählt schon seit über 10 Jahren die NPD in den Landtag, ohne dass auch nur ein einziges westliches Bundesland dem folgte! Gottlob!

 Bundestagswahl 2013
Baden-Württemberg
(Zweitstimmen, Angaben in Prozent):

2013

2009

2005

CDU

45,7

34,4

39,2

SPD

20,6

19,3

30,1

FDP

6,2

18,8

11,9

Grüne

11

13,9

10,7

Die Linke

4,8

7,2

3,8

AfD

5,2

 Quelle: Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg

Genau an dieser strategischen und programmatischen Überlegung ist Berni Lucke gescheitert. Er glaubte der gottesfürchtigen Fundamentalchristin Frauke Petry, eine Art Westentaschen-Beatrix-von-Storch sächsischer Mundart, dass nur ein strammer Rechtsaußen-Kurs zum Erfolg führte. Liberale, weltoffene, leistungsorientierte und zugleich wertbewusste Wähler gewinnt man jedoch nicht mit rechten Parolen voller Intoleranz, Ressentiments und unterschwelligem Hass. Die programmatische Ausrichtung der AfD liegt in der historischen Chance, den gescheiterten organisierten Liberalismus des FDP-Torsos nicht nur zu ersetzen, sondern zu erweitern. Die TAGESTHEMEN vom 24.09.2013 fassten es treffend zusammen: „Jetzt muss genauer hingeschaut werden“.

Die vagabundierenden Protestwähler im Osten werden sich – da traditionell nicht stark an Parteien gebunden – schon bald einer anderen Protestpartei zuwenden. Verbleiben die Storchs, Petrys und anderen Protagonisten des vorletzten Jahrhunderts in AfD-Verantwortung, dann dürfte das AfD-Projekt gestorben sein, noch bevor es sich überhaupt richtig entfalten konnte. Der Rechtspopulismus ist tot. Und das ist gut so! Die AfD sollte ihn nicht von Sachsen aus reanimieren. Der Linkspopulismus ist Sache der Ewiggestrigen der LINKEN, rechter Extremismus bleibt bei den Ewig-Vor-Gestrigen der NPD. Die AfD ist modern, weltoffen, liberal, tolerant und wertebewusst, keine „NPD light“ von Petrys byzantinischen Gnaden. Von BADEN und WÜRTTEMBERG lernen heißt Siegen lernen, nämlich 5,2% (ein gutes Pferd springt knapp). Herr, bewahre uns vor dem Sachsen-Reich der Byzantiner! Erlöse uns von dem Bösen!

Autor: Jochen Schröder (Metzingen)

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AfD Sachsen: Fischen in braunem Gewässer – Petry Heil!(04.10.2013)

AfD Sachsen: Fischen in braunem Gewässer – Petry Heil!

Jetzt offiziell: rechtsextreme DIE FREIHEIT übernimmt AfD Sachsen

Seit Monaten warnt der ALTERNATIVE NEWSLETTER vor den rechtsextremen Umtrieben in der AfD. Seit Monaten mangelt es nicht an Hinweisen, dass vor allem im Landesverband Sachsen unter dem AfD-Sternchen Dr. Frauke Petry eine buchstäbliche „Freiheit-Schwemme“ stattgefunden habe. Bundes- und Landessprecherin Petry, die hinter vorgehaltener Hand in Berlin auch „AfD-Zschäpe“ genannt wird, hatte die sächsische FREIHEIT im März und April 2013 zu mehreren Gesprächen eingeladen. Wenn DIE FREIHEIT Petrys Führerprinzip anerkenne, werde das Tor zur Mitgliedschaft, zu Posten und Mandaten für die Islamhasser weit geöffnet. Als Gegenleistung erwartete Petry, dass die FREIHEIT ein Spitzel-System aufbaue und politisch gemäßigte Mitglieder, aber auch interne Konkurrenten, brutal hinausmobbe sowie fleißig Wahlkampf treibe. Nicht verhandelbar sei ihre eigene Position als FÜHRERIN (siehe Bericht vom 26. Juli 2013 und Bericht vom 07. September 2013 sowie sämtliche Sachsen-Berichte).

