Landesparteitag in Niedersachsen – auch Deutschlands bekanntester Fahnenschwenker tritt an

Außerordentlicher Landesparteitag der AfD Niedersachsen am 23.11.2013

Hoffnungsvoll gründete sich die AfD Niedersachsen am 1. Mai dieses Jahres und wählte den ersten Landesvorstand. Trotz der teuren Anschaffung eines Feuerwehrwagens für den Wahlkampf und anderer orgiastischer Ausgaben, war die anfängliche Euphorie schnell verflogen. Innerhalb kürzester Zeit zerstritt sich der niedersächsische Landesvorstand um den langzeitarbeitslosen Spitzenkandidaten und Modelleisenbahn-Fan Ulrich Abramowski bis zur Handlungsunfähigkeit. Holger Faustmann, der stellvertretende Landesvorsitzende, warf schnell das Handtuch und trat aus „persönlichen Gründen“ aus dem Vorstand zurück und aus der Partei aus. Während sich die einfachen Mitglieder frohgemut im Wahlkampf und als Spenden-Melkkühe aufopferten, erheiterte selbst der Besuch manch weiblicher Vorstandskollegen aus anderen Bundesländern, deren Kurzreisen der Landesschatzmeister Bodo Suhren selbstverständlich zu erstatten hatte, die Vorstandsgemüter nur kurzfristig. Immerhin versäumten es die weitblickenden Gründungsdilettanten, Rechnungsprüfer zu wählen, um die Stimmung im Vorstand nicht noch weiter zu dämpfen.

Werden die niedersächsischen Brandherde gelöscht?

Werden die niedersächsischen Brandherde gelöscht?

Der Alternative Newsletter erhielt zahlreiche Verzweiflungsemails niedersächsischer Parteifreunde. „Mir reicht es nun in/mit dieser Partei AfD, die für mich persönlich mittlerweile keine Alternative mehr ist und sich offensichtlich von Anfang an (schon über die WA 2013) und dann sehr schnell weiter, leider zu einem Sammelbecken zu vieler illustrer, dubioser Figuren, die ich z.T. persönlich (u. a, schon in Berlin ) kennen gelernt habe (Glücksritter, gescheiterte Existenzen, Emporkömmlinge, Geschäftemacher und Dilettanten), auf allen Ebenen entwickelt hat und die anfängliche Gründungseuphorie nachweislich durch peinliches, nicht mehr akzeptables “Hauen und Stechen” verdrängt und abgelöst wurde.“ schrieb ein Niedersachse im August. Weiter in einem Austrittsschreiben: „Deutschtümelnde rechte Nationalisten, nicht nur im niedersächsischen Landesverband, gegen die gar nicht oder nur halbherzig vorgegangen wird (z.B.in Göttingen auch noch gewählt) wobei diese Probleme sogar vom kooptierten AfD-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Ullrich, ebenfalls aus Göttingen, unverständlicherweise negiert werden. Die in vielen Fällen von Anfang an und nicht nur von mir vermutete, viel zu laxe oder so gut wie nicht stattgefundene Neumitglieder-Überprüfung in vielen Landesverbänden zeigt nun anscheinend seine ganze negative Wirkung in der AfD-Mitgliedschaft.“

Am kommenden Samstag ist es soweit. Wird es den Niedersachsen gelingen, einen Landesvorstand zu wählen, der die AfD Niedersachsen nicht weiter paralysiert und herabwirtschaftet, sondern der dem Namen „Alternative für Deutschland“ gerecht wird?

Ulrich Abramowski konnte sich keinen persönlichen Eurorettungsschirm sichern, da die AfD den Einzug in den Bundestag knapp verpasste. Er ist chancenlos in der bundesweiten Kungelei um aussichtsreiche Listenplätze für die Europawahlen und wohl auch nicht weiter tragbar. So wird er nicht mehr zur Wahl als Landesvorsitzender zur Verfügung stehen und sich nach einer anderen Einnahmequelle umsehen. Andere Landesvorstände treten wieder an, darunter auch Nachwuchshoffnungen wie der 73-jährige Scheinadelige Wilhelm von Gottberg, der zum „inner circle“ der Kreuzritterin Beatrix von Storch zählt und die Grenzen Ostpreußens als nicht endgültig sieht. (siehe Alternativer Newsletter vom 20.11.2013). Rege Zustimmung und Unterstützung erhält er durch überzeugte Monarchisten in der AfD, wie etwa dem Ehepaar Volta, welches sich das alte, deutsche Kaiserreich zurückwünscht: http://www.volta.de/html/frame-m.htm . Kerstin Volta bewirbt sich für den stellvertretenden Landesvorsitz, ersatzweise aber notfalls auch als Beisitzerin. Ihre politischen Schwerpunkte sieht sie in der Bildung und in der Erhaltung der deutschen Kultur und Sprache, die nach ihrer Einschätzung dem Untergang geweiht sind. Fremdsprachen hält sie allerdings im Land des Export-Vizeweltmeisters, das kürzlich einen neuen Rekord in der Handelsbilanz erreichte, nicht als Teil der Bildung. Die Deutschen sollten sie „nur auf freiwilliger Basis beherrschen.“ Wenn Deutschland endlich wieder Kaiserreich sein wird und die von Gottbergs und von Storchs ihre Güter zurückerhalten werden, dann werden die Scheinadeligen unter dem Motto „nur noch Deutsche aufs Feld“ sicherlich ausreichend Arbeitsplätze für ihre Untertanen, Mägde und Knechte schaffen, um die bisherige Ausfuhr unserer Spitzentechnologie mit Leichtigkeit kompensieren zu können.

