AfD Bayern: Landesstümpertag am 07.12.13 in Dachau – Delegiertenwahlen ungültig

Der Landesparteitag der AfD Bayern am 07.12.2013 in Dachau brachte den Ostersonntagsvorständen und ihren Pfingstnachrückern das erhoffte Ergebnis: Sie können die durch sie verursachten Probleme des Landesverbandes Bayern weiterhin aussitzen und ihre Jagd nach den Futtertrögen fortsetzen – mit einem Rumpflandesvorstand, bestehend aus 5 gewählten Mitgliedern und ihren kooptierten Amigos. Jede kritische und gefährliche Diskussion konnte durch die parteiische Versammlungsleitung abgewürgt werden. Die Tagesordnung des Landesparteitags war so geschickt gestaltet, dass sich die Bundesdelegiertenwahlen für die Aufstellung der Europawahlliste und für Bundesparteitage bis nach 20 Uhr hinzogen und viele Mitglieder schon früh nach Hause gegangen waren. Der Landesparteitag wurde schließlich abgebrochen und die Nachwahl des stellvertretenden Schatzmeisters vertagt. Auch das Amt des 2. stv. Landesvorsitzenden ist seit dem Rücktritt des Fritz Schladitz am 05.12.13 vakant. Hauptsache: weiter im Amt und die Gleichschaltung des Landesverbandes Bayern untermauert.

v.l.n.r.: Jochen Seeghitz, André Wächter, Tobias Zeiler Landesparteitag in Dachau am 07.12.2013

v.l.n.r.: Jochen Seeghitz, André Wächter, Tobias Zeiler
Landesparteitag in Dachau am 07.12.2013

Die Parteibasis scheint mittlerweile vollkommen resigniert und realisiert zu haben, dass sie nur als Stimmvieh, Financier und Wahlkampfhelfer benötigt wird. Mit knapp über 300 stimmberechtigten Teilnehmern fanden nur 12% der bayerischen Parteimitglieder den Weg zum Landesparteitag nach Dachau. Nach nur 8 Monaten ist die AfD Bayern zur reinen Funktionärspartei verkommen, was sich auch im Ergebnis der Delegiertenwahlen zeigt: Unter den 49 gewählten Delegierten befinden sich fast ausschließlich Parteimitglieder, die vielfach Ämter, Funktionen und Kandidaturen sammeln und in der Mehrheit Mitläufer des Landesvorstandes sind. Dabei wird es die Jubelperser, Günstlinge und Claqueure der Glücksrittertruppe um Wächter, Seeghitz, Göschel & Co wohl auch nicht weiter stören, dass sie ihre blinde Linientreue am vergangenen Samstag vollkommen umsonst bewiesen. Die Delegiertenwahlen sind ungültig und müssen wie auch in anderen Bundesländern wiederholt werden. Denn in dieser Form wird der Bundeswahlleiter die Teilnahme der AfD an der Europawahl ablehnen, da so die Bundesdelegiertenversammlung zur Aufstellung der Europawahlliste nicht rechtskonform zu Stande kommt:

1. Die Dachauer Bundesdelegiertenwahl verstößt gegen § 6, (1) des Parteiengesetzes:

„Die Partei muß eine schriftliche Satzung und ein schriftliches Programm haben. Die Gebietsverbände regeln ihre Angelegenheiten durch eigene Satzungen, soweit die Satzung des jeweils nächsthöheren Gebietsverbandes hierüber keine Vorschriften enthält.“

Die Bundessatzung regelt nicht en detail, wie Bundesdelegiertenwahlen und v.a. Bundesdelegiertenwahlen zu einer Aufstellungsversammlung für eine gemeinsame Liste für die Europawahlen abgehalten werden müssen. Das Wie liegt also beim bayerischen Landesverband und seiner Führung. Wächter & Co. versäumten es, diesbezüglich eine Satzungsergänzung zu erarbeiten und zur notwendigen Abstimmung am Parteitag vorzulegen.