DIE FREIHEIT Sachsen willigte in den Geheimpakt ein. Zu den Details des Deals siehe unten. Die „Operation Frauke-Rettung“ war geboren und sollte die wirtschaftliche Existenz Petrys sichern (siehe Bericht vom 17.07.2013). Jetzt bestätigte es DIE FREIHEIT offiziell: Die Unterwanderung der AfD und die Besetzung von Schlüsselpositionen wird bereits seit vielen Monaten betrieben, siehe u.a. DER SPIEGEL 01.10.2013, DIE ZEIT 01.10.2013, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG 01.10.2013

Doch selbst am Tage der medialen Enttarnung belügt Petry die Presse: Sie, Petry, wisse nichts von einer Unterstützung im Wahlkampf durch die Fundamentalchristen der Partei DIE FREIHEIT (Der Tagesspiegel 01.10.2013, letzter Absatz).

Analysieren wir Frauke Petrys Aussage gegenüber dem TAGESSPIEGEL:

Bereits im Bericht vom 07. September 2013 wurde nachgewiesen, dass praktisch das gesamte Führungspersonal der sächsischen FREIHEIT von Frau Petry höchstpersönlich mehrfach in das Pfarrhaus ihres Mannes nach Frohburg (Landkreis Leipzig) eingeladen worden war, nämlich im Februar und März/April 2013, z.B.

Jens Mehlhorn, damals stv. Bundesvorsoitzender der FREIHEIT und Kandidat zum Deutschen Bundestag; in der FREIEN PRESSE vom 13.07.2011 wettert er gegen Minarette in Amtsberg (Erzgebirge), dort räumt er ein, zuvor bei der Schill-Partei, bei der DSU und bei der Sächsischen Volkspartei gewesen zu sein (dort Kandidat zum Sächsischen Landtag 2009);

Uwe Schuffenhauer, damals stv. Landesvorsitzender der FREIHEIT in Sachsen; umfangreiche Infos im Bericht vom 07.09.2013

Ulrich Oehme, stv. Landesschriftführer der FREIHEIT in Sachsen; umfangreiche Infos im Bericht vom 07.09.2013

Steffen Ehrt, Beisitzer Landesvorstand der FREIHEIT in Sachsen, umfangreiche Infos im Bericht vom 07.09.2013

17.06.2012 Landesparteitag DIE FREIHEIT in Nossen (Sachsen) nahezu sämtliche Personen auf diesem Foto camouflieren jetzt als AfD-Mitglieder und/oder als Wahlkampfhelfer als Machtbasis für Frauke Petry (z.B. Ulrich Oehme, ganz links, AfD-Kreiskommissar in Chemnitz; Julien Wiesemann, 3. v.l. vorne, AfD-Wahlkampfkommissar Bautzen; Uwe Schuffenhauer, ganz rechts, Petrys AfD-Gauleiter in Sachsen und Reichskommissar für die Gründung von Kreisverbänden; Jens Mehlhorn, hintere Reihe 4. v.l., jetzt AfD-Erzgebirge)

17.06.2012 Landesparteitag DIE FREIHEIT in Nossen (Sachsen)
nahezu sämtliche Personen auf diesem Foto camouflieren jetzt als AfD-Mitglieder und/oder als Wahlkampfhelfer als Machtbasis für Frauke Petry (z.B. Ulrich Oehme, ganz links, AfD-Kreiskommissar in Chemnitz; Julien Wiesemann, 3. v.l. vorne, AfD-Wahlkampfkommissar Bautzen; Uwe Schuffenhauer, ganz rechts, Petrys AfD-Gauleiter in Sachsen und Reichskommissar für die Gründung von Kreisverbänden; Jens Mehlhorn, hintere Reihe 4. v.l., jetzt AfD-Erzgebirge)

