Der Sachsensumpf der AfD – der Wahlverein für Dr. Frauke Petry

Um Mitternacht erlebten wir eine der vielen negativen Überraschungen in der Alternative für Deutschland. Unsere eigene Partei, in die wir so viele Hoffnungen setzen, schaltete uns per einstweiliger Verfügung unsere Facebook-Seite ab. Wir lassen uns davon nicht beirren. Wir stellen nun eine neue Facebook-Seite für Sie bereit, auf der wir Sie weiterhin mehrmals am Tag informieren werden und auf der wir uns ohne Zensur und Sperrung frei und offen austauschen können.  Lesen Sie nun einen erschütternden Erlebnisbericht eines demokratisch gesinnten AfD- Mitglieds über seinen Landesverband. Es ist der Landesverband einer der Lichtgestalten der AfD neben dem VWL-Professor Bernd Lucke und dem Publizisten Konrad Adam. Carsten N. schreibt über seine schauderhaften Erfahrungen in der AfD Sachsen, dem Wahlverein des AfD-Sternchens, Dr. Frauke Petry:   

Im März 2013 habe ich meinen Aufnahmeantrag für die AfD abgegeben und war voller Euphorie und Motivation. Am 28.04.2013 sollte in Leipzig der Landesverband gegründet werden. Guten Mutes machte ich mich auf die Anreise. Die erste Irritation trat bereits bei der Suche nach dem Tagungslokal auf. Normalerweise sind Tagungsstätten zentral gelegen und leicht auffindbar. Nicht so hier: Der Parteitag fand in einem etwas verfallenen, ehemaligen Tanzsaal aus DDR-Zeiten statt, der am Stadtrand und versteckt in einem waldähnlichen Park gelegen war. Die Lokalität war erst nach einer längeren Zeit angestrengten Suchens zu finden (Nicht einmal der mit Navigation ausgestattete, ortsansässige Taxifahrer, von dem ich mich hatte hinfahren lassen, konnte den Tagungsort finden!). Mir kam es so vor, als wenn der Tagungsort gar nicht gefunden werden soll. Dort angekommen, musste ich mich einer Einlasskontrolle durch nicht gerade seriös wirkende, teilweise bis in den Gesichtsbereich tätowierte „Muskelmänner“ unterziehen, die nach ihrem äußeren Erscheinungsbild aus der Diskotheken-Rausschmeißerszene oder dem Zuhältermilieu zu kommen schienen. Irgendwie, dachte ich, passt dies nicht zum äußeren Erscheinungsbild einer sich als bürgerlich-demokratisch verstehenden Partei. So stellt man sich das eher bei der NPD oder DVU vor. Da weit und breit keine Störer oder Gegendemonstranten zu sehen waren, stellte sich die Frage, wen diese Typen eigentlich abschrecken sollten – ob deren Zweck womöglich die Einschüchterung der eigenen Mitglieder war? Die Tagungsunterlagen wurden nur gegen Vorlage des Personalausweises ausgehändigt. Im Tagungssaal verkündete der Versammlungsleiter, dass die Presse ausgeschlossen worden war. Das Bild war geprägt durch Abschottung nach außen und sehr starkes Misstrauen gegenüber den eigenen Mitgliedern. (Ich war von 1980 – 1982 Mitglied der Jungen Union und von 1982 – 1998 Mitglied der FDP. Ein solches Maß an Misstrauen gegenüber der Presse und den eigenen Mitgliedern habe ich dort nie erlebt: Vielmehr wurde versucht, sich auf Parteitagen offen und einladend darzustellen. Meinen Personalausweis habe ich dort übrigens nie vorzeigen müssen.)