2. Für die Wahl als Bundesdelegierter war die einfache Mehrheit vorgesehen, d.h. erhielt ein Kandidat über die Hälfte der abgegebenen Stimmen, so war er als Bundesdelegierter gewählt. Im zweiten Wahlgang ignorierte die Versammlungsleitung dies, der Parteitag stimmte nicht über eine Änderung des Wahlmodus ab. Ebenso Kandidaten mit relativer Mehrheit – ohne mehr als die Hälfte der abgegebenen Stimmen zu erhalten – standen schließlich als Delegierte und Ersatzdelegierte fest. § 15 (1) des Parteiengesetzes schreibt vor: „Die Organe fassen ihre Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit, soweit nicht durch Gesetz oder Satzung erhöhte Stimmenmehrheit vorgeschrieben ist.“ Ipsen hält in seinem Kommentar zum Parteiengesetz fest, dass dies auch für Wahlen gilt. Das heißt, dass entweder jeder Delegierte auf der Liste mindestens 50% der abgegebenen Stimmen erreichen muss, oder dass die Liste der Delegierten über relative Mehrheiten bestimmt werden kann, diese aber nochmal mindestens mit einer einfachen Mehrheit der anwesenden Parteimitglieder abgesegnet werden muss. Hier langt dann auch eine Abstimmung per Handzeichen. Dies erfolgte am Landesstümpertag nicht.

3. Norm in allen Parteien des demokratischen Spektrums ist es, Delegierte und Ersatzdelegierte in unterschiedlichen Wahlgängen zu wählen. In Dachau wurden die Ersatzdelegierten im gleichen Wahlgang mit den Delegierten gewählt.

Leider treibt in der AfD Bayern ein Landesvorstand sein Unwesen, der sich ausschließlich um die Sicherung seiner Macht, um das Sammeln von Spitzenkandidaturen, um die Futtertröge und um die Gleichschaltung des Landesverbandes kümmert. Nach einem abgebrochenen Landesparteitag und einer ungültigen Delegiertenversammlung zur Listenaufstellung ist der Dachauer Landesparteitag nun die dritte landesweite Mitgliederversammlung, die sich als ungültig erweist und kostenintensiv wiederholt werden muss – Dank der dreisten Gier und der absoluten Unfähigkeit der Glücksrittertruppe um Wächter.

Das Tagespräsidium, bestehend aus Bernd Kölmel (Landesvorsitzender AfD BaWü), Albrecht Glaser (ehemaliger Landesvorsitzender AfD Hessen), Jens Reichardt (bezahlter Berater des bayerischen Landesvorstandes), und mindestens der bayerische Landesvorsitzende André Wächter sollten sich der Ungültigkeit der Bundesdelegiertenwahl bereits vor dem Landesparteitag bewusst gewesen sein. Denn in Baden-Württemberg passierte unter dem Versammlungsleiter namens André Wächter genau das Gleiche. Die baden-württembergische Landessatzung regelt bisher keine Bundesdelegiertenwahlen. Kölmel selbst musste das Landesschiedsgericht einschalten und die Delegiertenwahl für ungültig erklären lassen (siehe den Brandbrief eines baden-württembergischen Parteimitglieds an Kölmel). Dasselbe steht der AfD Bayern nun bevor: Eine Wiederholung der Delegiertenwahlen. Der Verdacht liegt nahe, dass der bayerische Landesvorstand unter Vorsatz handelte, um weiterhin im Amt bleiben zu können und die Gleichschaltung der AfD Bayern voranzutreiben.

v.l.n.r.: Tagungspräsidium: Bernd Kölmel (Landesvorsitzender BaWü), Albrecht Glaser (Landesverband Hessen), Jens Reichardt (bezahlter Berater des bayerischen LaVo) Garanten für ungültige Parteitage und Aufstellungsversammlungen

tendenziöses Tagungspräsidium: v.l.n.r.: Jens Reichardt (bezahlter Berater des bayerischen LaVo), Albrecht Glaser (Landesverband Hessen), Bernd Kölmel (Landesvorsitzender BaWü)
Garanten für ungültige und abgebrochene Parteitage und Aufstellungsversammlungen

