Die Scheinheiligen aus der AfD Bayern: Jochen Seeghitz – der Landesschatzverschwender

Wie der fränkische Richelieu die AfD Bayern terrorisiert und mit herunterwirtschaftet

Der aalglatte Jochen Seeghitz intrigiert am liebsten unsichtbar aus dem Hinterhalt. Besonderes Geschick sagt man dem bayerischen Landesschatzmeister der AfD nach, wenn es darum geht, zum richtigen Zeitpunkt kompromittierendes Material aus dem Hut zu zaubern. Der 47 Jährige legt sich nicht gerne fest, er gibt sich lieber flexibel nach allen Seiten. Seeghitz gilt gar als „gewiefter Polithund“, da er überaus gerne die Strippen zieht und andere geschickt zu manipulieren versteht: Eine kurze Information, ob wahr oder falsch, zum richtigen Zeitpunkt platziert – treffsicher, um Entscheidungsprozesse und Meinungen im eigenen Interesse zu beeinflussen.

Manch einer bezeichnet ihn gar als den Cardinal Richelieu der AfD Bayern. Mit dem französischen Staatsmann des 17. Jahrhunderts mag ihn durchaus das innenpolitische Ziel verbinden, die königliche Zentralmacht (sprich: die Macht des Landesvorstandes) ganz im Sinne des Absolutismus zu stärken. Die Ostersonntagsvorstände schalten und walten vollkommen ohne die Mitwirkung der bayerischen Parteimitglieder.

Jochen Seeghitz Landesschatzverschwender fränkischer Richelieu

Jochen Seeghitz
Landesschatzverschwender
Richelieu der AfD Bayern

In der Wahl seiner Methoden folgte Richelieu dem Grundsatz: „Gegen seine Feinde kann man alles einsetzen.“ Er schaltete politische Gegner rücksichtslos aus und ging Bündnisse nur nach Zweckmäßigkeit ein. Der Vergleich liegt in dieser Hinsicht sogar sehr nahe. Auf Sitzungen und Parteitagen lässt Seeghitz mit Vorliebe Dritte seine längst vorbereiteten, suggestiven Fragen stellen und Unterstellungen äußern, um unliebsame Mitglieder schlecht zu machen und Kandidaten auszuschalten. Richelieu bekämpfte innenpolitisch die Hugenotten und baute ein eigenes System ihm treu ergebener Verwaltungsbeamter und Spione auf. Seeghitz bekämpft in der AfD Bayern die Rechte der Mitglieder. Mit André Wächter und Michael Göschel zusammen leitet er eine Art Terror- und Überwachungszentrale, die ihre willfährigen Helfer in die Bezirke und Kreise aussendet, um stets den Überblick zu bewahren und die Mitglieder zu zersetzen: Bespitzelungen, Drohungen, Erpressungen, Repressalien, Anschwärzungen, Rufmord und Einiges dergleichen mehr.

An Absprachen mag Seeghitz sich nicht halten, wenn es ihm anders nützlicher erscheint. Bei der Delegiertenversammlung zur Aufstellung der Landesliste in Ingolstadt widersetzte er sich der vorangegangenen Hinterzimmerabsprache und irritierte seine Ostersonntagsamigos und die Provinzfürsten. Entgegen der Abmachung kandidierte er auf Plätzen, für die er nicht vorgesehen war und brachte so das wohl vorbereitete Gefüge für die gleichgeschaltete Delegiertenversammlung durcheinander.

Während Richelieus verschuldete Familie ihre finanziellen Schwierigkeiten mit Hilfe von königlichen Zuschüssen überstand, sieht Seeghitz seinen persönlichen Eurorettungsschirm in der AfD. Hat es mit dem gut dotierten Mandat im Bundestag nicht geklappt, macht er sich nun Hoffnungen auf ein warmes Plätzchen im EU – Parlament. Seeghitz ist geschäftsführender Gesellschafter eines Unternehmens, das tief in den roten Zahlen steckt. 2011 machte sein Unternehmen einen Verlust von rund 184.000€ und steigerte die Verbindlichkeiten auf fast 700.000 €. In dieser Lage bleibt natürlich mehr Zeit, die AfD Bayern mit herunterzuwirtschaften oder sich in den Firmen mancher Parteifreunde zu bewerben.

