Scheinalternative für Deutschland: Wie sich eine Hoffnung selbst zerlegt

Der Euphorie folgt die Depression. So jedenfalls muss man die Genese der Partei sehen, die doch auffällig selten bei 3, meist bei 2% in den Wahlprognosen stagniert. Überall treten vehement Probleme zutage (Bayern, Hessen, Berlin und NRW) die derzeit auf eine Selbstzerlegung hindeuten. Warum ist das so? Wahrscheinlich, weil schon die vielbejubelte „Gründung von oben“ einen schweren Webfehler beinhaltete. Herrschte anfangs noch Skepsis, ob es ein kluger Schachzug war, jenes in einem sehr kleinen Kreis entstandenes Minimalprogramm vorzulegen, das von niemandem der heutigen Parteimitglieder mehr an Mitgestaltung abverlangte, als „Ja“ zu sagen, so zeigte sich anschließend in klarer Gewissheit, inklusive der Gründung nach einem zentralistischen Prinzip, dass die Basis von vornherein nicht in inhaltliche Prozesse eingebunden war. Von Beginn an misstraute man den Mitgliedern.

Infolgedessen konnte jeder, der kritisch hinsah bemerken, wie die Gründung von Kreisen verzögert, wenn nicht gar verschleppt wurden. Es wurde sogar von der Führung offen kommuniziert, dass man befürchte in einigen Kreisen könnten Leute gewählt werden, die dann von der Presse ins mediale Licht gezerrt und zum Schaden der Partei zerlegt würden. Man selbst hielt sich natürlich über jeden Zweifel erhaben. Vor allem Selbstdenker und eigenständig Handelnde wurden ausgebremst. Stattdessen wurde es zum höchsten Gebot der Aktiven auf Facebook jeden Tag mindestens drei Lucke-Sprüche mit „mag ich“ zu veredeln.

Aber es war auch manchmal kaum silber, was vom geradezu als Messias (sonst konnte und darf sich niemand profilieren) stilisierte Parteisprecher zu Protokoll gegeben wurde. Recht schnell wurde bezüglich des raschen Euro-Austrittes Deutschlands zurückgerudert, mal ward die FDP des Populismus gescholten, weil sie doch so etwas Unfassbares wie Steuersenkungen fordert, mal sollte die Schweiz mit dem europäischen Steuerrecht beglückt werden, mal begrüßte er die insgeheim erfolgte Zwangsabgabe der Zyprioten, stellte ihnen zugleich Mittel aus dem Fördertopf der EU (die an sich auch kaum kritisiert wird) in Aussicht und oft verwechselte er Ursache und Wirkung, wie bei den einseitigen Schuldzuschreibungen des Euros als Grund für die Krise der ach so gebeutelten Krisenstaaten des Südens. Eine klare Absage der populistischen Schmähungen der Kanzlerin, hörte man von keinem der Mitglieder der AfD, irritierend sogar, wie viele mit hässlichsten Beleidigungen der obersten deutschen Repräsentantin konform gingen.

Daran anknüpfend, kann man in der Tat ein Problem ausmachen, welches an der Basis zutage tritt. Es gibt da viel heiße Luft von Wutbürgern des Ressentiments und der Verschwörung. Eine WASG von links bis rechts, mit Bauchgefühl und Kopfleere. Zu verschrobenen Ansichten über Gott und die Welt, gesellt sich ab und auch Sexismus* und die Abwesenheit von Empathie. Das alles ist nichts Neues in der Politik, aber deshalb auch nicht gerade „alternativ“. Man darf um die Zukunft der AfD Angst haben, zumindest dann, wenn man mit ihr sympathisiert.

Ein Beitrag von Tanja Krienen, ehemalige stellvertretende Vorsitzende/Sprecherin des Kreises Soest. Mittlerweile ist sie aus der AfD ausgetreten, Ihr Austrittsschreiben ist hier zu lesen.

* Die heimische Presse berichte: Bei den „Alternativen“ geht es hoch her*:
Quelle: http://www.soester-anzeiger.de/lokales/soest/soest-erster-streit-soester-2973929.html

Die Partei AfD ist noch kein halbes Jahr alt, der Soester Kreisvorstand noch nicht einmal eine Woche, da kracht es schon gewaltig im Gebälk. Die vergangenen Freitag zur Vize-Sprecherin des Kreis-Verbands gewählte Tanja Krienen fordert ihren Chef, Sprecher Dr. Wilfried Jacobi, zum Rücktritt auf. Sie wirft ihm und der Partei Alternative für Deutschland (AfD) vor, „deutlich am rechten Rand“ nach Wählerstimmen zu fischen, und sagt: „Die Partei wird von christlichen Fundamentalisten und Sektengängern dominiert, für die schon eine arbeitende Frau etwas ist, das es nicht geben sollte.“