Versammlungsleiter bzw. das Tagungspräsidium müssen sich auf Parteiversammlungen objektiv und neutral verhalten. Wir stellen daher die berechtigte Frage, wie der bayerische Landesvorstand immer wieder dermaßen parteiische und unfähige Versammlungsleiter vorschlagen und durchdrücken kann:

  • Bernd Kölmel, der Landesvorsitzende der AfD Baden-Württemberg, ist ein Experte für ungültige Landesparteitage. Es ist sogar immer noch nicht endgültig geklärt, ob der baden-württembergische Gründungsparteitag der AfD überhaupt gültig war.
  • Albrecht Glaser gehörte dem Chaos-Landesvorstand der AfD Hessen an. Der letzte hessische Landesparteitag wurde abgebrochen und seitdem agiert in Hessen ein Notvorstand, in dem sich u.a. der bayerische Landesschatzverschwender Seeghitz tummelt.
  • Jens Reichardt kassierte laut unserer Informationen Honorare vom bayerischen Landesvorstand, fiel bisher als Versammlungsleiter stets durch seine unverschämte Parteinahme für die Ostersonntagsbande und sein Abwürgen kritischer Stimmen auf und war am abgebrochenen Parteitag in Ingolstadt und an der ungültigen ersten Landesdelegiertenversammlung zur Aufstellung der Landesliste für die Bundestagswahlen beteiligt.

Auf seiner Propaganda-Webseite lässt der Landesvorstand jubeln: „Erfolgreicher Parteitag in Dachau.“ In Kürze werden die Landesvorstandsgauner eine Wiederholung der Bundesdelegiertenwahlen ankündigen müssen. Die Jubelperser, Günstlinge und Claqueure stehen weiterhin treu ergeben zu ihrem Landesvorstand. Doch ihre Autoritätshörigkeit und ihr ausgeprägter Konformismus wird sich für sie nicht bezahlt machen: Die AfD Bayern schafft sich mit dieser Führung Schritt für Schritt ab.

Lesen Sie Teil 1,2,3,4, 5 und 6 unserer Serie “Die Scheinheiligen aus der AfD Bayern”:
Tobias Zeiler – Wächters williger Erfüllungsgehilfe
André Wächter – ein kleiner Sachbearbeiter will um jeden Preis nach oben
Dr. Brigitte Stöhr – die unsichtbare 1. Stv. Landesvorsitzende
Michael Göschel – der Landesschriftfehler
Rücktritt des 2. stv. Landesvorsitzenden Fritz Schladitz
Jochen Seeghitz – der Landesschatzverschwender

Die Scheinheiligen aus der AfD Bayern: Jochen Seeghitz – der Landesschatzverschwender

Wie der fränkische Richelieu die AfD Bayern terrorisiert und mit herunterwirtschaftet

Der aalglatte Jochen Seeghitz intrigiert am liebsten unsichtbar aus dem Hinterhalt. Besonderes Geschick sagt man dem bayerischen Landesschatzmeister der AfD nach, wenn es darum geht, zum richtigen Zeitpunkt kompromittierendes Material aus dem Hut zu zaubern. Der 47 Jährige legt sich nicht gerne fest, er gibt sich lieber flexibel nach allen Seiten. Seeghitz gilt gar als „gewiefter Polithund“, da er überaus gerne die Strippen zieht und andere geschickt zu manipulieren versteht: Eine kurze Information, ob wahr oder falsch, zum richtigen Zeitpunkt platziert – treffsicher, um Entscheidungsprozesse und Meinungen im eigenen Interesse zu beeinflussen.

Manch einer bezeichnet ihn gar als den Cardinal Richelieu der AfD Bayern. Mit dem französischen Staatsmann des 17. Jahrhunderts mag ihn durchaus das innenpolitische Ziel verbinden, die königliche Zentralmacht (sprich: die Macht des Landesvorstandes) ganz im Sinne des Absolutismus zu stärken. Die Ostersonntagsvorstände schalten und walten vollkommen ohne die Mitwirkung der bayerischen Parteimitglieder.

