Beatrix von Storchs Adelsbande: Blaues Blut und Braune Brut

Die blaublütigen „Schläfer“ in der AfD

In der AfD gilt Beatrix v. Storch, geb. Herzogin v. Oldenburg, als prominenteste Vertreterin ihres Standes. Sie brachte es zu relativem, indes zweifelhaftem Ruhm. In Berlin kandidierte sie auf dem hoffnungsvollen Platz 2 der Bundestagsliste. Sie gilt als AfD-Thinktank mit einem ebenso umfassenden wie undurchsichtigen Netzwerk. Ihre Vereine, Publikationen und Internetblogs bedienen vor allem die ultrakonservative, fundamental-christliche, nationalistische und „adelige“ Klientel. Eine Abgrenzung zum Faschistoiden gelingt nur schwer. Eckpunkte sind dabei Schwulenhass, Ausländerhass, Gottesfurcht (natürlich nur im christlichen Sinne), anachronistisches Familienbild (Frau als Gebärmaschine) und vor allem Republikhass. Der Eliten-Staat soll es richten: „Adelige“, Wirtschaftsbosse, Wissenschaftler. Politische Teilhabe soll getarnt werden durch Plebiszite, welche die Vorgaben der Obrigkeit nur noch abzusegnen bräuchten bei gleichzeitiger Beschneidung der repräsentativen Demokratie (Kastration des Parlaments).

AfD-Chef Bernd Lucke-Bismarck lässt Beatrix v. Storch weitgehend autonom agieren, wohl in der Hoffnung, deren Netzwerk könne ihm zum Wohle gereichen. Er selbst verachtet echte Mitbestimmung (siehe Procedere zum 10-Thesen-Anti-Islam-Papier). Dafür nimmt er auch in Kauf, dass etwa 90% des sog. Adels das Regime von Adolf Hitler unterstützt hatte und damit ihren Stand auf Dauer diskreditierten (siehe auch FAZ 28.03.2007: „Blaues Blut und braune Brut“) – trotz der wenigen Helden, z.B. um Claus Schenk Graf von Stauffenberg, Henning von Treschow und Peter York Graf von Wartenburg.

Bernd Lucke – Bismarck plädiert für eine Eliten-Herrschaft, das Adelsnetzwerk dient als Basis zur AfD-Diktatur

Bernd Lucke – Bismarck
plädiert für eine Eliten-Herrschaft, das Adelsnetzwerk dient als Basis zur AfD-Diktatur

Von den ca. 60.000 sog. Adeligen in Deutschland tummeln sich überproportional viele „vons“ in der AfD. Schaut man genau hin, so besetzen sie häufig Schlüsselpositionen nach der Devise „in der Masse unbemerkt“. Wir schauen indes noch genauer hin und – erkennen Strukturen eines Adelsnetzwerks, das nicht nur ein Revival der Bismarck’schen Politik fordert (Frankfurter Rundschau 11.09.2013: „Mehr Bismarck wagen“). Vielmehr zielen diese blaublütigen „Schläfer“ auf den Umsturz unserer Republik.

Adel – existiert dieser überhaupt?

Mit der Einführung der Weimarer Reichsverfassung (WeimRV) im Jahre 1919 wurde die Monarchie und der Adel als Stand abgeschafft. Deutschland wurde erstmalig zu einer Republik. Gem. Art. 109 Abs. 3 WeimRV gelten frühere Adelszeichen, seien diese tituliert oder untituliert, nur noch als gewöhnliche Bestandteile des Familiennamens. Aus „Graf Johannes Koks von der Gasanstalt“ wurde „Johannes Graf Koks von der Gasanstalt“, wobei juristisch die Namensbestandteile nur noch willkürliche Buchstabenkombinationen darstellen ohne jegliche Bedeutung (Reichsgericht am 27.11.1924, RGZ 109, 243, 253 (1925) = StAZ 1925, 250). Das Grundgesetz übernahm diese Anordnung als Bundesgesetz (Art. 123 Abs. 1 GG, BVerwGE 23, 344, 345). Darüber hinaus verbietet Art. 3 GG die Unterscheidung zwischen „bürgerlichen“ und „adeligen“ Namen. Es existieren nur noch „gesetzliche Namen“ bestehend aus irgendwelchen Silben ohne Bedeutung.

Wilhelm II. (1859 – 1941) Deutscher Kaiser 1888 – 1918, AfD-Vorbild

Wilhelm II. (1859 – 1941)
Deutscher Kaiser 1888 – 1918, AfD-Vorbild

Obgleich das Kaiserreich mit Wilhelm II. vor 94 Jahren verschwand, sprechen Medien (vor allem die Boulevardpresse) und Bevölkerung, mitunter sogar Ämter und Behörden noch heute vom „Adel“ in Deutschland, als ob niemals die Weimarer Reichsverfassung oder das Bonner Grundgesetz eingeführt worden seien. Indes, der Adel ist 1919 untergegangen! Die Republik kennt infolgedessen nur „ehemalige Adelige“ oder „frühere Adelige“, wobei sich dies auch nur auf die vor 1919 geborene Generation beziehen kann. Der nach 1919 geborene „VON“ stellt in einer Republik nur noch einen „Schein-Adeligen“ dar, denn er war nie adelig. Er wurde in der Republik geboren (vgl. DIE PRESSE 29.09.2012). Streng betrachtet, existieren in Deutschland heute nur noch Schein-Adelige, niemals „ehemalige Adelige“ (außer die vor 1919 geborene Generation, sofern nicht inzwischen verstorben). In der Bundesrepublik leben z.Z. etwa 60.000 Schein-Adelige.

Sebastian-Johannes Prinz v. Spoenla-Metternich ist selbst dieser Edelkaste entsprungen. Er kritisiert vor allem die sog. Deutschen Adelsverbände, die ihre „Reservatrechte“ unzulässig verteidigten. Mit subtiler und hartnäckiger Lobbyarbeit sorgten die ehemaligen Adeligen dafür, dass niemand in Deutschland die Abschaffung der Monarchie wirklich bemerkt habe. Spoenla-Metternich weiss auch warum: „Bei einer eventuellen Änderung der Staatsform sollen die alten Machtstrukturen sofort wieder erkennbar sein“ (DER SPIEGEL 10.05.1999). Ziel des sog. deutschen Adels sei nach wie vor das staatspolitische „come-back“, sagt auch S. Prinz von Schoenaich-Carolath als Präsident der Vereinigung der Deutschen Adelsverbände während einer Adelstagung am 30.09.1994 in Dresden (Deutsches Adelsblatt 1994, S. 229, 231) – die „Adeligen als Schläfer“, als Feinde der Republik! Vielleicht wettern die Kaisertreuen um Beatrix von Storch deshalb gerne und oft gegen „islamische Schläfer“, um nicht selbst als Verfassungsfeinde enttarnt zu werden.

Das DEUTSCHE ADELSBLATT als „Mitteilungsblatt der Vereinigung der deutschen Adelsverbände“ meint, der „Deutsche Adelsrechtsausschuss“ (ein selbsternanntes Organ zu Überwachung der „Adelszugehörigkeit“) fungiere dem

Grundverständnis nach stets als Provisorium, vorbehaltlich der späteren Zustimmung eines restituierten Monarchen.“

– „Deutsches Adelsblatt“ Nr. 12 vom 10.12.2002, Seite 316 –

Damit stellen sich die sog. Deutschen Adelsverbände offen gegen das Grundgesetz, denn die Monarchie wurde 1919 abgeschafft. Zu Recht meint das Bundesverfassungsgericht:

Mit In-Kraft-Treten der Weimarer Reichsverfassung vom 11. August 1919 (RGBl S. 1383) und der Verfassung Preußens vom 30. November 1920 (Preußische Gesetzessammlung, S. 543) wurde jeweils die republikanische Staatsform eingeführt. Die Verfassung des Deutschen Reiches vom 16. April 1871 wurde aufgehoben (Art. 178 Abs. 1 WRV). Art. 81 Abs. 1 der preußischen Verfassung hob die Verfassung vom 31. Januar 1850 auf …. Seit dem In-Kraft-Treten des Grundgesetzes steht der Wiedereinführung der Monarchie Art. 20 Abs. 1 GG und Art. 28 Abs. 1 Satz 1 GG entgegen … die Ehe- und Familientraditionen von adeligen Familien (haben) heute keine Bedeutung mehr (vgl. Herzog, Art. 20 Anm. III. Rn. 5-8 in: Maunz-Dürig, Kommentar zum Grundgesetz, Stand September 1980; Stern, Das Staatsrecht der Bundesrepublik Deutschland, Band I, 2. Aufl., 1984, § 17 II. 2.).“

