Peinlich, peinlicher, AfD-Landesverband Rheinland-Pfalz …

Liebe Mitstreiter,

ich habe mir Mühe gegeben, Ihnen einen kurzen Einblick in das Innenleben des Landesverbandes Rheinland-Pfalz zu verschaffen. Davon ausgehend, dass die ekelerregende Aktion des AfD-Beinahe-Direkt-Kandidaten für den Kreis Mainz, Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt, gegen das ehemals führende AfD-Mitglied Uwe V. jederman klar macht, wes Ungeistes Kind in der AfD Mainz herrscht. Und das seit Monaten. Mit der Folge, dass die Gründung eines Kreisverbandes Mainz bis dato verhindert wurde.

Jetzt, oh Wunder, wurde der eklig-schmierige Hildebrandt-thread im AfD-FORUM Rhld.-Pfalz blitzartig gelöscht, nachdem ich den AfD-Landesvorsitzenden Klaus Müller höflich aber mit Nachdruck um Stellungnahme gebeten hatte 🙂

Einen Hinweis auf die Entgleisungen von Hildebrandt soll es im FORUM nicht mehr geben. Gut, dass ich eine ganze Reihe von AfD-Mitgliedern über den Vorgang ausführlich informiert und den thread in toto extern gesichert hatte. So hilft alles Leugnen nun nichts mehr: “Alle Welt” weiss jetzt, welche miesen Zustände in der AfD-Mainz herrschen und welche Personen für diese Zustände verantwortlich sind. Alle Verantwortlichen sind namentlich bekannt. Auch, Dank des ALTERNATIVEN AfD NEWSLETTERS !!!!!!!

Sehr interessant war und ist für mich, welchen Stellenwert der ALTERNATIVE AfD NEWSLETTER inzwischen in Kreisen der AfD geniesst. Er wird massenweise gelesen und gefürchtet. Kaum war mein Beitrag hier authorisiert und abgedruckt, kamen im Mainzer AfD-FORUM schon die ersten Reaktionen. Mein Kompliment an die ALTERNATIVE AfD NEWSLETTER – Redaktion. Sie hat nicht nur in kürzester Zeit in der Scene Bedeutung erlangt, sie ist auch inzwischen das einzige politische Medium, das von den brutalen “Glaubenswächtern” der AfD nicht kontrolliert und zensiert werden kann. Das ist ein Stachel im Fleisch der AfD-Karrieristen, die ihre Verabredung zur “Machtübernahme” gerne im “stillen Kämmerlein” und unter Ausschluss der “einfachen AfD-Mitglieder” vorangetrieben hätten. Damit ist es jetzt aber zu Ende. Es gibt ein Medium, das Transparenz auch gegen den Willen der zu allem entschlossenen Karrieristen erzwingt. Sowohl facebook als auch alle AfD-FOREN werden nämlich gnadenlos zensiert und auf Vordermann gebracht. Von freiem Meinungsaustauschist keine Rede. Wer kritisch ist, wird rausgeschmissen und darf nicht mehr mitdiskutieren. Das sind Verhältnisse, bei denen einem regelrecht schwarz vor Augen wird 😦

Außerdem wurden viele Mitglieder / Förderer in Mainz entweder kalt gestellt, gemobbt oder gar nicht erst als Mitglieder aufgenommen. Dabei ging es nie um politische Fragen oder um unterschiedliche politische Einschätzungen. Es ging immer ausschließlich um die Frage, wer der 1. stv. AfD-Landesvorsitzenden Heidrun Jakobs genehm oder nicht genehm war. Nur, wer zu Frau Jakobs “lieb war”, darf AfD-Mitglied werden.