Um den Landesvorsitz bewirbt sich unter anderem Paul-Armin Hampel, der schon seit längerem am Tropf der AfD Niedersachsen hängt. Quellen kolpoltieren, es seien größere Summen für eine AfD-Vortragsreihe des früheren ARD-Mannes ausgegeben worden. Nachdem diese Honorare versiegten, vermietet Hampel mittlerweile sein selbst bewohntes Forsthaus für 95 € pro Übernachtung. Da möchte man dann schon ins Europaparlament, sonst hat die junge Frau bald keine Lust mehr. Auch Dieter Baltes, der stellvertretende Vorsitzende des Kreisverbandes Ems-Weser ist ein Kandidat bester Güte. Seit 2009 ist er arbeitslos. Anscheinend ist er zu gut, um eingestellt zu werden, da sich dann keiner mehr seines Postens sicher sein kann. Glücklicherweise arbeitet seine Freundin und ihr Wohnhaus gehört ihren Eltern. Selbstverständlich kandidieren auch ehemalige Mitglieder der rechten Splitterpartei DIE FREIHEIT. So rechnet sich die Krankenpflegerin Alexandra Kriesinger gute Chancen auf den Posten der Beisitzerin aus. Trotz ihrer parallelen Mitgliedschaft in der FREIHEIT, war sie Kreiskoordinatorin in Hildesheim und ist mittlerweile Kreisvorsitzende, nachdem sie den bisherigen Vorsitzenden loswurde. Endlich kann auch ihr Ehemann Ralf Kriesinger, der ehemalige Pressesprecher der FREIHEIT in Niedersachsen („Deutschland: Geberland, abgebrannt und überrannt.“), aufrücken. Am ersten Parteitag der AfD Niedersachsen war er ja bereits als Mitglied der Zählkommission mit an Bord, als gleichzeitiges Mitglied der FREIHEIT. Nur zur Erinnerung: Laut § 2 der Bundessatzung der AfD ist die gleichzeitige Mitgliedschaft in der AfD und in einer konkurrierenden Partei grundsätzlich ausgeschlossen. Mit Freude ignoriert die AfD-Führung bei Mitgliedern rechter Splitterparteien sämtliche Satzungverstöße.

Ex-Mitglied des Arbeitskreises der Russlanddeutschen in der NPD Kandidat für den Landesvorstand der AfD Niedersachsen Sein Programm: „ICH BIN DIE ECHTE ALTERNATIVE“

Viktor Kasper
Ex-Mitglied des Arbeitskreises der Russlanddeutschen in der NPD
Kandidat für den Landesvorstand der AfD Niedersachsen
Sein Programm: „ICH BIN DIE ECHTE ALTERNATIVE“

Während AfD-weit demokratische und fähige Mitglieder erfolgreich an ihrem aktiven und passiven Wahlrecht auf Parteitagen gehindert und aus der Partei beseitigt und gemobbt werden, auch mit Hilfe der bei Länder- und Provinzfürsten immer beliebteren Methode des Parteiausschlussverfahrens, freuen sich die niedersächsischen Parteimitglieder bereits auf den morgigen Auftritt eines altbekannten NPD-Publikumslieblings. Der 64-jährige Russlanddeutsche Viktor Kasper sorgte mit seiner Fahnen schwenkenden Performance auf dem Gründungsparteitag in Berlin für bundesweites Aufsehen und Berichterstattung (siehe z.B. Bild am 20.04.2013). Bei seinem Eintritt gab er als Parteizugehörigkeiten nur die rechtspopulistische Schill-Partei an, allerdings war er im 2008 gegründeten „Arbeitskreis der Russlanddeutschen in der NPD“ federführend aktiv, zeigte sich auf zahlreichen NPD-Veranstaltungen und meldete 2009 in der Nähe Göttingens eine Veranstaltung an, die die Behörden wegen der Nähe zu rechtsextremen Kreisen untersagten.

Weil die AfD Niedersachsen den „Braunen Kasper“ gerne loswerden wollte, verwehrte der Landesvorstand Kasper den Zutritt zum Gründungsparteitag der AfD Niedersachsen am 01.05.13. Mit dem Ergebnis, dass die Listenaufstellung zur Bundestagswahl drei Wochen später wiederholt werden musste, da sich der Ausschluss Viktor Kaspers als unrechtmäßig herausstellte. Er kandidierte schließlich zur Aufstellung der Bundestagsliste. Seitdem versuchen die Niedersachsen, den Kasper loszuwerden und strengten ein Parteiausschlussverfahren an, das nun ausging, wie das berüchtigte Hornberger Schießen: Erfolglos! Landes- und Bundesschiedsgericht kamen sich in die Quere, die beteiligten Juristen stritten sich um Verfahrensfragen und am Ende der unendlichen Geschichte wird Viktor Kasper morgen für den Landesvorstand kandidieren. Sein Programm: „ICH BIN DIE ECHTE ALTERNATIVE.“

Es fehlt eigentlich nur noch, dass der „Braune Kasper“ gewählt wird.

Frauke Petry peitscht auch in Leipzig die politisch Rechten durch

Demaskierung in Sachsen: strammer Rechtskurs wird fortgesetzt

Den braunen Marsch durch Sachsen hatte Frauke Petry bereits vor der Gründung der AfD vorbereitet. Als sich die Mitglieder am 28.04.2013 in Leipzig versammelten, um den Landesverband zu gründen, war die rechte Messe der Pfarrersfrau bereits gelesen, siehe

Bericht vom 07.09.2013
Bericht vom 25.09.2013
Bericht vom 04.10.2013

Zahlreiche Ex-Mitglieder gescheiterter Parteien des Rechtsaußensegments, vor allem aus der FREIHEIT, der SCHILL-Partei, der DSU, DVU, der FREIEN UNION, der Sächsischen Volkspartei und der OFFENSIVE D dürfen an Petrys Parteibrust nuckeln. Aber auch in das rechtsradikale Lager gewechselte Ex-SED und Ex-StaSis sowie Ex-KZ-Wärterinnen auf Burg Hoheneck („Wachteln“) freuen sich über GRÖBAZ-Zuwendungen. Bis zur Bundestagswahl am 22.09.2013 übte sich das AfD-Sternchen – wie beim rechten politischen Rand üblich – in verbaler Zurückhaltung, zumindest nach außen, z.B. Islam-Hass heißt „Islam-Kritik“ oder „Ausländerfeindlichkeit“ wird mit „Migrationsproblemen“ camoufliert – als ob der Wähler sich dauerhaft verblödet!

Frauke Petry AfD Bundessprecherin und Landesvorsitzende Sachsen Pleitier und GRÖBAZ, peitscht Sachsen auf rechtsradikalen Kurs

Frauke Petry
AfD Bundessprecherin und Landesvorsitzende Sachsen
Pleitier und GRÖBAZ, peitscht Sachsen auf rechtsradikalen Kurs

Im AfD-Innenverhältnis jedoch peitscht das „AfD-Luder“ (Spitzname für Petry im Bundesvorstand) nicht nur einen rechtspopulistischen, sondern tendenziell auch klar faschistoiden Kurs seit Anbeginn durch – bis in die Nähe der Beobachtung durch den Verfassungsschutz (siehe Bericht vom 06.11.2013). Die Maske fällt. Ihr Co-Sprecher im Bundesvorstand, Bernd Lucke, nickt wohlwollend. Immerhin wird er mit den Rechtsradikalen, z.B. aus Chemnitz, medial in Verbindung gebracht (siehe Frankfurter Rundschau 06.11.2013). Das gefällt dem Bundes-Bernd sichtlich, fischt er doch wie Petry gerne im braunen Gewässer (siehe Bericht vom 04.10.2013), um sich dann öffentlich zu echauffieren, warum die AfD so übel rieche. Beide, Petry und Lucke fahren eine Doppelstrategie: ER sagt NEIN zu den Rechtsradikalen, SIE sagt JA (sogar die distnguierte FAZ am 07.10.2013 fällt darauf herein).