In ihrem Fall, so die Soesterin Krienen, sei es noch schlimmer gekommen. Nachdem sie sich als Kandidatin für die Bundestagswahl beworben hatte, habe Kreisvorsitzender Jacobi ihr einen „Hausbesuch“ abgestattet und ihr „eröffnet, unsere Wähler würden die Transsexualität (Krienens) nicht verstehen“. Jacobi könne sich „nicht vorstellen, mein Portrait auf Wahlplakaten zu sehen“, schildert Krienen. Die Partei habe deshalb „alles daran gesetzt“, die Kandidatur zu verhindern. Die Alternativen stehen also „nicht dort, wo die CDU mal war (und wie es Sprecher Jacobi tags zuvor behauptet hatte), sondern partiell da, wo die NPD ist“.

Damit nicht genug: Krienen sieht die Alternativen als „Kaderpartei, in der Tricksen und Täuschen zum Alltag gehört“. Dies belegten nicht nur Beispiele aus Hessen, Berlin und Bayern, sondern jetzt auch aus Soest. „Hätte ich nur gewusst, in welches Milieu ich da gerate.“ Der gescholtene Jacobi wertete die Angriffe auf ihn als „Unterstellungen und Fehleinschätzungen“. Er bestätigte, mit Krienen ein Vier-Augen-Gespräch geführt zu haben. Doch es sei geradezu das Merkmal solcher vertraulichen Runden, nichts darüber nach draußen zu tragen. Daran habe er sich auch im Fall Krienen gehalten. Über Personal-Interna äußere er sich grundsätzlich nicht. – hs

VIDEO: Alternative für Deutschland: eine Mogelpackung spielt falsch

100 Tage in der AfD – ein schockierender Insiderbericht aus NRW

Meine 100 Tage in der AfD ! Oder: Wie die FDP (2.0) mit braunem Gedankengut den deutschen Staat unterwandern möchte.

100 Tage ist er her, dass ich in die sogenannte Anti-Euro-Partei eingetreten bin. Ihr Name lautet „Alternative für Deutschland“, oder kurz AfD!

100 Tage voller Disput, Polemik, Lügen, Mobbing, Feindseligkeit, Bekämpfungen, Postengeschacher, Intoleranz, Drohungen, Ängstigungen, Meinungsverbot und Zensur!

100 Tage, die eigentlich doch relativ harmonisch begannen.

An einem schönen, warmen Frühlingstag, den 12. April 2013 um 14 Uhr trafen sich rund 450 Mitglieder zur Gründungsversammlung der NRW- AfD im beschaulichen Rommerskirchen. Es herrschte eine Aufbruchstimmung, die mitreißend war. An diesem Tage wurde das AfD Schiedsgericht NRW, der Schatzmeister sowie die Sprecher – so nennt diese Partei ihre Vorsitzenden – gewählt. Nur die Beisitzer blieben außen vor. Wir dachten uns in unserer Naivität erst nichts dabei, warum man auf die Wahl dieser wichtigen Personalie verzichtete, denn man speiste uns mit den Worten ab, dass es doch schon recht spät wäre, diese Leute zu bestimmen. Ja, es war bereits 23:45 Uhr! Wir tagten lange, aber für die Wahlen der Beisitzer hätte die Kraft sicherlich noch gereicht. Trotzdem sagte der von uns zum ersten Sprecher gewählte Prof. Dr. Alexander Dilger diese Wahl kurzerhand ab. Zu diesem Zeitpunkt konnten wir noch nicht erkennen, welch ein perfides Spiel der nun gewählte, halbe Vorstand sich da ausgedacht hatte. Wir wussten sehr wenig über die Leute, die nun über die NRW-AfD herrschten. Das sollte sich aber im Laufe der Zeit gnadenlos verändern.

Jetzt folgte alles „Schlag auf Schlag“! Die Listenplätze für die bevorstehende Bundestagswahl am 22.09.2013 mussten besetzt werden. Jeder hatte die Möglichkeit seine Listenkandidatur via Internet anzuzeigen und mit seinem persönlichen Profil zu untermauern. Auch ich habe mich beworben, wobei ich im eigentlichen Sinne gar nicht in den Bundestag wollte, sondern nur die Möglichkeit sah, hier meine politischen Ansichten für die zukünftige Ausrichtung der Partei kund zu tun.