Schon beim ersten Treffen im Lokal “Proviantamt ” in Mainz posaunte Heidrun Jakobs ungewöhnlich laut ihre Auffassung heraus, dass sie dafür eintreten wird, dass Deutschland aus der EU austreten soll. Dabei blieb es nicht. Sie stellte auch in Aussicht, dass sie beabsichtigt, die AfD in dieser Frage auf ihre Linie zu bringen. Kritik an dieser These, die dem Wahlprogramm der AfD nicht entspricht, bügelte Jakobs nassforsch ab. Schon damals hatte ich den Eindruck, dass Jakobs den Landesverband Rheinland-Pfalz der AfD dominieren muss. Sonst wäre das alles gar nicht möglich gewesen.

So weit so schlecht. Ich bin sicher, die “Mainzer AfD 5er Bande” wird sich bis zum 22.09.2013 noch einiges einfallen lassen, um an ihr Traumziel zu gelangen: Im Schlafwagen zu einem Bundestagsmandat in Berlin zukommen. Ohne “Drecksarbeit”, ohne Wahlkampf, ohne Plakate kleben. Das sollen die nützlichen kleinen Parteimitglieder machen. Deswegen wird von der “Führung” auch ständig betont, dass bis zur BT-Wahl alle Kräfte auf den Wahlkampf konzentriert werden sollen. Bleibt nur die Frage: Für wen oder was arbeiten die einfachen Parteimitglieder eigentlich ? Die Antwort ist ganz einfach, sie arbeiten dafür, dass eine ganz kleine Gruppe von Karrieristen ohne Anstrengung vielleicht zu einem lukrativen Job in Berlin kommt. Für nicht mehr aber auch nicht für weniger 😦

Mit der AfD oder mit politischen Zielen hat das alles nichts zu tun. Es geht nur um persönliche Vorteile für eine ganz kleine Gruppe. WETTEN DASS ???????????

Verfasser: Mathias Boersch

Austritte und Dissonanzen in der AfD Rheinland-Pfalz

Der letzte macht das Licht aus 🙂 Schon wieder ein Parteiaustritt in Rhld.-Pfalz !!

1. Kreisvorsitzender von Alzey Josef Ceglecki erklärt seinen Austritt aus der AfD.

Es geht Schlag auf Schlag auch im Landesverband Rheinland-Pfalz der AfD. Gerade hat eine weitere Führungspersönlichkeit der AfD das Handtuch geworfen und ist aus der AfD ausgetreten.

Es ist eine schier endlose Reihe von Mitgliedern (gn), die sich meist weit überdurchschnittlich engagiert und Verantwortung übernommen hatte und die dann „wie aus heiterem Himmel“ die Brocken hinschmeisst. Darunter sogar ein Mitglied des Landesvorstandes, Dr. Stefan Vogel und z.B. auch eine weitere Kreisvorsitzende aus dem Westerwald, Frau v.d. Mühlen.

Josef Ceglecki hat als 1. Kreisvorsitzender Alzey sein Amt niedergelegt und seinen Austritt aus der Partei erklärt. Leider hält auch er sich über die Beweggründe bedeckt. Herr Ceglecki war ein erstklassiger Mitstreiter mit sehr viel Engagement. Er hinterlässt eine sehr große Lücke im Raum Alzey. Es sollte jetzt alles versucht werden, um die Gründe herauszufinden, denn es kann nicht sein, dass die aktivsten Mitstreiter das Handtuch werfen.

In einem „Nachruf“ wird jetzt erneut versucht, die virulenten Probleme in der AfD von Rheinland-Pfalz unter den Teppich zu kehren. Es wird im AfD-FORUM behauptet:

„Es wäre besser gewesen, hätte er mit uns geredet, denn es gibt nichts das alternativlos wäre außer dem Tod.“

Tatsächlich ist die Stimmung im Landesverband Rhld.-Pfalz der AfD auf einem erneuten Tiefpunkt angekommen. Eine kleine und zu allem entschlossene Gruppe von (frühen) AfD-Mitgliedern (gn) hatte sich bei der Gründungsversammlung in Mainz den Landesverband und alle zukunftsgerichteten Vorstandspositionen plus „sichere“ Listenplätze für den Bundestag an einem Dienstag-Mittag „handstreichartig unter den Nagel gerissen“. Darunter der Landesvorsitzende und Spitzenkandidat Klaus Müller, die Nr. 2 der Landesliste Herr Kallrath und die Nr. 3 der Landesliste und 1. stv. Landesvorsitzende Heidrun Jakobs. Besonders von Heidrun Jakobs gingen in der Folge zahlreiche krasse Aktionen gegen Parteimitglieder und Förderer aus.