– Bundesverfassungsgericht 1 BvR 2248/01 am 22.03.2004 –

 Die sog. Adelsverbände gehören streng genommen vom Verfassungsschutz beobachtet wg. Verfassungshochverrats. Wünschenswert wäre auch eine „Österreichische Lösung“, wonach sämtliche frühere Adelszeichen auch als Namensbestandteil verboten werden. Doch die Durchlauchten meinen es ernst mit dem „come-back“ monarchischer Strukturen in Deutschland. Beatrix von Storch spielt die Vorreiterin. Hier eine kleine Auswahl des Adels-Netzwerkes in der AfD:

Beatrix von Storch Kopf der AfD-Adelsbande strebt ein „come-back“ des monarchischen Staates an

Beatrix von Storch
Kopf der AfD-Adelsbande
strebt ein „come-back“ des monarchischen Staates an

Beatrix von Storch, geb. Herzogin von Oldenburg

Die Rechtsanwältin in Berlin (*27. Mai 1971 in Lübeck), geb. Herzogin von Oldenburg, steuert mit ihrem Ehemann Sven von Storch mehrere politische Organisationen, die Internetzeitung FreieWelt.net und das Internetportal www.Abgeordneten-Check.de. Sie verfolgt primär marktradikal-rechtspopulistische Positionen und eine christlich-konservative Familienpolitik des Mittelalters. Politische Mitwirkung soll auf deklaratorische Zustimmung reduziert werden, z.B. durch Plebiszite als Absegnung der Politik von Oben. Viele AfD-Mitglieder erkennen diese Hinterlist indes nicht und glauben an Teilhabe am politischen Willensbildungsprozess von unten. Dies ist jedoch im System der Storchs, Luckes, Petrys, Adams, und Gaulands überhaupt nicht vorgesehen (siehe die 10-Anti-Islam-Thesen Bernd Lucke zu Vernebelung des AfD-Einfaltspinsels, der per E-Mail „Hurra“ schreien durfte, sonst nichts).

Die vom Ehepaar Storch geförderte politische Strömung wird auch als deutsche rückwärtsgewandte „Tea-Party“ bezeichnet (siehe Jens Berger in „NachdenkSeiten“ vom 08.09.2011). Beatrix‘ Mutter ist Felicidade Anita Herzogin von Oldenburg, geb. Gräfin Schwerin v. Krosigk, Tochter des NS-Reichsfinanzministers Johann Ludwig (Lutz) Graf Schwerin von Krosigk. Beatrix‘ Vater ist Huno Herzog von Oldenburg. Er unterhält traditionell profunde, weil historisch gewachsene Verbindungen nach Russland. Beatrix von Storch ist u.a. in den Gremien der folgenden Organisationen vertreten:

(Quellen: Websites der genannten Organisationen sowie Abdrucke Vereinsregister vom 28. März 2013 beim Amtsgericht Charlottenburg – Registergericht: Zivile Koalition e. V. VR 24938 B; Amtsgericht Bonn – Registergericht: Der BürgerKonvent e.V. VR 8133; Amtsgericht Charlottenburg – Registergericht: Allianz für den Rechtsstaat e.V. VR 25824 B; Amtsgericht Charlottenburg – Registergericht: Institut für strategische Studien e.V. VR 25931 B)

Beatrix von Storch war Direktkandidatin der AfD für Berlin Mitte und ist Mitglied der marktradikalen Friedrich August von Hayek Gesellschaft, die einen selbsterwählten Eliten-Staat forciert. Den Auftrag der sog. Adelsverbände auf ein staatspolitisches „come-back“ nimmt Beatrix von Storch sehr ernst.

Reichstagssitzung 04.05.1941 links hinter Goebbels (in schwarzer Uniform): Beatrix von Storchs Großvater  Lutz Graf Schwerin von Krosigk, NS-Reichsfinanzminister 1933 - 1945

Reichstagssitzung 04.05.1941
links hinter Goebbels (in schwarzer Uniform): Beatrix von Storchs Großvater
Lutz Graf Schwerin von Krosigk, NS-Reichsfinanzminister 1933 – 1945

Ihre Durchlaucht knüpft seit rund 20 Jahren ein dichtes Netz mit erzkonservativen, christlich-fundamentalen und im Graubereich faschistoider Tendenzen befindlichen Institutionen bzw. Personen. Kern ihrer Forderung war und ist die Rückgabe enteigneter Güter in Ost-Deutschland („Rückgabe von konfisziertem Eigentum auf dem Territorium der SBZ – siehe Storchs Selbstvorstellung unter „DER RECHTSSTAAT.de“).

v.l.n.r.: Antje v. Storch (Beatrix' Schwiegermutter), Sven v. Storch (Beatrix Ehemann), Beatrix v. Storch sowie deren Eltern Felicidade Anita Herzogin v. Oldenburg und Huno Herzog v. Oldenburg

v.l.n.r.: Antje v. Storch (Beatrix‘ Schwiegermutter), Sven v. Storch (Beatrix Ehemann), Beatrix v. Storch sowie deren Eltern Felicidade Anita Herzogin v. Oldenburg und Huno Herzog v. Oldenburg

Wichtige Positionen ihres Netzwerkes vergibt Beatrix von Storch – wie im Hochadel seit Jahrhunderten üblich – am liebsten an die weit verzweigte Verwandtschaft, denn das Band der Familie hält fest: Beatrix‘ Familienbande. Am 15.9.2013 kritisierte die Tageszeitung „Die Welt“ Beatrix von Storch wegen der „Zweckentfremdung von Vereinsgeldern“ des Vereins Zivile Koalition. Wieweit die Kritik zutreffend ist, ist umstritten (DIE WELT 15.09.2013: Das Rätsel um ein Schließfach mit 98.000,– EURO). Mancher Bundesvorständler erkennt die Korrelation zu einer ominösen Rechnung über 104.000,– EURO an die AfD. Diese war im Oktober 2013 eingetroffen für angebliche Dienstleistungen im Zuge der „Geldbombenaktion“ (siehe AN Bericht vom 21.09.2013).

Recherchen ergaben, dass diese obskure Rechnung über 104 TEURO von einer Schein-Firma gestellt wurde (20% des erwirtschafteten Geldsegens), die erst wenige Tage vor der „Geldbombenaktion“ gegründet worden war (danach wieder aufgelöst). Es könnte sein, so ein BuVo-Mitglied, das aus Angst vor den AfD-üblichen Pogromen nicht namentlich genannt werden möchte, dass hier Geld zweckentfremdet aus der AfD abgesaugt wurde.

DIE WELT recherchiert in die gleiche Richtung (siehe WELT INVESTIGATIV vom 17.09.2013). Ein anderes BuVo-Mitglied wörtlich: „Wenn das rauskommt, dann sind Lucke/Petry/Adam erledigt. In der Bundesgeschäftsstelle brennt die Luft“. Dumm nur, dass vor allem AfD-Lemminge an ein monetäres Feuerwerk glauben, anstatt an Schwarzgeld. Die AfD-Einfaltspinsel in den Landesverbänden werden jetzt gezwungen, auf etwa 80% der staatlichen Parteienfinanzierung zu verzichten (sog. Kompromiss auf dem Kasseler „Konvent“, ein in der Satzung nicht vorgesehenes Gremium von Luckes Gnaden ohne Legitimation durch den Parteitag), damit Lucke-Bismarck schnell die verdeckten Großspenden zurückzahlen kann – um seinen Hals zu retten.

Beatrix von Stroch verweist bzgl. der dubiosen 98 TEURO mehrfach auf die Einsichtrechte der Mitglieder des Vereins „Zivile Koalition e.V.“. Sie suggeriert damit eine Kontrolle der Finanzen und eine Instanz, die im Falle von Unregelmäßigkeiten auch die beiden Vorsitzenden – Sven und Beatrix von Storch – ablösen könnte. Der Verein hat nach Auskunft von Frau von Storch derzeit sieben stimmberechtigte Mitglieder. Die aktuelle Satzung haben im Juli 2006 auch sieben Mitglieder unterschrieben:

1. Beatrix Herzogin von Oldenburg (seit der Hochzeit: von Storch)
2. Sven Andreas von Storch (ihr Ehemann)
3. Huno Herzog von Oldenburg (ihr Vater)
4. Felicidade Herzogin von Oldenburg (ihre Mutter)
5. Ingrid Krüger
6. Botho Graf von Eulenburg
7. Konstatin Herzog von Oldenburg (Sohn des Bruders ihres Vaters – also ihr Cousin)

Fünf der 7 Mitglieder sind also unmittelbare Verwandte und 4 auf dem obigen Familienfoto zu erkennen. Eine effektive Kontrolle des Vereinsgeschehens in der „Zivilen Koalition e.V.“ ist damit faktisch ausgeschlossen. Man bleibt „unter sich“. Und falls es den Verein einmal nicht mehr geben oder wenn er nicht mehr als steuerbegünstigt anerkannt sein sollte, geht sein gesamtes Vermögen selbstverständlich an den Oldenburgisch-Russischen Förderverein, den das Mitglied der „Zivilen Koalition e.V.“ Huno Herzog von Oldenburg, Beatrix von Storchs Vater, leitet.