Der Parteitag war straff durchorganisiert. Der geschäftsführende Landesvorstand (Vorsitzende und Stv.) wurde ohne Gegenkandidaten und Aussprache mit Leuten aus der Umgebung von Parteisprecher Lucke besetzt. Dasselbe galt für die im Anschluss stattfindende Landesmitgliederversammlung zur Aufstellung der Listenkandidaten zur Bundestagswahl. Die Wahl schien, was die aussichtsreichen Listenplätze anbelangte, abgesprochen zu sein. Es gab jeweils nur einen Kandidaten, der ohne Aussprache mit „stalinistischem“ Ergebnis gewählt wurde. Erst auf den bedeutungs- und aussichtslosen hinteren Listenplätzen durften die Mitglieder dann „Demokratie spielen“. Peinlichkeit am Rande: Der Versammlungsleiter, von dem man eigentlich strikte Neutralität bei den von ihm geleiteteten Wahlen erwarten sollte, kandidierte dann selbst für einen Listenplatz. Ich fragte den Versammlungsleiter, wie dies eigentlich mit der Aufstellung von Direktkandidaten gehandhabt werde. Die Antwort war, der Bundesvorstand der AfD habe beschlossen, dass keine Direktkandidaten zur BTW aufgestellt werden sollen.

Ein Landesschiedsgericht, obwohl in der Landesparteisatzung vorgesehen, wurde übrigens nicht gewählt. So etwas brauche man nicht, dozierte der Versammlungsleiter.

Was auffiel, war auch eine programmatische und inhaltliche „Leere“ auf dem Parteitag. Es fanden überhaupt keine inhaltlichen oder programmatischen Diskussionen oder Beschlussfassungen statt.

In der Folgezeit äußerte sich auf der Ebene der einfachen Mitglieder erheblicher Unmut über die Nichtaufstellung von Direktkandidaten zur BTW. In der Tat muss die Aufstellung der Kandidaten zur BTW nach dem BuWahlG demokratisch durch die Mitglieder erfolgen: Nach § 21 Abs. 1 BuWahlG erfolgt die Entscheidung über die Aufstellung durch die Wahlkreismitgliederversammlungen der Parteimitglieder. § 11 der Landessatzung des LV Sachsen der AfD verweist auf das BuWahlG. Dessen ungeachtet verkündete der Landesvorstand selbstherrlich und unter Überschreitung seiner Kompetenzen, dass keine Direktkandidaten aufgestellt würden. Begründet wurde dies u.a. mit dem „Argument“, die einfachen Mitglieder, aus deren Mitte die Direktkandidaten zu wählen seien, genössen noch nicht das Vertrauen des Landesvorstandes (Nach dem Scheitern des Aufstandes vom 17. Juni 1953 hatte ein Mitglied der damaligen DDR-Regierung erklärt, das Volk müsse jetzt das Vertrauen der Regierung wiedergewinnen – was Bertholt Brecht seinerzeit zum Anlass für sein berühmtes Zitat nahm: dann solle sich doch die Regierung ein neues Volk wählen. Hier scheint eine vergleichbare Geisteshaltung vorzuliegen).

Wiewohl der Vorstand um Dr. Frauke Petry den Mitgliedern misstraut und sie deshalb rechtlos halten will, braucht man sie doch zum Unterschriftsammeln und Wahlkampf. Hierzu ist eine Organisation auf kommunaler Ebene unumgänglich. Nach § 2 Abs. 2 der Landessatzung sind Kreisverbände vom Landesvorstand zu gründen, wobei die Kreisverbände nach ihrer Gründung Satzungs- und Finanzautonomie gegnüber dem Landesverband genießen. Auch diese Satzungsregelung wird vom Landesvorstand umgangen, um die Kreisverbände rechtlos zu halten: Es werden nämlich nur sog. „Kreisvebände in Gründung“ gegründet (die von der Landessatzung gar nicht vorgesehen werden). Diesen „Kreisverbänden in Gründung“ wird die Satzungs- und Finanzautonimie vorenthalten. Es werden dann „kommissarische“ Kreisvorstände bestimmt, die keinen Schatzmeister und auch keine Kassenprüfer haben. Das Konto der Kreisverbände wird vom Landesvorstand geführt. Auf diese Weise werden Kreisvorstände und -verbände unter Bruch der Satzung vom Landesvorstand völlig abhängig gemacht. (Angesichts der zahlreichen Satzungsverstösse des Landesvorstandes wird immer deutlicher, weshalb der Landesvorstand kein Landesschiedsgericht wollte, das ihm in den Arm hätte fallen können, s.o.).