v.l.nr. Dettleff W. Schilde, Michael Göschel und Jochen Seeghitz Teil der Schünemann-Seilschaft am Ostersonntag Dettleff W. Schilde, Parteichef der DVD, brieft Göschel und Seeghitz zur Wahl in den Landesvorstand

v.l.nr. Dettleff W. Schilde, Michael Göschel und Jochen Seeghitz
Gründungsparteitag am Ostersonntag: Göschel und Seeghitz bereiten ihre Wahl vor

Bis zur unumgänglichen Vorlage des Rechenschaftsberichtes im nächsten Jahr möchte er sich einen bequemen Posten sichern und ausreichend an den Futtertrögen gefressen haben, um auch nach dieser lästigen Offenlegung sein bequemes Polster in der AfD behalten zu können. Ebenso in der Transparenz der Landesverbandsfinanzen scheint Seeghitz eine große Affinität zum Cardinal Richelieu aufzuweisen: „Der Haushalt ist der Nerv des Staates (sprich des Landesvorstandes). Daher muss er den profanen Augen der Untertanen entzogen werden.“

Dennoch ist es ein offenes Geheimnis, dass der bayerische Landesvorstand sehr sorglos mit den Geldern der zahlenden und spendenden Mitglieder umgeht. Kurz vor dem anstehenden Bundestagswahlkampf bemerkte der Landesschatzverschwender plötzlich, dass die Kasse des Landesverbandes mehr oder weniger leer war. Der Wahlkampf kam für die Ostersonntagsbande allzu überraschend, damit konnte nun wirklich niemand rechnen. Und es war ja auch absolut notwendig, drei Mercedes – Limousinen zu finanzieren, deren Schlüssel der Vorstandskollege Fritz Schladitz dann in Zuhältermanier protzig auf den Tisch knallen und in den Saal des Parteitages in Ingolstadt am 11.05.2013 zeigen konnte, um zu behaupten „finanziell gesund“ zu sein: „Draußen stehen m e i n e drei Mercedes.“

Trotz zahlreicher versierter Juristen und Spezialisten unter den Mitgliedern sollen auch windige Berater zu bezahlen gewesen sein, die zwar keine entsprechende Ausbildung hatten, dafür aber umso mehr zu sagen bekamen, um den Landesvorstandsmitgliedern ihre Posten und Kandidaturen abzusichern. Zu dumm nur, dass deren Expertise neben der Gier der Ostersonntagsbande mit zur peinlichen Wiederholung der Listenaufstellung führte (siehe AN-Bericht vom 23.06.13: Die bayerische Landesliste der Schande ist ungültig). Das kann ja mal passieren und ist nur ein teurer Anfängerfehler, den die Mitglieder bereitwillig wieder ausbaden. Transparenz und innerparteiliche Demokratie kämen die AfD Bayern um einiges billiger, hätten für den Landesvorstand und seine Günstlinge allerdings den Verlust der Garantie auf Ämter, Funktionen und Listenplätze zur Folge.

Der Landesverband Bayern soll schon vor Montaten eine Extra-Zahlungstranche vom Bund erhalten haben, um die Pleite der Landesverschwendungskasse abzuwenden – natürlich AfD-typisch, nämlich geheim und verdeckt, um nicht bei anderen Landesverbänden Unmut und Ausgleichsforderungen auszulösen. So stimmte der Landesvorstand der AfD Bayern schließlich auch öhne Zögern zu, auf etwa 80% der ihr zustehenden staatlichen Parteienfinanzierung zu verzichten (sog. Kompromiss auf dem zweiten Kasseler „Konvent“, ein in der Satzung nicht vorgesehenes Gremium unter Ausschluss der Mitglieder und ohne demokratische Legitimation), damit die Bundespartei schnell in der Lage ist, zwei Darlehen eines Hamburger Kaufmanns à 500.000€ zurückzuzahlen, bevor sie sich als illegale Großspenden erweisen könnten (Darlehenspassus: sollte die AfD nicht zahlungsfähig sein, werden ihr die Restschulden erlassen).

Zur Zeit gibt der umtriebige Franke den Notvorstand in Hessen. So gefällt er sich. Gleichzeitig kann er die Wiedereinrichtung eines läppischen Kreisverbandes in Mittelfranken getrost vernachlässigen.