Jochen Seeghitz Landesschatzverschwender fränkischer Richelieu

Jochen Seeghitz
Landesschatzverschwender
Richelieu der AfD Bayern

In der Wahl seiner Methoden folgte Richelieu dem Grundsatz: „Gegen seine Feinde kann man alles einsetzen.“ Er schaltete politische Gegner rücksichtslos aus und ging Bündnisse nur nach Zweckmäßigkeit ein. Der Vergleich liegt in dieser Hinsicht sogar sehr nahe. Auf Sitzungen und Parteitagen lässt Seeghitz mit Vorliebe Dritte seine längst vorbereiteten, suggestiven Fragen stellen und Unterstellungen äußern, um unliebsame Mitglieder schlecht zu machen und Kandidaten auszuschalten. Richelieu bekämpfte innenpolitisch die Hugenotten und baute ein eigenes System ihm treu ergebener Verwaltungsbeamter und Spione auf. Seeghitz bekämpft in der AfD Bayern die Rechte der Mitglieder. Mit André Wächter und Michael Göschel zusammen leitet er eine Art Terror- und Überwachungszentrale, die ihre willfährigen Helfer in die Bezirke und Kreise aussendet, um stets den Überblick zu bewahren und die Mitglieder zu zersetzen: Bespitzelungen, Drohungen, Erpressungen, Repressalien, Anschwärzungen, Rufmord und Einiges dergleichen mehr.

An Absprachen mag Seeghitz sich nicht halten, wenn es ihm anders nützlicher erscheint. Bei der Delegiertenversammlung zur Aufstellung der Landesliste in Ingolstadt widersetzte er sich der vorangegangenen Hinterzimmerabsprache und irritierte seine Ostersonntagsamigos und die Provinzfürsten. Entgegen der Abmachung kandidierte er auf Plätzen, für die er nicht vorgesehen war und brachte so das wohl vorbereitete Gefüge für die gleichgeschaltete Delegiertenversammlung durcheinander.

Während Richelieus verschuldete Familie ihre finanziellen Schwierigkeiten mit Hilfe von königlichen Zuschüssen überstand, sieht Seeghitz seinen persönlichen Eurorettungsschirm in der AfD. Hat es mit dem gut dotierten Mandat im Bundestag nicht geklappt, macht er sich nun Hoffnungen auf ein warmes Plätzchen im EU – Parlament. Seeghitz ist geschäftsführender Gesellschafter eines Unternehmens, das tief in den roten Zahlen steckt. 2011 machte sein Unternehmen einen Verlust von rund 184.000€ und steigerte die Verbindlichkeiten auf fast 700.000 €. In dieser Lage bleibt natürlich mehr Zeit, die AfD Bayern mit herunterzuwirtschaften oder sich in den Firmen mancher Parteifreunde zu bewerben.

v.l.nr. Dettleff W. Schilde, Michael Göschel und Jochen Seeghitz Teil der Schünemann-Seilschaft am Ostersonntag Dettleff W. Schilde, Parteichef der DVD, brieft Göschel und Seeghitz zur Wahl in den Landesvorstand

v.l.nr. Dettleff W. Schilde, Michael Göschel und Jochen Seeghitz
Gründungsparteitag am Ostersonntag: Göschel und Seeghitz bereiten ihre Wahl vor

Bis zur unumgänglichen Vorlage des Rechenschaftsberichtes im nächsten Jahr möchte er sich einen bequemen Posten sichern und ausreichend an den Futtertrögen gefressen haben, um auch nach dieser lästigen Offenlegung sein bequemes Polster in der AfD behalten zu können. Ebenso in der Transparenz der Landesverbandsfinanzen scheint Seeghitz eine große Affinität zum Cardinal Richelieu aufzuweisen: „Der Haushalt ist der Nerv des Staates (sprich des Landesvorstandes). Daher muss er den profanen Augen der Untertanen entzogen werden.“