Was den Eindruck verstärkte, dass es der „5er Bande“ in Rhld.-Pfalz im Grunde nur darum ging, bis zum 22.09.2013 Ruhe „an der Front“ zu haben. Um auf einer Woge der Euro-Kritik quasi im Schlafwagenabteil in den Deutschen Bundestag einzuziehen. Die AfD spielt bei dieser Planung überhaupt keine Rolle, die AfD hat für Müller, Kallrath, Jakobs und Konsorten längst ihre Schuldigkeit getan. Im Gegenteil, insbesondere Heidrun Jakobs tat alles, um das Entstehen von AfD-Kreisstrukturen zu verhindern und wenn es notwendig wurde, schreckten Jakobs und ihre „willigen Günstlinge“ auch nicht davor zurück, Menschen zu verunglimpfen, zu beleidigen und aus der Partei zu drängen. Zusagen, sich bei Menschen, die sie zuvor öffentlich beleidigt hatte, zu entschuldigen, hielt Jakobs nicht ein. Der Landesvorsitzende Klaus Müller war Zeuge solcher Versprechungen und tat in der Folge nichts, um Jakobs zur Einhaltung ihrer öffentlichen Zusicherungen zu bewegen. Auch andere Vorstandsmitglieder unternahmen nichts, um den Landesverband endlich zu befrieden. Mein Eindruck: Heidrun Jakobs hat die AfD Rhld.-Pfalz „im Sack“.

Solch eine Atmosphäre herrscht im Landesverband Rheinland-Pfalz und das beleuchtet, warum immer mehr AfD-Funktionäre und Mitglieder (gn) das Handtuch werfen.

So klingt der „Nachruf“ von Heidrun Jakobs auf Josef Ceglecki auch wie Hohn:
„Wir bedauern das auch sehr! Wir verlieren einen unserer besten Leute.

Sowohl Klaus Müller und auch ich haben versucht, Herrn Ceglecki zum Bleiben zu bewegen. Leider vergeblich!

Wir hoffen, er kommt dennoch zur Wahlparty“.

Der AfD-Landesvorstand, Heidrun Jakobs und Konsorten kommen angeblich gar nicht auf den Gedanken, dass sie es sind, die für den „Aderlass“ und für die miese Stimmung in der AfD verantwortlich sind.

So kann man sich wirklich nur wünschen, dass „der Wähler“ (gn) sich die AfD- Führungsfiguren in Rhld.-Pfalz erstmal ganz genau anschaut, bevor er seine Zweitstimme an die AfD vergibt :-))

Damit die Wahlparty am 22.09.2013, 18.00 h, nicht allzu lustig wird.

Verfasser: Mathias Boersch

Braucht die AfD eine innerparteiliche Revolution?

Wo steht die Alternative für Deutschland im politischen Spektrum? Auf diese Frage antwortete die AfD Sprecherin Frauke Petry mit Schubladen, in die sich die AfD nicht rein pressen lassen wolle. „Wir haben es gar nicht nötig, am rechten oder linken Rand zu fischen“.

Die Antwort ist falsch. Die richtige Antwort sollte lauten:

Wir wollen nicht weniger als eine europäische Revolution auslösen, also dürfen wir kein Teil des politischen Systems werden, sondern müssen das System von aussen bekämpfen.

Die Gretchenfrage heißt also, will die AfD das politische System revolutionieren, will sie eine bürgerliche Revolution lostreten oder will sie sich lieber in das politische System eingliedern und dieses dadurch stärken? Ich habe den Eindruck, das Letztere ist der Fall.