Neben soliden Finanzen fehlt dem Landesverband Bayern bis heute eine gültige Finanzordnung. Das zu überarbeitende Flickwerk der aktuellen Finanzordnung kam nicht rechtskonform zustande. Der Parteichef Bernd Lucke ging am Ingolstädter Parteitag schnell über diesen Missstand hinweg und bezeichnete die Finanzordnung als „vorläufig“. Bis heute brachte es Seeghitz nicht fertig, eine gültige und stimmige Finanzordnung zu erstellen und den Mitgliedern im Vorfeld des kommenden Landesparteitages zur Durchsicht und Abstimmung zu schicken.

Dafür fuhr er direkt vor der Bundestagswahl, während der heißen Wahlkampfphase, erst einmal 2 Wochen in den Urlaub.

Lesen Sie Teil 1,2,3,4 und 5 unserer Serie “Die Scheinheiligen aus der AfD Bayern”:
Tobias Zeiler – Wächters williger Erfüllungsgehilfe
André Wächter – ein kleiner Sachbearbeiter will um jeden Preis nach oben
Dr. Brigitte Stöhr – die unsichtbare 1. Stv. Landesvorsitzende
Michael Göschel – der Landesschriftfehler
Rücktritt des 2. stv. Landesvorsitzenden Fritz Schladitz

und: Machtkampf in der Ostersonntagsbande – wird das „Netzwerk Mühle“ die AfD Bayern zermahlen?

Die Scheinheiligen aus der AfD Bayern: Rücktritt des 2. stv. Landesvorsitzenden Fritz Schladitz

Fritz Schladitz, der 2. stv. Landesvorsitzende der AfD Bayern, kündigt seinen Rücktritt an.
Fritz Schladitz ehemaliger 2. stv. Vorsitzender der AfD Bayern

Fritz Schladitz
ehemaliger 2. stv. Vorsitzender der AfD Bayern

Hintergrund ist ein Abwahlantrag einiger bayerischer Parteimitglieder zum kommenden Landesparteitag am 07.12.2013 in Dachau. Schladitz kommt mit seinem Rückritt peinlichen Enthüllungen zuvor.

Die Redaktion des Alternativen Newsletters verzichtet somit auf den investigativen Artikel über das ehemalige (Ostersonntags-)Landesvorstandsmitglied der AfD Bayern. Nur soviel sei erwähnt: Fritz Schladitz kam der AfD und den Mitgliedern teuer zu stehen.

Wir wünschen ihm für seine Zukunft alles Gute!

Die Luft wird immer dünner für den Ostersonntagslandesvorstand und seine Pfingstnachrücker. Lesen Sie Teil 1,2,3 und 4 unserer Serie “Die Scheinheiligen aus der AfD Bayern”:
Tobias Zeiler – Wächters williger Erfüllungsgehilfe
André Wächter – ein kleiner Sachbearbeiter will um jeden Preis nach oben
Dr. Brigitte Stöhr – die unsichtbare 1. Stv. Landesvorsitzende
Michael Göschel – der Landesschriftfehler

Die Scheinheiligen aus der AfD Bayern: Michael Göschel – der Landesschriftfehler

Würden Sie eine zentrale Managementposition Ihres Unternehmens, die Geschick und Fingerspitzengefühl im Umgang mit Ihren Mitarbeitern sowie Kunden und mit der Deutschen Sprache in Wort und Schrift erfordert, mit einem Soldaten oder Schuhverkäufer besetzen. Wenn Sie diese Frage mit Ja beantworten können, dann bitten wir Sie inständig: Stellen Sie Michael Göschel ein. Bieten Sie ihm ein anständiges Einkommen und eine langfristige Perspektive.

Für alle, die diese Frage verneinen: Warum leistet sich der Landesverband Bayern im Landesvorstand einen Schriftführer, der in manchen Schriftstücken mehr Fehler hinterlässt, als Worte darin zu finden sind? Wenn das Schriftstück denn überhaupt erstellt wird. Die Mitglieder im Landesverband Bayern warten viele Monate vergeblich auf Protokolle und andere Dokumente. Michael Göschel soll Legastheniker gewesen sein. Seine Ergänzungen der Geschäftsordnung fielen derart katastrophal aus, dass sie komplett überarbeitet wurden.