Dennoch ist es ein offenes Geheimnis, dass der bayerische Landesvorstand sehr sorglos mit den Geldern der zahlenden und spendenden Mitglieder umgeht. Kurz vor dem anstehenden Bundestagswahlkampf bemerkte der Landesschatzverschwender plötzlich, dass die Kasse des Landesverbandes mehr oder weniger leer war. Der Wahlkampf kam für die Ostersonntagsbande allzu überraschend, damit konnte nun wirklich niemand rechnen. Und es war ja auch absolut notwendig, drei Mercedes – Limousinen zu finanzieren, deren Schlüssel der Vorstandskollege Fritz Schladitz dann in Zuhältermanier protzig auf den Tisch knallen und in den Saal des Parteitages in Ingolstadt am 11.05.2013 zeigen konnte, um zu behaupten „finanziell gesund“ zu sein: „Draußen stehen m e i n e drei Mercedes.“

Trotz zahlreicher versierter Juristen und Spezialisten unter den Mitgliedern sollen auch windige Berater zu bezahlen gewesen sein, die zwar keine entsprechende Ausbildung hatten, dafür aber umso mehr zu sagen bekamen, um den Landesvorstandsmitgliedern ihre Posten und Kandidaturen abzusichern. Zu dumm nur, dass deren Expertise neben der Gier der Ostersonntagsbande mit zur peinlichen Wiederholung der Listenaufstellung führte (siehe AN-Bericht vom 23.06.13: Die bayerische Landesliste der Schande ist ungültig). Das kann ja mal passieren und ist nur ein teurer Anfängerfehler, den die Mitglieder bereitwillig wieder ausbaden. Transparenz und innerparteiliche Demokratie kämen die AfD Bayern um einiges billiger, hätten für den Landesvorstand und seine Günstlinge allerdings den Verlust der Garantie auf Ämter, Funktionen und Listenplätze zur Folge.

Der Landesverband Bayern soll schon vor Montaten eine Extra-Zahlungstranche vom Bund erhalten haben, um die Pleite der Landesverschwendungskasse abzuwenden – natürlich AfD-typisch, nämlich geheim und verdeckt, um nicht bei anderen Landesverbänden Unmut und Ausgleichsforderungen auszulösen. So stimmte der Landesvorstand der AfD Bayern schließlich auch öhne Zögern zu, auf etwa 80% der ihr zustehenden staatlichen Parteienfinanzierung zu verzichten (sog. Kompromiss auf dem zweiten Kasseler „Konvent“, ein in der Satzung nicht vorgesehenes Gremium unter Ausschluss der Mitglieder und ohne demokratische Legitimation), damit die Bundespartei schnell in der Lage ist, zwei Darlehen eines Hamburger Kaufmanns à 500.000€ zurückzuzahlen, bevor sie sich als illegale Großspenden erweisen könnten (Darlehenspassus: sollte die AfD nicht zahlungsfähig sein, werden ihr die Restschulden erlassen).

Zur Zeit gibt der umtriebige Franke den Notvorstand in Hessen. So gefällt er sich. Gleichzeitig kann er die Wiedereinrichtung eines läppischen Kreisverbandes in Mittelfranken getrost vernachlässigen.

Neben soliden Finanzen fehlt dem Landesverband Bayern bis heute eine gültige Finanzordnung. Das zu überarbeitende Flickwerk der aktuellen Finanzordnung kam nicht rechtskonform zustande. Der Parteichef Bernd Lucke ging am Ingolstädter Parteitag schnell über diesen Missstand hinweg und bezeichnete die Finanzordnung als „vorläufig“. Bis heute brachte es Seeghitz nicht fertig, eine gültige und stimmige Finanzordnung zu erstellen und den Mitgliedern im Vorfeld des kommenden Landesparteitages zur Durchsicht und Abstimmung zu schicken.

Dafür fuhr er direkt vor der Bundestagswahl, während der heißen Wahlkampfphase, erst einmal 2 Wochen in den Urlaub.