Am 28.08.2013 erschien in der FAZ eine ganzseitige Insertion des „Freundeskreis der AfD“. Dieser Freundeskreis stellt postdemokratische und restitutionelle Forderungen. Auch hier lautet die Kernforderung „Wir wollen, dass alle deutschen Kommunismus-Opfer im einstigen DDR-Gebiet ihr Recht bekommen“ – vor allem Adelige, selbstredend!Hinter dem sog. Freundeskreis stecken Beatrix v. Storch und ihre Adelsbande (siehe „Wer ist der Freundeskreis der Alternativen für Deutschland?“). Ein dicht geknüpftes Netz aus ehemaligen und aktiven Schein-Adeligen dominiert. In deren Mittelpunkt stehen u.a. die „Aktionsgemeinschaft Recht und Eigentum e.V.“ (Bundesvorsitzender der ARE ist Manfred Graf von Schwerin) und das „Heimatverdrängte Landvolk e.V.“ (Präsident der HLV ist Günther Alexander von Wittich). Manfred Graf von Schwerin ätzt seit Jahren gegen die ostdeutsche Bodenreform in den Jahren 1945 bis 1949, siehe NWZ 21.10.2006. Alle Schein-Adeligen werden von einem einzigen Gedanken beseelt: Rückgabe ehemaligen Grundbesitzes, Restitution alter Herrschaftsstrukturen!

Die letzte Publikation der von Storchs im sog. Genealogischen Handbuch des Ades (GHdA) erfolgte im Jahre 2000 (Band 121)., die der Oldenburgs im Jahre 2004 (Band 133).

Hubertus von Below (Landesvorstand Sachsen)

Wie immer, wenn über antidemokratische und restaurative Personen aus dem Kreise der Schein-Adeligen berichtet werden soll, darf Hubertus von Below nicht fehlen. Er ist Beatrix von Storchs Statthalter in Sachsen und einer der emsigsten Demokratie-Pyromanen. Wo er kann, brennt er alles nieder. Hubertus von Below gehört zu den unauffälligsten und zugleich effektivsten Demokratievernichtern. Die Below’sche Republik- und Demokratiefeindlichkeit fußt – wie bei Beatrix von Storch – auf einer langen Familientradition. Ein Vorfahre, Nicolaus Freiherr von Below, war persönlicher (!) Luftwaffenadjudant bei Adolf Hitler.

Hubertus von Below, Beisitzer im AfD-Landesvorstand und Stadtrat in Grimma, war bis zu seinem Austritt in 04/2013 Mitglied der sächsischen CDU, trat dann der AfD bei. Er trat zuvor 1994 dem später rechtsextremen “Bund freier Bürger” bei (siehe Verfassungsschutzbericht Nordrhein-Westfalen 1999, Seiten 74-77; Verfassungsschutzbericht Nordrhein-Westfalen 2000, Seite 64). Auch Karl-Albrecht Schachtschneider und Joachim Starbatty (AfD-Spitzenkandidat in Berlin zur Bundestagswahl 2013) waren neben Hubertus von Below im „Bund freier Bürger“ (siehe auch addn vom 01.09.2013). Man kennt sich, man schätzt sich – seit den frühen 1990er Jahren.

März 1941 (vl.nr.): Nicolaus v. Below, Adolf Hitler, Herman Göring, Hanna Reitsch  und Unbekannt bei der Verleihung des Eisernen Kreuzes (2, Klasse) an die Wehrmachtsfliegerin

März 1941 (vl.nr.): Nicolaus v. Below, Adolf Hitler, Herman Göring, Hanna Reitsch
und Unbekannt bei der Verleihung des Eisernen Kreuzes (2, Klasse) an die Wehrmachtsfliegerin

Schon vor vielen Jahren beklagte sich Schlossherr Hubertus von Below bitter über die DDR-Enteignungen des Adels und forderte die Rückgabe der Latifundien zurück (Junge Freiheit 28.04.2006), nicht ohne zu betonen, dass die Rückkehr der Junker auf ehemalige Güter natürlich zu aller Vorteil gereichen werde. Am 08.08.2009 (!) trägt sich Hubertus v. Below in eine Liste zur „Enteignungsthematik im Osten“ ein – ausgerechnet auf der Internetseite von Beatrix von Storch (siehe derRechtsstaat.de 08.08.2009). Auf Weisung Ihrer Herzoglichen Durchschlaucht schloss sich Hubertus von Below dem Beatrix-von-Storch-Netzwerk der Kaisertreuen an – in der AfD! Dort vertritt er nichts, wirklich gar nichts, außer die Interessen der Schein-Adeligen auf Restauration monarchischer Herrschaftsstrukturen.

Nicolaus von Below zählte zu den engsten Beratern Adolf Hitlers,  hier 3. Person von rechts, 1942 in der Wolfsschanze bei Rastenburg in Ostpreußen

Nicolaus von Below zählte zu den engsten Beratern Adolf Hitlers,
hier 3. Person von rechts, 1942 in der Wolfsschanze bei Rastenburg in Ostpreußen

H. v. Below verschaffte GRÖBAZ Zutritt zu „Adelskreisen“. Nachdem Frauke Petry das Versprechen gab, für die Rückgabe enteigneter Güter einzutreten, sprudelten für sie persönlich (!) die Spenden. Die Schein-Adeligen um Hubertus von Below haben sich das Wohlwollen Frauke Petrys quasi erkauft! Zum Dank führt sie in der Sachsen-AfD ein Terrorregime, eine Art AfD-Junta. Die sächsische AfD-Basis jubelt ihrer Führerin bedingungslos und ergeben zu. Nirgendwo in Deutschland ist das Unterwerfungssyndrom, das Faschistoide so prägnant entwickelt wie im „Freistaat“ Sachsen.

v.l.n.r. „S.K.H.“ Alexander Markgraf von Meißen u. Herzog zu Sachsen Dorothea und Hubertus von Below Verleihung der St.-Heinrichs-Nadel, 28.09.2012, Garnisonskasino Maria Theresia Kaserne, Wien

v.l.n.r. „S.K.H.“ Alexander Markgraf von Meißen u. Herzog zu Sachsen
Dorothea und Hubertus von Below
Verleihung der St.-Heinrichs-Nadel, 28.09.2012, Garnisonskasino Maria Theresia Kaserne, Wien

Laut eigenen Angaben ist der 54jährige 4-fache Vater ein Großgrundbesitzer in Grimma/Sachsen. Er ist seit 2012 Träger der St.-Heinrichs-Nadel des St.-Heinrich-Ordens des vormals in Sachsen regierenden Markgrafen von Meißen. Der St.-Heinrich-Orden ist strickt dem „christlich/abendländischen Handeln und Leben“ verpflichtet und trauert der untergegangenen Monarchie nach. Wie Beatrix von Storch setzt sich auch Hubertus von Below für die Restauration monarchischer Strukturen ein – als sächsisches Adels-U-Boot.

Die letzte Publikation der Familie von Below im sog. Genealogischen Handbuch des Adels (GHdA) fand im Jahre 1983 statt (Band 81).

Alexander Graf zu Castell-Castel (Landesschatzmeister Thüringen)

Alexander Graf zu Castell-Castell (59), geboren in Castell, amtiert z.Z. als Landesschatzmeister der Thüringen-AfD. Der ehemalige Investmentbanker (bis 2007) fungiert aktuell als Geschäftsführer der „Alpha Deutschland e.V.“. Im Vorstand dieses Vereins sitzt ein anderer Schein-Adeliger: Tobias Graf von Bernstorff. Die ALPHA DEUTSCHLAND e.V. ist eine anglikanisch-kirchliche Einrichtung nach englischem Vorbild, die „Kurse für Sinnsucher“ in der christlichen Lehre anbietet (siehe WIKIPEDIA zu Alphakurs). Zudem steht Castell als Ombudsmann im Klinikum Weimar für Patientenbeschwerden zur Verfügung. Gegenüber dem Newsticker am 06.12.2012 gab Graf Castell seine Lebensphilosophie wieder: Jesus Christus.