Nachdem die de-facto-Fusion mit PRO-CHEMNITZ-DSU ohne nennenswerten Aufschrei der AfD-Basis durchgewunken wurde (siehe Bericht vom 03.11.2013), landete Frauke Petry jetzt ihren nächsten Coup: Karl-Heinz Obser, Ex-Stadtrat in Leipzig (1999-2009) und Ex-Landesvorsitzender der DSU Sachsen, wurde von der AfD Leipzig herzlich als neues Mitglied aufgenommen. Chemnitz war der Testlauf. Der Leipziger AfD-Boss Uwe Wurlitzer und sein Vorstandskollege Hans-Thomas Tillschneider jubilieren. Beide sind als Islam-Hasser aktenkundig (siehe Bericht vom 30.10.2013) und freuen sich mit Frauke Petry über den Zustrom von Rechts.

Karl-Heinz Obser, geb. 31.10.1947  Ex-Stadtrat in Leipzig und Ausländerhasser wurde von der CDU-Fraktion wg. Rechtslastigkeit ausgeschlossen 1995 bis 11/2013 DSU, bis 10/2010 DSU Landesvorsitzender Sachsen PRO DEUTSCHLAND Aktivist, seit 11/2013 AfD Leipzig

Karl-Heinz Obser, geb. 31.10.1947
Ex-Stadtrat in Leipzig und Ausländerhasser
wurde von der CDU-Fraktion wg. Rechtslastigkeit ausgeschlossen
1995 bis 11/2013 DSU, bis 10/2010 DSU Landesvorsitzender Sachsen
PRO DEUTSCHLAND Aktivist, seit 11/2013 AfD Leipzig

Karl-Heinz Obser ist seit 1995 DSU-Mitglied, ein Bilderbuch-Rechtspopulist. Mit beschränkten politischen Vorstellungen, aber ausgeprägtem Fremdenhass wurde er aus der CDU-DSU-Fraktion geworfen („Ein Leipziger Stadtrat redet Amok“, siehe Leipziger Internetzeitung 07.03.2008). Einige Jahre zuvor hatte er bereits versucht, in Sachsen ein „schwarz-braunes Bündnis“ aus NPD, Republikaner, DSU, DVU, Sächsische Volkspartei und anderen rechtsradikalen Spinnern zu schmieden (siehe Leipziger Internetzeitung 19.09.2007). Hierfür trat er auch gemeinsam mit Martin Kohlmann (Ex-REP, Ex-DSU, PRO CHEMNITZ) als Aktivist der PRO BEWEGUNG am 21.08.2010 auf, die vom Verfassungsschutz in NRW beobachtet wird (siehe DER STERN 18.09.2012). Am Traum einer rechtsradikalen Einheitspartei hält Obser bis heute fest (siehe bnr 23.08.2010) – Frauke Petry und Bernd Lucke sollen nun den Traum erfüllen.

Auf dem o.g. Kreisparteitag der AfD in Chemnitz (02.11.20103) wurde in Anwesenheit und auf Drängen von Frauke Petry der PRO-CHEMNITZ-DSU-Stadtrat Joachim Ziems zum AfD-Schatzmeister ernannt (siehe Bericht vom 03.11.2013). Die Fraktion PRO CHEMNITZ-DSU um den Vorsitzenden Martin Kohlmann (Ex-REP, Ex-DSU) macht aus ihrer faschistoiden Gesinnung kein Geheimnis und verfügt über exzellente Verbindungen zur NPD und anderen rechtsradikalen Gruppierungen (siehe Bericht vom 03.11.2013 und auch Bericht vom 06.11.2013).

Erst vor wenigen Tagen fiel PRO-CHEMNITZ-DSU-Chef Martin Kohlmann mit einer Hass-Rede auf (siehe Youtube zur einer Ansprache am 12.10.2013). Genau dieses politische Gesinde versammelt Frauke Petry gerne um sich und lässt verkünden, die rechten Stadträte sprächen ab sofort für die AfD (siehe FREIE PRESSE 04.11.2013). Ein Parteitagsmandat existiert natürlich nicht in der „Von-Oben-Partei“ AfD.

Die rechtspopulistische DSU („Deutsche Soziale Union“) unterhält im sächsischen Vogtland ihre Bundesgeschäftsstelle, deren Bundesvorsitzender RobertoGottfried Rink wohnt in Treuen b. Plauen (siehe Impressum DSU-Internetauftritt). Roberto Rink ist zugleich stv. Landesvorsitzender der PRO BEWEGUNG in Sachsen (siehe Vorstand PRO SACHSEN), also „rechter Kamerad“ der PRO CHEMNITZ-DSU. Vom Vogtland aus agiert Rink quasi in unmittelbarer Nachbarschaft zu Frauke Petry. Was liegt näher als die Bündelung aller rechtsradikalen Kräfte innerhalb Sachsens?

Seit Jahrzehnten träumt Roberto Rink von einem schlagkräftigen rechten Netzwerk (siehe sein Interview in DER SPIEGEL 03.05.1993). Das dachte sich wohl auch Frauke Petry, die nicht erst seit der fulminanten Pleite Ihrer Firma PurInvent (siehe Bericht vom 15.10.2013) bei demokratisch gesinnten AfD-Mitgliedern nur noch GRÖBAZ genannt wird (größte Blenderin aller Zeiten). Das Fundament ihrer sächsischen Schreckensherrschaft sind Burschenschaften, DIE FREIHEIT und andere rechte Kleinparteien, Ex-SED sowie Ex-StaSis (siehe Bericht vom 09.07.2013).