Schauen wir uns zunächst die Vita des AfD Führers Bernd Lucke an. Er wurde vom Deutschen akademischen Austauschdienst gefördert, einer Kaderschmiede für systemtreue Eliten, er war Berater für die Weltbank, einer Organisation der Finanz- Elite, er ist Wissenschaftler, er ist ein christlicher Familienvater, er ist ein treuer Staatsbeamter, er ist Gründer eines Plenums der Ökonomen und er war über 3 Jahrzehnte Mitglied der CDU.

Er ist in jedem Fall ein Teil des Establishments aber ein Revolutionär, wie einst im Vormärz, ist er auf keinen Fall.

Er liebäugelte mit den Freien Wählern und pflegt Kontakte zu Oliver Janich, dem Gründer der PDV, einer libertären Partei.

Aber libertär ist die AfD nicht, denn sie will beispielsweise das EEG über eine neue Steuer finanzieren. Das Plenum für Ökonomen will eine Stärkung des Europäischen Handelssystems für CO2-Zertifikate (http://www.wiso.uni-hamburg.de/lucke/) Das ist ein Planwirtschaft, aber keine freie Markwirtschaft.

Eine Antwort auf die Frage: wo steht die AfD findet, wer sich die führenden Köpfe, die Kritiker und die Unterstützer anschaut.

Reichlich Kritik kommt aus der linken und der grünen Ecke: z.B. von http://bubgegenextremerechte.blogsport.de/ oder

http://andreaskemper.wordpress.com/2013/07/20/afd-nazi-diktatur-war-nicht-rechts-linken-antifaschismus-gab-es-nicht/ oder

http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/83127/gruene-rufen-zur-sabotage-des-wahlkampfes-der-alternative-fuer-deutschland-auf/

Mit der Frage ob die AfD links oder grün ist braucht man sich nicht länger zu beschäftigen, dies zeigt auch die Ablehnung der Homo Ehe durch die rechtskonservative AfD Bundestagskandidatin von Storch. Sie bemängelte in einem Schreiben, der Katholik Zollitsch kritisiere weder die Grünen noch die Piraten, obwohl diese für die Homo-Ehe einstünden. Die AfD hingegen stehe für christliche Werte.

Jede Menge Zustimmung bekommt die AfD von dem Internetportal „Politically Incorrect“, einem im rechten Kreisen beliebten Netzwerk von Islamfeinden

PI-News .Zitat:

„Gut, dass es bereits jetzt – am 22.9. – eine Alternative gibt!“

Quelle: http://www.pi-news.net/category/alternative-fur-deutschland-afd/

Diese Islamhasser stehen so weit rechts, dass es schon schwer fällt bei solchen Freunden nicht in den Verdacht zu kommen, man stehe in der Mitte der Gesellschaft.

Die begründete Sorge, die AfD könnte von rechts unterwandert werden, kam auch auf, als der stellvertretende NRW Landesvorsitzende Martin Renner die Düsseldorfer Freien Wähler in die AfD einschleussen wollte. Der Versuch, mit dem Düsseldorfer Appell sowohl Mitglieder der Düsseldorfer Freien Wähler als auch Ex-Republikaner aus der AfD fernzuhalten funktionierte nicht. Trotz dieses Appells wurde der EX- Republikaner und Düsseldorfer Freie Wähler Dr. Wlecke zum Schatzmeister des Kreisverbandes gewählt.

Die Ausgrenzung ehemaliger Mitglieder der islamkritischen Partei „Die Freiheit“, des Berliners René Stadtkewitz wurde erst gar nicht versucht.