Fazit: Auch im LV Sachsen stellt sich die AfD als undemokratisch und autoritär geführte Partei dar. Offenbar ist die AfD nur als Wahlverein gedacht, der dem Kreis um Parteisprecher Lucke (die Landesvorsitzende Dr. Frauke Petry ist neben Prof.Dr. Lucke eine der drei Bundessprecher der AfD und auf Platz 1 der sächsischen Landesliste zur BTW plaziert) Bundestagsmandate verschaffen soll. Programmatische Diskussionen oder eine politische Willensbildung unter den Mitgliedern finden nicht statt. Die einfachen Parteimitglieder sind nur als kostenlose Arbeitskräfte zum Unterschriftsammeln und zum Wahlkampf vorgesehen. (Nach der BTW braucht man dann den Unterbau nicht mehr und wird ihn voraussichtlich „einmotten“). Ich bezweifle, dass eine Partei, die nach innen nicht demokratisch geführt wird, in der Lage (und willens) ist, sich nach außen für demokratische Ziele einzusetzen. Zu befürchten ist vielmehr, dass sich eine undemokratisch organisierte AfD den sogenannten „Alt-Parteien“ in Windeseile angleichen wird, was die Ignorierung des Bürgerwillens angeht. Mitgliedern, die sich mit solchen Zuständen nicht abfinden wollen, stellen sich die Alternativen: Austreten, Anfechten der Listenaufstellungen oder Hoffen auf eine Änderung der Zustände. Letzteres wird aber nicht von selbst eintreten, sondern muss von unten durchgesetzt werden. Ein Verbleib in der Partei von demokratisch orientierten Mitgkiedern hat deshalb nur dann Sinn, wenn sie sich vernetzen und organisieren.

Carsten N., Mitglied der Alternative für Deutschland im Landesverband Sachsen

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Diktatur der AfD Bayern versus Wahlprogramm

Parteiaustritt Herr Klaus W.

"Wie fordern mehr Demokratie auch in den Parteien. Das Volk soll den Willen der Parteien bestimmen,
 nicht umgekehrt." - aus dem Wahlprogramm der Alternative für Deutschland

Die Austrittswelle im Landesverband Bayern der Alternative für Deutschland ebbt nicht ab. Anständige, integere, kompetente und demokratische Mitglieder verlassen das sinkende Schiff. Multiplikatoren. Sie waren inhaltlich von der AfD überzeugt, steckten voller Energie und Tatendrang, wollten dieser neuen Partei Leben einhauchen, Deutschland zum Positiven verändern, die Fehlentwicklungen in Europa korrigieren, alle an einem Strang ziehen. Plötzlich fanden sie sich in einem Albtraum wieder: In der Diktatur der Ostersonntags-Connection und ihrer Günstlinge. Anfangs rieben sie sich ungläubig die Augen, glaubten immer noch an das Gute und an die Vernunft. Doch Diktaturen kennen das nicht. Diktaturen setzen eiskalt ihre Interessen durch, mit allen Mitteln: Manipulation, Propaganda, Drohungen, Unterbindung jeglicher innerparteilicher Kommunikation und Vernetzung bevor die Fakten geschaffen wurden, Parteiausschlussverfahren, Spionage, Beleidigungen, Verleumdungen, Rufmord, undemokratische Wahlen…

Die aktiven, engagierten und kompetenten Mitglieder versuchten wochenlang mit demokratischen Mitteln die innerparteiliche Demokratie herzustellen. Sie sind gescheitert. Nun bleibt ihnen nur noch der juristische Weg, der die AfD von den Bundestagswahlen ausschließen würde, oder der Austritt, um vielleicht noch etwas bewirken zu können.

Lesen Sie hier nun den 10. Parteiaustritt aus der AfD Bayern, den wir dokumentieren:

Ich bin der Alternative für Deutschland beigetreten, weil ich von ihren Inhalten überzeugt war und bin dies noch immer. Ausgetreten bin ich wegen dem, was innerhalb der AfD vor sich geht. Insbesondere im Landesverband Bayern, aber offenbar beispielhaft für die gesamte Partei.

Die Erwartungen waren hoch. Schließlich hat Bernd Luckes erfrischend sachliche Art die Hoffnung auf eine neue Art der Politik geweckt. Und nicht nur bei mir, innerhalb kürzester Zeit treten der AfD über zehntausend Mitglieder bei, Medien berichten ausführlich und im Gegensatz zur Piratenpartei scheint hier eine höchst kompetente Gruppe mit konkreten Zielen am Werk. Namhafte Ökonomen äußern ihre Zustimmung und innerhalb kürzester Zeit ist die AfD eine reale Option für die Bundestagswahl 2013.