Alexander Graf zu Castell-Castell moderater Christ mit Potential zum AfD-Helden halbherziger Netzwerker um Beatrix von Storch

Alexander Graf zu Castell-Castell
moderater Christ mit Potential zum AfD-Helden
halbherziger Netzwerker um Beatrix von Storch

Seine Erlaucht (S.E.) Alexander Graf Castell entstammt einer der traditionsreichsten und wohlhabendsten Familien in Deutschland überhaupt. Der Castell-Clan umfasst 3 große Linien: Faber-Castell (die Beistift-Dynastie), Castell-Castell (Bankiersfamilie) und Castell-Rüdenhausen (Bankiersfamilie). Das fürstliche Haus Castell ist verwandtschaftlich eng mit der herzoglichen Familie Oldenburg und dem kaiserlich-königlichen Haus der Hohenzollern verbunden, siehe

Casteller Nachrichten Nr. 41/2011, ab Seite 4

sämtliche Castell-Nachrichten unter

https://www.castell-bank.de/casteller-nachrichten.html)

Die Castell’sche Bankiersfamilie war tief in die Enteignungen jüdischer Familien während des NS-Regimes verstrickt, wie das Buch „Die ‚Jüdischen Konten‘ der Fürstlich Castell’schen Credit-Casse und des Bankhauses Karl Meyer KG“ (2005) nachweist. Immerhin, dieses Buch wurde vom ehemaligen Fürstenhaus selbst in Auftrag gegeben, wenn auch an einen „Standesgenossen“ (Jesko Graf zu Dohna, Leiter des Familienarchivs), so dass nur ein bißchen Schuld eingestanden wird. Eine schonungslose Reflexion der eigenen Verstrickung sieht sicher anders aus.

Clementine Gräfin zu Castel-Rüdenhausen (1912-2008) war während des NS-Regimes eine hohe Reichsjugend-Funktionärin im Bund Deutscher Mädchen (BDM). Sie trat im Jahre 1933 – wie viele Familienmitglieder des Castells – in die NSDAP ein (vgl. Jonathan Petropoulos: Royals and the Reich: The Princess von Hessen in Nazi Germany, Oxford University Press, Oxford 2006, S. 381)

Alexander Graf zu Castell-Castell ist ein Cousin der Beatrix von Storch, geb. Herzogin v. Oldenburg. Den Vorsitz im Aufsichtsrat der Castell-Bank in Würzburg führt Andreas de Maizière, älterer Bruder des jetzigen Verteidigungsministers Thomas und Cousin des letzten DDR-Ministerpräsidenten Lothar de Maiziere. Andreas de Maizière musste wegen eines Geldwäscheskandals in 2005 den Vorstand der Commerzbank verlassen (DER SPIEGEL 24.10.2005). Geldadel und traditioneller Adel reichen sich die Hände nach dem Motto „manus manum lavat“ (eine Hand wäscht die andere).

S.E. Alexander Graf zu Castell-Castell war vor seiner Assimilation als „Adeliger“ das schwarze Schaf der Familie: Er verdingte sich u.a. wegen seiner angenehm sonoren Stimme als Vorleser für Hörbücher (siehe horchbuch.de) und wollte gar nicht so recht in die Scheinwelt der Erlauchten passen. Eine Rest-Rebellion erhält er sich bis heute: Den Familiennamen verkürzt er stets auf „Castell“ – in der Masse unauffällig bleiben, wie es „Adelige“ üblicherweise pflegen.

Heute zählt Alexander Graf zu Castell-Castell zum Netzwerk um Cousine Beatrix. Als ehemaliger Investmentbanker und Geschäftsführer der Weimarer Diakonie bemüht er sich um einen interreligiösen Austausch zwischen den Anglikanischen und der Evangelischen Kirche, aber auch zu den Freikirchen. Castell hätte das Potential zum AfD-Helden, wenn seine ausgleichende Art den interreligiösen Ausgleich zum Judentum und zum Islam umfasste. Auch diese Glaubensgemeinschaften kennen Castells Heiligen als Teil ihrer eigenen Religion: Jesus Christus.

Die letzte Eintragung des Hauses Castell im sog. Genealogischen Handbuch des Adels (GHA) finden wir im Jahre 2001 (Band 124)

Eberhard Freiherr von dem Bussche-Hünnefeld (AfD-Sprecher Hessen)

Eberhard v. dem Bussche-Hünnefeld wurde 1961 in Amberg/Oberpfalz geboren. Der selbständige Asset Manager (Vermögensverwalter) war zuvor in leitenden Positionen der Citibank und der skandalträchtigen HSH Nordbank. Er vertritt damit eine arg gebeutelte Berufsgruppe, die nach Eingriffen in ihre Jahresboni und stark gesunkenem Ansehen in der Bevölkerung nach den Finanzkrisen dringend wieder aufgepäppelt gehört. Da kam die AfD-Gründung gerade recht. Hier glaubt er den Lackschaden seiner Berufsgruppe korrigieren zu können.

Eberhard Clamor Freiherr von dem Bussche-Hünnefeld

Eberhard Clamor Freiherr von dem Bussche-Hünnefeld

Die Familie des aus Ostwestfalen stammenden Schein-Adeligen publizierte ihren Stammbaum letztmalig 1969 im „Genealogischen Handbuch des Deutschen Adels“ (sog. GOTHA, Band 44). Auch Eberhard vom Busche-Hünnefeld befürwortet offen die Rückkehr zur Politik des Bismarck-Staates (siehe Geolitico 10.09.2013).

plädieren für eine Rückkehr zur Bismarck-Politik des 19. Jahrhunderts: v.l.n.r.: Alexander Gauland, Eberhard von dem Bussche-Hünnefeld, Dagmar Mezger

plädieren für eine Rückkehr zur Bismarck-Politik des 19. Jahrhunderts:
v.l.n.r.: Alexander Gauland, Eberhard von dem Bussche-Hünnefeld, Dagmar Mezger

Aus einer Seitenlinie seiner Familie stammt Axel von dem Bussche-Streithorst, einem Widerstandskämpfer gegen die Hitler-Diktatur (DIE ZEIT 29.01.1993). Die Familie des Eberhard Frhr. v. dem Bussche verzeichnet als einige der wenigen im Beatrix‘ Adelsnetzwerk keine nennenswerte NS-Vergangenheit.

Wolfgang von Eichborn (Bundesschiedsgericht)

Die Familie von Eichborn erschien im Jahre 1990 letztmalig im sog. Genealogischen Handbuch des Adels (Band 99). Wolfgang von Eichborn wurde 1948 geboren. Seine schulische und sonstige Vita zwischen 1948 und 1976 bleibt ominös im Dunkeln.

Wolfgang von Eichborn aus Ebersberg (Bayern) stellt den typischen Polit-Apparatschick dar: Nach dem juristischen Studium beginnt seine berufliche Karriere 1976 in der bayerischen Finanzverwaltung, 1978 wechselte er nach Bonn und übernahm bis 1998 diverse Funktionen in der SPD-Fraktion und im Bundeswirtschaftsministerium. Obgleich Wolfgang von Eichborn über keinerlei berufliche Erfahrungen als Rechtsanwalt oder Richter besaß und niemals an einem ordentlich Gericht tätig war, katapultierten ihn die Politiker 1998 zum Bundesrichter am Bundesfinanzhof. Es darf vermutet werden, dass er dort vor allem für die richterliche Absicherung der Regierungspolitik zuständig war. Im August 2013 trat er – gut versorgt – in den Ruhestand (Quelle: Pressemitteilung 47/2013 des BFH).

Wolfgang von Eichborn ehemaliger SPD-Apparatschik – nun Scheinrichter im AfD-Bundesschiedsgericht

Wolfgang von Eichborn
ehemaliger SPD-Apparatschik – nun Scheinrichter im AfD-Bundesschiedsgericht

Eine ähnliche Rolle nimmt Wolfgang von Eichborn in der AfD ein. Im LV Bayern spielt er die „graue Eminenz“, beteiligt sich aktiv an Hinterzimmer-Kungeleien und segnet rechtswidrige Entscheidungen des Landesvorstandes juristisch ab. Der erste Landesparteitag der Ostersonntagsbande um Joachim Schünemann fand in Eichborns Heimatort Ebersberg statt (siehe Süddeutsche Zeitung 02.04.2013). Selbstverständlich hatte v. Eichborn seine Schmutzfinger dick in einigen Machenschaften des Landesvorstandes drin, von richterlicher Unabhängigkeit oder gar Überparteilichkeit keine Spur. So sprachen die Landesvorstände ihre vorderen Listenplätze und die ihrer Günstlinge in seinem Beisein ab. Juristisch sah er keine Probleme in der illegalen Stimmgewichtung der Landesvorstände bei der Listenaufstellung, die zur Ungültigkeit der Landesliste und zur kostspieligen Wiederholung der Delegiertenversammlung führte (siehe Bayerische Liste der Schande ungültig). Ebenso im Bundesschiedsgericht imponiert Wolfgang von Eichborn vor allem durch verfahrensrechtliche, satzungsrechtliche und parteigesetzliche Ahnungslosigkeit. Kenner bezeichneten bereits sein BFH-Wirken als „richterlichen Totalausfall“. Diesem Ruf wird er nun im Bundesschiedsgericht voll gerecht.