Michael Göschel Landesschriftfehler der AfD Bayern Listenplatz 5 - bei 5% wäre er Bundestagsabgeordneter geworden

Michael Göschel
Landesschriftfehler der AfD Bayern
Listenplatz 5 – bei 5% wäre er Bundestagsabgeordneter geworden

Haben wir in der AfD Bayern denn keine fähigen Mitglieder, die der Deutschen Sprache und ihrer Rechtschreibung mächtig sind? Doch, mit Sicherheit gibt es in Bayern viele versierte Mitglieder, die diese Position mit Bravour ausfüllen könnten, und so dem Wohl und Fortkommen der AfD Bayern dienlich wären. Der Unterschied liegt darin, dass diese Leute nicht der Ostersonntagsbande angehören, die bereit ist, mit allen Mitteln Macht und Pfründe zu sichern.

Und da nähern wir uns Göschels wahren Talenten.

Schon vor der Gründung der AfD Bayern herrschte der Landesschriftfehler Parteifreunde im Kasernenton an und versuchte sie mundtot zu machen: „Nur sind hier Kritiker am Werke, welche aber für sich selbst Fubktionen beanspruchen, und da hauts mir dann doch den Hut hoch. Wie kann man es wagen Kritik zu äussern […weiter in diesem Stil]“ (am 26.03.13 auf Facebook). Viele Mitglieder erlaubten sich doch tatsächlich, ihren Irritationen über die Terminfestsetzung (Ostersonntag im katholischen Bayern) und über die Einladung (5 Tage vorher) zum Gründungsparteitag der AfD Bayern Ausdruck zu verleihen und baten um eine Verschiebung der wichtigen Veranstaltung, um die Teilnahme möglichst vieler Parteikollegen zu gewährleisten. Göschel war Teil der Seilschaft um Schünemann und ausgewählt für den Posten als Landesschriftführer. Am Ostersonntag stieg er auf ins Regiment der Glücksritter – unter Ausschluss der Öffentlichkeit und der Mitgliedermehrheit.

v.l.n.r. Michael Göschel, Dettleff W. Schilde, Wolf-Joachim Schünemann am Ostersonntag Göschel versucht, zu protokollieren

v.l.n.r. Michael Göschel, Dettleff W. Schilde, Wolf-Joachim Schünemann
am Ostersonntag
Göschel versucht zu protokollieren

Als Soldat lernte er das Handwerk der Kriegsführung von der Pike auf. Und genau das übt er nun in der AfD Bayern aus. Der frühere Berufssoldat führt Krieg gegen die eigenen Mitglieder. Wenn es darum geht, Mitglieder zu bespitzeln oder mit Repressalien zu belegen, dann ist Göschel der richtige Mann. Der 38 Jährige weiß aus seiner Zeit bei der Bundeswehr, wie man Wehrkraft zersetzt, in diesem Fall missliebige Mitglieder.

Haben wir in Bayern denn keine fähigen Mitglieder, die ihre Parteifreunde zusammenführen, einen und motivieren? Doch, mit Sicherheit. Aber Sie ahnen es. Diese Leute gehören nicht der Ostersonntagsbande und ihrem Umkreis an.

Das Vorstandsressort Organisation übt der Landesschriftfehler eisern nach dem Organisationsverständnis der Armee aus. Ihm obliegt die Führung der bayerischen Programmkommission, der Fachausschüsse, deren Arbeit mehr oder weniger unter Ausschluss der meisten bayerischen Mitglieder stattfindet. Nicht etwa die Parteimitglieder wirken u.a. bei der Programmfindung mit und entscheiden über die jeweiligen Leiter der Fachausschüsse. Göschel stellte sich eine treu ergebene Funktionärs-Korpstruppe um seinen Programmoberst Stephan Schmidt zusammen, die sich hermetisch von der Mitgliedermehrheit abriegelt.

Haben wir in Bayern denn keine fähigen Mitglieder, die den Landesverband und seine Fachausschüsse demokratisch und transparent organisieren und eine partizipative Willensbildung von unten nach oben begleiten? Doch. Aber diese Menschen gehören nicht der Ostersonntagsbande und ihren Günstlingen an.

Von seinen beruflichen Ausflügen in den USA brachte er regelmäßig Schuhe mit, die er gewinnbringend in Deutschland verhökerte. Er arbeitete bei seiner damaligen Freundin im Sportgeschäft, bis dieses aufgegeben wurde. Nach seinem ersten Erfolgen in der AfD und der Aussicht auf einen lukratives Bundestagsmandat verließ er seine Lebensgefährtin und das gemeinsame Kind.