Jens Eckleben, ehemaliger Hamburger Landesvorsitzende der kulturrassistischen Partei „Die Freiheit“ wurde sogar Landesbeauftragter für Hamburg der „Wahlalternative 2013“ und ist nach eigenen Angaben Gründer des AfD Landesverbandes Hamburg.: http://www.meetup.com/Die_Alternative_in_Hamburg/members/86892882/

Er ist nicht der einzige der aus islamfeindlichen Grüppchen zur neuen AfD gestoßen ist. Er tendiert dazu die Zielgruppe über 50Jahre anzusprechen, weil sozial und finanziell bessergestellt und damit interessanter sei als Jüngere unter 30 Jahre
Jens Eckleben bevorzugt also die konservativen , bürgerlichen, traditionellen Milieus . Für ihn muss „Der Köder muß dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.“, deshalb unterstützt er auch keine jüngeren Kandidaten für den Bundestag.
Gestern Die Freiheit, heute AfD! Unter seinen „gefällt mir“ Angaben bei Facebook findet sich eine rechtspopulistische Freie Wähler Fraktion im Frankfurter Römer. Auch er dürfte nicht zu den Unterstützern des Düsseldorfer Appels, sondern eher in eine rechte Schublade gehören.

Nehmen wir als weiteres Beispiel die Facebook Seite der AfD.. Dort schrieb ein Moderator am 13.5.13 u.a. folgendes zu der Verteidigung eines rechtskräftig verurteilten Volksverhetzers durch den stv. Landesvorsitzenden Martin Renner :

Alternative für Nordrhein-Westfalen Herr Lemmer ist nicht das Problem, Sie haben Herrn Renner angegriffen. Wir dulden hier keine diffamieren an unserer Parteiführung! Facebook ist kein internernes Diskussionsforum, Facebook ist öffentlich! Nehmen Sie ihren persönlichen Angriff zurück. Sie verhalten sich gegen unsere Netiquette. Wie schon gesagt, sollten Sie ein persönliches Problem mit einem unserer Vorstandskollegen haben, klären Sie das bitte persönlich. Wir haben extrem viel Geduld bewiesen, diese ist jetzt am Ende. Wir erwarten eine Entschuldigung.“ ( Zitat Ende)

Der im Düsseldorfer Appel formulierten Bitte an den NRW Landesvorstand, dass die AfD sich deutlich von Gruppierungen abgrenzen soll, die „Ideologien, die dem demokratischen Leitbild und Selbstverständnis der AfD nicht entsprechen“ vertreten wird vom stv. Landesvorsitzenden und Bundestagskandidaten Martin Renner nicht entsprochen.

Wo die AfD genau steht, weiss sie selber nicht so genau, aber auf jeden Fall rechts von der Mitte und mehrheitlich innerhalb des Systems. Führungskräfte wie Lucke oder Dilger sind treue Diener des Staates und keine Revolutionäre. Sie sind Lehrer, und keine Macher. Sie sind Beamte und scheuen große unternehmerische Risiken.

Sie und viele andere AfD Mitglieder stehen in erster Linie hinter ihren eigenen Zielen. Karrieristen ist das politische Programm nicht so wichtig wie ihr Fortkommen. Sie werden im Falle eines Wahlsieges kein Problem haben, sich einer Kanzlerin Merkel als Steigbügelhalter anzudienen. Deng Verdacht habe ich bei zahlreichen ehemaligen CDU und FDP Mitgliedern unter den AfD-Führungskräften.

Leider schweigt die AfD zu wichtigen Themen rund um die Freiheit und die Souveränität der Deutschen. Jedes exponentielle, ungedeckte Geldsystem führt aus rein mathematischen Gründen irgendwann zu einem Crash. Niemand weiss, wann und wegen welchem Ereignis unsers weltweites, mit Papiergeld aufgepumptes Finanzkartenhaus zusammenbricht, aber es wird crashen und es wird verheerend werden. Vielleicht im Herbst vielleicht in 2014, vielleicht auch später. Darauf bereitet die AfD die Menschen aber nicht vor, sondern sie versucht mit Strategien, wie dem Austritt Griechenlands nur Zeit zu gewinnen und die Schadenshöhe zu maximieren. Damit dienst sie dem politischem System, aber nicht den Menschen.