Doch was hinter der Talkshowpräsenz der AfD geschieht hat mich wie zahlreiche andere sprachlos gemacht.

Ich hatte naiverweise gehofft, die AfD – oftmals abfällig als „Professorenpartei“ bezeichnet – wäre endlich eine kompetente, sachorientierte Partei, die nach Fakten entscheiden würde anstatt nach Stimmung. Eine objektive, wissenschaftlich fundiert argumentierende Partei als Alternative zu links-rechtem Lagerdenken und einschläfernder Alternativlosigkeit. Tatsächlich geht es in erster Linie um lukrative Bundestagsmandate für einige wenige Karrieristen.

Ich glaube meine Generation ist politisch durchaus sehr interessiert, kann sich aber mit keiner der etablierten Parteien identifizieren. Frustriert von den etablierten Parteien und verärgert über das Gebaren vieler Berufspolitiker sind wir keinesfalls der Politik müde, sondern ihrer Politiker.

Kurzentschlossen bin ich der AfD beigetreten und war zum ersten Mal Mitglied in einer politischen Partei. Ich fühlte mich hochmotiviert und war in Aufbruchstimmung, jetzt wollte ich mich auch einbringen und in der neugegründeten Partei engagieren. Das Problem war nur: ich erhielt keine Newsletter, keine Informationen über anstehende Veranstaltungen, wusste nicht mehr als jeder Zeitungsleser.

Es gibt ein sogenanntes „Arbeitsforum“ für Parteimitglieder, in dem eine Handvoll Leute ihre Ansichten verbreiten, allerdings niemand aus der Parteiführung je etwas geschrieben hat. Diskussionen führen zu keinem Ergebnis. Es ist wohl eine Art Beschäftigungstherapie für zahlende Mitglieder, die den Eindruck bekommen sollen, etwas mitbestimmen zu können. Beiträge und ganze threads (wie z.B. „Meine 100 Tage in der AfD“) werden kommentarlos gelöscht und Anfragen an den gewählten (!) Landesvorstand werden schlichtweg ignoriert.

Die facebook-Seite hatte die Kommentarfunktion zwischenzeitlich deaktiviert, postete selbst allerdings ekelhafte Parolen wie „Klassische Bildung statt Multikulti-Umerziehung“. Niemand distanzierte sich davon.

Der Landesverband in Bayern hatte sich am Ostersonntag ganz spontan gegründet, mit Verweis auf die drängende Zeit. Der Parteitag in Ingolstadt und dessen Fortführung in Nürnberg geraten zum totalen Chaos, das Magazin „quer“ berichtet im bayerischen Rundfunk über rechtsextreme Äußerungen des beinahe gewählten Landesvorsitzenden. Es wird über private finanzielle Probleme der Vorstandsmitglieder berichtet und Kritiker werden mit Parteiausschlussverfahren bekämpft.

Die Erklärung des Landesvorsitzenden wirkt hier geradezu höhnend: „Manche Mitglieder sind zu sehr auf Eigeninteressen bedacht. Das ist das Problem einer neuen Partei. Sie lockt Leute an, die einfach nur in den Bundestag kommen wollen und meinen, einen tollen Job zu bekommen – ohne die tatsächlichen Anforderungen zu kennen. Sie arbeiten mit allem, was geht.“

„Momentan wird dreckige Wäsche gewaschen“ – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Momentan-wird-dreckige-Waesche-gewaschen-id25264506.html

Die Süddeutsche Zeitung berichtete: http://www.sueddeutsche.de/bayern/landesparteitag-der-afd-kaum-gegruendet-schon-zerstritten-1.1669856

Am 6. Juni wird dann die Landesliste gewählt. Per Delegiertenwahl. Selbstverständlich keine Einladung zur Delegiertenaufstellung oder Informationen für interessierte Kandidaten. Auf den ersten Plätzen werden die Landesvorstände gewählt, die noch kurz zuvor eine Spitzenkandidatur vehement ausgeschlossen hatten. Ich selbst hatte verärgert meine Bewerbung um einen Listenplatz eingeschickt, ich wurde nicht einmal über die Wahl informiert, geschweige denn eingeladen.