In seinem heimatlichen Umfeld wird er als „Hochstapler mit großer Klappe“ bezeichnet, einer der schon immer viel mehr darstellen wollte, als er tatsächlich war. Seinen Höhenflug in der Politik nahm man dort mit großem Befremden wahr. „Was ist denn das für eine Partei, dass so einer wie der Michael dort so hoch kommen kann?“ fragten viele ungläubig.

Und auch im Landesverband Bayern reiben sich viele ungläubig die Augen.

Göschel wurde sogar in die bundesweite Prozess-Arbeitsgemeinschaft zum Programm und Europawahlprogramm der AfD berufen (wie üblich in der AfD: nicht gewählt), die ihre Ergebnisse vor den geheimen, nicht demokratisch legitimierten Konventen unter Ausschluss der Mitglieder vorträgt (siehe AN-Bericht vom 09.10.13: Geheimkonvent der AfD in Kassel am 05.10.2013 – Ergebnisprotokoll). Daneben wurde er zum Mitglied des Bundesfachausschusses Sicherheits- und Verteidigungspolitik ernannt, in der sich einige bayerische Ex-Militärs tummeln, wie zum Beispiel der Programmoberst Stephan Schmidt. Dort wird der Landesschriftfehler dem deutschen Militär der Vergangenheit und Gegenwart zu neuem Heldenruhm verhelfen. Vor einiger Zeit kommentierte er jammernd und tief verletzt in der Jungen Freiheit: „Nur [,] das [dass] es uns in Deutschland verboten ist [,] unser Schlachtfeld Helden [unsere Schlachtfeldhelden] zu bewundern. Das macht nur der Rest der Welt!“ Wir meinen: Selbstverständlich kann jeder unseren Soldaten für ihren politisch gewollten, letztlich sinnlosen Einsatz am Hindukusch Respekt und Bewunderung zollen.

Haben wir in Bayern denn keine fähigen Mitglieder, die zu sich und mit beiden Beinen im Leben stehen und daneben auch noch das Gemeinwohl im Blick haben? Doch. Aber diese Menschen gehören nicht der Ostersonntagsbande und ihren Günstlingen an.

Durch seine täglichen Erlebnisse in seiner Tätigkeit als „Personalvertreter“ bei der Bundeswehr und „seinen häufigen Umgang mit Spitzenpolitikern“ sei ihm bewusst geworden, wie machtlos die Bevölkerung teilweise der Willkür der Politik ausgesetzt sei.

Durch unsere Erlebnisse der letzten 8 Monate mit Göschels Tätigkeit als Landesschriftfehler wurde uns schmerzhaft bewusst, wie machtlos die bayerischen AfD-Mitglieder der brutalen Willkür dieses Soldaten ausgesetzt sind.

Zahlreiche kompetente und engagierte Parteifreunde resignierten und flüchteten aus der Partei. Wollen wir weiterhin den Exodus guter Leute zulassen? Werden wir Mitglieder nochmals motiviert in einen Wahlkampf für selbsternannte Spitzenkandidaten ziehen, die nur ihre eigenen Interessen verfolgen und sich gierig auf die erhofften Futtertröge stürzen?

Der Landesverband Bayern braucht kein Terrorregime, das Angst und Schrecken mit Methoden à la Göschel verbreitet. Die Alternative für Deutschland braucht keine Kriegstreiber.

Wir traten an, um Demokratie und Rechtsstaatlichkeit durchzusetzen.

Lesen Sie Teil 1,2 und 3 unserer Serie “Die Scheinheiligen aus der AfD Bayern”:
Tobias Zeiler – Wächters williger Erfüllungsgehilfe
André Wächter – ein kleiner Sachbearbeiter will um jeden Preis nach oben
Dr. Brigitte Stöhr – die unsichtbare 1. Stv. Landesvorsitzende

Die Scheinheiligen aus der AfD Bayern: Dr. Brigitte Stöhr – die unsichtbare 1. Stv. Landesvorsitzende

Auf der Webseite der AfD Bayern keiner Silbe wert: Lebenslauf nicht einmal in Kurzfassung. Kein Foto. Schlichtweg nicht vorzeigbar? Ganz einfach: nicht der Rede wert.

Der Einzug in den Bundestag – das wäre der Eurorettungsschirm gewesen für die 53-jährige Münchnerin Dr. Brigitte Stöhr. Seit dem Jahr 2012 arbeitet die Chemikerin als „selbständige Beraterin“. Wie ärgerlich nur, dass der Gründungszuschuss des Arbeitsamtes zeitlich begrenzt ist.