Als Termin hatte man sich für diese Wahlversammlung den 04. und 05. Mai 2013 auserkoren. Nebenbei sollte ein Landesparteitag durchgeführt werden, um die fehlenden Beisitzer zu wählen. Ein gut gewählter Termin, wenn, ja wenn, da nicht der Tagungsort gewesen wäre.

Anstatt einen für die meisten gut zu erreichenden Tagungsort zu wählen, hat sich der bis dahin meist bedeckt gehaltene Vorstand für das im tiefsten Sauerland gelegene Schmallenberg entschieden. Meine Bottroper Parteikollegen und ich waren entsetzt, so dass ich mich via Mail 12 Tage vorher an Herrn Prof. Dr. Alexander Dilger wandte, um hier einen günstigeren Ort zu benennen. Dilger fragte mich schnippisch, ob ich einen besseren Platz in der Kürze der Zeit organisieren könne. Das bejahte ich und bot den Saalbau in Bottrop an ( http://www.bottrop.de/wirtschaft/tagungsstaetten/saalbau.php. ).

Der hätte alle Mitglieder ohne Probleme aufnehmen können, wäre günstiger als die Stadthalle in Schmallenberg, und vor allem für alle hervorragend zu erreichen gewesen. Interessanterweise wiegelte Dilger ab. „Wir haben uns für Schmallenberg entschieden“, so der 1. Sprecher der NRW – AfD! Warum fragte der mich dann eigentlich um eine Tagungsortalternative? Diese Frage beschäftigte mich die ganze Nacht.

Obwohl in den folgenden Tagen hunderte Mitglieder gegen Schmallenberg als Ausrichtungsveranstaltung protestierten, hat der Vorstand den Tagungsort nicht korrigiert.

Nun fiel doch auf, dass in dieser Partei etwas nicht stimmt.

Sollte das die wohlgerühmte Mitbestimmung aller Mitglieder, die angekündigte, totale Transparenz, das neue Demokratiegefühl einer neunen Bewegung sein?

Nein…………..

Die Alternative für Deutschland war für mich und viele unserer Mitstreiter die erste politische Partei in der wir eintraten. Nun wurden wir ins kürzester Zeit auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Hier hat sich scheinbar ein Grüppchen machtbesessener Menschen positioniert, um ohne großen Aufwand in den Bundestag der Bundesrepublik Deutschland einziehen zu können. Das war nun Fakt!

Die Wahlen in Schmallenberg waren eine wirkliche Farce! Am 04. und 05. Mai 2013 haben sich gerade einmal 256 Personen ins tiefste Sauerland verirrt. Darunter 124 Listenkandidaten. Ich selber habe mich solidarisch mit meinen Bottroper Kollegen gezeigt, die aus Kostengründen diese Reise für 2 Tage sich nicht leisten konnten, und blieb folglich daheim. Eines darf man hierbei nicht vergessen. Anfahrt, Hotel sowie Verpflegung haben im Schnitt pro Person 200 Euro verschlungen. Das kann sich bei Leibe nicht jeder mal eben leisten. Ich wollte allerdings auch nicht meine Listenkandidatur aufgeben. Warum auch? Ich entschloss mich, die Kandidatur ordnungsgemäß aufrecht zu erhalten, indem ich dem Vorstand fristgerecht via Mail, ein Faxgerät stand dem Vorstand leider noch nicht zur Verfügung, dieses mitteilte. Interessanterweise war ich dann am Wahltag nirgends aufzufinden. Auf keiner Liste, auf keiner Vorstellung der im Internet präsenten Kandidatenansicht, oder sonst wo. Infolgedessen rief man mich aus Schmallenberg an, um mir dieses Manko mitzuteilen. Immerhin wollten mich einige Anwesende wählen, so dass sie Herrn Alexander Dilger darauf ansprachen. Er war der fehlerhaften Ansicht, dass ich wohl meine Kandidatur zurückgezogen habe. Wie Dilger darauf gekommen ist, bleibt sein Geheimnis. Ich war entzürnt über solcheine unmögliche Art und Weise und kam nun endgültig zu dem Schluss, dass die Alternative für Deutschland keine ihrer ach so hoch gesteckten Versprechungen einhalten kann und will. Vielmehr entpuppte sich die Partei als „Mauschelveranstaltung“, die nur ihre im aristokratischen Sinn vorprogrammierten Leute in die bestimmten, wichtigen aber auch lukrativen Positionen führen will. Die normalen Mitglieder sind unnutzes Beiwerk bzw. sog. „Wahlvieh“ zur Erreichung der selbstgestreckten, egomanischen Ziele.

Aber es sollte alles noch, viel schlimmer kommen!