Die creme de la creme der FREIHEIT saß bereits im Februar/März 2013 bei Pfarrersfrau Petry im Beichtstuhl. Petry nahm das Bußsakrament der reuigen Sünder an und entgegnete: „Durch den Dienst der Kirche schenke er dir Verzeihung und Frieden. So spreche ich dich los von deinen Sünden im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“, nicht ohne Ablass zu verlangen. Der Ablass umfasste:

1. DIE FREIHEIT organisiert und kontrolliert den AfD Landesverband Sachsen und stellt Frauke Petrys Weisungen nicht in Frage, insbesondere die „Mitgliederverwaltung“ (inkl. Spitzeltätigkeit und Mobbing gegen evtl. Konkurrenz für Petry) sowie Wahlkampf und Logistik.

2. Kein Mitglied der Partei DIE FREIHEIT kandidiert für die AfD zum Bundestag, stattdessen erhalten die FREIHEITLICHEN bei der sächsischen Landtagswahl in 2014 völlig freie Hand.

3. Organisation der Gründungen von Kreisverbänden nach der Bundestagswahl unter den o.g. Kriterien (Spitzeltätigkeit und Mobbing gegen evtl. Konkurrenz für Petry).

Steffen Ehrt (Ex-Landesvorstand DIE FREIHEIT in Sachsen, jetzt Petry Schnüffler in Ost-Sachsen), meldete 2 Tage nach der Bundestagswahl artig Vollzug und bedankte auf Facebook und auf der AfD-Internetseite für die „freiheitliche Wahlkampfunterstützung“:

An dieser Stelle gilt mein ganz besonderer Dank Herrn Frank Geißler, Frau Sabine Graupner, Herrn Bernd Fichte, Herrn Ralf Görlitz und Herrn Julien Wiesemann, welche sich als Nichtmitglieder jederzeit aktiv in den Wahlkampf einbrachten, auf die immer Verlass war und die ich bei jedem Vorhaben kontaktieren konnte, wo ihre Hilfe gebraucht wurde. Ohne diese Unterstützung wäre der Wahlerfolg nicht möglich gewesen“. (Steffen Ehrt am 24.09.2013, 18.00 Uhr, siehe http://www.afdsachsen.de/detail.php?part=info&detail=123)

„Nicht-Mitglied“ Julien Wisemann stv. Landesvorsitzender DIE FREIHEIT in Sachsen und Beisitzer im Bundesvorstand DIE FREIHEIT AfD-Wahlkämpfer zur Bundestagswahl 2013, Frauke Petrys Verbindungskommissar zur FREIHEIT

„Nicht-Mitglied“ Julien Wiesemann
stv. Landesvorsitzender DIE FREIHEIT in Sachsen und Beisitzer im Bundesvorstand DIE FREIHEIT AfD-Wahlkämpfer zur Bundestagswahl 2013, Frauke Petrys Verbindungskommissar zur FREIHEIT

Frauke Petry AfD-Führerin in Sachsen

Frauke Petry
AfD-Führerin in Sachsen

Julien Wiesemann, Polit-Frischling des Jahrgangs 1991, ist seit dem 09.10.2013 stv. Landesvorsitzender DIE FREIHEIT Sachsen (bis heute) und zugleich seit dem 23.02.2013 Beisitzer im Bundesvorstand DIE FREIHEIT (bis heute), siehe http://diefreiheit.org/home/julien-wiesemann/. Der 22jährige Wiesemann gefiel der FREIHEIT (und Pfarrersfrau Petry) durch harten Nationalismus und strengen Islamhass. Dabei nutzt Wiesemann die (berechtigte) Kritik am EURO und am Bildungssystem lediglich als Türöffner, um die eigentlichen Ziele mit radikalen Gedanken zu verbreiten. Julien Wiesemann wird liebevoll vom Bilderbuchextremisten Uwe Schuffenhauer gefördert.