Im Anschluss an die Förderung des Arbeitsamtes wäre ein Bundestagsmandat bequemer gewesen. Leider erreichte die Alternative für Deutschland nur 4,7% der Stimmen. Jetzt steht wohl knappes, staatliches Arbeitslosengeld 2 an statt luxuriöser, staatlicher Abgeordnetendiät.

Brigitte Stöhr in der Mitte zwischen Schuhverkäufer Michael Göschel und Bankrotteur Fritz Schladitz  von der Ostersonntagsbande auserwählte Pfingstnachrückerin Listenplatz 2 der AfD Bayern

Dr. Brigitte Stöhr in der Mitte
zwischen Schuhverkäufer Michael Göschel und Bankrotteur Fritz Schladitz
von der Ostersonntagsbande auserwählte Pfingstnachrückerin
Listenplatz 3 der AfD Bayern

Der Landesvorsitzende André Wächter interessierte sich brennend für Einzelheiten aus dem Leben seiner Vorstandskollegin. Die beiden sind sich nämlich mittlerweile spinnefeind. Lediglich das Wissen um die krummen Machenschaften und Unregelmäßigkeiten schweißt die beiden, wie den gesamten Landesvorstand, überhaupt noch zusammen.

Um an belastendes Material gegen seine Stellvertreterin zu gelangen, ließ der Werktags in München wohnende André Wächter sogar seine Freundin und in Coburg lebende Mutter seines Kindes Gesetze brechen und gegen ihren Arbeitsvertrag verstoßen. Die gutgläubige Frau benutzte ihre Arbeitsstelle im Arbeitsamt Coburg, um illegal an Informationen über Dr. Brigitte Stöhr zu gelangen.

Der Coburger André Wächter, frisch gekürter Oberbürgermeisterkandidat für München, legt Wert auf totalitäre Kontrolle im Landesverband Bayern. Es ist immer nützlich, jederzeit passende, kompromittierende Informationen parat zu haben. Die waren bei Dr. Brigitte Stöhr nicht schwer zu finden: der naiven Freundin Wächters sei Dank. Ihr droht nun ein Disziplinarverfahren durch das Arbeitsamt Coburg und sogar der Verlust des Arbeitsplatzes. Die Ratenzahlung des gemeinsamen Häuschens in Coburg ist gefährdet. Der Kontrollwahn eines deutlich überforderten Landesvorsitzenden gefährdet die berufliche und soziale Existenz einer jungen Familie.

Wie konnte es so weit kommen?

Auf der Gründungsversammlung des Bezirkes Oberbayern am 09.05.2013 stellten die Ostersonntagsgauner die unscheinbare Frau Stöhr das erste Mal einem größeren Publikum vor. Sie platzierten sie demonstrativ mit anderen Günstlingen am Tisch der Ostersonntagsbande um den damaligen Landesvorsitzenden Wolf-Joachim Schünemann. Der Landesvorstand suchte eine gefügige, ungefährliche und gesellschaftsfähige Frau für die ersten Plätze der bayerischen Landesliste. So stieß die Bande auf Brigitte Stöhr. Ihr Doktortitel galt zwar als das einzig Vorzeigbare an ihr, fiel jedoch umso mehr ins Gewicht, da die übrigen selbst erwählten Spitzenkandidaten, die Landesvorstandsmitglieder selber, wenig bis gar nichts vorzuweisen hatten. Auf besondere Empfehlung des „Tagungspräsidenten“ der Gründungsversammlung, André Wächter, damals Landesschatzmeister, wählten die Claqueure Stöhr auf Anhieb als 2. Stv. Vorsitzende in den Bezirksvorstand Oberbayern. Bei mehreren Wahlgängen übernahm sie die Vorstellung von Monica-Ines Oppel, die an diesem Tag verhindert war und daher unglücklicherweise den Einzug in den Bezirksvorstand knapp verpasste. Die Ostersonntagsbande brachte die Wächter-treue Juristin dann später als Landesschiedsrichterin und als Leiterin des Fachausschusses für Recht und Inneres unter.