Auch Wolfgang von Eichborn, dessen Familie aus Schlesien vertrieben wurde und heute das Schloss Friesenhausen in Franken besitzt, zählt zum Adels-Netzwerk der Beatrix von Storch. Er soll im Bundesschiedsgericht die Verfahren des „Bodensatzes“ abschmettern sowie innerparteiliche Demokratie z.G. des Eliten-Systems verhindern – alles unter dem Deckmantel eines „unabhängigen Schiedsgerichts“. Das Bundesschiedsgericht dient unter Wolfgang von Eichborn der Scheinrechtsstaatlichkeit. Wolfgang von Eichborn und Beatrix von Storch werden bei der WA2013 als Hauptzeichner genannt, siehe WA2013.

Wilhelm von Gottberg (Landesvorstand Niedersachsen)

Der Vertriebenenpolitiker Wilhelm von Gottberg (*30.03.1940) ist Bürgermeister der Kleinstgemeinde Schnega. Er plädiert offen für eine Rückkehr alter ostdeutscher Gebiete, z.B. seine Heimat Ostpreußen. Auf der Feier zum fünfzigjährigen Bestehen der Landsmannschaft Ostpreußen im Juli 1998 sagte er im Rathaus Schöneberg: „Wir warten schon lange auf eine offizielle Bitte um Vergebung durch Polen, Tschechien und Russland für die völkermordartigen Vertreibungsverbrechen“ (Jungle World vom 22. Juli 1998). Der Hardliner setzte diese Forderung nicht etwa in den Kontext der Nazi-Barbarei in Polen, der Tschechei und Russland, sondern als singulären Anspruch an eben jene.

Wilhelm von Gottberg politischer Rechtsaußen, der die Rückgabe Ostpreußens verlangt

Wilhelm von Gottberg
politischer Rechtsaußen, der die Rückgabe Ostpreußens verlangt

Bereits seit Mitte der 90er Jahre fällt Wilhelm von Gottberg immer wieder durch seine extrem rechte Gesinnung negativ auf. Als ein Beispiel kann dafür sein Einsatz für den rechtsradikalen „Schulverein zur Förderung der Russlanddeutschen in Ostpreußen e.V.“ angeführt werden. Der bereits 1992 in Husum vom rechtsradikalen Verleger Dietmar Munier gegründete Verein gehört zu einem Gestrüpp von Vereinen, die im russischen Teil des ehemaligen Ostpreußens durch Ansiedlungen von Russlanddeutschen deutsche Gebietsansprüche auf diese Region demonstrieren wollen. Dietmar Munier selber äußerte sich folgendermaßen: Man hätte eine Initiative gestartet, „[um] durch Ansiedlung Russlanddeutscher in Nordostpreußen neue Fakten für eine deutsche Perspektive unserer Ostprovinz zu schaffen“ (Rundschreiben 1/1992 der „Aktion Deutsches Königsberg“). Das Bundesministerium des Innern hat die Aktivitäten des Verlegers Munier im ehemaligen Nordostpreußen bereits 1993 als rechtsextreme Bestrebungen aufgelistet (Bundesministerium des Innern, Verfassungsschutzbericht 1993, S. 150). Nachdem auch noch das Auswärtige Amt in einem Bericht über rechtsextreme Aktivitäten des Verlegers Dietmar Munier gesprochen hatte, setzte sich Wilhelm von Gottberg im „Ostpreußenblatt“, sowie davor schon in einem Schreiben vom 27. März 1995 an das Auswärtige Amt unter dem damaligen Bundesaußenminister Dr. Klaus Kinkel, vehement für ihn ein („Ostpreußenblatt“ 13/95 vom 1. April 1995).

Wilhelm von Gottberg zählt zum „inner circle“ der Kreuzritterin Beatrix von Storch. Von 1992 bis 2010 war er Vorsitzender der Landsmannschaft Ostpreußen im Bund der Vertriebenen (BdV). Er amtiert z.Z. als stv. BdV-Bundesvorsitzender. Im Weißenburger Tagblatt äußerte er am 10.05.2012, die Grenzen Ostpreußens seien nicht endgültig.

Die letzte Publikation der von Gottbergs im sog. Genealogischen Handbuch des deutschen Adels erfolgte im Jahre 1989 (Band 95).

Hans-Joachim von Berkholz (Landesschatzmeister Schleswig-Holstein)

Hans-Joachim von Berkholz wurde am 07.101943 in Regenwalde (Pomerania) geboren. Er ist mit Wilhelmine Freiin von Dungern (*01.02.1946) verheiratet. Gemeinsam brachten sie (wie bei Adels üblich) 4 Kinder zur Welt. Die letzte Veröffentlichung des Stammbaums erfolgte im Jahre 2000 (GHdA 2000, Band 121).

Hans-Joachim von Berkholz  geräuschloser Landesschatzmeister der AfD Schleswig-Holstein

Hans-Joachim von Berkholz
geräuschloser Landesschatzmeister der AfD Schleswig-Holstein

H.-J. v. Berkholz war bis zu seiner Pensionierung ein leitender Manager der Dresdner Bank AG. Nebenbei engagierte er sich in der Mecklenburg-Vorpommerschen Krebsgesellschaft als Schatzmeister. Berkholz zählt zu den geräuschlosesten und unauffälligsten Unterstützern des Storch-Netzwerkes, gleichwohl gerade deshalb als hocheffizient.

17 Gedanken zu „Beatrix von Storchs Adelsbande: Blaues Blut und Braune Brut

  1. Gut recherchiert. Wilhelm von Gottberg steckt hinter der http://www.preussische-allgemeine.de/ die neben der JUNGEN FREIHEIT das zweite deutsche Blatt ist, dass sich bezüglich AfD fleißig in Hofberichterstattung im Stile der Aktuellen Kamera der DDR übt. Manches hätte ein Karl Eduard von Schnitzler nicht besser gekonnt. Das war der Mann, der bekanntlich tragisch zu Tode kam. Er ertrank in seinem eigenen Schwarzen Kanal.

    Was ich allerdings nicht verstehe, warum die AfD auf der einen Seite einen auf Adel macht, der die DDR verteufelt und sich auf der anderen Seite in Sachsen, Sachsen Anhalt und Brandenburg ehemaliger SED, Volkspolizei- und MfS Kader bedient. Das paßt irgendwie nicht. Es sei denn die ostdeutschen Führungskader sind verkappte vons. Bei van Raemdonck ist wenigstens schon ein van zu sehen.

    • @Lars: Danke für die Zusatzinfo!
      Realsozialismus und Realrechtskonservatismus scheinen in den neuen Bundesländern nah zusammen zu liegen – Hauptsache autoritär und undemokratisch. Viele der EX-SED-Mitglieder blicken ja nach der Wende auf einen Werdegang in sämtlichen rechten Splitterparteien.

  2. @AN: Gern geschehen. Ja ist leider so, dass sich Realsozialismus und Realkonservatismus in den NBL in Armen liegen. Läßt sich gut an Henndorf (Sachsen Anhalt) und Scheel / van Raemdonck (Brandenburg) belegen. Henndorf war zu DDR Zeiten strammer VoPo und macht heute einen auf verfolgt. Dass er sich selbst seine Akte strickte ist durchaus im Bereich des möglichen. Als VoPo kam schon an die richtigen Stempel ran wenn man wollte. Vergleiche mit dem April 45 sind natürlich rein zufällig. Da gab es so was leider ja schon mal.

    Scheel war zur Wende stellv. Bürgermeister der Kreisstadt Rathenow, strammer SED Kader und macht daraus heute ein riesengroßes Geheimnis. Ein Anruf im Rathenower Bürgermeisterbüro http://www.rathenow.de/Impressum.61.0.html ist ausreichend um das bestätigt zu bekommen.

    Van Raemdonck ist noch undurchsichtiger. Bekannt ist nur, dass er ein geborener Brinkaus ist, demzufolge ein schnöder Bürgerlicher wie wir beide. Dann verliert sich seine Vita im Nebel der DDR Geschichte. Seiner Selbstdarstellung folgend war er DDR Reisekader und blieb dann mal im Westen. Wer das glaubt, der glaubt auch daran, dass der Klapperstorch die Kinder bringt. Klar gab es diese DDR Reisekader aber die haben einen Teufel getan und sind im Westen geblieben. Spätestens seit http://de.wikipedia.org/wiki/Lutz_Eigendorf wusste jeder Reisekader, was die Stunde geschlagen hatte. Wie nun aus dem Brinkaus ein van wurde, das ist momentan die große Frage. Darauf gibt er keine Antwort. Warum wohl?

    Insofern bin ich echt auf den Parteitag der AfD Brandenburg am Sonntag in Diedersdorf gespannt. Allem Anschein nach zerlegt es da die AfD Brandenburg. Denen die nämlich wirklich von der DDR verfolgt wurden, denen ist nicht klar zu machen, warum sie heute den gleichen Rattenfängern wieder folgen sollen. In der AfD Brandenburg gibt es nämlich wirklich Mitglieder die in der DDR gesessen haben und die jetzt die Welt nicht mehr verstehen. Da sind auf deutsch gesagt ehrliche Leute ganz schön verar…. worden.