Julien Wiesemann (mitte) mit seinem Mentor Uwe Schuffenhauer (rechts)  an einem Wahlkampfstand der rechtsgerichteten FREIHEIT am 02.05.2012 in Nossen

Julien Wiesemann (mitte) mit seinem Mentor Uwe Schuffenhauer (rechts)
an einem Wahlkampfstand der rechtsgerichteten FREIHEIT am 02.05.2012 in Nossen

Neben dem bekannten Extremisten Uwe Schuffenhauer (Zwickau) setzte Frauke Petry auch Uwe Wurlitzer („Die Bulldogge“) als „Beauftragten zur Gründung der Kreisverbände“ ein. Uwe Wurlitzer fiel in der Vergangenheit immer wieder durch islamfeindliche Äußerungen auf. Diese konnte er nicht einmal gegenüber dem Deutschlandfunk verbergen (Interview Deutschlandfunk am 22.08.2013). Jetzt bürstet er die zu gründenden Kreisverbände als Petrys Bulldogge stramm auf rechts.

Während einer Wahlkampfveranstaltung der AfD in Leipzig (28. August 2013) v.l.n.r: Prof. Dr. Bernd Lucke (der angeblich von nichts weiß), Uwe Wurlitzer, Roman Topp

Während einer Wahlkampfveranstaltung der AfD in Leipzig (28. August 2013)
v.l.n.r: Prof. Dr. Bernd Lucke (der angeblich von nichts weiß), Uwe Wurlitzer, Roman Topp

Ein weiterer Petry-Beauftragter ist Roman Topp für Leipzig. Auch er zeichnet sich durch ausgeprägten Unterwerfungstrieb und strammen Rechtskurs aus. Das Magazin „Alternative Dresden News“ (addn) schreibt am 01.09.2013 über die rechten Umtriebe des umtriebigen Topp:

So ist z. B. Roman Topp aus Leipzig, ein AfD-Bundestagskandidat und Wahlkampf-Gesamtkoordinator für Leipzig, offenbar Mitglied der Burschenschaft Arminia in Marburg. Topp hatte 2005 bis 2007 einen Sitz im Marburger Studentenparlamentes als Vertreter des CDU-nahen Ring Christlich-Demokratischer Studenten inne. In seiner tabellarischen Biografie umschreibt Topp seine Aktiven-Zeit als Burschenschafter verdruckst mit den Worten “Aktives Mitglied einer studentischen Organisation, Übernahme diverser Ämter” (2003-2007). Auf seiner Privat-Homepage gleicht die Adresse seine Studentenbude während seiner Marburger Studentenzeit der der fakultativ schlagenden – d.h. Fechten lernen ist Pflicht, Mensuren freiwillig – Burschenschaft Arminia. Diese hatte zwar bereits 1995 den extrem rechten Dachverband Deutsche Burschenschaft (DB) verlassen und sich als Mitgliedsbund der konservativen Neuen Deutschen Burschenschaft (NDB) angeschlossen, dennoch kann sie mit ihrer konservativ-verkrusteten Haltung noch immer als Paradebeispiel einer deutschnationalen Burschenschaft bezeichnet werden. Auf ihrer Homepage predigt sie als Grundsatz die “Achtung und Verantwortung vor Gott”, welche das “Handeln ihrer Mitglieder” bestimmen sollen. Ebenso setzt der reaktionäre Männerbund, der sich auf seiner Website vom Rassismus und Faschismus des DB distanziert, auf “Vaterlandliebe” bzw. “Liebe zum deutschen Vaterland” und es werden “Ehrenhaftigkeit und Sittlichkeit” eingefordert. Der Burschenschafter Topp dürfte sich damit bei der AfD sehr wohl fühlen, fällt die Partei doch durch einen starken Männerüberhang auf. Ein weiterer Protagonist in der sächsischen AfD ist Hubertus von Below, Beisitzer im AfD-Landesvorstand und Stadtrat in Grimma. Below war zwar bis zu seinem Austritt 2013 Mitglied der sächsischen CDU, hatte aber 1994 ein Zwischenspiel bei der rechtspopulistischen Splitterpartei Bund freier Bürger”.“