Die Gründer der PRO SACHSEN v.l.n.r.: Mirko Schmidt (Sächsische Volkspartei), Henry Nitzsche (Arbeit, Familie, Vaterland),  Roberto Rink (DSU), Johannes Hertrampf (Freiheitliche)

Die Gründer der PRO SACHSEN
v.l.n.r.: Mirko Schmidt (Sächsische Volkspartei), Henry Nitzsche (Arbeit, Familie, Vaterland),
Roberto Rink (DSU), Johannes Hertrampf (Freiheitliche)

Aus dem Leipziger Vorstandsumfeld heißt es, der Kreisverband stehe auf der Kippe zwischen dem liberalen und dem reaktionären Flügel, deshalb wolle die Rechts-Fraktion auf Verlangen Petrys schnell Fakten schaffen. In Leipzig hatte die AfD zum Boykott islamischer Gläubiger aufgerufen. Uwe Wurlitzer, der die CDU verließ weil diese „zu links“ sei, verkündet per Pressemitteilung, dass der Islam nicht durch die Religionsfreiheit des Grundgesetzes gedeckt sei (AfD-Pressemitteilung vom 10.11.2013). In der gleichen Pressemitteilung ruft Petrys Speichellecker im Landesvorstand, Dr. Thomas Hartung, dazu auf, den Islam zu bekämpfen nach dem Motto „Wehret den Anfängen“. Kein Wunder, dass diese offenen Verfasssungsfeinde in das Fadenkreuz des Verfassungsschutzes geraten könnten. Die ersten liberalen Mitglieder verließen bereits die AfD Leipzig.

Selbst hartnäckigste Petry-Fans rätseln über den Kurs ihrer Chefin. Ein Leipziger AfD-Demokrat im Kreisvorstand meint ernüchtert: „Ich glaube allmählich, die Petry soll die AfD auf Fascho-Kurs trimmen, um der NPD in Sachsen das Wasser abzugraben. Es geht gar nicht um eine eigenständige AfD-Politik“. Die Nazis schafften 2009 mit 5,6% den Wiedereinzug in den Sächsischen Landtag (2004 noch 9,2%). Die AfD soll sich das rechtsradikale Sachsenpotenzial mit der NPD teilen, um das Nazi-Problem auch ohne Verbotsverfahren beim Bundesverfassungsgericht zu lösen, während die AfD triumphal in den Sächsischen Landtag einzöge. Diese Rechnung wird nicht aufgehen. Spätestens seit der Pleite ihrer Firma PurInvent GmbH (seit Gründung in 2007 niemals in die Gewinnzone gelangt) weiß der Beobachter, dass Frauke Pery nicht Rechnen kann (siehe Bericht vom 15.10.2013: AfD-Chefin ist Pleite, auch NEUES DEUTSCHLAND am 17.10.2013). Selbst wenn es die Vereinigte Rechtspartei gäbe, scheiterte diese an der 5%-Hürde. Und das wäre auch gut so.

Frauke Petrys größtes Problem: Sie kann nicht rechnen

Frauke Petrys größtes Problem: Sie kann nicht rechnen

Der Freistaat Sachsen leidet sehr unter dem Image, ein Hort der Nazis zu sein, nicht erst seit den Pogromen in Hoyerswerda 1991 (siehe auch Bilder zu HY 1991). Das Mitglied des Leipziger AfD-Vorstands, das trotz NVA-Vergangenheit den Weg zur liberalen Demokratie fand, seufzt verzweifelt: „Vielleicht war das ja der Grund, warum die Petry des öfteren in das US-Konsulat einbestellt wurde“ (siehe Bericht vom 17.10.2013). Es wäre nicht das erste Mal, dass externe Kräfte auf politische Organisationen einwirkten. Statt 5,6 % für die NPD, werden die rechten Stimmen auf AfD und NPD aufgeteilt, jeweils 2,8 %. Die seit einem Jahrzehnt polternde hässliche Fratze der Sachsen-Nazis wäre verschwunden. Die AfD auch. Frauke Petry hätte dem Sachsen-Volk einen demokratischen Dienst erwiesen, nämlich die Versenkung der politisch Rechten. Die AfD soll gemäß Bernd Lucke und Frauke Petry eine rechtspopulistische Partei sein nach dem Motto „Spalte und herrsche“. Petry Heil. Petry Dank.

Gründung Kreisverband Chemnitz – PRO CHEMNITZ-Stadtrat spricht ab sofort für die AfD Sachsen

AfD Sachsen weiter auf strammen Rechtskurs

Die frühere Karl-Marx-Stadt mit heute ca. 240.000 Einwohnern hat seit der „Wende“ 1989 rund 90.000 Einwohner verloren. Die offizielle Arbeitslosenquote beträgt 9,9% (Unterbeschäftigung 12,4%). Die einst bedeutendste Industriemetropole Mitteldeutschlands ist nur noch ein Schatten ihrer selbst. Chemnitz und Chemnitzer leiden bis heute an den Wunden der Kriegszerstörungen und zweier Diktaturen (1933 bis 1989).

Karl-Marx-Monnument in Chemnitz von den Einwohnern „Nischel“ genannt

Karl-Marx-Monnument in Chemnitz
von den Einwohnern „Nischel“ genannt

Unter den strengen Augen von Karl Marx und dem AfD-Sternchen Frauke Petry gründete sich jetzt der Kreisverband – wie üblich in Sachsen an einem geheimen Ort unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Offenbar hält der Landesverband Sachsen weiter an seinem strammen Rechtskurs fest. Exponierte Personen der rechten Chemnitzer Szene hievte die Fundamentalchristin in den Chemnitzer Vorstand.

Zum Vorsitzenden wählten die Karl-Marx-Städter den Versicherungsmakler Ulrich Oehme. Oehme gehörte bis 03/2013 der rechtsgerichteten Partei DIE FREIHEIT an und war dort Mitglied des sächsischen Landesvorstandes und Bundestagskandidat, siehe Internetportal DIE FREIHEIT. Zu DDR-Zeiten genoß er als SED-Mitglied die Privilegien der DDR-Nomenklatura. Als Fundamentalchrist wendet er sich strikt gegen den Islam.

Stellvertreter der AfD am Flüßchen Chemnitz wurde das ehemalige SED-Mitglied Uwe Niezel. Der Verkehrstechniker war auch nach der Wende politisch aktiv: Als Mitglied der ultrakonservativen Unternehmer-„Wählervereinigung Liste C“, dort Kandidat zur Kommunalwahl 2009 im Wahlkreis 2 (Sonnenberg, Ebersdorf, Hilbersdorf, Euba). Das Gastspiel währte nur kurz, denn nach der Gründung in 01/2009 folgte die Auflösung in 07/2009. Nur 1 Stadtrat zog in das Kommunalparlament und wechselte sogleich zur FDP. Ansonsten fiel Ex-SED-Niezel in der Vergangenheit nur durch seine Vorliebe für gebraute Getränke auf, für die er öffentlich warb (siehe YOUTUBE vom 05.06.2012). Nach eigenem Bekunden nahm er an den Wendedemonstrationen 1989 nicht teil.