v. l. n. r.: Michael Göschel,Jochen Seeghitz, Dr. Brigitte Stöhr, Andre Wächter, Marie von Kienlin, Fritz Schladitz (es fehlt: Tobias Zeiler) Ostersonntagsvorstand mit den Pfingstnachrückern Stöhr und Zeiler (nicht im Bild, da Gerüchte verbreitend)

v. l. n. r.: Michael Göschel, Jochen Seeghitz, Dr. Brigitte Stöhr, Andre Wächter, Marie von Kienlin (zurückgetreten), Fritz Schladitz (es fehlt: Tobias Zeiler)
Ostersonntagsvorstand mit den Pfingstnachrückern Stöhr und Zeiler (nicht im Bild)

An Pfingsten ergriff Brigitte Stöhr dann die zweite Chance in der „Partei der wirtschaftlichen Kompetenz“, wie sich die AfD gerne selbst bezeichnet: im Wohnzimmer der Ostersonntagsbande in Nürnberg und Dank der unterstützenden Propaganda Wächters & Co war die Wahl zur 1.stv. Vorsitzenden der AfD Bayern nur noch eine Formsache.

Ihre Leistungen für die AfD Bayern seit diesem Zeitpunkt lassen sich sehr kurz zusammenfassen:

Nichts.

Diese eindeutige Feststellung dürfte der letzte gemeinsame Nenner des völlig zerstrittenen Landesvorstandes der AfD Bayern sein.

Die Pressearbeit Stöhrs war schlichtweg katastrophal. Sie schaffte es, dass niemand aus der Medienlandschaft von Bernd Luckes Besuch in München kurz vor der Bundestagswahl erfuhr. Spätestens für diese Glanzleistung und zu diesem Zeitpunkt hätte die AfD Bayern sie ersetzen müssen.

Abgesehen von einer ostersonntagsbandenüblichen Aussage in der Süddeutschen Zeitung, dass es eben nicht so einfach sei, „diese Leute [die Mitglieder] auf eine einheitliche Linie zu bringen“ (SZ vom 7.7.13: Vorwürfe gegen bayerischen AfD-Landesvorstand: „Die Gier war größer als die Vernunft“) war von ihr nichts zu hören, nichts zu sehen. Eine komplette Fehlbesetzung. Bundestagswahlkampf? Stell Dir vor, es ist Wahlkampfzeit und alle gehen hin, nur nicht die 1. Stv. Vorsitzende. Traurig und beschämend, aber wahr.

So lässt der Landesvorstand Dr. Brigitte Stöhr auf seiner Propaganda-Webseite vorstellen

So lässt der Landesvorstand Dr. Brigitte Stöhr auf seiner Propaganda-Webseite vorstellen

Wofür sitzt Frau Dr. Brigitte Stöhr noch im Landesvorstand ?

Das weiß wirklich niemand und am wenigsten wahrscheinlich sie selbst.

Frau Dr. Stöhr, bitte tun sie uns allen einen Gefallen, und am meisten sich selbst. Alle aussichtsreichen Listenplätze und Fleischtröge sind außer Sichtweite. Es winken so schnell keine Abgeordnetendiäten mehr. Bitte machen Sie den Weg frei für Menschen, die in der AfD Bayern etwas beizutragen haben, Mitglieder, welche die AfD vorwärts bringen können, Parteifreunde, die überhaupt in der Lage sind, irgendetwas zu bewegen, und nicht nur auf einen bezahlten Posten warten.

Dann interessiert es auch keinen Menschen mehr, ob sie wirklich ein Problem mit oder ohne Alkohol haben, wie viele Zigaretten Sie am Tag rauchen, ob Sie bereits Hartz IV beziehen oder auch nicht, und ob wirklich nur ein einziges Kleid in Ihrem Schrank hängt.

Es ist uns wirklich egal. Allen.

Bitte nutzen Sie Ihre langjährige Industrieerfahrung und stellen sich dort wieder zur Verfügung. Man wird es Ihnen danken. In der AfD.

Sie bezeichneten die AfD als die „Partei des gesundes Menschenverstandes“. Lassen Sie uns Wort halten und diesen gemeinsam benutzen.

Bitte machen Sie den Weg freI.

Die Redaktion des Alternativen Newsletters sichert Ihnen freies Geleit und einen würdigen Abgang zu.

Lesen Sie Teil 1 und 2 unserer Serie “Die Scheinheiligen aus der AfD Bayern”:
Tobias Zeiler – Wächters williger Erfüllungsgehilfe
André Wächter – ein kleiner Sachbearbeiter will um jeden Preis nach oben