  3. Auch in Sachsen haben sich die SED-Altkader von der Linkaussen-Fraktion zur Rechtsaußenfraktion gewendet – wie schon die AN oben kommentierte: Hauptsache antidemokratisch und radikal, niemals jedoch menschenfreundlich und liberal. In Sachsen sind das z.B. Ingolf Leubner, Ex-SED (jetzt AfD-Stasi-Beauftragter), Dr. Thomas Hartung (Ex-FDJ-Funktionär, dann FREIE UNION, jetzt Petrys AfD-Rambock), Ulrich Oehme (Ex-SED, dann FREIHEIT, jetzt AfD-Chef Chemnitz), Katrin Uhlmann (EX-SED, Ex-StaSi-Verpflichtete, Wachtel auf Burg Hoheneck, jetzt AfD-Revisorin Chemnitz) u.s.w. Die Liste der DDR-Altkader und SED-Nomenklatura in Sachsen ist lang. Diese Sorte Mensch wird nicht vom Gedanken des Humanismus getragen, sondern vom Gedanken der Macht. Während der Humanist sich angewidert abwendet und bestenfalls das Recht verbal reklamiert, versucht der Radikalinski die Macht mit Gewalt (auch psychische Gewalt) an sich zu reißen resp. zu verteidigen. Bereits der ehemalige SPD-Vorsitzende Dr. Kurt Schumacher wusste: „Kommunisten sind rot-lackierte Nazis“ (zitiert nach DER SPIEGEL 29.03.1947, Seite 3 f. – abrufbar unter http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41121542.html). Kurt Schumacher war ein visionärer Realist, er hat die Fratze des Kommunismus/Sozialismus/SED erkannt, weil der den Menschen dahinter erkannte! Ob Militär-Junta, SED, KPD, NSDAP, NPD, religöser Fundametalismus a la FREIHEIT etc. ist völlig piepegal, dahinter stecken immer derangierte Menschen, die ihre persönlichen Defizite mit Hilfe der politischen Radikalität zu therapieren suchen.

  4. Mit der blaublütigen Braunbrut sympathisieren natürlich die Monarchisten, die sich u.a. in verschiedenen Burschenschaften tarnen, wie auch die AfD-Mitglieder Eheleute Volta, die ihre politische Zielsetzung auf der Webseite von Dr. Volta produzieren: http://www.volta.de/html/frame-m.htm
    Solche Leute wollen Einfluss nehmen, weshalb es nicht verwundert, dass Frau Kerstin Volta für den stellvertretenden Landesvorsitz der AfD in Niedersachsen kandidiert: http://www.afd-niedersachsen.de/kandidaten-fuer-den-stellvertretenden-landesvorsitz/, ersatzweise aber notfalls auch als Beisitzerin: http://www.afd-niedersachsen.de/kandidaten-zum-beisitzer/
    Hauptsache Einfluss nehmen.

  5. Wer verfasst denn hier dieses mit Klischees überhäufte Konglomerat an fragwürdigen Informationen?
    Ist derjenige zu feige, sich mit seinem Namen zu bekennen?
    Den BFB als rechtsextrem zu bezeichnen und sonstigen Mist der bundesrepublikanischen Behörden hier zu verbreiten, ist schon sehr ignorant der Wahrheit gegenüber! Sich einerseits über die Einseitigkeit der DDR erheben und die Einseitigkeit der BRD Behörden als Maßstab zu verkaufen, ist sehr unterbelichtet.
    Wenn das hier überhaupt interessant sein sollte, dann auf jeden Fall ohne diese 0815 Kommentare!
    Und ob es dem Schreiber nun gefällt oder nicht, war der Adel in Deutschland über Jahrhunderte die Führungsschicht.
    Und der Mist, der nach 1918 über uns hereingebrochen ist, kann kaum als besser als vor 1918 bezeichnet werden.
    Denn wäre die Monarchie nach 1918 bestehen geblieben, wäre uns der Psychopath aus Braunau als Staatsoberhaupt erspart geblieben!
    Also immer schön sachlich bleiben!
    Und übrigens habe ich mit Fr. Storch nichts zu tun.

    • Sehr intelligenter Kommentar. Übrigens: Die meisten der folgenden Kriege haben wir dem Adel und seinen Interessen zu verdanken – Mittelalter weggelassen, weil Liste der Adelskriege ansonsten noch länger:

      Frührenaissance

      1455–1485 Rosenkrieg, englisches Adelsgeschlecht York gegen englisches Adelsgeschlecht Lancaster
      1461–1462 Mainzer Stiftsfehde
      1462 Badisch-Pfälzischer Krieg
      1463–1479 Zweiter Venezianischer Türkenkrieg
      1474–1477 Burgunderkriege, Burgund gegen Eidgenossen
      1494–1559 Italienkriege
      1495–1497 Russisch-Schwedischer Krieg
      1499 Schwabenkrieg (Schweizerkrieg)
      1499–1503 Dritter Venezianischer Türkenkrieg
      1519–1521 Reiterkrieg

      Neuzeit
      Spätrenaissance

      1520–1521 Comuneros-Aufstand in Kastilien
      1520–1521 Spanische Eroberung Mexikos
      1521–1526 Osmanisch-Ungarischer Krieg
      1521 Schlacht von Mactan
      1522 Osmanische Eroberung von Rhodos
      1522–1523 Pfälzischer Ritteraufstand
      1524–1526 Deutscher Bauernkrieg
      1525–1527 Indienfeldzug Baburs (Erste Schlacht bei Panipat)
      1526–1555 Erster Österreichischer Türkenkrieg/Vierter Venezianischer Türkenkrieg
      1526–1538 Ungarischer Bürgerkrieg (siehe auch Friede von Großwardein)
      1526–1555 Osmanischer Safavidenkrieg
      1529 Erster Burmesisch-Siamesischer Krieg
      1529 Erster Kappelerkrieg
      1531 Zweiter Kappelerkrieg
      1532–1536 Spanische Eroberung Perus
      1534–1535 Grafenfehde, Krieg der Hansestadt Lübeck gegen Dänemark, Schweden und Preußen
      1538 Zweiter Burmesisch-Siamesischer Krieg
      1540–1542 Mixtón-Krieg
      1546–1547 Schmalkaldischer Krieg
      1548–1549 Dritter Burmesisch-Siamesischer Krieg
      1552–1555 Zweiter Markgrafenkrieg
      1553–? Arauco-Krieg
      1554–1557 Schwedisch-Russischer Krieg
      1558–1582 Livländischer Krieg
      1562–1563 Erster Hugenottenkrieg
      1563–1570 Dreikronenkrieg, auch Siebenjähriger Nordischer Krieg
      1564–1569 Vierter Burmesisch-Siamesischer Krieg
      1566–1568 Zweiter Österreichischer Türkenkrieg
      1567–1568 Zweiter Hugenottenkrieg
      1568–1570 Dritter Hugenottenkrieg
      1568–1648 Achtzigjähriger Krieg
      1570–1573 Fünfter Venezianischer Türkenkrieg
      1572–1573 Vierter Hugenottenkrieg
      1574 Fünfter Siamesisch-Burmesischer Krieg (Pegu)
      1574–1576 Fünfter Hugenottenkrieg
      1576–1577 Sechster Hugenottenkrieg
      1579–1580 Siebter Hugenottenkrieg
      1580–1583 Portugiesischer Bürgerkrieg
      1583–1588 Truchsessischer Krieg, auch Kölner Krieg genannt
      1584–1592 Sechster Burmesisch-Siamesischer Krieg
      1585–1598 Achter Hugenottenkrieg
      1585-1604 Englisch-Spanischer Krieg (1585–1604) (darin: Invasionsversuch der spanischen Armada 1588)
      1587 Siamesisch-Kambodschanischer Krieg 1587
      1590–1595 Russisch-Schwedischer Krieg
      1592–1598 Imjin-Krieg
      1593–1594 Siamesisch-Kambodschanisch-Burmesischer Krieg
      1593–1615 Dritter Österreichischer Türkenkrieg
      1594–1603 Neunjähriger Krieg (Irland)
      1595–1597 Zweiter oberösterreichischer Bauernkrieg
      1597–1599 Schwedischer Bürgerkrieg