Der neue Vorstand in Chemnitz (v.l.n.r.): Ulrich Oehme (Vorsitzender),  Uwe Nietzel (Stellvertreter), Dr. Roland Katzer (Beisitzer), Joachim Ziems (Schatzmeister)

Der neue Vorstand in Chemnitz (v.l.n.r.): Ulrich Oehme (Vorsitzender),
Uwe Nietzel (Stellvertreter), Dr. Roland Katzer (Beisitzer), Joachim Ziems (Schatzmeister)

Der Beisitzer im Vorstand ist Dr. Roland Katzer, ein deutsch-österreichischer Nervenarzt, der nach Auskunft der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen seit dem 01.01.2013 in Döbeln (Kreis Leipzig) als niedergelassen, siehe auch Homepage Quimeda.

Die brisanteste Personalie dürfte jedoch der neue AfD-Schatzmeister Joachim Ziems sein. Ziems ist Stadtrat für die rechtsgerichtete „Pro Chemnitz“, dort stellv. Fraktionsvorsitzender. Laut WIKIPEDIA ist die sogenannte Bürgerbewegung PRO CHEMNITZ unter Quellenhinweis zweifelsfrei der „rechten Szene in Chemnitz“ zuzuordnen (WIKIPEDIA, abgerufen 04.11.2013). Gegenüber der Zeitung FREIE PRESSE kündigte der stellvertretende Landesvorsitzende Thomas Hartung (Schoßhündchen Frauke Petrys) an, dass der PRO CHEMNITZ-Stadtrat in Zukunft im Stadtrat für die AfD sprechen werde. Es scheint dabei nicht zu interessieren, dass er von keinem Gremium der AfD für den Stadtrat nominiert wurde.

Joachim Ziem stv. Fraktionsvorsitzender der rechtsgerichteten PRO CHEMNITZ im Chemnitzer Stadtrat,  jetzt auch Schatzmeister der AFD Chemnitz

Joachim Ziems
stv. Fraktionsvorsitzender der rechtsgerichteten PRO CHEMNITZ im Chemnitzer Stadtrat,
jetzt auch Schatzmeister der AfD Chemnitz

Entsprechend einer Auskunft der Stadt Chemnitz vom 29.11.2011 hatte sich die Fraktion PRO CHEMNITZ–DSU in 2009 umbenannt von bisher DIE REPUPLIKANER–DSU. Fraktions-Chef im Stadtrat von PRO CHEMNITZ ist Rechtsanwalt Martin Kohlmann, ehemaliger Landesvorstand der REPUBLIKANER in Sachsen. Der Bericht vom 05.01.2013 der „Aktion Wachsames Chemnitz“ weiß von Kohlmanns guten Verbindungen zur NPD in Sachsen. So betonte der ehemalige NPD-Fraktionsvorsitzende der sächsischen Landtagsfraktion, Holger Apfel, die Notwendigkeit eines Ausbaus der „Achse Dresden-Chemnitz“, und bezieht sich explizit auf Martin Kohlmann und seine Stadtratfraktion.

„In Person Kohlmanns verfügt PRO CHEMNITZ über gute Verbindungen zur NPD in Sachsen“, so eine „Situationsanalyse der ‚rechten Szene‘ in Chemnitz“ im Auftrag des DGB Region Südwestsachsen. Kohlmann habe zum Beispiel 2010 zugunsten der NPD auf eine konkurrierende Kundgebung verzichtet (siehe DGB-Zeitschrift 2011, Seite 54). Zudem habe er 2009 gemeinsam mit Vertretern des neonazistischen Aktionsbündnises Erzgebirge (Verfassungsschutzbericht des Landes Sachsen 2012, Vorabfassung, S. 15) bei einer von ihm angemeldeten Demonstration ein Transparent getragen (DGB-Zeitschrift 2011, wie oben genannt, Seite 55). „Wachsam in Chemnitz“ berichtet am 04.10.2013: „Kohlmann selbst marschierte bei dem damals noch von ihm angemeldeten ‚Trauermarsch‘ am 05.03.2009 zusammen mit Autonomen Nationalisten aus dem Erzgebirge ….“ (siehe Homepage 04.01.2013). Auch auf Kundgebungen der vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften Partei PRO DEUTSCHLAND zeigt sich Kohlmann gerne.

Martin Kohlmann, der zusammen mit vom Verfassungsschutz Sachsen beobachteten NAZIS auch Protestmärsche veranstaltet, schickt also seinen Stellvertreter Joachim Ziem in den Chemnitzer AfD-Vorstand, noch dazu an die sensibelste Stelle (Kassenwart). Offizielle Lesart wird bestimmt sein, Joachim Ziems habe sich jetzt, 1 Jahr vor der Kommunalwahl, von PRO Chemnitz abgewendet, weil er plötzlich erkannt habe, wie rechtslastig PRO CHEMNITZ sei. Zu Scherzen waren die Chemnitzer schon immer aufgelegt. Ob Frauke Petry die Glückwünsche von NPD und PRO CHEMNITZ persönlich entgegennahm, ist der Redaktion nicht bekannt.

Autor: Jochen Schröder

AfD Sachsen: Fischen in braunem Gewässer – Petry Heil!

Jetzt offiziell: rechtsextreme DIE FREIHEIT übernimmt AfD Sachsen

Seit Monaten warnt der ALTERNATIVE NEWSLETTER vor den rechtsextremen Umtrieben in der AfD. Seit Monaten mangelt es nicht an Hinweisen, dass vor allem im Landesverband Sachsen unter dem AfD-Sternchen Dr. Frauke Petry eine buchstäbliche „Freiheit-Schwemme“ stattgefunden habe. Bundes- und Landessprecherin Petry, die hinter vorgehaltener Hand in Berlin auch „AfD-Zschäpe“ genannt wird, hatte die sächsische FREIHEIT im März und April 2013 zu mehreren Gesprächen eingeladen. Wenn DIE FREIHEIT Petrys Führerprinzip anerkenne, werde das Tor zur Mitgliedschaft, zu Posten und Mandaten für die Islamhasser weit geöffnet. Als Gegenleistung erwartete Petry, dass die FREIHEIT ein Spitzel-System aufbaue und politisch gemäßigte Mitglieder, aber auch interne Konkurrenten, brutal hinausmobbe sowie fleißig Wahlkampf treibe. Nicht verhandelbar sei ihre eigene Position als FÜHRERIN (siehe Bericht vom 26. Juli 2013 und Bericht vom 07. September 2013 sowie sämtliche Sachsen-Berichte).