An diesem Tage wählte man gleich mehrere Leute aus der rechten Szene auf die Landesliste. Der bekannteste ist wohl Herr. Dr. Ulrich Wlecke, der schon den Rechtspopulisten Herrn Jörg Haider (FPÖ) bei seiner Wahl in Österreich massiv unterstützte. http://nrwrex.wordpress.com/2013/05/29/dms-afd-bundestagskandidat-in-ultrarechten-kreisen-verankert/  ; http://nrwrex.wordpress.com/2013/05/17/d-afd-bundestagskandidat-mit-fpo-kontakten/ ; http://www.welt.de/print/wams/nrw/article116950965/Geburtswehen-einer-neuen-Partei.html?config=print

Wutentbrannt bat ich den Bundesvorstand der AfD unter Leitung von Prof. Dr. Bernd Lucke, diese Personen aus unserer Partei zu entfernen. Schließlich konnte und kann ich es nicht zulassen, dass solche Personen in das höchste, demokratische Haus einzieht. Eines darf man nicht vergessen: “Wenn die Alternative für Deutschland (AfD) über die 5 % Hürde springen sollte, dann sind solche Elemente im Bundestag vertreten!“

Selbstredend habe ich auf Einsichtsfähigkeit gehofft, doch Prof. Dr. Bernd Lucke und seine Spiesgesellen denken gar nicht daran, diese rechtsextremen Mitglieder zu entfernen. Im Gegenteil! Noch heute stehen Wlecke und Co. zu meinem größten Bedauern auf der NRW Landesliste. Man kann es nicht glauben, aber es ist wahr!

Nun gut! Die Schmallenberger Tagung war zu Ende und es türmten sich Beschwerden, Widersprüche und Überprüfungsanträge auf Rechtmäßigkeit der Landeslistenwahl beim Ministerium für Inneres und Kommunales NRW auf. Auch ich habe Einspruch eingelegt ( http://afdwatch.de/2013/05/widerspruch-gegen-die-landeswahlveranstaltung-der-afd-nrw/ ) und wusste nun, dass sich diese sog. Partei jetzt massiv gegen mich stellen wird.

Und genau so kam es!

Man entschloss sich mit aller gebotener Härte gegen mich vorzugehen. Man drohte mir mit dem Parteiausschlussverfahren. Dem sah ich allerdings mehr als gelassen entgegen, zumal ich ja alles rechtsgemäß tätigte, was zumindest vom NRW Landesvorstand so nicht gegeben ist.

Als ich dann auch noch Neuwahlen für die ungültigen Abstimmungen in Schmallenberg forderte, überforderte ich den ach so kompetent besetzten NRW Vorstand restlos. Schon wenig später setzte Prof. Dr. Alexander Dilger ein Schreiben im Namen des gesamten Vorstandes auf, das die Schmallenberger Wahlversammlung als rechtmäßig erklärte und Neuwahlen wahrscheinlich nicht zu erwarten seien.

Einige rechtlich brisante Fragen, welcher von der Landeswahlleiterin angeblich Dilger zugesandt worden sind, könnte man ohne Probleme beantworten. Zu diesem Zeitpunkt war Frau Ministerialdirigentin und Landeswahlleiterin Block gar nicht im Hause, so dass ihr Stellvertreter, Herr Geuer, für die Belange zuständig war. Infolgedessen belog Dilger alle NRW Mitglieder wissentlich. Davon einmal abgesehen, kam der Fragenkatalog auch erst einige Tage später. Nun formierte sich eine Gruppe sog. Querulanten, die ebenfalls sofort Neuwahlen forderten, damit eventuelle Rechtsunsicherheiten geheilt werden können. Auch sie wurden böswillig anheim gesucht und in aller Form diskreditiert. Ob nun die Schmallenberger Wahlen rechtens sind, oder eben nicht, entscheidet sich am 27.07.2013 vor einem Gremium im NRW Landtagsgebäude. Dilger und der gesamte Vorstand spielen „Russisches Roulette“ mit der Teilnahme der AfD an der Bundestagswahl 2013. Sollte die NRW Landesliste nicht korrekt zustande gekommen sein – wovon ich persönlich ausgehe – wird die Alternative für Deutschland nicht dabei sein. Man kann schon jetzt ein Danke schön an den Professor für organisierte Ökonomie und seine Entourage senden!

Aber die Partei Funktionäre waren mit mir immer noch nicht fertig!