Zunehmend klagen Journalisten, aber auch einfache AfD-Opponenten, über massive Bedrohungen, Anfeindungen und Stalking durch AfD-Mitglieder („Shitstorm“), siehe BILD 01.10.2013. Diese Saat streut Dr. Frauke Petry. Sie lässt Konkurrenz aus den eigenen Reihen mit Unwahrheiten und Gerüchten öffentlich hinrichten, verleitet gar AfD-Mitglieder zu beruflichem Geheimnisverrat im öffentlichen Dienst. Ihre Drohne im Landesvorstand ist Dr. Thomas Hartung, ein ehemaliger SED-Apparatschick (siehe Bericht vom 07.09.2013). Auch der restliche Landesvorstand fällt durch hündische Unterwürfigkeit zu seiner FührerIn auf! Der sächsische Landesvorstand u.a. mit Hubertus von Below sowie Kai von Kuenheim und Dr. Thomas Hartung gleicht eher dem berüchtigten „Kabinett der Barone“ in der Weimarer Republik (1932).

„Kabinett der Barone“ unter Reichskanzler Franz von Papen (Juni 1932) Die Reichsregierung bestand nur aus Adeligen oder Akademikern mit dem „Preußenschlag“ ebnete diese sog. Elite den Nazis den Weg zur Machtergreifung

„Kabinett der Barone“ unter Reichskanzler Franz von Papen (Juni 1932)
Die Reichsregierung bestand nur aus Adeligen oder Akademikern.
Mit dem „Preußenschlag“ ebnete diese sog. Elite den Nazis den Weg zur Machtergreifung. Auf dem Bild fehlt u.a. der Großvater der AfD-Vordenkerin Beatrix von Storch, Johann Ludwig Graf Schwerin von Krosigk, späterer Finanzminister unter Hitler

Reichspräsident Paul von Hindenburg ernannte am 01.06.1932 seinen Standesgenossen Franz von Papen Erbsälzer zu Werl und Neuwerk zum Reichskanzler. Weil dieser Regierung ausschließlich parteilose Fachminister mit adliger Abstammung oder akademischem Hintergrund angehörten, wurde es spöttisch als Kabinett der Barone bezeichnet. Auch der Großvater der AfD-Vordenkerin Beatrix von Storch, Johann Ludwig Graf Schwerin von Krosigk, gehörte dieser Regierung an. Später war er Nazi-Finanzminister bis 1945. Die Geschichtsschreibung ist sich überwiegend einig, dass es sich hier tatsächlich um ein „Kabinett der Versager“ handelte, bestehend aus „galanten Nullen“.

Franz von Papen führte am 20.07.1932 den „Preußenschlag“ durch (verfassungswidrige Absetzung der SPD-geführten Landesregierung im Freistaat Preußen unter Otto Braun) und ebnete damit seinem Nachfolger Adolf Hitler den Weg zur Gleichschaltung der Länder. Die preußische Polizei wäre in der Lage gewesen, jegliche Machtübernahme durch Extremisten zu verhindern. Franz von Papen setzte einen „Reichskommissar“ in Preußen ein, der die Regierungsgewalt übernahm. Sein Ziel war eine autokratische Staatsform, deren Konstrukte heute sehr ähnlich von den AfD-Eliten Beatrix von Storch, Dr. Konrad Adam und Alexander Gauland verbreitet werden, siehe Radiointerview (Radio Frei Erfurt 17.09.2013) und ZDF Frontal 21 vom 24.09.2013. Eine sehr interessante Lektüre zu Papens „Kabinett der Barone“ veröffentlichte DIE ZEIT am 18.07.2002, online unter http://www.zeit.de/2002/30/Die_Stunde_der_Barone/seite-1. Das Kabinett der Barone war der Türöffner zur Diktatur. Die Versager beabsichtigten die Einschränkung des Wahlrechts und die Beschneidung demokratischer Rechte, wie es auch Konrad Adam, AfD-Vorstandsprecher, in der Tageszeitung DIE WELT vom 16.06.2006 forderte.