DIE FREIHEIT Sachsen willigte in den Geheimpakt ein. Zu den Details des Deals siehe unten. Die „Operation Frauke-Rettung“ war geboren und sollte die wirtschaftliche Existenz Petrys sichern (siehe Bericht vom 17.07.2013). Jetzt bestätigte es DIE FREIHEIT offiziell: Die Unterwanderung der AfD und die Besetzung von Schlüsselpositionen wird bereits seit vielen Monaten betrieben, siehe u.a. DER SPIEGEL 01.10.2013, DIE ZEIT 01.10.2013, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG 01.10.2013

Doch selbst am Tage der medialen Enttarnung belügt Petry die Presse: Sie, Petry, wisse nichts von einer Unterstützung im Wahlkampf durch die Fundamentalchristen der Partei DIE FREIHEIT (Der Tagesspiegel 01.10.2013, letzter Absatz).

Analysieren wir Frauke Petrys Aussage gegenüber dem TAGESSPIEGEL:

Bereits im Bericht vom 07. September 2013 wurde nachgewiesen, dass praktisch das gesamte Führungspersonal der sächsischen FREIHEIT von Frau Petry höchstpersönlich mehrfach in das Pfarrhaus ihres Mannes nach Frohburg (Landkreis Leipzig) eingeladen worden war, nämlich im Februar und März/April 2013, z.B.

Jens Mehlhorn, damals stv. Bundesvorsoitzender der FREIHEIT und Kandidat zum Deutschen Bundestag; in der FREIEN PRESSE vom 13.07.2011 wettert er gegen Minarette in Amtsberg (Erzgebirge), dort räumt er ein, zuvor bei der Schill-Partei, bei der DSU und bei der Sächsischen Volkspartei gewesen zu sein (dort Kandidat zum Sächsischen Landtag 2009);

Uwe Schuffenhauer, damals stv. Landesvorsitzender der FREIHEIT in Sachsen; umfangreiche Infos im Bericht vom 07.09.2013

Ulrich Oehme, stv. Landesschriftführer der FREIHEIT in Sachsen; umfangreiche Infos im Bericht vom 07.09.2013

Steffen Ehrt, Beisitzer Landesvorstand der FREIHEIT in Sachsen, umfangreiche Infos im Bericht vom 07.09.2013

17.06.2012 Landesparteitag DIE FREIHEIT in Nossen (Sachsen) nahezu sämtliche Personen auf diesem Foto camouflieren jetzt als AfD-Mitglieder und/oder als Wahlkampfhelfer als Machtbasis für Frauke Petry (z.B. Ulrich Oehme, ganz links, AfD-Kreiskommissar in Chemnitz; Julien Wiesemann, 3. v.l. vorne, AfD-Wahlkampfkommissar Bautzen; Uwe Schuffenhauer, ganz rechts, Petrys AfD-Gauleiter in Sachsen und Reichskommissar für die Gründung von Kreisverbänden; Jens Mehlhorn, hintere Reihe 4. v.l., jetzt AfD-Erzgebirge)

17.06.2012 Landesparteitag DIE FREIHEIT in Nossen (Sachsen)
nahezu sämtliche Personen auf diesem Foto camouflieren jetzt als AfD-Mitglieder und/oder als Wahlkampfhelfer als Machtbasis für Frauke Petry (z.B. Ulrich Oehme, ganz links, AfD-Kreiskommissar in Chemnitz; Julien Wiesemann, 3. v.l. vorne, AfD-Wahlkampfkommissar Bautzen; Uwe Schuffenhauer, ganz rechts, Petrys AfD-Gauleiter in Sachsen und Reichskommissar für die Gründung von Kreisverbänden; Jens Mehlhorn, hintere Reihe 4. v.l., jetzt AfD-Erzgebirge)

Die creme de la creme der FREIHEIT saß bereits im Februar/März 2013 bei Pfarrersfrau Petry im Beichtstuhl. Petry nahm das Bußsakrament der reuigen Sünder an und entgegnete: „Durch den Dienst der Kirche schenke er dir Verzeihung und Frieden. So spreche ich dich los von deinen Sünden im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“, nicht ohne Ablass zu verlangen. Der Ablass umfasste:

1. DIE FREIHEIT organisiert und kontrolliert den AfD Landesverband Sachsen und stellt Frauke Petrys Weisungen nicht in Frage, insbesondere die „Mitgliederverwaltung“ (inkl. Spitzeltätigkeit und Mobbing gegen evtl. Konkurrenz für Petry) sowie Wahlkampf und Logistik.

2. Kein Mitglied der Partei DIE FREIHEIT kandidiert für die AfD zum Bundestag, stattdessen erhalten die FREIHEITLICHEN bei der sächsischen Landtagswahl in 2014 völlig freie Hand.

3. Organisation der Gründungen von Kreisverbänden nach der Bundestagswahl unter den o.g. Kriterien (Spitzeltätigkeit und Mobbing gegen evtl. Konkurrenz für Petry).

Steffen Ehrt (Ex-Landesvorstand DIE FREIHEIT in Sachsen, jetzt Petry Schnüffler in Ost-Sachsen), meldete 2 Tage nach der Bundestagswahl artig Vollzug und bedankte auf Facebook und auf der AfD-Internetseite für die „freiheitliche Wahlkampfunterstützung“:

An dieser Stelle gilt mein ganz besonderer Dank Herrn Frank Geißler, Frau Sabine Graupner, Herrn Bernd Fichte, Herrn Ralf Görlitz und Herrn Julien Wiesemann, welche sich als Nichtmitglieder jederzeit aktiv in den Wahlkampf einbrachten, auf die immer Verlass war und die ich bei jedem Vorhaben kontaktieren konnte, wo ihre Hilfe gebraucht wurde. Ohne diese Unterstützung wäre der Wahlerfolg nicht möglich gewesen“. (Steffen Ehrt am 24.09.2013, 18.00 Uhr, siehe http://www.afdsachsen.de/detail.php?part=info&detail=123)

„Nicht-Mitglied“ Julien Wisemann stv. Landesvorsitzender DIE FREIHEIT in Sachsen und Beisitzer im Bundesvorstand DIE FREIHEIT AfD-Wahlkämpfer zur Bundestagswahl 2013, Frauke Petrys Verbindungskommissar zur FREIHEIT