Von einem Kritiker erfuhr ich dann von privaten Einschüchterungsversuchen, was das Fass für mich zum Überlaufen brachte. Von der fehlenden Abgrenzung nach Rechts ganz zu schweigen. Die Basis wird eiskalt ignoriert und der Bundesvorstand ist entweder nicht interessiert oder überfordert. Kommunikation findet nicht statt. Im Parteiforum häufen sich Brandbriefe und Austrittserklärungen, es gibt bis heute kein Organigramm des Landesverbandes, ich weiß nicht wer für was verantwortlich ist und wer welche Posten inne hat. Stattdessen wird jetzt der Wahlkampf eingeläutet und Infostände in der Stadt organisiert.

Die Vorgänge, die sich in fast identischer Form auch in NRW, Hessen, Berlin und anderen Landesverbänden abspielen, werden teilweise als „Desinformationskampagne“ abgetan, jetzt sei es Zeit Streitereien beizulegen und sich auf die Bundestagswahl zu konzentrieren. Jetzt sollen wir also für diese Gestalten auf die Straße gehen und Wahlkampf betreiben?

Nein, danke!

Ich werde solchen Leuten nicht zu einem politischen Amt verhelfen, nicht durch meine Wahlstimme und schon gar nicht durch meine Unterstützung. Das möchte ich nicht und kann es auch nicht verantworten. Die AfD ist derzeit keine demokratische Partei und ihre aktuellen Kandidaten zeichnen sich in keinster Weise durch besondere Kompetenz oder Visionen aus. Wenn das, was wir in wenigen Wochen Mitgliedschaft in der AfD erlebt haben, einen Ausblick auf die Zukunft geben kann ist klar, dass diese Partei keine politische Verantwortung übernehmen kann und darf. Das ist schade um die überzeugenden inhaltlichen Ziele der AfD, und höchst enttäuschend für viele engagierte Mitglieder.

Nach meinem Austritt kann ich abschließend sagen: Die Alternative für Deutschland ist keine Alternative für mich.

Jedenfalls nicht in diesem Zustand, doch Anzeichen für eine Änderung sind nicht in Sicht und jede Eigeninitiative wird systematisch behindert. Und da die Fristen für eine Teilnahme an der Bundestagwahl keine Zeit für Wahlwiederholungen erlauben wird die AfD genau so aufgestellt bleiben, wie sie jetzt ist.

Wenn Austritt der einzige Weg ist, auf die Zustände in der AfD aufmerksam zu machen, dann bitteschön.

Klaus W.

Weitere Austrittsschreiben

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Endlich Basisdemokratie!

Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“ Jean-Claude Juncker

Liebe Parteikollegen,

wir wollen in den Bundestag, weil wir die Euro-Rettung, auch die EU als undemokratisch empfinden. Wir fordern mehr Basisdemokratie – das VOLK soll entscheiden! Deshalb wollen wir in den Bundestag! Umso mehr überrascht das Vorgehen der aktuellen Führung:

Anonymität: Der LV Bayern versteckt sich hinter dem Presseteam

Auf anonyme Newsletter-Autoren wurde gerne geschimpft. Doch nun versteckt sich der Landesverband Bayern hinter dem  „Presseteam“. Keiner aus dem Vorstand will im Newsletter 10 für die neue „Basisdemokratie“ (ha ha ha!) seinen Namen hergeben.

Basisdemokratie: Begriffsverwirrung beim Landesverband Bayern

Im Wahlprogramm der AfD wird mehr Basisdemokratie versprochen. Gut, dass uns der Landesverband Bayern endlich im Newsletter 10 erklärt hat, was er unter „Basisdemokratie“ versteht. Sonst wüssten wir, die einfachen Parteimitglieder ja gar nicht, was wir unseren Wählern im Wahlkampf zu erzählen haben. Basisdemokratie nach LV Bayern besteht darin, nicht die Basis abstimmen zu lassen, das Parteimitglied, den Bürger – nein! Basisdemokratie nach LV Bayern bedeutet, dass zusätzliche Hierarchieebenen eingezogen werden und nicht mehr direkt – sondern indirekt über Delegierte abgestimmt wird. Der kommende Sonntag wird wohl der letzte Landesparteitag mit allen bayerischen Parteimitgliedern sein!
Glaubt eigentlich der Landesverband dass die Parteimitglieder so hohl sind und diese dämlichen Phrasen glauben? Eine Beleidigung für den Intellekt!
Schluss mit diesen dummen Sprüchen!