      17. Jahrhundert

      1600–1629 Polnisch-Schwedischer Krieg
      1603 Siamesisch-Kambodschanischer Krieg 1603
      1607–1615 Tarrantiner-Krieg
      1607–1618 Siebter Burmesisch-Siamesischer Krieg
      1608–1614 Erster Englischer Powhatankrieg
      1609–1618 Erster Russisch-Polnischer Krieg
      1609–1614 Jülich-Klevischer Erbfolgestreit
      1611–1613 Kalmarkrieg
      1611–1617 Russisch-Schwedischer Krieg
      1613–1617 Friauler Krieg
      1618–1648 Dreißigjähriger Krieg
      1618–1623 Böhmisch-pfälzischer Krieg
      1623–1629 Dänisch-niedersächsischer Krieg
      1630–1635 Schwedischer Krieg
      1635–1648 Schwedisch-Französischer Krieg
      1643–1645 Torstenssonkrieg
      1620–1621 Osmanisch-Polnischer Krieg
      1622 Siamesisch-Kambodschanischer Krieg 1622
      1623–1623 Portugiesisch-Persischer Krieg
      1624–1661 Niederländisch-Portugiesischer Krieg
      1625–1630 Englisch-Spanischer Krieg
      1626 Oberösterreichischer Bauernkrieg
      1629–1631 Mantuanischer Erbfolgekrieg
      1632–1634 Zweiter Russisch-Polnischer Krieg
      1633–1634 Osmanisch-Polnischer Krieg
      1635–1659 Französisch-Spanischer Krieg
      1637 Pequot-Krieg
      1639–1651 Schottland in den Kriegen der drei Königreiche
      1639–1640 Bischofskrieg
      1641–1653 Irische Konföderationskriege
      1642–1646 Erster Englischer Bürgerkrieg
      1644–1645 Schottischer Bürgerkrieg
      1648–1649 Zweiter Englischer Bürgerkrieg
      1649–1651 Dritter Englischer Bürgerkrieg
      1640 Schweinekrieg
      1640–1701 Biberkriege
      1640–1668 Restaurationskrieg
      1643–1645 Wappinger-Krieg
      1644–1646 Zweiter Englische Powhatankrieg
      1645–1669 Sechster Venezianischer Türkenkrieg
      1648–1660 Ukrainisch-Polnischer Krieg
      1652–1654 Erster Englisch-Niederländischer Seekrieg
      1654 Erster Bremisch-Schwedischer Krieg
      1654–1667 Russisch-Polnischer Krieg
      1655 Pfirsich-Krieg
      1655–1660 Englisch-Spanischer Krieg
      1655–1660 Zweiter Nordischer Krieg
      1656–1658 Russisch-Schwedischer Krieg
      1659–1660 Erster Esopus-Krieg
      1660–1662 Achter Burmesisch-Siamesischer Krieg
      1663–1664 Zweiter Esopus-Krieg
      1663–1664 Vierter Österreichischer Türkenkrieg
      1665–1667 Zweiter Englisch-Niederländischer Seekrieg
      1666 Zweiter Bremisch-Schwedischer Krieg
      1667–1668 Devolutionskrieg
      1672–1676 Osmanisch-Polnischer Krieg 1672–1676
      1672–1679 Holländischer Krieg
      1672–1674 Dritter Englisch-Niederländischer Seekrieg
      1674–1679 Schwedisch-Brandenburgischer Krieg
      1674–1679 Schonischer Krieg
      1675–1676 King Philip’s War
      1676–1681 Russisch-Osmanischer Krieg
      1683–1684 Reunionskrieg
      1683–1699 Großer Türkenkrieg
      1685 Monmouth Rebellion
      1685 Französisch-Siamesischer Krieg
      1687 Englisch-Siamesischer Krieg
      1688–1697 Pfälzischer Erbfolgekrieg (Neunjähriger Krieg)
      1689–1691 Irischer Krieg
      1689–1697 King William’s War in Nordamerika

      18. Jahrhundert

      1700–1721 Großer Nordischer Krieg
      1701–1714 Spanischer Erbfolgekrieg
      1702–1713 Queen Anne’s War
      1714–1717 Siamesisch-Kambodschanischer Krieg
      1714–1718 Venezianisch-Österreichischer Türkenkrieg
      1715 Erster Jakobitenaufstand
      1715–1717 Yamasee-Krieg
      1718–1720 Krieg der Quadrupelallianz
      1722–1727 Dummers Krieg
      1722–1723 Russisch-Persischer Krieg
      1727–1729 Englisch-Spanischer Krieg
      1733–1735 Polnischer Thronfolgekrieg
      1735–1739 Russisch-Österreichischer Türkenkrieg
      1735–1737 Spanisch-Portugiesischer Krieg um Colonia
      1739–1748 Englisch-Spanischer Krieg
      1740–1748 Österreichischer Erbfolgekrieg
      1740–1742 Erster Schlesischer Krieg
      1744–1745 Zweiter Schlesischer Krieg
      1744–1748 Erster Karnataka-Krieg
      1744–1748 King George’s War
      1741–1743 Schwedisch-Russischer Krieg
      1745–1746 Zweiter Jakobiteraufstand
      1751–1754 Zweiter Karnataka-Krieg
      1754–1756 Guaraní-Kriege in Paraguay
      1756–1763 Siebenjähriger Krieg
      1754–1763 Siebenjähriger Krieg in Nordamerika
      1758–1763 Dritter Karnataka-Krieg
      1763–1764 Pontiac-Aufstand
      1764–1769 Neunter Burmesisch-Siamesischer Krieg
      1768–1774 Russisch-Osmanischer Krieg
      1769–1773 Vietnamesisch-Siamesischer Krieg
      1775–1776 Zehnter Burmesisch-Siamesischer Krieg
      1775–1783 Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg
      1776–1777 Spanisch-Portugiesischer Krieg (Banda Oriental)
      1778–1779 Bayerischer Erbfolgekrieg
      1780–1784 Vierter Englisch-Niederländischer Seekrieg
      1785–1792 Elfter Burmesisch-Siamesischer Krieg
      1787–1792 Russisch-Österreichischer Türkenkrieg
      1787 Preußischer Einmarsch in Holland
      1788–1790 Schwedisch-Russischer Krieg
      1788–1789 Chinesischer Vietnam-Feldzug
      1790–1792 Chinesischer Gurkhafeldzug
      1792–1793 Russisch-Polnischer Krieg
      1792–1815 Revolutionskriege und Kriege Napoleons I.
      1794–1795 Russisch-Preußischer Polenkrieg
      1796 Russisch-Persischer Krieg
      1798–1801 Ägyptische Expedition