Die Zeit für eine neue, glaubwürdige Partei, die sich nicht korrumpieren ließ, wird kommen. Dieser Partei wird die Aufgabe zufallen, unsere Interessen in Europa neu zu verhandeln, uns von der Schuldknechtschaft, in die uns die Hochfinanz geführt hat und von Politikern, die nicht unsere, sondern z.B. die Interessen. der Pharmaindustrie vertreten, zu befreien.

Vielleicht schafft es die AfD ja noch sich zu einer wirklichen, revolutionären Alternativen zu entwickeln und das korrupte politische System aus den Angeln zu heben.

Dazu bräuchte es aber zunächst eine innerparteilichen Revolution. Dazu müssten viele führende Köpfe ausgetauscht werden. Denen, die in der AfD bleiben und dies versuchen wollen, wünsche ich dabei viel Glück und Erfolg.

Aber auch Oppositionen und Revolutionen müssen organisiert werden. Wer soll diese Aufgabe übernehmen? Beamte wie Lucke oder Dilger? Dazu braucht es ein Netzwerk aus unabhängigen Machern, welches nicht von den Vorstanden der AfD kontrolliert, ausgebremst oder gemobbt werden können Vielleicht könnte der Alternative Newsletter diese Aufgabe übernehmen? Ein Versuch wäre es wert.

Deutschland braucht eine neue, konservative Partei, die fest auf dem Boden des Grundgesetzes steht und auch das dort verankerte Recht zum Widerstand gegen jeden ausübt, der unsere freiheitliche Grundordnung beseitigen will.

Deutschland braucht eine glaubwürdige Alternative, die diesen Namen wirklich verdient und keine Alternative, die ein antritt, um ein Teil derzeitigen politischen Systems zu werden..

Gerhard Nadolny im August 2013

Parteiaustritt Gehard Nadolny: die AfD – eine Mogelpackung

Wieviele Austritte, wieviel Aufklärung, wieviele Skandale haben wir noch nötig? Wann werden die Mitglieder der Alternative für Deutschland endlich aufwachen, die Machen- und Seilschaften des Großteils unseres Führungspersonals und die diktatorischen Vorgehensweisen von Oben nicht mehr tolerieren, sondern die Partei zu dem machen, was sie verspricht: zu einer Alternative? Wer die Augen verschließt und kopflos mitläuft, macht sich mit schuld am Scheitern des Projektes AfD.

An die „Alternative“ für Deutschland
Landesverband NRW
Rosmarinstr.33
40235 Düsseldorf

Betr.: Mein Austritt aus der AfD

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit erkläre ich meinen Austritt aus der AfD, widerrufe meine Einzugsermächtigung und bitte um eine Bestätigung, dass meine von der AfD gespeicherten Daten gelöscht werden.

Begründung:

Ich wurde auf einer AfD Veranstaltung in Oberursel von Bernd Lucke als Mitglied mit dem Versprechen geworben, dass es nun eine echte Alternative zu den Blockparteien und deren „Euro-Rettungspolitik“ gibt. Damals habe ich Bernd Lucke noch geglaubt und mich in den ersten Wochen sehr engagiert. Habe viel Zeit in die Organisation des Gründungsparteitages in NRW investiert. Habe einen Sponsor akquiriert, der einen 6 stelligen Betrag für die AfD finanzieren wollte. Habe Prof. Hans-Olaf Henkel nach Krefeld und Prof. Joachim Starbatty nach Köln geholt. Habe auf Bitten von Herrn Prof. Alexander Dilger für diesen eine „Brücke“ zu Herrn Martin Renner gebaut. Habe den Bundes- und den Landesvorstand vor der Kandidatenaufstellung in Schmallenberg vor einer Unterwanderung durch die Düsseldorfer Freie Wähler- Gruppe um den wegen Volksverhetzung vorbestraften Geschäftsführer Torsten Lemmer gewarnt. Gleichwohl hat man – in Anwesenheit von Mitgliedern des Bundesvorstandes – ein Mitglied dieser Düsseldorfer Gruppe auf einen sicheren Listenplatz gewählt ohne ihn nach politischer Vergangenheit als Ex-Republikaner zu befragen. Gleichwohl wurde dieser Ex-Republikaner- nachdem seine Vergangenheit bekannt war- zum Schatzmeister des Kreisverbandes Düsseldorf gewählt. Dies zeigt, wie glaubwürdig der Düsseldorfer Appell ist.