Das Delegiertensystem kostet uns wertvolle Zeit…

Vieles (Satzung, Einladungsfristen,…)  wurde bisher mit den Hinweisen auf den Zeitdruck durchgepeitscht. Aber auf einmal bleibt Zeit für die Einführung des Delegiertensystems, das uns zusätzlich Zeit kostet: denn 1. die Delegierten müssen zunächst gewählt werden. 2. Erst dann kann unter Einhaltung von Fristen (es vergehen Wochen!) ein Delegiertenparteitag zur Aufstellung der Landesliste für die Bundestagswahl einberufen werden – wir werden in einen enormen Zeitdruck geraten!
Wir haben nur noch bis zum 15.Juli Zeit zur Abgabe der Unterlagen beim Wahlleiter – und viel zu tun: 1. die Landesliste muss stehen 2. Das einfache Parteivolk „darf“ die 2000 Unterschriften sammeln 3. Das entsprechende Formular muss beim Wahlleiter abgegeben werden – hoffentlich fehlt am Ende bei dem Gehudele nicht wie bei der Pauli-Partei eine Unterschrift!

BTW-Landesliste: Die anderen sind schon fertig!

Der AfD Landesverband NRW hat bereits eine Landesliste – sie sammeln bereits die Unterschriften. Auch die Piratenpartei hat es in Bayern geschafft eine Landesliste aufzustellen. Es war auch möglich die Profile der Kandidaten online zu stellen. Auch die Piraten haben es geschafft, gültige Abstimmungen auf ihren Landesparteitag durchzuführen…..ts, ts LV Bayern!

Seilschaft: Die totale Kontrolle durch die  Ostersonntags-Connection

Die Ostersonntags-Connection hat in kürzester ein System der gegenseitigen Abhängigkeit errichtet: In den Bezirken und Kreisen hat die Ostersonntags-Connection reichlich Werbung für ihre Kandidaten gemacht – fast überall haben Unterstützer der Ostersonntags-Connection gewonnen. Viele Parteimitlieder stimmten für die Empfehlung der Landesverbandes – „die wissen schon was sie tun!“.
Im Gegenzug rühren die Bezirksvorsitzenden für den LV, die Ostersonntags-Connection reichlich die Werbetrommel.  Dafür wurden Ihnen aussichtsreiche Listenplätze für die Landtagswahl versprochen.

Teilnahme Landtagswahl: Ergebnis stimmt nicht – also noch mal abstimmen!

Der LV ist unzufrieden mit dem Ausgang der Abstimmung auf dem Landesparteitag. Darum will er wie zuerst in der Presse – dann im Newsletter 11 angekündigt, noch einmal über die Teilnahme zur Landtagswahl abstimmen lassen. Man will die Landtags-Listenplätze um die Bezirks und Kreisvorstände bei der Stange zu halten. Sonst bricht das System der gegenseitigen Abhängigkeit zusammen! Ob all das zum Wohle der Partei ist?

Was wir jetzt tun müssen:

  • Wir, die AfD, treten ein für: Respekt vor dem Recht und dem gegebenen Wort, für demokratische Kontrolle, für Transparenz und Bürgernähe, für Selbstbestimmung, für Selbstverantwortung und für solide Finanzen – auch innerhalb unserer Organisation!
  • Wir sorgen dafür, dass unsere Partei nicht zur Lüge verkommt und leben unsere Werte auch in unserer Organisation!
  • Wir leben es vor: Unser Landesverband Bayern ist Vorbild für mehr Demokratie in Deutschland und Europa!
  • Wir wählen und bestimmen Parteifreunde als Vorstandmitglieder und Listenkandidaten, die sich am kompetentesten erweisen, diese Werte am besten verkörpern und nach innen und außen durchsetzen! Gehen Sie bitte Wählen – auf dem Landesparteitag am Sonntag 13h!

Noch ist es ein Traum…. eine schlagkräftige, demokratische AfD in Bayern!