Die fragwürdigen AfD-Verbindungen zum ehemaligen deutschen Adel, der seit der Abschaffung der Monarchie (1919) nur noch im Märchen existiert, kochen langsam hoch, z.B. http://diw.adpo.org/2013/09/16/das-ewige-ubel-mit-dem-adel-die-von-storchs-afd/ oder http://andreaskemper.wordpress.com/2013/08/28/wer-ist-der-freundeskreis-der-alternative-fur-deutschland/.

Eine durchaus vergleichbare Situation besteht im AfD-Landesverband Sachsen. Ein autonomer, selbstbewusster und selbständig denkender Vorstand existiert nicht und ist aufgrund des etablierten FührerInnenprinzips auch nicht vorgesehen. Dr. Frauke Petry steht einem Vorstand mit Personen von akademischer und/oder adeliger Herkunft vor, sozusagen einem sächsischen AfD-Vorstand der Barone, in Wahrheit – wie 1932 das Präsidialkabinett unter Franz von Papen – ein Kabinett der Nullen. Kreisverbände existieren nicht, stattdessen „Kreisbeauftragte“ (in der Hindenburgschen Präsidialdiktatur „Reichskommissare“ genannt). Wenn Petry pfeift, werfen sich die sächsischen Vorstandsbarone sowie Kreiskommissare auf den Rücken und winseln, so wie einst die sog. Eliten in der Weimarer Republik vor Adolf Hitler.

Paradox: Zugleich fordern diese Byzantiner „mehr direkte Demokratie“ und „Plebiszite“, also Volksbegehren, Volksabstimmungen und Volksbefragungen. Gegenüber der AfD-Führerin stehen sie jedoch stramm wie kleine, eingenässte Jungs.

Warum Frauke Petry nicht einfach in DIE FREIHEIT eingetreten ist, anstatt die AfD in kollektiv in Geiselhaft zu nehmen, mag strategisch bedingt sein. Fast hätte es zum rettenden Bundestagsmandat ja gereicht, Petrys wirtschaftlicher Absturz wäre abgewendet. Die AfD galt als politische Hoffnung. Frauke Petry hat diese beerdigt.

Wenn Frauke Petry also gegenüber dem TAGESSPIEGEL behauptet, sie wisse nichts von einer Wahlkampfunterstützung durch DIE FREIHEIT (Der Tagesspiegel 01.10.2013, letzter Absatz), dann sagt sie vorsätzlich die Unwahrheit. Frauke Petry ist eine Lügen-Lady und missbraucht ihren „Vorstand der Barone“ – denen gefällt das wohl, ebenso den „Kreiskommissaren“. Das Führerprinzip setzt sich jedoch nicht etwa deshalb durch, weil die Basis dies wünscht. Nein, die Basis wird mit Ordnungsmaßnahmen, Beleidigungen, Ausschlussverfahren, Gerüchten, Telefonterror, Lügen, Einschüchterungen und sogar kriminellen Handlungen (Geheimnisverrat im öffentlichen Dienst) und Bespitzelungen in Schach gehalten, siehe Bericht vom 26.07.2013.

Dr. Frauke Petry und Ihr „Vorstand der Barone“ vergessen jedoch:

Man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit täuschen und das ganze Volk einen Teil der Zeit. Aber man kann nicht das gesamte Volk die ganze Zeit täuschen.“

Abraham Lincoln (1809 – 1869), 16. Präsident der USA

Originaltext:

„You can fool some of the people all of the time, and all of the people some of the time, but you can not fool all of the people all of the time.“

Quelle: Milwaukee Daily Journal, 29. Oktober 1886

Die Liste der Spitznamen für Frauke Petry wird immer länger: Pleite-Frauke, StaSi-Sternchen, AfD-Zschäpe.

Fischen in trüben Gewässern.

Petry Heil! Petry Dank!