Lesen Sie Teil 1,2,3,4 und 5 unserer Serie “Die Scheinheiligen aus der AfD Bayern”:
Tobias Zeiler – Wächters williger Erfüllungsgehilfe
André Wächter – ein kleiner Sachbearbeiter will um jeden Preis nach oben
Dr. Brigitte Stöhr – die unsichtbare 1. Stv. Landesvorsitzende
Michael Göschel – der Landesschriftfehler
Rücktritt des 2. stv. Landesvorsitzenden Fritz Schladitz

und: Machtkampf in der Ostersonntagsbande – wird das „Netzwerk Mühle“ die AfD Bayern zermahlen?

Die Scheinheiligen aus der AfD Bayern: Rücktritt des 2. stv. Landesvorsitzenden Fritz Schladitz

Fritz Schladitz, der 2. stv. Landesvorsitzende der AfD Bayern, kündigt seinen Rücktritt an.
Fritz Schladitz ehemaliger 2. stv. Vorsitzender der AfD Bayern

Fritz Schladitz
ehemaliger 2. stv. Vorsitzender der AfD Bayern

Hintergrund ist ein Abwahlantrag einiger bayerischer Parteimitglieder zum kommenden Landesparteitag am 07.12.2013 in Dachau. Schladitz kommt mit seinem Rückritt peinlichen Enthüllungen zuvor.

Die Redaktion des Alternativen Newsletters verzichtet somit auf den investigativen Artikel über das ehemalige (Ostersonntags-)Landesvorstandsmitglied der AfD Bayern. Nur soviel sei erwähnt: Fritz Schladitz kam der AfD und den Mitgliedern teuer zu stehen.

Wir wünschen ihm für seine Zukunft alles Gute!

Die Luft wird immer dünner für den Ostersonntagslandesvorstand und seine Pfingstnachrücker. Lesen Sie Teil 1,2,3 und 4 unserer Serie “Die Scheinheiligen aus der AfD Bayern”:
Tobias Zeiler – Wächters williger Erfüllungsgehilfe
André Wächter – ein kleiner Sachbearbeiter will um jeden Preis nach oben
Dr. Brigitte Stöhr – die unsichtbare 1. Stv. Landesvorsitzende
Michael Göschel – der Landesschriftfehler

Die Scheinheiligen aus der AfD Bayern: Michael Göschel – der Landesschriftfehler

Würden Sie eine zentrale Managementposition Ihres Unternehmens, die Geschick und Fingerspitzengefühl im Umgang mit Ihren Mitarbeitern sowie Kunden und mit der Deutschen Sprache in Wort und Schrift erfordert, mit einem Soldaten oder Schuhverkäufer besetzen. Wenn Sie diese Frage mit Ja beantworten können, dann bitten wir Sie inständig: Stellen Sie Michael Göschel ein. Bieten Sie ihm ein anständiges Einkommen und eine langfristige Perspektive.

Für alle, die diese Frage verneinen: Warum leistet sich der Landesverband Bayern im Landesvorstand einen Schriftführer, der in manchen Schriftstücken mehr Fehler hinterlässt, als Worte darin zu finden sind? Wenn das Schriftstück denn überhaupt erstellt wird. Die Mitglieder im Landesverband Bayern warten viele Monate vergeblich auf Protokolle und andere Dokumente. Michael Göschel soll Legastheniker gewesen sein. Seine Ergänzungen der Geschäftsordnung fielen derart katastrophal aus, dass sie komplett überarbeitet wurden.

Michael Göschel Landesschriftfehler der AfD Bayern Listenplatz 5 - bei 5% wäre er Bundestagsabgeordneter geworden

Michael Göschel
Landesschriftfehler der AfD Bayern
Listenplatz 5 – bei 5% wäre er Bundestagsabgeordneter geworden

Haben wir in der AfD Bayern denn keine fähigen Mitglieder, die der Deutschen Sprache und ihrer Rechtschreibung mächtig sind? Doch, mit Sicherheit gibt es in Bayern viele versierte Mitglieder, die diese Position mit Bravour ausfüllen könnten, und so dem Wohl und Fortkommen der AfD Bayern dienlich wären. Der Unterschied liegt darin, dass diese Leute nicht der Ostersonntagsbande angehören, die bereit ist, mit allen Mitteln Macht und Pfründe zu sichern.