Liebe Parteikollegen,
wir haben den Traum von einer Partei, welche korrupte und inkompetente Machtstrukturen in Deutschland und Europa ablöst.  Das heißt aber auch, dass wir uns an die eigene Nase fassen müssen – wir haben noch viele Schwächen. Bitte engagieren Sie sich auf dem kommenden Landesparteitag für eine erfolgreiche, transparente und demokratische AfD!

So sollte es sein:

  1. Wir wählen die besten Talente aus dem Pool hervorragender Kandidaten in den Landesvorstand.
    Wir vermeiden Seilschaften, welche gute Kandidaten behindern.
    Wir veranstalten kein zweites Ebersberg: erst 5 Tage vorher wurde für den Ostersonntag zur Wahl des Landesvorstands eingeladen – nur eine Minderheit der Mitglieder konnte wählen. Diese Wahl ist juristisch fragwürdig.
  2. Die Satzung entspricht zukünftig den Gepflogenheiten demokratischer Parteien.
  3. Wir halten Ladungsfristen zukünftig ein – wir laden frühzeitig ein.
  4. Unsere Wahlen werden nicht mehr juristisch anfechtbar sein.
    Kandidaten für Parteiämter stellen sich rechtzeitig online vor – mit Ihren Lebensläufen. Damit kann sich die Parteibasis ein Bild über die Kandidaten machen. Treten „technischen Problemen“ mit der Website auf, werden notfalls die Profile verschickt bzw. per dropbox verteilt.
  5. Öffentlichkeitsarbeit: Wir betrachten die Presse zukünftig als wichtigen Partner, den es zu überzeugen gilt. Wenn die Presse „unfair“ berichtet, sollten wir darüber nachdenken, was wir falsch gemacht haben. Wir schließen die Öffentlichkeit nicht mehr aus, wie in Ebersberg geschehen.
  6. Protokolle des LVs entsprechen den rechtlichen Normen und werden aktiv an die Mitglieder kommuniziert werden.
  7. Wir sammeln unsere Kräfte und setzen uns realistische Ziele. Wir konzentrieren uns auf die Bundestagswahl – und verzetteln uns nicht.
    Erst wenn wir eine ausreichende Qualität in der Organisation und den landespolitischen Inhalten erreicht haben, denken wir über die Teilnahme an weiteren Wahlen nach.
  8. Wir  tragen die Politik in die Internet-Moderne: mit Online-Meetings, Online-Dokumentenverwaltung, ja auch Online Abstimmungen schaffen wir es wie keine andere Partei ihre Mitglieder zu integrieren und damit auch für den Wahlkampf zu mobilisieren.Damit übernehmen wir noch 3% der Wähler von den Piraten!
  9. Wer sich über die hohe Arbeitslast in Parteiämtern beklagt, sollte Arbeit an Parteikollegen delegieren – auch wenn man dabei Kontrolle an die Kollegen abgeben muss.
  10. Wer zwei Parteiämter (in Bund und Land) nicht bewältigt, sollte eines davon abgeben.

Wer diesen Träum mit uns träumt – der unterstütze bitte auf dem Landesparteitag entsprechende Initiativen:
– Stimmen Sie bitte gegen die aktuelle Satzung, wonach der Vorstand nur mit 3/4 Mehrheit abgewählt werden kann.
– Stimmen Sie bitte für Frank Neubauers Vorschlag zur Satzungsänderung.
– Bleiben Sie bis zum Ende der Veranstaltung – wenn zu viele gehen können Seilschaften ihre Interessen durchdrücken!
– Prüfen Sie die Lebensläufe – viele die im Job versagen suchen einen Ausweg in der Politik!
– Stimmen Sie auf keinen Fall für eine pauschale Bestätigung des gesamten Vorstands.
Es müssen in einer fairen Wahl die besten Kandidaten die Möglichkeit bekommen gewählt zu werden!

mit kollegialen Grüßen,
Anonymous for Democracy (AfD)

Anlagen:
Strategiepapier SPD: der politische Gegner weis genauestens über uns Bescheid – wird gnadenlos undemokratische Vorgänge in der AfD ausschlachten, bzw. „komisches“ Personal angreifen !
– das unvollständige Protokoll von Ebersberg
– Pressereaktion der Süddeutschen Zeitung auf den Parteitag in Ebersberg:
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/ebersberg/ebersberger-eurogegner-oeffentlichkeit-unerwuenscht-1.1637902