Wir haben bei der AfD ein sog. offizielles Arbeitsforum. An und für sich eine gute Idee, wenn sie nicht zensiert wird. In meinen Threads wurden sehr viele Artikel geschrieben und sehr viele Bereiche angeklickt. Ich sorgte für Aufklärungsarbeit in dieser Partei. Einige sog. hochgebildete Personen agitierten gegen mich mit bitter bösen Angriffen, in der Hoffnung, dass ich doch endlich meinen Mund halten solle. Dieses ist ihnen nicht gelungen. Vielmehr spornte es mich an, mich einmal mit dem gesamten Vorstand zu beschäftigen.

Zu guter Letzt hat man alle meine Thread im offiziellen Arbeitsforum der Alternative für Deutschland erst zensiert und dann gar gelöscht. Zensur in Deutschland!

Nach der Staatssicherheit (Stasi) der Deutschen Demokratischen Republik ist die Alternative für Deutschland die zweite Organisation nach dem dritten Reich, die dieses erschreckende, undemokratische Instrument zur Anwendung brachte. Was aber erschreckender war, war für mich die Erkenntnis, dass sich nur eine ganz kleine Minderheit gegen dieses Verhalten der Parteiführung aufgelehnt haben. Im Bundesgebiet sicherlich nicht mal 100 von über 10.000

Viele Mitglieder wissen nichts von diesen Machenschaften. Viele Mitglieder erkennen das egomane, selbstsüchtige Verhalten unzähliger Parteifunktionäre nicht. Viele Mitglieder erhoffen sich nur eine Wende aus der derzeitigen Politik der vielen „Rettungsschirme“!

Ich kann es ihnen nicht verdenken! Wie auch?

Die meisten sind passive Mitglieder, deren Unterstützungen nur finanzieller Natur sind. Allerdings wird ihnen erst ein Licht aufgehen, was und wen sie da unterstützen, wenn die Medien öffentlich in aller Kompaktheit diese sog. Partei – die Alternative für Deutschland – unter die Lupe nehmen wird. Nach meinen recht guten Informationen wird das in Kürze passieren.

Freilich geht es auch vielen Mitgliedern wie mir. Ob in Bayern, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Sachsen, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hamburg, Berlin oder Sachsen-Anhalt. E brodelt. Klagen über Klagen werden eingereicht! Überprüfungen von Wahlen angeordnet! Schiedsgerichte angerufen!

Die Basis fühlt hintergangen, fühlt sich ausgeschlossen. Querdenker und sog. Querulanten sind im eigentlichen Sinne Vordenker der Republik. Ohne sie gäbe es keine Aufdeckungen, keine Entdeckungen und keine Weiterentwicklungen. In dieser Partei werden solche wichtigen Menschen allerdings in allen Formen schikaniert, diskriminiert und mit dem Ausschluss bedroht. Viele haben Angst vor Repressalien, Ausgrenzungen oder juristischen Maßnahmen, die bei Kursabweichung angekündigt werden.

Nein, ich bin bei Leibe nicht der einzige. Es sind viele. Wir, die wir die damaligen Ziele der Alternative für Deutschland hoch halten, oder hochgehalten haben, sind die Opfer ein Clique selbstsüchtiger, narzisstischer Egomanen, die sich völlig überschätzen. Sie sehen sich bereits im höchsten politischen Haus der Bundesrepublik Deutschland; auch ohne Basis! Was für eine verkehrte, was für eine irrwitzige Einschätzung!

Diese angeblich hohen Damen und Herren Parteifunktionäre müssen auf den Boden der Tatsachen gebracht werden. Sie müssen raus aus der AfD, denn sie sind die eigentlichen Verräter an den Zielen und den aufkeimenden Hoffnungen der Partei , auf denen so viele Menschen in unserem Land setzen und glauben.

Ich konnte es mit meinem Gewissen zur demokratischen Kultur nicht mehr vereinbaren, dieser Partei in diesem Zustand anzugehören. Infolgedessen bin ich nunmehr aus der Alternative für Deutschland (AfD) ausgetreten, wobei ich selbstredend als guter Staatsbürger verpflichtet war, den Verfassungs- und Staatsschutz über diese Machenschaften der AfD – Funktionäre in Kenntnis zu setzen. Zu meiner großen Verwunderung sind die aber schon seit Wochen aktiv.

100 Tage war ich in der Alternative für Deutschland (AfD)!

100 Tage, die sicher mein Leben maßgeblich veränderten!

100 Tage, an dem meine Vita einen braun-gelben Fleck trug!

100 Tage! Gott Lob, es wurden nicht mehr!!!!!

Ein Bericht eines Ex-Parteimitgliedes aus Nordrhein-Westfalen – redigiert und leicht gekürzt durch unsere Redaktion. Nicht nur in Bayern stellt die Führungsclique der Partei eine Gefahr für unsere Demokratie dar, sondern auch in anderen Landesverbänden.

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