Mit großer Enttäuschung muss ich heute feststellen, dass die AfD nach meinem persönlichen Eindruck eine Mogelpackung ist. Sie will sich gar nicht gegen das System stellen, sondern möchte dieses laut Herrn Bernd Lucke im Falle eines Wahlsieges sogar „tolerieren“. Sie will in Wirklichkeit ein Teil des politischen Systems werden, um an den Honigtöpfen der Macht zu lecken.

Wie will die AfD unsere Schuldenkrise bekämpfen, wenn sie noch nicht einmal bereit ist, die wirklichen Ursachen der Krise zu diskutieren, sondern nur an Symptomen, wie der Überschuldung der Südländer herum operieren will? Und das auch noch mit Strategien, die weder erprobt noch voll durchdacht sind! Die Menschen suchen Sicherheit aber keine Experimente.

Auch der interne Umgang mit Mitgliedern, die eine eigene Meinung haben, zeigt, dass die AfD keine wirkliche Alternative, sondern nicht besser ist, als es die etablierten Parteien sind. Leider hat die AfD meinen Vorschuss an Vertrauen schnell verbraucht. Kritiker, die jede Organisation braucht, um besser zu werden, sind in der AfD nicht erwünscht, sondern werden als „Querulanten“ diffamiert. Satzungen und Geschäftsordnungen werden so hingebogen, wie man es jeweils braucht. Demokratisch gewählte Mitglieder des Bundesvorstandes haben in wichtigen Fragen weniger Informationen und weniger Einfluss als einige Mitglieder, die nicht im Bundesvorstand sitzen, aber das Vertrauen des autoritären AfD Führers Bernd Lucke genießen. Persönliche Meinungen einzelner „Experten“ werden in Pressemitteilungen als das Programm der AfD verkündet.

Mein Fazit: Die AfD ist nicht reif genug, um die Interessen der Bürger im Bundestag zu vertreten. Sie hat noch kein belastbares, von einem Parteitag diskutiertes und verabschiedetes Programm. Sie ist elitär und wird ihrem Anspruch nach Stärkung der Demokratie innerhalb der eigenen Partei nicht gerecht. Sie zeichnet sich nicht durch Führungskräfte mit Format aus, die meine Ansprüche an Glaubwürdigkeit und Professionalität erfüllen. Die AfD gaukelt dem Wähler nach meiner persönlichen Meinung nur vor, sie hätte eine belastbare Strategie, wie sie Deutschland aus der Schuldknechtschaft und der Bankenkrise befreien will.

Ich habe bei der AfD viele engagierte Menschen getroffen, die einer guten Sache dienen wollten. Diesen Mitgliedern zolle ich meinen Respekt. Etliche davon wurden von ehrenamtlichen Funktionären der AfD (in anderen Zeiten hat man solche Funktionsträger als „Blockwarte“ bezeichnet, aber diesen Begriff will ich im Zusammenhang mit der AfD nicht verwenden) mit fragwürdigen Methoden durchleuchtet und einige davon wurden vom Landesvorstand torpediert oder kaltgestellt.

Ich habe leider auch viele Menschen kennengelernt, die gescheitert sind und in der neu gegründeten Partei nur eine Chance für ihr persönliches Fortkommen sehen. Etlichen Bundestagskandidaten mangelt es an sozialer und fachlicher Kompetenz. Von solchen Karrieristen möchte ich nicht im Bundestag vertreten werden. Deshalb wird die AfD am 22.9.13 meine Stimme nicht bekommen.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Nadolny