„Nicht-Mitglied“ Julien Wiesemann
stv. Landesvorsitzender DIE FREIHEIT in Sachsen und Beisitzer im Bundesvorstand DIE FREIHEIT AfD-Wahlkämpfer zur Bundestagswahl 2013, Frauke Petrys Verbindungskommissar zur FREIHEIT

Frauke Petry AfD-Führerin in Sachsen

Frauke Petry
AfD-Führerin in Sachsen

Julien Wiesemann, Polit-Frischling des Jahrgangs 1991, ist seit dem 09.10.2013 stv. Landesvorsitzender DIE FREIHEIT Sachsen (bis heute) und zugleich seit dem 23.02.2013 Beisitzer im Bundesvorstand DIE FREIHEIT (bis heute), siehe http://diefreiheit.org/home/julien-wiesemann/. Der 22jährige Wiesemann gefiel der FREIHEIT (und Pfarrersfrau Petry) durch harten Nationalismus und strengen Islamhass. Dabei nutzt Wiesemann die (berechtigte) Kritik am EURO und am Bildungssystem lediglich als Türöffner, um die eigentlichen Ziele mit radikalen Gedanken zu verbreiten. Julien Wiesemann wird liebevoll vom Bilderbuchextremisten Uwe Schuffenhauer gefördert.

Julien Wiesemann (mitte) mit seinem Mentor Uwe Schuffenhauer (rechts)  an einem Wahlkampfstand der rechtsgerichteten FREIHEIT am 02.05.2012 in Nossen

Julien Wiesemann (mitte) mit seinem Mentor Uwe Schuffenhauer (rechts)
an einem Wahlkampfstand der rechtsgerichteten FREIHEIT am 02.05.2012 in Nossen

Neben dem bekannten Extremisten Uwe Schuffenhauer (Zwickau) setzte Frauke Petry auch Uwe Wurlitzer („Die Bulldogge“) als „Beauftragten zur Gründung der Kreisverbände“ ein. Uwe Wurlitzer fiel in der Vergangenheit immer wieder durch islamfeindliche Äußerungen auf. Diese konnte er nicht einmal gegenüber dem Deutschlandfunk verbergen (Interview Deutschlandfunk am 22.08.2013). Jetzt bürstet er die zu gründenden Kreisverbände als Petrys Bulldogge stramm auf rechts.

Während einer Wahlkampfveranstaltung der AfD in Leipzig (28. August 2013) v.l.n.r: Prof. Dr. Bernd Lucke (der angeblich von nichts weiß), Uwe Wurlitzer, Roman Topp

Während einer Wahlkampfveranstaltung der AfD in Leipzig (28. August 2013)
v.l.n.r: Prof. Dr. Bernd Lucke (der angeblich von nichts weiß), Uwe Wurlitzer, Roman Topp

Ein weiterer Petry-Beauftragter ist Roman Topp für Leipzig. Auch er zeichnet sich durch ausgeprägten Unterwerfungstrieb und strammen Rechtskurs aus. Das Magazin „Alternative Dresden News“ (addn) schreibt am 01.09.2013 über die rechten Umtriebe des umtriebigen Topp:

So ist z. B. Roman Topp aus Leipzig, ein AfD-Bundestagskandidat und Wahlkampf-Gesamtkoordinator für Leipzig, offenbar Mitglied der Burschenschaft Arminia in Marburg. Topp hatte 2005 bis 2007 einen Sitz im Marburger Studentenparlamentes als Vertreter des CDU-nahen Ring Christlich-Demokratischer Studenten inne. In seiner tabellarischen Biografie umschreibt Topp seine Aktiven-Zeit als Burschenschafter verdruckst mit den Worten “Aktives Mitglied einer studentischen Organisation, Übernahme diverser Ämter” (2003-2007). Auf seiner Privat-Homepage gleicht die Adresse seine Studentenbude während seiner Marburger Studentenzeit der der fakultativ schlagenden – d.h. Fechten lernen ist Pflicht, Mensuren freiwillig – Burschenschaft Arminia. Diese hatte zwar bereits 1995 den extrem rechten Dachverband Deutsche Burschenschaft (DB) verlassen und sich als Mitgliedsbund der konservativen Neuen Deutschen Burschenschaft (NDB) angeschlossen, dennoch kann sie mit ihrer konservativ-verkrusteten Haltung noch immer als Paradebeispiel einer deutschnationalen Burschenschaft bezeichnet werden. Auf ihrer Homepage predigt sie als Grundsatz die “Achtung und Verantwortung vor Gott”, welche das “Handeln ihrer Mitglieder” bestimmen sollen. Ebenso setzt der reaktionäre Männerbund, der sich auf seiner Website vom Rassismus und Faschismus des DB distanziert, auf “Vaterlandliebe” bzw. “Liebe zum deutschen Vaterland” und es werden “Ehrenhaftigkeit und Sittlichkeit” eingefordert. Der Burschenschafter Topp dürfte sich damit bei der AfD sehr wohl fühlen, fällt die Partei doch durch einen starken Männerüberhang auf. Ein weiterer Protagonist in der sächsischen AfD ist Hubertus von Below, Beisitzer im AfD-Landesvorstand und Stadtrat in Grimma. Below war zwar bis zu seinem Austritt 2013 Mitglied der sächsischen CDU, hatte aber 1994 ein Zwischenspiel bei der rechtspopulistischen Splitterpartei Bund freier Bürger”.“

Zunehmend klagen Journalisten, aber auch einfache AfD-Opponenten, über massive Bedrohungen, Anfeindungen und Stalking durch AfD-Mitglieder („Shitstorm“), siehe BILD 01.10.2013. Diese Saat streut Dr. Frauke Petry. Sie lässt Konkurrenz aus den eigenen Reihen mit Unwahrheiten und Gerüchten öffentlich hinrichten, verleitet gar AfD-Mitglieder zu beruflichem Geheimnisverrat im öffentlichen Dienst. Ihre Drohne im Landesvorstand ist Dr. Thomas Hartung, ein ehemaliger SED-Apparatschick (siehe Bericht vom 07.09.2013). Auch der restliche Landesvorstand fällt durch hündische Unterwürfigkeit zu seiner FührerIn auf! Der sächsische Landesvorstand u.a. mit Hubertus von Below sowie Kai von Kuenheim und Dr. Thomas Hartung gleicht eher dem berüchtigten „Kabinett der Barone“ in der Weimarer Republik (1932).