Und da nähern wir uns Göschels wahren Talenten.

Schon vor der Gründung der AfD Bayern herrschte der Landesschriftfehler Parteifreunde im Kasernenton an und versuchte sie mundtot zu machen: „Nur sind hier Kritiker am Werke, welche aber für sich selbst Fubktionen beanspruchen, und da hauts mir dann doch den Hut hoch. Wie kann man es wagen Kritik zu äussern […weiter in diesem Stil]“ (am 26.03.13 auf Facebook). Viele Mitglieder erlaubten sich doch tatsächlich, ihren Irritationen über die Terminfestsetzung (Ostersonntag im katholischen Bayern) und über die Einladung (5 Tage vorher) zum Gründungsparteitag der AfD Bayern Ausdruck zu verleihen und baten um eine Verschiebung der wichtigen Veranstaltung, um die Teilnahme möglichst vieler Parteikollegen zu gewährleisten. Göschel war Teil der Seilschaft um Schünemann und ausgewählt für den Posten als Landesschriftführer. Am Ostersonntag stieg er auf ins Regiment der Glücksritter – unter Ausschluss der Öffentlichkeit und der Mitgliedermehrheit.

v.l.n.r. Michael Göschel, Dettleff W. Schilde, Wolf-Joachim Schünemann am Ostersonntag Göschel versucht, zu protokollieren

v.l.n.r. Michael Göschel, Dettleff W. Schilde, Wolf-Joachim Schünemann
am Ostersonntag
Göschel versucht zu protokollieren

Als Soldat lernte er das Handwerk der Kriegsführung von der Pike auf. Und genau das übt er nun in der AfD Bayern aus. Der frühere Berufssoldat führt Krieg gegen die eigenen Mitglieder. Wenn es darum geht, Mitglieder zu bespitzeln oder mit Repressalien zu belegen, dann ist Göschel der richtige Mann. Der 38 Jährige weiß aus seiner Zeit bei der Bundeswehr, wie man Wehrkraft zersetzt, in diesem Fall missliebige Mitglieder.

Haben wir in Bayern denn keine fähigen Mitglieder, die ihre Parteifreunde zusammenführen, einen und motivieren? Doch, mit Sicherheit. Aber Sie ahnen es. Diese Leute gehören nicht der Ostersonntagsbande und ihrem Umkreis an.

Das Vorstandsressort Organisation übt der Landesschriftfehler eisern nach dem Organisationsverständnis der Armee aus. Ihm obliegt die Führung der bayerischen Programmkommission, der Fachausschüsse, deren Arbeit mehr oder weniger unter Ausschluss der meisten bayerischen Mitglieder stattfindet. Nicht etwa die Parteimitglieder wirken u.a. bei der Programmfindung mit und entscheiden über die jeweiligen Leiter der Fachausschüsse. Göschel stellte sich eine treu ergebene Funktionärs-Korpstruppe um seinen Programmoberst Stephan Schmidt zusammen, die sich hermetisch von der Mitgliedermehrheit abriegelt.

Haben wir in Bayern denn keine fähigen Mitglieder, die den Landesverband und seine Fachausschüsse demokratisch und transparent organisieren und eine partizipative Willensbildung von unten nach oben begleiten? Doch. Aber diese Menschen gehören nicht der Ostersonntagsbande und ihren Günstlingen an.

Von seinen beruflichen Ausflügen in den USA brachte er regelmäßig Schuhe mit, die er gewinnbringend in Deutschland verhökerte. Er arbeitete bei seiner damaligen Freundin im Sportgeschäft, bis dieses aufgegeben wurde. Nach seinem ersten Erfolgen in der AfD und der Aussicht auf einen lukratives Bundestagsmandat verließ er seine Lebensgefährtin und das gemeinsame Kind.