      19. Jahrhundert

      1801 Orangen-Krieg
      1801–1805 Amerikanisch-Tripolitanischer Krieg (Erster Barbareskenkrieg)
      1803–1805 Zweiter Marathenkrieg
      1804–1813 Russisch-Persischer Krieg
      1806–1812 Sechster Russischer Türkenkrieg
      1806–1807 Aschanti-Fante-Krieg
      1806–1807 Vierter Koalitionskrieg
      1808–1809 Russisch-Schwedischer Krieg
      1808–1809 Dänisch-Schwedischer Krieg
      1808–1814 Spanischer Unabhängigkeitskrieg
      1810–1811 Britisch-Niederländischer Krieg um Java
      1810–1825 Südamerikanische Unabhängigkeitskriege
      1810–1816 Expeditionen zur Befreiung Oberperus
      1810–1818 Argentinischer Unabhängigkeitskrieg
      1810–1818 Chilenischer Unabhängigkeitskrieg
      1810–1823 Unabhängigkeitskriege in Venezuela
      1812–1821 Peruanischer Unabhängigkeitskrieg
      1820–1822 Expedition zur Befreiung Perus
      1822–1825 Brasilianischer Unabhängigkeitskrieg
      1810–1821 Mexikanischer Unabhängigkeitskrieg
      1812–1814 Britisch-Amerikanischer Krieg
      1813–1815 Befreiungskriege gegen die Napoleonische Fremdherrschaft
      1813–1814 Creek-Krieg
      1814–1816 Aschanti-Akim-Akwapim-Krieg
      1814–1816 Gurkha-Krieg
      1815 Österreichisch-Neapolitanischer Krieg
      1815 Zweiter Barbareskenkrieg
      1817–1818 Erster Seminolenkrieg
      1817–1818 Dritter Marathenkrieg
      1820–1847 Revolutionsversuche in Italien
      1821–1832 Griechischer Unabhängigkeitskrieg
      1823 Französische Invasion in Spanien
      1823–1826 Erster Britisch-Birmanischer Krieg
      1825–1830 Java Krieg
      1826–1828 Argentinisch-Brasilianischer Krieg
      1826–1828 Russisch-Persischer Krieg
      1826–1829 Siamesisch-Laotischer Krieg (Vientiane)
      1828–1829 Russisch-Osmanischer Krieg
      1829–1835 Musketenkriege
      1830–1833 Belgischer Unabhängigkeitskrieg
      1831–1834 Siamesisch-Kambodschanischer Krieg
      1832 Black-Hawk-Krieg
      1832–1834 Miguelistenkrieg
      1834–1839 Erster Karlistenkrieg
      1835–1842 Zweiter Seminolenkrieg
      1835–1845 Farrapen-Revolution
      1835–1836 Texanischer Unabhängigkeitskrieg
      1836–1839 Peruanisch-Bolivianischer Konföderationskrieg
      1838–1839 Französisch-Mexikanischer Krieg
      1839–1842 Erster Anglo-Afghanischer Krieg
      1839–1842 Erster Opiumkrieg
      1841 Peruanisch-Bolivianischer Krieg
      1841–1845 Vietnamesisch-Siamesischer Krieg
      1845–1872 Neuseelandkriege
      1843–1851 Uruguayischer Krieg
      1845–1846 Erster Sikh-Krieg
      1846–1848 Mexikanisch-Amerikanischer Krieg
      1847–1901 Kastenkrieg der Maya in Yucatan
      1847 Sonderbundskrieg in der Schweiz
      1847–1849 Zweiter Karlistenkrieg
      1848–1849 Sardinisch-Österreichischer Krieg
      1848–1849 Zweiter Sikh-Krieg
      1848–1851 Schleswig-Holsteinischer Krieg
      1848–1849 Revolution im Kaisertum Österreich
      1850–1864 Taiping-Aufstand
      1852–1853 Zweiter Britisch-Birmanischer Krieg
      1853 Montenegrinischer Krieg
      1853–1856 Krimkrieg
      1853–1868 Nian-Aufstand
      1855–1856 Haiti-Santo Domingo Krieg
      1855–1858 Dritter Seminolenkrieg
      1856–1860 Zweiter Opiumkrieg
      1857 Sepoy-Aufstand in Indien
      1857–1861 Bürgerkrieg in Mexiko
      1859 Sardinischer Krieg
      1859–1860 Spanisch-Marokkanischer Krieg
      1860–1912 Rebellion in Portugiesisch-Timor
      1861–1867 Französische Intervention in Mexiko
      1861–1865 Amerikanischer Bürgerkrieg
      1863 Zentralamerikanischer Krieg
      1863 Ecuadorianisch-Kolumbianischer Krieg
      1864 Deutsch-Dänischer Krieg
      1864–1871 Spanisch-Südamerikanischer Krieg
      1865–1870 Krieg der dreifachen Allianz Paraguay gegen Brasilien, Argentinien und Uruguay
      1866 Deutscher Krieg (Preußisch-Österreichischer Krieg)
      1866–1869 Kretischer Aufstand
      1868 Britische Äthiopienexpedition von 1868
      1868–1869 Boshin-Krieg
      1868–1878 Zehnjähriger Krieg
      1870–1871 Deutsch-Französischer Krieg
      1872–1876 Dritter Karlistenkrieg
      1876–1878 Serbisch-Osmanischer Krieg
      1877 Nez-Percé-Krieg
      1877 Satsuma-Rebellion
      1877–1878 Russisch-Osmanischer Krieg
      1878–1880 Zweiter Anglo-Afghanischer Krieg
      1878–1888 Nauruischer Stammeskrieg
      1879 Zulukrieg
      1879–1880 Guerra Chiquita
      1879–1884 Salpeterkrieg
      1880–1881 Erster Burenkrieg
      1882 Urabi-Bewegung
      1883–1899 Mahdi-Aufstand
      1884–1885 Chinesisch-Französischer Krieg
      1885–1886 Serbisch-Bulgarischer Krieg
      1885–1886 Dritter Britisch-Birmanischer Krieg
      1885 Guatemala-Krieg
      1888–1890 Aufstand der ostafrikanischen Küstenbevölkerung
      1893 Französisch-Siamesischer Krieg
      1893 Erster Rifkrieg
      1894–1895 Erster Japanisch-Chinesischer Krieg
      1895–1898 Kubanischer Unabhängigkeitskrieg
      1896 Britisch-Sansibarischer Krieg
      1896–1898 Philippinische Revolution
      1897 Türkisch-Griechischer Krieg
      1898 Spanisch-Amerikanischer Krieg
      1899 Konflikt um Samoa
      1899–1900 Boxeraufstand
      1899–1902 Philippinisch-Amerikanischer Krieg
      1899–1902 Zweiter Burenkrieg oder Südafrikanischer Krieg
      1899–1920 Aufstand der Derwisch-Bewegung in Somaliland

      20. Jahrhundert

      1900 Russisch-Chinesischer Krieg
      1900–1901 Boxeraufstand
      1903–1904 Britischer Tibetfeldzug
      1904–1905 Russisch-Japanischer Krieg
      1904–1908 Aufstand der Herero und Nama
      1905–1908 Maji-Maji-Aufstand
      1909 Zweiter Rifkrieg
      1911–1912 Italienisch-Türkischer Krieg
      1911–1912 Xinhai-Revolution
      1912–1913 Balkankriege
      1914–1918 Erster Weltkrieg

    • @Arvid Thal: Irgendwie haben Sie in Geschichte nicht aufgepasst. Der deutsche Kaiser Wilhelm II. und niemand anderes machte im Sommer 1914 gegen ganz Europa mobil. So tragisch aus rein menschlischer Sicht der Mord am österreichischen Thronfolger in Sarajevo auch immer für seine Familie gewesen sein mag, so wenig verständlich ist, dass für diesen Mord Millionen Menschen mit dem Leben bezahlen mussten.

      Das Problem der Ermordung des österreichischen Thronfolgers hätte man definitiv anders lösen können. Zumal ja der Mörder bekannt war.

      Soviel mal aus dem Blickwinkel eines derjenigen dessen Verwandte als blutjunge Menschen auf den Schlachtfeldern vor Verdun verreckten und der vielleicht diese gern als Großvater oder Onkel kennen gelernt hätte.

  6. Geringe deutsche Beteiligung, da waren andere in Europa wirklich aktiver in dieser Richtung.
    DA kann man kaum behaupten, daß Preussen oder Deutschland militaristisch war.

  7. @AN, hervorragende Recherche, danke.

    In der DDR wurden Menschen mit wertvollen Antiquitäten enteignet, teilweise durch die Stasi inhaftiert, soweit gelesen auch ermordet.
    Die Gründung der Kunst und Antiquitäten GmbH (KuA) wurde von zwei Personen vollzogen.
    „Anka von Witzleben“ ist Lebensgefährtin und die spätere Ehefrau von Horst Schuster. Witzleben turnt quasi um Storch herum!
    Vieles ist in dem Köppe Bericht nachlesbar.

    Der Schein-Adel arbeitete immer mit der Kirche zusammen, da sich deren angebliche Macht auf Gott beruft und von dem unfehlbaren Stellvertreter und deren der Stellvertreter ernannt wurde.
    Verständlich das Fr. Petry von Hr. Gauck eine Verdienstmedaille erhielt.

    Wo gibt es weitere Informationen über den Adel und dessen Wirken in der DDR?
    Es würde mich nicht wundern wenn Opus Dei, Gauck und Merkel plötzlich Gemeinsamkeiten haben.
    MfG

  8. Berkholz ist geräuschlos aber gut vernetzt. Er ist Ritter im Johanniterorden und war zumindest lange auch im Vortstand der Adelsvereinigung Hamburg/Schleswig-Holstein. Er ist Autor eines Buches über Ziethen, zu deren Nachfahren er sich zählt. Seine Frau entstammt einem weitverzweigten fränkischen Adelsgeschlecht und mütterlicherseits gibt es Verbindungen bis ins schwedische Königshaus. Wilhelmina Berkholz gehört dabei einem fundamentalistisch-christlichem Lager an.

  9. Hans-Joachim Albrecht von Berkholz (Vater: Arend Konrad v. Berkholz / Mutter: Feodora Tony von Zieten) mag geräuschlos sein, ist aber bestens vernetzt. Als Ritter des Johanniterordens ist er Vorstand der Johanniter Hilfsgemeinschaft in Kiel. Gleichzeitig war er im Vorstand der Adelsvereinigung Hamburg/Schleswig-Holstein (atueller Stand nicht bekannt) und ist Mitglied bei den Rotariern. Seine Frau Wilhelmina entstammt einer fränkischen Familie,die sich christlich-fundamentalistischaufstellt. Ihr Vetter,Camill Freiherr Dungern (persönlich haftender Gesellschafter des Bankhauses Seeliger) ist mit seiner Frau Camilla (geb.v.Loesch) ist Mitglied des Marburger Kreis. Wilhelmina v. Berkholz selbst ist in entsprechenden Kreisenfundamental-christlichen Kreisen aktiv. Mütterlicherseits (Mutter: Ulla-Brita Ottosdottir Nordentsierna / Vater: Martin Albrecht Heinrich Freiherr v. Dungern) hat sie Verbindungen in den schwedischen Adel und ins schwedische Königshaus. Hans-Joachimv. Berkholz ist Autor des im C.A. Starke-Verlags erschienen Buch „Die Familie von Zieten-Stammfolgen und biographische Nachrichten“.

  10. Eine sehr gute Quelle zum Thema Adel und NS ist: „Vom König zum Führer – Deutscher Adel und Nationalsozialismus“ von Stephan Malinowski, veröffentlicht 2004 im Fischer Taschenbuchverlag.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s