„Kabinett der Barone“ unter Reichskanzler Franz von Papen (Juni 1932) Die Reichsregierung bestand nur aus Adeligen oder Akademikern mit dem „Preußenschlag“ ebnete diese sog. Elite den Nazis den Weg zur Machtergreifung

„Kabinett der Barone“ unter Reichskanzler Franz von Papen (Juni 1932)
Die Reichsregierung bestand nur aus Adeligen oder Akademikern.
Mit dem „Preußenschlag“ ebnete diese sog. Elite den Nazis den Weg zur Machtergreifung. Auf dem Bild fehlt u.a. der Großvater der AfD-Vordenkerin Beatrix von Storch, Johann Ludwig Graf Schwerin von Krosigk, späterer Finanzminister unter Hitler

Reichspräsident Paul von Hindenburg ernannte am 01.06.1932 seinen Standesgenossen Franz von Papen Erbsälzer zu Werl und Neuwerk zum Reichskanzler. Weil dieser Regierung ausschließlich parteilose Fachminister mit adliger Abstammung oder akademischem Hintergrund angehörten, wurde es spöttisch als Kabinett der Barone bezeichnet. Auch der Großvater der AfD-Vordenkerin Beatrix von Storch, Johann Ludwig Graf Schwerin von Krosigk, gehörte dieser Regierung an. Später war er Nazi-Finanzminister bis 1945. Die Geschichtsschreibung ist sich überwiegend einig, dass es sich hier tatsächlich um ein „Kabinett der Versager“ handelte, bestehend aus „galanten Nullen“.

Franz von Papen führte am 20.07.1932 den „Preußenschlag“ durch (verfassungswidrige Absetzung der SPD-geführten Landesregierung im Freistaat Preußen unter Otto Braun) und ebnete damit seinem Nachfolger Adolf Hitler den Weg zur Gleichschaltung der Länder. Die preußische Polizei wäre in der Lage gewesen, jegliche Machtübernahme durch Extremisten zu verhindern. Franz von Papen setzte einen „Reichskommissar“ in Preußen ein, der die Regierungsgewalt übernahm. Sein Ziel war eine autokratische Staatsform, deren Konstrukte heute sehr ähnlich von den AfD-Eliten Beatrix von Storch, Dr. Konrad Adam und Alexander Gauland verbreitet werden, siehe Radiointerview (Radio Frei Erfurt 17.09.2013) und ZDF Frontal 21 vom 24.09.2013. Eine sehr interessante Lektüre zu Papens „Kabinett der Barone“ veröffentlichte DIE ZEIT am 18.07.2002, online unter http://www.zeit.de/2002/30/Die_Stunde_der_Barone/seite-1. Das Kabinett der Barone war der Türöffner zur Diktatur. Die Versager beabsichtigten die Einschränkung des Wahlrechts und die Beschneidung demokratischer Rechte, wie es auch Konrad Adam, AfD-Vorstandsprecher, in der Tageszeitung DIE WELT vom 16.06.2006 forderte.

Die fragwürdigen AfD-Verbindungen zum ehemaligen deutschen Adel, der seit der Abschaffung der Monarchie (1919) nur noch im Märchen existiert, kochen langsam hoch, z.B. http://diw.adpo.org/2013/09/16/das-ewige-ubel-mit-dem-adel-die-von-storchs-afd/ oder http://andreaskemper.wordpress.com/2013/08/28/wer-ist-der-freundeskreis-der-alternative-fur-deutschland/.

Eine durchaus vergleichbare Situation besteht im AfD-Landesverband Sachsen. Ein autonomer, selbstbewusster und selbständig denkender Vorstand existiert nicht und ist aufgrund des etablierten FührerInnenprinzips auch nicht vorgesehen. Dr. Frauke Petry steht einem Vorstand mit Personen von akademischer und/oder adeliger Herkunft vor, sozusagen einem sächsischen AfD-Vorstand der Barone, in Wahrheit – wie 1932 das Präsidialkabinett unter Franz von Papen – ein Kabinett der Nullen. Kreisverbände existieren nicht, stattdessen „Kreisbeauftragte“ (in der Hindenburgschen Präsidialdiktatur „Reichskommissare“ genannt). Wenn Petry pfeift, werfen sich die sächsischen Vorstandsbarone sowie Kreiskommissare auf den Rücken und winseln, so wie einst die sog. Eliten in der Weimarer Republik vor Adolf Hitler.

Paradox: Zugleich fordern diese Byzantiner „mehr direkte Demokratie“ und „Plebiszite“, also Volksbegehren, Volksabstimmungen und Volksbefragungen. Gegenüber der AfD-Führerin stehen sie jedoch stramm wie kleine, eingenässte Jungs.

Warum Frauke Petry nicht einfach in DIE FREIHEIT eingetreten ist, anstatt die AfD in kollektiv in Geiselhaft zu nehmen, mag strategisch bedingt sein. Fast hätte es zum rettenden Bundestagsmandat ja gereicht, Petrys wirtschaftlicher Absturz wäre abgewendet. Die AfD galt als politische Hoffnung. Frauke Petry hat diese beerdigt.

Wenn Frauke Petry also gegenüber dem TAGESSPIEGEL behauptet, sie wisse nichts von einer Wahlkampfunterstützung durch DIE FREIHEIT (Der Tagesspiegel 01.10.2013, letzter Absatz), dann sagt sie vorsätzlich die Unwahrheit. Frauke Petry ist eine Lügen-Lady und missbraucht ihren „Vorstand der Barone“ – denen gefällt das wohl, ebenso den „Kreiskommissaren“. Das Führerprinzip setzt sich jedoch nicht etwa deshalb durch, weil die Basis dies wünscht. Nein, die Basis wird mit Ordnungsmaßnahmen, Beleidigungen, Ausschlussverfahren, Gerüchten, Telefonterror, Lügen, Einschüchterungen und sogar kriminellen Handlungen (Geheimnisverrat im öffentlichen Dienst) und Bespitzelungen in Schach gehalten, siehe Bericht vom 26.07.2013.

Dr. Frauke Petry und Ihr „Vorstand der Barone“ vergessen jedoch:

Man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit täuschen und das ganze Volk einen Teil der Zeit. Aber man kann nicht das gesamte Volk die ganze Zeit täuschen.“

Abraham Lincoln (1809 – 1869), 16. Präsident der USA

Originaltext:

„You can fool some of the people all of the time, and all of the people some of the time, but you can not fool all of the people all of the time.“

Quelle: Milwaukee Daily Journal, 29. Oktober 1886

Die Liste der Spitznamen für Frauke Petry wird immer länger: Pleite-Frauke, StaSi-Sternchen, AfD-Zschäpe.

Fischen in trüben Gewässern.

Petry Heil! Petry Dank!