In seinem heimatlichen Umfeld wird er als „Hochstapler mit großer Klappe“ bezeichnet, einer der schon immer viel mehr darstellen wollte, als er tatsächlich war. Seinen Höhenflug in der Politik nahm man dort mit großem Befremden wahr. „Was ist denn das für eine Partei, dass so einer wie der Michael dort so hoch kommen kann?“ fragten viele ungläubig.

Und auch im Landesverband Bayern reiben sich viele ungläubig die Augen.

Göschel wurde sogar in die bundesweite Prozess-Arbeitsgemeinschaft zum Programm und Europawahlprogramm der AfD berufen (wie üblich in der AfD: nicht gewählt), die ihre Ergebnisse vor den geheimen, nicht demokratisch legitimierten Konventen unter Ausschluss der Mitglieder vorträgt (siehe AN-Bericht vom 09.10.13: Geheimkonvent der AfD in Kassel am 05.10.2013 – Ergebnisprotokoll). Daneben wurde er zum Mitglied des Bundesfachausschusses Sicherheits- und Verteidigungspolitik ernannt, in der sich einige bayerische Ex-Militärs tummeln, wie zum Beispiel der Programmoberst Stephan Schmidt. Dort wird der Landesschriftfehler dem deutschen Militär der Vergangenheit und Gegenwart zu neuem Heldenruhm verhelfen. Vor einiger Zeit kommentierte er jammernd und tief verletzt in der Jungen Freiheit: „Nur [,] das [dass] es uns in Deutschland verboten ist [,] unser Schlachtfeld Helden [unsere Schlachtfeldhelden] zu bewundern. Das macht nur der Rest der Welt!“ Wir meinen: Selbstverständlich kann jeder unseren Soldaten für ihren politisch gewollten, letztlich sinnlosen Einsatz am Hindukusch Respekt und Bewunderung zollen.

Haben wir in Bayern denn keine fähigen Mitglieder, die zu sich und mit beiden Beinen im Leben stehen und daneben auch noch das Gemeinwohl im Blick haben? Doch. Aber diese Menschen gehören nicht der Ostersonntagsbande und ihren Günstlingen an.

Durch seine täglichen Erlebnisse in seiner Tätigkeit als „Personalvertreter“ bei der Bundeswehr und „seinen häufigen Umgang mit Spitzenpolitikern“ sei ihm bewusst geworden, wie machtlos die Bevölkerung teilweise der Willkür der Politik ausgesetzt sei.

Durch unsere Erlebnisse der letzten 8 Monate mit Göschels Tätigkeit als Landesschriftfehler wurde uns schmerzhaft bewusst, wie machtlos die bayerischen AfD-Mitglieder der brutalen Willkür dieses Soldaten ausgesetzt sind.

Zahlreiche kompetente und engagierte Parteifreunde resignierten und flüchteten aus der Partei. Wollen wir weiterhin den Exodus guter Leute zulassen? Werden wir Mitglieder nochmals motiviert in einen Wahlkampf für selbsternannte Spitzenkandidaten ziehen, die nur ihre eigenen Interessen verfolgen und sich gierig auf die erhofften Futtertröge stürzen?

Der Landesverband Bayern braucht kein Terrorregime, das Angst und Schrecken mit Methoden à la Göschel verbreitet. Die Alternative für Deutschland braucht keine Kriegstreiber.

Wir traten an, um Demokratie und Rechtsstaatlichkeit durchzusetzen.

Lesen Sie Teil 1,2 und 3 unserer Serie “Die Scheinheiligen aus der AfD Bayern”:
Tobias Zeiler – Wächters williger Erfüllungsgehilfe
André Wächter – ein kleiner Sachbearbeiter will um jeden Preis nach oben
Dr. Brigitte Stöhr – die unsichtbare 1. Stv. Landesvorsitzende